3.1.1 (k1963k): Der Bundeskanzler und die Bundesminister

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 16. 1963Schreiben Adenauers zur Anwesenheit in KabinettssitzungenDas Kabinett Erhard bei Bundespräsident Lübke am 17. Oktober 1963Hans Krüger, Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und KriegsgeschädigteDDR-Propaganda gegen die Strafrechtsreform

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Text

Der Bundeskanzler und die Bundesminister

Der Bundeskanzler

Konrad Adenauer (1876-1967)

1901 Eintritt in die Zentrumspartei, 1917-1933 Oberbürgermeister von Köln, 1921-1933 Mitglied und Präsident des Preußischen Staatsrates, bis 1933 Mitglied des Reichsvorstandes der Zentrumspartei, 1933 Entlassung aus allen Ämtern, 1945 erneut Oberbürgermeister von Köln, 1946-1948 Mitglied des Zonenbeirates für die britische Besatzungszone, 1946-1950 MdL Nordrhein-Westfalen (CDU), dort 1946-1949 Fraktionsvorsitzender, 1946-1950 Vorsitzender des Zonenverbandes der CDU in der britischen Zone, 1948-1949 Präsident des Parlamentarischen Rates, 1949-1967 MdB, 1949-1963 Bundeskanzler, 1951-1955 zugleich Bundesminister des Auswärtigen, 1950-1966 Bundesvorsitzender der CDU.

Seit 16. Oktober 1963:

Dr. Ludwig Erhard (1897-1977)

1928-1942 wissenschaftlicher Assistent und Mitglied der geschäftsführenden Leitung des Instituts für Wirtschaftsbeobachtung der deutschen Fertigware, Nürnberg, 1942-1945 Leiter des Instituts für Industrieforschung, 1945-1946 Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, 1947 Honorarprofessor der Universität München, 1947-1948 Vorsitzender der Sonderstelle Geld und Kredit bei der Verwaltung für Finanzen des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1948-1949 Direktor der Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1949-1977 MdB (CDU), 1949-1963 Bundesminister für Wirtschaft, 1957-1963 zugleich Stellvertreter des Bundeskanzlers, 1963-1966 Bundeskanzler, 1966-1967 Bundesvorsitzender der CDU.

Der Stellvertreter des Bundeskanzlers

Dr. Ludwig Erhard siehe Der Bundeskanzler

Seit 17. Oktober 1963:

Dr. Erich Mende (1916-1998)

1936-1945 Berufssoldat, 1945 Mitbegründer der FDP, 1950-1953 Dozent für Öffentliches Recht und Politische Wissenschaften an der Universität Köln, 1949-1980 MdB (FDP, 1970 CDU), dort 1949-1953 parlamentarischer Geschäftsführer, 1953-1957 stellvertretender und 1957-1963 Fraktionsvorsitzender, 1960-1968 Bundesvorsitzender der FDP, 1963-1966 Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen und Stellvertreter des Bundeskanzlers, 1967-1970 Deutschland-Manager der amerikanischen Investmentfirma IOS, 1970-1980 Tätigkeit als Wirtschaftsjurist für Bonn-Finanz/Deutscher Herold.

Der Bundesminister des Auswärtigen

Dr. Gerhard Schröder (1910-1989)

1933-1934 wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bonn, 1934-1936 Referent am Kaiser-Wilhelm-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, Berlin, 1936-1939 Anwaltsassessor, 1939-1945 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1945 Mitbegründer der CDU, 1945-1947 Persönlicher Referent des Oberpräsidenten der Nordrhein-Provinz, dann Referent im Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, 1947-1953 Rechtsanwalt und Abteilungsleiter der North German Iron and Steel Control bzw. (seit 1949) Stahltreuhändervereinigung, 1949-1980 MdB (CDU), dort 1952-1953 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1953-1961 Bundesminister des Innern, 1955-1978 Vorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises von CDU und CSU, 1961-1966 Bundesminister des Auswärtigen, 1966-1969 Bundesminister der Verteidigung, 1967-1973 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU, 1969-1980 Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages.

Der Bundesminister des Innern

Hermann Höcherl (1912-1989)

1940-1945 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1948-1949 Rechtsanwalt in Regensburg, 1949 Eintritt in die CSU, 1950-1951 Staatsanwalt in Deggendorf, 1951-1953 Amtsgerichtsrat in Regensburg, 1953-1976 MdB, dort 1957-1961 Vorsitzender der Landesgruppe der CSU und stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1961-1965 Bundesminister des Innern, 1965-1969 Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, 1969-1972 stellvertretender Vorsitzender der Landesgruppe der CSU und erneut stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Vorsitzender des Vermittlungsausschusses.

Der Bundesminister der Justiz

Dr. Ewald Bucher (1914-1991)

1941-1945 Kriegsdienst und amerikanische Kriegsgefangenschaft, 1945 Rechtsanwalt, aufgrund Entnazifizierungsverfahrens 18 Monate Berufsverbot, 1951 Geschäftsführer des Landesverbandes der württembergischen Gewerbe- und Handelsvereine, 1953-1969 MdB (FDP), dort 1956-1961 Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion, 1957-1962 Stellvertretender Vorsitzender des Rechtsausschusses, 1962-1965 Bundesminister der Justiz, 1964 Kandidat für die Wahl zum Bundespräsidenten, 1965-1966 Bundesminister für Wohnungswesen und Städtebau, 1971-1987 Vorsitzender des Deutschen Verbandes für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung, 1972 Austritt aus der FDP, 1983 Eintritt in die CDU.

Der Bundesminister der Finanzen

Dr. Rolf Dahlgrün (1908-1969)

Seit 1936 Leiter der Rechtsabteilung der Phoenix-Gummiwerke AG, Hamburg, 1939-1945 Kriegsdienst als Heimatflakkanonier auf dem Gelände der Phoenix-Werke, seit 1949 Mitglied der FDP, 1953-1957 Mitglied der Hamburger Bürgerschaft, dort Vorsitzender des Haushaltsausschusses, 1957-1969 MdB (FDP), dort 1961-1963 Leiter des Wirtschaftsausschusses, 1962-1966 Bundesminister der Finanzen.

Der Bundesminister für Wirtschaft

Dr. Ludwig Erhard siehe Der Bundeskanzler

Seit 17. Oktober 1963:

Kurt Schmücker (1919-1996)

1938-1940 Tätigkeit als Buchdrucker bei den „Oldenburgischen Nachrichten", 1940-1946 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, Übernahme der elterlichen Druckerei, 1949-1972 MdB (CDU), dort 1959-1961 Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses, 1956-1966 Vorsitzender der CDU-Mittelstandsvereinigung, 1963-1966 Bundesminister für Wirtschaft, 1966 (8. Nov.-1. Dez.) zugleich Bundesminister der Finanzen, 1966-1969 Bundesschatzminister, 1968-1971 Bundesschatzmeister der CDU, 1972-1986 Bürgermeister von Löningen (Oldenburg).

Der Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Werner Schwarz (1900-1982)

Nach Besuch der Landwirtschaftlichen Hochschulen Hohenheim und München seit 1926 selbständiger Landwirt, 1933-1945 ehrenamtliche Tätigkeit im Reichsnährstand, 1945-1957 Leiter der Kreisbauernschaft, später Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Stormarn, seit 1948 Zweiter Landesvorsitzender des Bauernverbandes Schleswig-Holstein, 1952 Eintritt in die CDU, 1953-1965 MdB, 1959-1965 Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Der Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung

Theodor Blank (1905-1972)

1930-1933 Sekretär im Zentralverband Christlicher Fabrik- und Transportarbeiter, 1939-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945 Mitbegründer der CDU Westfalen und des Deutschen Gewerkschaftsbundes, 1945 Stadtverordneter in Dortmund, 1945-1950 Mitglied des Vorstandes der IG Bergbau, 1946-1947 MdL Nordrhein-Westfalen, 1947-1949 Mitglied des Wirtschaftsrates des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1949-1972 MdB, dort 1965-1969 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1950-1955 Beauftragter des Bundeskanzlers für die mit der Vermehrung der alliierten Truppen zusammenhängenden Fragen, 1951 Leiter der deutschen Delegation beim Interimsausschuss für die Organisation der EVG, 1955-1956 Bundesminister für Verteidigung, 1957-1965 Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung.

Der Bundesminister der Verteidigung

Kai-Uwe von Hassel (1913-1997)

1951-1955 und 1964-1975 stellvertretender, 1955-1964 Landesvorsitzender der CDU in Schleswig-Holstein, 1950-1965 MdL Schleswig-Holstein, 1954-1963 Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, 1953-1954 und 1965-1980 MdB, 1956-1969 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU, 1963-1966 Bundesminister der Verteidigung, 1966-1969 Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, 1969-1972 Präsident und 1972-1976 Vizepräsident des Deutschen Bundestages, 1977-1980 Präsident der Parlamentarischen Vertretung der WEU, 1979-1984 MdEP.

Der Bundesminister für Verkehr

Dr.-Ing. Hans-Christoph Seebohm (1903-1967)

1931-1950 Tätigkeit in verschiedenen leitenden Funktionen im Bergbau und in der Industrie, 1946-1951 MdL Niedersachsen, 1946-1948 Niedersächsischer Minister für Aufbau und Arbeit bzw. (ab 1947) für Arbeit, Aufbau und Gesundheitswesen, 1947-1963 Präsident der Industrie- und Handelskammer Braunschweig, 1948-1949 Mitglied des Parlamentarischen Rates (DP), 1949-1967 MdB (DP, 1957 DP/FVP, 1957 DP, 1960 fraktionslos, 1960 CDU), 1949-1966 Bundesminister für Verkehr, 1959-1967 Sprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft, 1964-1967 Vorsitzender des CDU-Landesverbandes Hannover, 1967 Bundesschatzmeister der CDU.

Der Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen

Richard Stücklen (1916-2002)

Elektroingenieur, 1940-1943 Kriegsdienst, 1949-1990 MdB (CSU), dort 1953-1957 geschäftsführender und 1966-1976 Vorsitzender der Landesgruppe der CSU sowie 1953-1957 und 1967-1976 stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, 1953-1957 Vorsitzender des Ausschusses für Sonderfragen des Mittelstandes, 1957-1966 Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen, 1976-1979 Vizepräsident, 1979-1983 Präsident, 1983-1990 erneut Vizepräsident des Deutschen Bundestages.

Der Bundesminister für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung

Paul Lücke (1914-1976)

Nach Schlosserlehre und Tätigkeit in der katholischen Jugendbewegung 1935-1945 Wehr- und Kriegsdienst, 1945 Mitbegründer der CDU im Oberbergischen Kreis, 1947-1949 Amtsdirektor von Engelskirchen, 1949-1972 MdB, dort 1950-1957 Vorsitzender des Ausschusses für Wiederaufbau und Wohnungswesen, 1954-1965 Präsident des Deutschen Gemeindetages, 1957-1965 Bundesminister für Wohnungsbau bzw. (seit 1961) für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung, 1965-1968 Bundesminister des Innern, 1969-1976 Leiter der Deutschen Wohnungsgesellschaft in Köln.

Der Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte

Wolfgang Mischnick (1921-2002)

1939-1945 Kriegsdienst, 1945 Mitbegründer der Liberal-Demokratischen Partei (LDP) in Dresden und seit 1946 Mitglied des geschäftsführenden Parteivorstandes für die sowjetische Besatzungszone, 1948 Flucht nach Frankfurt/Main, 1954-1957 MdL Hessen (FDP), dort Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion, 1954-1967 stellvertretender und 1967-1977 Landesvorsitzender der FDP in Hessen, 1957-1994 MdB, dort 1959-1961 Parlamentarischer Geschäftsführer, 1963-1968 stellvertretender und 1968-1991 Vorsitzender der FDP-Fraktion, 1961-1963 Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, 1964-1988 stellvertretender Parteivorsitzender der FDP, 1987-1995 Vorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung.

Seit 17. Oktober 1963:

Hans Krüger (1902-1971)

1938 Landgerichtsrat in Stargard (Pommern), 1940 Oberamtsrichter in Konitz (Westpreußen), 1943-1945 Kriegsdienst, seit 1948 Mitglied des Bundes vertriebener Deutscher, seit 1952 Rechtsanwalt und seit 1956 Notar in Olpe, 1957-1965 MdB (CDU), 1958-1964 Präsident des Bundes der Vertriebenen, 1963-1964 Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte.

Der Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen

Dr. Rainer Barzel (1924-2006)

1941-1945 Kriegsdienst, anschließend Studium der Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaft, 1949-1956 Tätigkeit bei der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen, 1956 Geschäftsführendes Mitglied des Präsidiums des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen der CDU, 1957-1987 MdB, 1962 (14. Dezember)-1963 Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, 1964-1973 Fraktionsvorsitzender, 1971-1973 Bundesvorsitzender der CDU, 1973-1979 Mitarbeiter in einer Anwaltskanzlei in Frankfurt/Main, 1977-1979 Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und 1980-1982 Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages, 1982-1983 Bundesminister für innerdeutsche Beziehungen, 1983-1984 Präsident des Deutschen Bundestages, 1980 und 1986-1990 Koordinator für deutsch-französische Zusammenarbeit.

Seit 17. Oktober 1963:

Dr. Erich Mende siehe Der Stellvertreter des Bundeskanzlers

Der Bundesminister für Angelegenheiten des Bundesrates und der Länder

Alois Niederalt (1911-2004)

1939-1940 Landratsamt Wolfratshausen, 1940-1942 Leiter der Landratsaußenstelle Bad Reichenhall und staatlicher Badekommissar, 1942-1945 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1947-1949 Landratsämter Laufen (Oberbayern) und Traunstein, 1949-1953 Bayerische Staatskanzlei, Dienststelle des Bevollmächtigten Bayerns beim Bund in Bonn, dort zuletzt Vertreter des Bevollmächtigten, 1953-1969 MdB (CSU), dort 1961-1962 stellvertretender Vorsitzender der CSU-Landesgruppe, 1962-1966 Bundesminister für Angelegenheiten des Bundesrates und der Länder.

Der Bundesminister für Familien- und Jugendfragen, seit 17. Oktober 1963:

Der Bundesminister für Familie und Jugend

Dr. Bruno Heck (1917-1989)

1938-1945 Wehr- bzw. Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1950-1952 Kultusministerium des Landes Württemberg-Hohenzollern, 1952-1958 Bundesgeschäftsführer der CDU, 1957-1976 MdB, dort 1957-1961 Vorsitzender des Ausschusses für Kulturpolitik und Publizistik, 1962-1968 Bundesminister für Familie und Jugend, 1967-1971 Generalsekretär der CDU, 1961 Verwaltungsratsvorsitzender der Deutschen Welle, 1968-1989 Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Der Bundesminister für wissenschaftliche Forschung

Hans Lenz (1907-1968)

1936-1945 Leiter wissenschaftlicher Verlage in Breslau und (seit 1941) in Brünn, 1943-1945 Kriegsdienst, 1947-1950 stellvertretender Direktor des Staatlichen Hochschulinstituts für Musikerziehung und 1950-1961 Verwaltungsdirektor der Hohner-Stiftung in Trossingen, 1953-1967 MdB (FDP), dort 1957-1961 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1960-1964 stellvertretender Bundesvorsitzender, 1961-1962 Bundesschatzminister, 1962-1965 Bundesminister für wissenschaftliche Forschung.

Der Bundesschatzminister

Dr. Werner Dollinger (geb. 1918)

1943-1945 Kriegsdienst, nach Kriegsende Mitbegründer der CSU, seit 1946 Leitung einer Ziegelei, 1946-1964 Stadtrat in Neustadt/Aisch (CSU), 1953-1990 MdB, 1957-1961 und 1969-1976 stellvertretender, 1961-1962 Vorsitzender der CSU-Landesgruppe, 1961-1962 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1980-1982 Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, 1956-1958 Mitglied der Gemeinsamen Versammlung der EGKS, seit 1957 Mitglied des geschäftsführenden Landesvorstandes bzw. Präsidiums der CSU, 1964-1987 stellvertretender Vorsitzender der CSU, 1962-1966 Bundesschatzminister, 1966 (November-Dezember) auch Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, 1966-1969 Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen, 1971-1991 Mitglied der Synode der EKD, 1975-1993 Vorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises der CSU und stellvertretender Bundesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises von CDU und CSU, 1982-1987 Bundesminister für Verkehr.

Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit

Walter Scheel (geb. 1919)

1939-1945 Kriegsdienst, 1945-1953 Tätigkeit bei den Stahlwerken Solingen, zuletzt als Prokurist und Geschäftsführer, 1950-1953 MdL Nordrhein-Westfalen (FDP), 1953-1961 selbständiger Wirtschaftsberater bzw. seit 1958 Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts „Intermarket" und der Finanzfirma „Interfinanz", 1953-1974 MdB, 1956-1961 MdEP, 1961-1966 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, 1967-1969 Vizepräsident des Deutschen Bundestages, 1968-1974 Bundesvorsitzender der FDP, 1969-1974 Bundesminister des Auswärtigen und Stellvertreter des Bundeskanzlers, 1974-1979 Bundespräsident.

Der Bundesminister für Gesundheitswesen

Dr. Elisabeth Schwarzhaupt (1901-1986)

Nach Lehrerinnenexamen (1920) und Studium der Rechtswissenschaften 1930-1932 Beratertätigkeit an der städtischen Rechtsschutzstelle für Frauen in Frankfurt/Main, 1932-1933 beauftragte Richterin an Gerichten in Frankfurt/Main und Dortmund, 1934-1936 juristische Mitarbeiterin beim Reichsbund der Kapital- und Kleinrentner in Berlin, seit 1936 juristische Tätigkeit in zentralen Dienststellen der Evangelischen Kirche, insbesondere 1936-1947 bei der Kanzlei der Deutschen Evangelischen Kirche in Berlin bzw. (ab 1945) Frankfurt/Main und 1948-1953 im Kirchlichen Außenamt der EKD in Frankfurt/Main, zuletzt als Oberkirchenrätin und Geschäftsführerin der Evangelischen Frauenarbeit, 1953-1969 MdB (CDU), dort 1957-1961 stellvertretende Fraktionsvorsitzende, 1961-1966 Bundesministerin für Gesundheitswesen, 1970-1972 Präsidentin des Deutschen Frauenrates.

Der Bundesminister für besondere Aufgaben Heinrich Krone

Dr. Heinrich Krone (1895-1989)

1923-1933 stellvertretender Generalsekretär der Deutschen Zentrumspartei und Vorsitzender des Reichsverbandes der Windthorstbunde, 1925-1933 MdR, 1934-1945 Mitbegründer und Geschäftsführer des Caritas-Notwerkes, 1945 Mitbegründer der CDU in Berlin und 1947-1951 Mitglied des Landesvorstandes der Berliner CDU, 1949-1969 MdB (CDU), dort 1951-1955 Geschäftsführer und 1955-1961 Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, 1958-1964 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU, 1961-1964 Bundesminister für besondere Aufgaben, 1964-1966 Bundesminister - Der Vorsitzende des Bundesverteidigungsrates bzw. (ab 1965) Bundesminister für die Angelegenheiten des Bundesverteidigungsrates.

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