2.50.3 (k1963k): C. Entsendung von Soldaten der Bundeswehr zu Ausscheidungskämpfen für eine gesamtdeutsche Olympia-Mannschaft in die SBZ und nach Ost-Berlin

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[C.] Entsendung von Soldaten der Bundeswehr zu Ausscheidungskämpfen für eine gesamtdeutsche Olympia-Mannschaft in die SBZ und nach Ost-Berlin

Wie Staatssekretär Hopf berichtet, hat der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees für 22 Soldaten verschiedener Dienstgrade und für einen Angestellten der Bundeswehr um die Genehmigung gebeten, daß sie in Ost-Berlin und in der SBZ an Ausscheidungskämpfen für die Winterspiele der Olympischen Wettkämpfe teilnehmen dürfen 6. Staatssekretär Hopf, der an die frühere Behandlung der Fragen einer gesamtdeutschen Mannschaft durch das Kabinett am 28. November 1962 erinnert, schlägt vor, daß die Soldaten und zivilen Angehörigen der Bundeswehr die Genehmigung zur Teilnahme an den Ausscheidungskämpfen erhalten, von der Genehmigung aber Flüchtlinge, Geheimnisträger und diejenigen, die Verwandte 1. oder 2. Grades in der Zone oder Ost-Berlin haben, auszunehmen sind. Nach einer Erörterung, an der sich die Bundesminister des Innern, für Verkehr und für wissenschaftliche Forschung beteiligen, stimmt das Kabinett dem Vorschlag von Staatssekretär Hopf zu 7.

Fußnoten

6

Zur Entscheidung über die Entsendung gesamtdeutscher Mannschaften für die Olympischen Spiele 1964 in Innsbruck und Tokio siehe 55. Sitzung am 28. Nov. 1962 TOP 3 (Kabinettsprotokolle 1962, S. 512). - Vgl. auch 74. Sitzung am 6. Aug. 1959 (Kabinettsprotokolle 1959, S. 266 f.) und den Vermerk des BMI vom 23. Okt. 1963 in B 106/109378.

7

Weiteres zu den Regelungen hinsichtlich der Ausscheidungswettkämpfe für die Spiele 1964 nicht ermittelt. - Erst am 30. Juni 1965 kam es zwischen dem BMVtg und dem Deutschen Sportbund zu einer förmlichen Vereinbarung über die Freistellung von Spitzensportlern der Bundeswehr für die Teilnahme an wichtigen Sportveranstaltungen in Ostblockländern. Davon blieben allerdings Wettkämpfe in der DDR und Ost-Berlin weiterhin ausdrücklich ausgenommen und Entscheidungen über entsprechende Wünsche der deutschen Sportverbände dem BMI und AA vorbehalten. Vgl. das Protokoll der Übereinkunft in BW 1/32340.

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