3.2 (k1963k): B. Sonstige Teilnehmer, Gäste

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Bandbilder:

Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 16. 1963Schreiben Adenauers zur Anwesenheit in KabinettssitzungenDas Kabinett Erhard bei Bundespräsident Lübke am 17. Oktober 1963Hans Krüger, Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und KriegsgeschädigteDDR-Propaganda gegen die Strafrechtsreform

Extras:

 

Text

B. Sonstige Teilnehmer, Gäste

Dr. Rolf Baath (1909-1983)

1934-1945 Reichsnährstand, 1946 Angestellter in einem Kriegsversehrtenheim, 1947 Hauptstelle für Wein- und Trinkbranntweinwirtschaft in Hamburg, 1947-1972 Verwaltung für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Vereinigten Wirtschaftsgebiets bzw. BML, dort 1950-1958 Leiter der Unterabteilung III B (Ernährungswirtschaft bzw. ab 1952: Versorgung und Bevorratung mit Nahrungsmitteln), 1958-1972 Leiter der Abteilung III (Ernährungswirtschaft bzw. ab 1968: Marktpolitik).

Heinrich Barth siehe unter Staatssekretäre: Bundesministerium für Familien- und Jugendfragen

Karl Blessing (1900-1971)

Seit 1920 Tätigkeit bei der Reichsbank, 1930-1934 abgeordnet zur Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), dort Abteilungsleiter, 1934-1937 Reichswirtschaftsministerium, 1937-1939 Mitglied des Reichsbankdirektoriums, 1939-1941 Vorstandsmitglied der Margarine-Union AG (Tochtergesellschaft von Unilever), 1941-1945 kriegsdienstverpflichtet in der Mineralölwirtschaft, 1948-1957 erneut Tätigkeit bei Unilever, Mitglied von Aufsichtsräten verschiedener Unternehmen, 1958-1969 Präsident der Deutschen Bundesbank.

Dr. Heinrich von Brentano (1904-1964)

1932-1943 Rechtsanwalt beim Oberlandesgericht Darmstadt, 1943-1945 Dienstverpflichtung als Staatsanwalt in Hanau, 1945 Rechtsanwalt und Notar in Darmstadt, Mitbegründer der CDU in Hessen, 1946-1949 MdL Hessen, dort 1947-1949 Fraktionsvorsitzender, 1948-1949 Mitglied des Parlamentarischen Rates, 1949-1964 MdB, dort 1949-1955 und 1961-1964 Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, 1955-1961 Bundesminister des Auswärtigen.

Dr. Heinrich Deist (1902-1964)

Seit 1920 Mitglied der SPD, 1924-1933 im preußischen Staatsdienst, dort 1928-1931 Vertreter des Landrates in den Landkreisen Essen-Ruhr und Düsseldorf und 1931-1933 als Regierungsrat in der Polizeiabteilung des Preußischen Ministeriums des Innern sowie zeitweise Persönlicher Referent des Ministers Carl Severing, Sept. 1933 aus politischen Gründen entlassen, anschließend kaufmännische Tätigkeit in Düsseldorf und Köln, seit 1941 Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, 1949-1953 geschäftsführendes Mitglied der Stahltreuhändervereinigung, Vorsitzender und Mitglied mehrerer Aufsichtsräte der deutschen Montanindustrie, 1953-1964 MdB (SPD), dort 1953-1957 Vorsitzender des Ausschusses gemäß Artikel 15 GG, 1957-1961 Vorsitzender des Arbeitskreises III (Wirtschaftspolitik) der SPD-Fraktion, seit 1953 Mitglied der Gemeinsamen Versammlung der EGKS, seit 1958 des Europäischen Parlaments, dort u.a. 1959-1962 Vorsitzender des Ausschusses für langfristige Wirtschaftspolitik, für Fragen der Finanzen und Investitionen, 1962-1964 des Wirtschafts- und Finanzausschusses.

Felix von Eckardt (1903-1979)

1927-1929 außenpolitischer Berichterstatter des Hauses Ullstein, 1929-1932 Presseattaché an der deutschen Gesandtschaft in Brüssel, 1933-1945 Tätigkeit als Filmbuchautor und Dialogregisseur, 1945-1951 Begründer, Herausgeber und Chefredakteur des „Weserkurier", 1952-1955 Chef des BPA, 1955-1956 Botschafter bei den Vereinten Nationen, 1956-1962 erneut Chef des BPA, 1962-1965 Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland in Berlin, 1965-1972 MdB (CDU).

Dr. Hans Georg Emde (geb. 1919)

1940-1945 Kriegsdienst, anschließend Banklehre und Studium der Volkswirtschaft, 1950-1955 Tätigkeit in der Landeszentralbank Nordrhein-Westfalen, 1956-1957 Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, 1957-1968 beim Landschaftsverband Rheinland, 1968-1969 Stadtdirektor in Gummersbach, 1969-1972 Staatssekretär im BMF, 1961-1969 MdB (FDP), dort 1963-1965 stellvertretender Parlamentarischer Geschäftsführer, 1973-1987 Mitglied des Direktoriums der Deutschen Bundesbank.

Friedrich Albert Foertsch (1900-1976)

Seit 1918 Berufssoldat, im Zweiten Weltkrieg zuletzt 1943-1945 (Januar) Chef des Generalstabs der 18. Armee und anschließend bis Kriegsende der Heeresgruppe Kurland, 1945-1955 Kriegsgefangenschaft, seit 1956 Bundeswehr, dort 1956-1958 Kommandeur der 2. Panzergrenadierdivision mit zwischenzeitlicher Beauftragung als Kommandeur des II. Korps, 1959-1961 Stellvertretender Chef des Stabes Plans and Policy (Planung und Grundsatzfragen) im NATO-Hauptquartier SHAPE in Paris, 1961-1963 Generalinspekteur der Bundeswehr.

Alfons Goppel (1905-1991)

1932-1934 Rechtsanwalt in Regensburg, 1934-1938 Staatsanwalt in Kaiserslautern, 1939-1945 Kriegsdienst, 1947 Landrat des Landkreises Aschaffenburg, 1952 Erster Bürgermeister von Aschaffenburg, 1954-1978 MdL (CSU), 1957-1958 Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium der Justiz, 1958-1962 Bayerischer Staatsminister des Innern, 1962-1978 Bayerischer Ministerpräsident, 1957-1991 Mitglied des CSU-Landesvorstands, 1979-1984 MdEP.

Karl Gumbel (1909-1984)

1946 Oberregierungspräsidium Pfalz in Neustadt, 1947-1949 Ministerium des Innern des Landes Rheinland-Pfalz, 1949-1955 Bundeskanzleramt, dort zuletzt 1953-1955 Leiter der u. a. für Inneren Dienst, Personal sowie Angelegenheiten des BMI, BMJ, BMG, BMBR, BMFa, BMAt, AA und der Dienststelle Blank bzw. des BMVtg zuständigen Unterabteilung A, 1955-1966 BMVtg, dort Leiter der Abteilung III (Personal), 1959-1964 Stellvertreter des Staatssekretärs und 1964-1966 Staatssekretär, 1967-1969 Staatssekretär im BMI.

Dr. Hans Henckel (1906-1967)

1931-1935 Justizdienst u. a. beim Landgericht Hannover und beim Obersten Disziplinarhof (Kammergericht) Berlin, 1935-1945 beim Reichskommissar/Reichsaufsichtsamt für Kreditwesen, 1939-1942 abgeordnet zur Haupttreuhandstelle Ost in Berlin, 1942-1948 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1949-1950 Bankenaufsicht im Hessischen Finanzministerium, 1950-1966 BMWi, dort 1950-1952 in der Abteilung I (Wirtschaftspolitik) Leiter des Referats I C 2 (Bankenreferat), 1952-1958 Leiter des Referats VI 2 bzw. (ab 1955) VI A 2 (Notenbankwesen, ab 1954: Währungs- und Notenbankwesen), Verfasser des Entwurfs zum Bundesbankgesetz von 1957, 1956 (November)-1958 gleichzeitig Leiter der Unterabteilung VI B (Finanzierungen und Versicherungen), 1958-1965 Leiter der Abteilung VI (Geld und Kredit), 1966-1967 Mitglied des Direktoriums der Deutschen Bundesbank.

Dr. Werner von Holleben (1902-1985)

1924-1927 im preußischen Justiz- und Verwaltungsdienst, 1927-1945 im auswärtigen Dienst mit Stationen in Memel (1930-1932), Paris (1932-1937), in der Zentrale (1937-1939 und 1941-1943), in Prag beim Reichsprotektor in Böhmen und Mähren (1939-1941) und in Genf (1943-1945), 1945-1946 beim Weltkomitee der YMCA (Young Men's Christian Association), 1946-1948 Sekretär für Kriegsgefangenenhilfe beim Evangelischen Jungmännerwerk in Kassel, 1948 beim Deutschen Roten Kreuz in Kassel, 1948-1950 Verwaltung für Finanzen des Vereinigten Wirtschaftsgebietes bzw. BMF, dort Persönlicher Referent des Direktors bzw. des Staatssekretärs, 1950-1967 erneut im auswärtigen Dienst, dort 1950-1952 beim Generalkonsulat London, 1952-1953 Interimistischer Geschäftsträger in Den Haag, 1953-1958 Konsul in Boston, 1958-1962 im AA Leiter des Referats 417 (Ferner Osten) der Handelspolitischen Abteilung, 1962-1965 Konsul in Luxemburg, 1965-1967 in Cleveland.

Dr. Josef Jansen (1909-1966)

1934-1945 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, zuletzt 1939-1943 kaufmännischer Direktor der griechischen Osram-Gesellschaft, Athen, 1943-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946 Erster Geschäftsführer des Groß- und Außenhandelsverbandes Ruhrgebiet, Essen, 1946-1948 Landrat des Kreises Zell, 1948-1951 des Kreises Mayen, 1951-1954 Generalkonsul bzw. (ab April 1951) Gesandter in Luxemburg, 1954-1956 Leiter des Referates 202 (Deutschland- Referat) im Auswärtigen Amt, 1956-1960 Gesandter I. Klasse an der Botschaft in Paris, 1960-1965 Leiter der Abteilung West I bzw. (ab 1963) der Abteilung I (Politische Abteilung) im Auswärtigen Amt, 1965-1966 Botschafter beim Heiligen Stuhl.

Dr. Günther Joël (1899-1986)

1929-1946 Tätigkeit als Rechtsanwalt und bei der Justizverwaltung Berlin, 1946-1948 Zentralamt für Wirtschaft in der britischen Zone, 1948-1949 Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, 1949-1964 BMJ, dort 1949-1964 Leiter der Abteilung III (Handelsrecht, Recht der gewerblichen Wirtschaft und der Landwirtschaft, gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht, ab 1952: Handels- und Wirtschaftsrecht), ab 1954 zusätzlich Leiter der Unterabteilung III B, 1962 (Nov.)-1963 (Mai) mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Staatssekretärs beauftragt.

Gerhard Kienbaum (1919-1998)

1939-1945 Kriegsdienst sowie Studium des Maschinen- und Kriegsschiffbaus und Tätigkeit als Betriebs- und Forschungsingenieur, nach 1945 Aufbau einer Beratungsfirma auf den Gebieten Unternehmensberatung, Personalberatung und Projekt- und Zeitmanagement, 1948-1972 Mitglied der FDP, 1954-1962 und 1966-1969 MdL Nordrhein-Westfalen, dort 1958-1962 Vorsitzender des Verkehrsausschusses, 1962-1966 Minister für Wirtschaft, Mittelstand und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, 1966-1972 MdB, dort Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, seit 1975 Mitglied der CDU, 1975-1986 Mitglied des Präsidiums und des Vorstandes der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz.

Dr. Werner Knieper (1909-1977)

1939-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946-1947 Syndikus in der Bergbauindustrie, 1947-1952 Rechtsanwalt in Dortmund, 1947-1952 Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes der Eisen- und Metallindustrie Dortmund, 1951-1966 Amt Blank bzw. BMVtg, dort Leiter der Unterabteilung Recht, 1959 der Abteilung Verteidigungswirtschaft (W), 1965 der Hauptabteilung II (Rüstungsangelegenheiten), 1966-1967 Staatssekretär des Bundeskanzleramtes, 1968-1974 Geschäftsführer der Vereinigten Flugtechnischen Werke GmbH (VFW) bzw. Vorstandsvorsitzender der VFW Fokker GmbH, 1970-1974 zudem Vorsitzender des Aufsichtsrats und 1974-1977 Mitglied des Aufsichtsrats, 1973-1976 Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie, 1974-1976 Mitglied des Präsidiums des BDI.

Hans Clausen Korff (1905-2000)

1933-1940 Landesfinanzamt Schleswig-Holstein sowie Finanzämter Flensburg, Wismar, Schwerin, Hagenow und Berlin-Mitte, 1940-1945 Leiter der Abteilung Finanzen beim Reichskommissar für die besetzten norwegischen Gebiete, 1948 Oberfinanzpräsidium Schleswig-Holstein, 1948-1949 Ministerium für Finanzen und 1949-1950 Landeskanzlei des Landes Schleswig-Holstein, 1950 Stellvertretender Bevollmächtigter des Landes Schleswig-Holstein beim Bund, 1950-1969 BMF, dort 1950-1957 Leiter des Referats II A 2 (Bundeshaushalt: Einzelpläne 12 und 13, Haushalt der Verkehrsträger, Hilfsmaßnahmen für Handelsflotte, Beteiligung an Verkehrsmittelunternehmungen), 1957-1958 Leiter der Unterabteilung VI A (Finanzbeziehungen zu den internationalen Einrichtungen, zu den Ländern und Gemeinden, Wirtschafts- und Verkehrsangelegenheiten), 1958-1959 Leiter der Abteilung VI (Finanzbeziehungen zu den Ländern, Wirtschaftsförderung, Verteidigungslasten, Rechtsangelegenheiten u. a.), 1959-1969 Leiter der Abteilung II (Bundeshaushalt).

Dr. Carl Krautwig (1904-1981)

1931-1939 Rechtsanwalt in Köln, 1939-1942 Kriegsdienst, 1942-1945 Heeresrichter, 1945-1948 Oberverwaltungsdirektor bei der Stadt Köln, 1948-1949 Verwaltungsrat des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, dort Leiter der Direktorialkanzlei, 1949-1963 BMWi, dort bis 1953 Leiter der Abteilung Z (Verwaltung), 1953-1963 Leiter der Abteilung IV (Gewerbliche Wirtschaft), 1963-1968 Staatssekretär im BMG, daneben 1965 (Dez.)-1969 Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland in Berlin.

Knut Freiherr von Kühlmann-Stumm (1916-1977)

1934-1936 Banklehre, 1936-1945 Berufssoldat und Kriegsdienst, anschließend Verwaltung des Familienvermögens, 1953 Vorsitzender des Kreisverbandes Schlüchtern der FDP, 1956-1958 Landesschatzmeister der FDP in Hessen, 1960-1976 MdB (FDP, seit Mai 1972: CDU), dort 1963-1968 Fraktionsvorsitzender.

Erich Mende siehe unter Regelmäßige Teilnehmer: Der Stellvertreter des Bundeskanzlers

Dr. Reinhold Mercker (1903-1996)

1925-1945 im Reichspostdienst, 1947-1949 niedersächsischer Justizdienst, 1950-1951 niedersächsisches Justizministerium, 1951-1956 BMJ, dort Leiter des Referats IV 1 (Verfassungsrecht), 1956-1966 Bundeskanzleramt, dort 1956-1960 Leiter der Unterabteilung A (Referate 1, 3, 4, 5, 9 und 11: u. a. zuständig für Innerer Dienst, Personal sowie Angelegenheiten des BMI, BMJ, BMVtg, BMG, BMBR, BMFa, BMAt und des AA), 1960-1966 Leiter der Abteilung I (Referate mit Zuständigkeit u. a. für Innerer Dienst, Personal sowie Angelegenheiten des BMI, BMJ, BMVtg, BMG, BMBR, Bundespräsidialamt, Bundestag und Bundesrat), 1965-1966 auch Stellvertreter des Chefs des Bundeskanzleramts, 1966-1967 Staatssekretär im Bundesministerium für die Angelegenheiten des Bundesverteidigungsrates, 1967-1968 Staatssekretär (mit Sonderaufgabe) im BML.

Dr. Franz Meyers (1908-2002)

Rechtsanwalt, 1940-1945 Kriegsdienst, 1948 Beitritt zur CDU, 1950-1970 MdL Nordrhein-Westfalen (CDU), 1952 Oberbürgermeister von Mönchengladbach, 1952-1956 Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen, 1957-1958 MdB (CDU), 1958-1966 Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, zugleich 1958-1959 Minister für Bundesangelegenheiten und 1966 Justizminister sowie Innenminister.

Dr. Karl Mommer (1910-1990)

1930 KPD, 1934-1935 in Haft, 1935 Flucht nach Belgien, 1937 Übertritt zur SPD, 1940-1941 in Südfrankreich interniert, 1941-1944 dort selbstständiger Landwirt, 1946 nach Rückkehr Referent für Sozial- und Flüchtlingsfragen im Länderrat der amerikanischen Besatzungszone, 1947-1949 Deutsches Büro für Friedensfragen, 1948-1949 Mitglied des Wirtschaftsrates des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, 1949-1969 MdB, dort 1949-1951 Vorsitzender des Organisationsausschusses, 1957-1966 parlamentarischer Fraktionsgeschäftsführer, 1950-1958 Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarats und der WEU, 1966-1969 Vizepräsident des Deutschen Bundestages, 1970-1972 Vorsitzender der Wehrstrukturkommission der Bundesregierung.

Dr. Udo Müller (geb. 1902)

1932-1945 Rechtsanwalt in Dessau, 1945-1949 Präsident des Landgerichts Dessau, 1950 erneut Rechtsanwalt in Dessau, 1950-1952 nach Übersiedlung in die Bundesrepublik Hauptreferent und zuletzt Senatsdirektor beim Senator für Bundesangelegenheiten des Landes Berlin in Bonn, 1953-1965 BMG, dort Leiter der Abteilung I (insbes. Angelegenheiten der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands und der deutschen Ostgebiete, Maßnahmen zur Wiedervereinigung dieser Gebiete mit der Bundesrepublik, Förderung des gesamtdeutschen Gedankens).

Hans Neusel (geb. 1927)

1944-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1948 Ausbildung zum Dolmetscher, 1949-1953 Jurastudium und 1953-1957 juristischer Vorbereitungsdienst, 1958-1959 Tätigkeit in der Eisen- und Stahlindustrie, 1959-1963 BMWi, dort bis 1962 Hilfsreferent im Referat III 3 (Beteiligung des Bundes an erwerbswirtschaftlichen Unternehmungen), 1962 (Dez.)-1963 Persönlicher Referent des Staatssekretärs Westrick, seit 1963 (Okt.) im Bundeskanzleramt, dort 1963-1966 ebenfalls Persönlicher Referent des Staatssekretärs bzw. (ab 1964) des Bundesministers für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes Westrick, 1967-1969 Persönlicher Referent des Bundeskanzlers und 1969-1973 Leiter des Persönlichen Büros des Bundeskanzlers a. D. Kiesinger, anschließend jeweils unter Karl Carstens 1973-1976 Leiter des Büros des Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, 1976-1979 Leiter des Präsidialbüros im Deutschen Bundestag und 1979-1984 Chef des Bundespräsidialamtes, 1984-1985 Persönlicher Beauftragter des Bundeskanzlers Kohl im Ad-hoc-Ausschuss „Europa der Bürger", 1985-1992 Staatssekretär im BMI.

Erich Ollenhauer (1901-1963)

1928-1933 Vorsitzender des Verbandes der Arbeiterjugend Deutschlands, 1933 Emigration, 1933-1945 Mitglied des (emigrierten) Parteivorstandes der SPD, 1946-1952 stellvertretender Vorsitzender der SPD, 1949-1963 MdB, dort 1949-1952 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1952-1963 Fraktionsvorsitzender, 1952-1963 Vorsitzender der SPD.

Dr. Horst Osterheld (1919-1998)

1937-1947 Wehr- und Kriegsdienst, Kriegsgefangenschaft, 1949-1950 Tätigkeit bei einer Außenhandelsgesellschaft, 1951-1960 auswärtiger Dienst mit Stationen in Paris (1953-1955), bei der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der NATO (1955-1957) und in Washington (1958-1960), 1960-1969 Bundeskanzleramt, dort 1960-1966 Leiter des außenpolitischen Büros, 1966-1969 Leiter der Abteilung I (mit Zuständigkeiten u. a. für Kabinettsachen des AA, BMJ, BMWi, BML, BMA und in Personalangelegenheiten sowie für Grundsatzfragen der Deutschlandpolitik), 1969-1971 Botschafter in Chile, anschließend einstweiliger Ruhestand, 1974-1979 Leiter der Zentralstelle Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, 1979-1984 Bundespräsidialamt, dort Leiter der Abteilung II (Ausland, Protokoll, Presse).

Will Rasner (1920-1971)

1939-1945 Kriegsdienst, 1946 stellvertretender Chefredakteur des „Flensburger Tageblatts", 1946-1953 Vorsitzender des Schleswig-Holsteinischen Journalistenverbandes, 1953-1971 MdB (CDU), dort 1955-1971 Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion.

Dr. Franz Josef Röder (1909-1979)

1937-1945 Auslandsschuldienst, 1946-1947 Leiter des Sprachendienstes und Chefdolmetscher in der Generaldirektion der Südwestdeutschen Eisenbahnen in Speyer, seit 1948 im höheren Schuldienst im Saargebiet, 1955-1979 MdL Saarland (CDU), 1957 MdB, 1957-1965 Minister für Kultus, Unterricht und Volksbildung des Saarlandes, 1959-1979 Ministerpräsident des Saarlandes, 1959-1973 gleichzeitig Landesvorsitzender der CDU.

Walter Roemer (1902-1985)

1929-1945 Justizdienst, 1945-1950 Bayerisches Staatsministerium der Justiz, 1950-1968 BMJ, dort Leiter der Abteilung Öffentliches Recht.

Dr. Otto Schedl (1912-1995)

1937-1940 Mitarbeiter des „Regensburger Anzeigers", 1940-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945 Mitbegründer der CSU Regensburg, 1947-1948 Landesgeschäftsführer der CSU, 1948-1957 Landrat in Neumarkt/Oberpfalz, 1950-1974 MdL, 1957-1970 Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft und Verkehr, 1970-1972 der Finanzen, dazu 1969-1972 stellvertretender Bayerischer Ministerpräsident.

Heribert Schnippenkötter (geb. 1924)

1942-1945 Kriegsdienst, 1945-1946 Volontär im Dümmler-Verlag, Bonn, 1946-1950 Studium der Philosophie, 1950-1951 Redakteur der „Bergischen Landeszeitung", 1951-1952 Bundeskanzleramt, dort Persönlicher Referent des Staatssekretärs, 1952-1963 BPA, dort 1952 Persönlicher Referent des Amtsleiters, 1953-1956 in der Abteilung III (Inland) Hilfsreferent im Referat III/6 (Zeitschriften und Bücher), 1956-1958 im Referat III/1 (Innenpolitik), 1959-1962 im Referat A 1 (Aktuelle Information), 1962 (Juni)-1963 (Oktober) Abordnung zum Bundeskanzleramt, dort Verbindungsmann zum BPA, danach 1963 im BPA Leiter des Referates VI/1 (Grundsatzangelegenheiten), 1964-1968 BMFa, dort Pressereferent, 1968-1989 erneut BPA, dort 1968-1975 „Chef vom Dienst" im gleichnamigen Referat, 1975-1989 Leiter des Referates IV B 6 bzw. (ab 1983) II 3 und (ab 1989) II 2 (Informationsfunk).

Dr. Johannes Schornstein (1909-1976)

1937-1943 Reichswirtschaftsministerium, 1943-1945 Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion, 1946-1947 Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, 1947-1949 Landesvertretung Nordrhein-Westfalen im Länderrat des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, 1950-1969 BMWo, dort bis 1952 im Sonderreferat „Ausbau Bonn und Bundeszone" Leiter des Referats 1 (u. a. Generalplanung und grundsätzliche Fragen der Wohnraumerfassung und Unterbringung), 1952-1956 Leiter der Abteilung III (Beamtenwohnungsfürsorge, Sonderbauprogramme, Bauwirtschaftliche Koordinierung der öffentlichen und privaten Baumaßnahmen im Bundesgebiet), 1957-1965 der Abteilung I (Wohnungs- und Siedlungswesen, Wohnungswirtschaft), 1966-1969 Staatssekretär.

Klaus Schütz (geb. 1926)

1944-1945 Kriegsdienst und Verwundung, 1946-1952 Studium der Germanistik und Geschichte, 1951-1961 Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Politische Wissenschaften der Freien Universität Berlin, seit 1946 Mitglied der SPD, seit 1951 Mitglied des Landesvorstands Berlin, 1968-1977 Landesvorsitzender, 1970-1977 Mitglied des Bundesvorstandes, 1954-1957 und 1963-1977 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, 1957-1962 MdB, 1962-1966 Senator für Bundesangelegenheiten und für das Post- und Fernmeldewesen von Berlin, Bevollmächtigter des Landes Berlin beim Bund, 1966-1967 Staatssekretär im AA, 1967-1977 Regierender Bürgermeister von Berlin, 1967-1968 Bundesratspräsident, 1977-1981 Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Israel, 1981-1987 Intendant der „Deutschen Welle", Köln, 1987-1993 Direktor der Landesanstalt für Rundfunk in Nordrhein-Westfalen.

Franz Josef Strauß (1915-1988)

1939-1945 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1946-1949 Landrat in Schongau, 1948-1953 Generalsekretär der CSU, 1948-1949 Mitglied des Wirtschaftsrates des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1949-1978 MdB, dort 1949-1953 geschäftsführender Vorsitzender der CSU-Landesgruppe und stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, 1953-1957 und 1963-1966 Vorsitzender der CSU-Landesgruppe, 1952-1961 stellvertretender Vorsitzender der CSU, 1953-1955 Bundesminister für besondere Aufgaben, 1955-1956 Bundesminister für Atomfragen, 1956-1962 Bundesminister für bzw. (ab 1961) der Verteidigung, 1961-1988 Vorsitzender der CSU, 1966-1969 Bundesminister der Finanzen, 1978-1988 MdL Bayern und Bayerischer Ministerpräsident.

Alexander Freiherr von Süßkind-Schwendi (1903-1973)

1934-1944 Reichswirtschaftsministerium, 1944-1945 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1948-1949 Leiter der Verbindungsstelle der Wirtschaftsministerien in den Ländern der französischen Zone zur Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, 1950-1951 BMM, dort Leiter des Referats II 2 (Methoden der europäischen Zusammenarbeit und der Marshallhilfe), 1951-1956 stellvertretender Leiter in der Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der OEEC in Paris, 1957-1968 erneut BMZ bzw. (ab Okt. 1957) BMBes bzw. (ab 1961) BMSchatz, dort 1957-1959 Dienstaufsicht über die Abteilungen II (Europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit) und III (Verwaltung des ERP-Sondervermögens), 1959-1968 Leiter der Abteilung II (Bundes- und ERP-Vermögen).

Dr. Rudolf Vogel (1906-1991)

1930-1933 Redakteur mehrerer Zentrumszeitungen, 1933-1940 freier Journalist, 1945-1946 u. a. Arbeitsamtsleiter in Aalen, Ulm und Ludwigsburg, 1947 Deutsches Büro für Friedensfragen, 1948-1949 Mitglied des Wirtschaftsrates des Vereinigten Wirtschaftsgebietes (CDU), 1949-1964 MdB, dort 1949-1953 Vorsitzender des Ausschusses für Fragen der Presse, des Rundfunks und des Films, ab 1953 Haushaltsobmann der CDU/CSU-Fraktion, 1953 Bundesbeauftragter für Filmfragen und Vorsitzender des Abwicklungsausschusses zur Entflechtung des ehemaligen reichseigenen Filmvermögens, 1960-1964 Vorsitzender des Kuratoriums der Deutschen Stiftung für Entwicklungsländer und Vorsitzender der Südosteuropa-Gesellschaft, 1964-1968 Botschafter und Leiter der deutschen Vertretung bei der OECD in Paris, 1968-1969 Staatssekretär im BMSchatz.

Dr. Renatus Weber (1908-1992)

1934-1946 Landgericht Hamburg, dort 1937-1946 Staatsanwalt, 1940-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946-1948 Richter beim Amtsgericht Hamburg, seit 1948 Rechtsanwalt in Hamburg, 1949-1954 und 1957-1959 Mitglied der Hamburger Bürgerschaft (CDU), 1953-1957 Senator und Bevollmächtigter der Freien und Hansestadt Hamburg bei der Bundesregierung in Bonn, 1959 (März)-1967 BMBR, dort als Ministerialdirektor Vertreter des Ministers, 1967-1983 erneut Rechtsanwalt in Hamburg.

Siegfried Zoglmann (geb. 1913)

Seit 1928 führende Tätigkeit in der sudetendeutschen Jugendbewegung, 1934 Eintritt in die NSDAP, Journalist in Köln, seit 1935 in Berlin, dort Leiter der Auslandspressestelle der Reichsjugendführung der NSDAP, Chefredakteur einer Jugendzeitschrift und des Pressedienstes Ostraum, Redakteur des „Berliner Tageblatts" sowie Gebietsführer der Hitler-Jugend, 1939 Abteilungsleiter beim Reichsprotektor in Böhmen und Mähren, 1939-1945 Kriegsdienst, 1950 Eintritt in die FDP, seit 1951 verlegerische und erneut journalistische Tätigkeit, u. a. Geschäftsführer des Norddeutschen Zeitungs- und Zeitschriftenverlags sowie Chefredakteur der Wochenzeitungen „Fortschritt", „Die Deutsche Zukunft" und „Deutsche Allgemeine Zeitung", 1954-1958 MdL Nordrhein-Westfalen, 1957-1976 MdB, dort 1961-1963 Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion, seit Okt. 1970 nach dem Austritt aus der FDP Gast, seit Dez. 1972 Mitglied der CDU/CSU-Fraktion, 1969 Mitgründer der National-Liberalen Aktion (NLA), 1971-1974 Bundesvorsitzender der Deutschen Union, 1976-1988 Landesobmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Bayern.

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