3.3 (k1963k): Sonstige 1963 erwähnte Personen

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 16. 1963Schreiben Adenauers zur Anwesenheit in KabinettssitzungenDas Kabinett Erhard bei Bundespräsident Lübke am 17. Oktober 1963Hans Krüger, Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und KriegsgeschädigteDDR-Propaganda gegen die Strafrechtsreform

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Sonstige 1963 erwähnte Personen

François Altmayer (1922-2002)

1950 Besuch der École Nationale d' Administration und der Militärschule Saint Cyr, 1953 Eintritt in den französischen auswärtigen Dienst mit Stationen in Bern (1954-1956), in Zürich (1956-1960) und in Polen (1960-1961), 1961-1963 im Centre National du Commerce Extérieur in Paris, 1963-1968 Generalsekretär des deutsch-französischen Jugendwerks, 1969-1979 Direktor des l'Institut des Hautes Études de la Défense Nationale, 1971-1995 Bürgermeister von Bard-les-Epoisses (Département Côte d'Or).

Peter Altmeier (1899-1977)

1929-1933 Stadtverordneter in Koblenz (Deutsche Zentrumspartei), 1933-1945 kaufmännische Tätigkeit, nach Kriegsende Mitbegründer der CDU Rheinland-Hessen-Nassau, 1946-1947 Regierungspräsident in Montabaur, 1947-1966 Vorsitzender der CDU Rheinland-Pfalz, 1947-1969 MdL und Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, 1948-1967 zugleich Minister für Wirtschaft und Verkehr.

Antoine Argoud (1914-2004)

Französischer Oberst, 1958 Stabschef bei General Massu in Algerien, führender Offizier der OAS, 1961 nach Teilnahme am misslungenen Putsch gegen Präsident de Gaulle Verurteilung zum Tode in Abwesenheit durch ein französisches Militärgericht, 1963 (Febr.) nach erster Verhaftung in Spanien und anschließender Flucht Entführung durch den französischen Geheimdienst aus München, 1963 (Dez.) Verurteilung zu lebenslanger Haft durch den französischen Sondergerichtshof für Staatssicherheit, 1968 Entlassung im Rahmen einer Generalamnestie.

Dr. Albrecht Aschoff (1899-1972)

1919-1932 Mitglied der Deutschen Volkspartei, zuletzt im Zentralvorstand, 1927-1934 Rechtsanwalt in Berlin, 1934-1955 Berufssoldat, Kriegsdienst und sowjetische Gefangenschaft, 1956 Eintritt in die FDP, seit 1957 Rechtsanwalt in Essen und Angehöriger der Geschäftsführung des Unternehmerverbandes Ruhrbergbau, 1961-1965 MdB, dort 1963-1965 Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses, 1961-1963 MdEP, 1970-1972 Vizepräsident des Wirtschafts- und Sozialausschusses der EWG.

Muhammed Ayub Khan (1907-1974)

Pakistanischer Offizier, 1939-1945 Teilnahme am Zweiten Weltkrieg in der britischen Armee, 1951 Oberbefehlshaber der pakistanischen Streitkräfte und Feldmarschall, 1954-1955 pakistanischer Verteidigungsminister, 1958 Ernennung zum Obersten Kriegsrechtsadministrator, 1958 nach Staatsstreich der Armee Ministerpräsident und 1958-1969 auch Staatspräsident.

Siegfried Barth (1916-1997)

Seit 1936 Berufsoffizier in der Luftwaffe, zuletzt 1945 als Major Kommodore eines Kampfgeschwaders, 1945-1956 nach Internierung Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1956-1973 in der Bundeswehr, dort 1958-1961 Kommodore des Jagdbomber-Geschwaders 32 in Lechfeld, 1961-1963 Abteilungsleiter im Allgemeinen Luftwaffenamt, Porz-Wahn, 1963-1969 bei der Militärberatergruppe Operations-Research der Luftwaffe in Ottobrunn, seit 1965 deren Leiter, 1969-1972 im NATO-Hauptquartier (SHAPE), Deutscher Anteil, in Casteau (Belgien), 1972-1973 vom Luftflottenkommando, Porz-Wahn, kommandiert zum Wehrbereichskommando VI, München, als Stellvertretender Befehlshaber und Chef des Stabes.

Dr. Fritz Bauer (1903-1968)

1930-1933 Hilfsrichter am Amtsgericht Stuttgart, 1933 Entlassung aus dem Staatsdienst und Inhaftierung im Konzentrationslager Heuberg, 1936 Emigration nach Dänemark und vorübergehende Verhaftung nach dem deutschen Einmarsch, 1943 Flucht nach Schweden, 1945 Rückkehr nach Dänemark, 1949 nach Deutschland, 1950-1956 Generalstaatsanwalt am Oberlandesgericht Braunschweig, 1956-1968 hessischer Generalstaatsanwalt in Frankfurt/Main, 1963-1965 Vertreter der Anklage im Auschwitz-Prozess.

Heinz Behrendt (geb. 1913)

1939-1945 Kriegsdienst, 1946 Eintritt in die SED und Tätigkeit als Textilien-Kalkulationsprüfer bei der Landesregierung Brandenburg, 1951 Leiter der Hauptabteilung Industrie im Ministerium für Wirtschaft und Arbeit, bzw. Arbeit und Berufsausbildung des Landes Brandenburg, 1952-1953 stellvertretender Vorsitzender des Rats des Bezirks Cottbus, 1953-1958 Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer der DDR, 1958-1978 Ministerium für Außenhandel (bis 1967: Ministerium für Außenhandel und Innerdeutschen Handel, bis 1976: Ministerium für Außenwirtschaft) der DDR, dort 1958-1965 Leiter der Hauptabteilung und Bevollmächtigter für den Innerdeutschen Handel, Verhandlungspartner der Treuhandstelle für Interzonenhandel 1965-1978 Stellvertreter des Ministers und zuständig für den Handel mit der Bundesrepublik.

Berthold Beitz (geb. 1913)

1934-1938 Pommersche Bank, Stettin, 1939-1944 Deutsche Shell AG, Hamburg, und 1941-1944 kaufmännischer Leiter der Karpaten-Öl AG, Boryslaw/Polen, 1944-1945 Kriegsdienst, 1946-1949 Zonenamt des Reichsaufsichtsamtes für Privatversicherung, 1949-1953 Generaldirektor der Iduna-Germania-Versicherungsgesellschaften, Hamburg, 1953-1967 Generalbevollmächtigter von Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, Essen, 1968 Vorsitzender des Kuratoriums der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung, 1970-1989 Aufsichtsratsvorsitzender der Friedrich Krupp GmbH.

Georges Bidault (1899-1983)

Lehrer, seit 1941 in der französischen Widerstandsbewegung tätig, 1943 Präsident des „Conseil national de résistance", 1944 Mitgründer des „Mouvement Républicain Populaire" (MRP) und 1949-1952 dessen Vorsitzender, 1944-1946, 1947-1948 und 1953-1954 französischer Außenminister, 1946 und 1949-1950 Ministerpräsident, 1951-1952 Stellvertretender Ministerpräsident und Verteidigungsminister, 1959 Ausscheiden aus der MRP, Gegner der Algerienpolitik de Gaulles und Chef des Nationalen Widerstandsrates, 1963 Exil in Brasilien, 1968 Rückkehr nach Frankreich.

Werner Michael Blumenthal (geb. 1926)

1939 Emigration nach China, 1947 Einwanderung in die USA, dort Studium der Wirtschaftswissenschaften und Promotion, 1953-1956 Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Princeton, 1957-1961 Tätigkeit in der Wirtschaft, 1961-1967 im US-Außenministerium zuständig für Handelsfragen, 1967-1977 erneut Tätigkeit in der Wirtschaft, dort zuletzt Vorstandsvorsitzender der Firma Bendix International, 1977-1979 Finanzminister der USA unter Präsident Jimmy Carter, ab 1980 erneut Tätigkeit in der Privatwirtschaft, zuletzt 1990-1996 Partner und Leitender Berater der Investmentbank Lazard Frères & Co., seit 1997 Leiter des Jüdischen Museums in Berlin.

John Boyd-Carpenter (1908-1998)

1934-1940 Tätigkeit als Rechtsanwalt in London, 1940-1945 Kriegsteilnehmer, 1945-1972 Mitglied des Unterhauses (Konservative Partei), 1951-1954 Staatssekretär für Finanzen im Schatzamt, 1954-1955 Minister für Verkehr und Zivilluftfahrt, 1955-1962 Minister für Pensionsrückstellungen und staatliche Sozialversicherung, 1962-1964 Staatssekretär im Schatzamt und Generalzahlmeister.

Willy Brandt (1913-1992)

Mitglied der sozialistischen Jugendbewegung, 1931 Übertritt von der SPD zur SAP, 1933 Flucht über Dänemark nach Norwegen, 1940 nach Schweden, 1945 Korrespondent für skandinavische Zeitungen in Deutschland, 1947 Presseattaché an der norwegischen Vertretung (Militärmission) beim Alliierten Kontrollrat in Berlin, 1948 Vertretung des SPD-Vorstandes in Berlin und bei den alliierten Kontrollbehörden, Wiedereinbürgerung, 1949-1957, 1961 und 1969-1992 MdB (SPD), 1950-1969 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, 1955-1956 dessen Präsident, 1957-1966 Regierender Bürgermeister von Berlin, 1964-1987 Vorsitzender der SPD, 1966-1969 Bundesminister des Auswärtigen, 1969-1974 Bundeskanzler, 1976-1992 Vorsitzender der Sozialistischen Internationale.

Otto Brenner (1907-1972)

Elektromonteur, seit 1920 in der Sozialistischen Arbeiterjugend und seit 1922 in der Gewerkschaftsbewegung, 1929 Mitgründer der Sozialistischen Arbeiterpartei, 1933-1935 Gefängnishaft, 1945 Mitgründer der SPD und der Gewerkschaften in Niedersachsen, 1951-1953 MdL Niedersachsen, 1952-1972 Vorsitzender der IG Metall, seit 1961 Präsident des Internationalen Metallarbeiterbundes und seit 1971 des Europäischen Metallgewerkschaftsbundes.

Helmuth Burckhardt (1903-1984)

1928-1930 Bergassessor beim Bergwerksdirektor des Fürsten Pleß, Waldenburg/Schlesien, 1930-1933 Direktionsassistent der Mansfeld AG, Eisleben, seit 1933 beim Eschweiler Bergwerks-Verein, Kohlscheid, dort 1933 Betriebs- und 1935 Bergwerksdirektor, 1938 Vorstandsmitglied, 1944-1949 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1949 erneut Bergwerksdirektor des Eschweiler Bergwerks-Vereins, dort 1951-1965 Vorstandsvorsitzender und 1965-1979 Vorsitzender des Aufsichtsrates, 1953-1955 Präsident, dann Vize-Präsident des Beratungsausschusses der Hohen Behörde der EGKS, ab 1957 Präsident des Studienausschusses des Westeuropäischen Kohlenbergbaus in Brüssel, 1958-1967 Vorstandsvorsitzender des Unternehmensverbandes Ruhrbergbau, Essen.

Nikita S. Chruschtschow (1894-1971)

1934-1966 Mitglied des ZK der KPdSU, 1938-1949 Erster Sekretär des ZK der KP der Ukraine, 1939-1964 Mitglied des Politbüros bzw. des Präsidiums des ZK der KPdSU, 1947 Regierungschef der Ukraine, seit 1949-1953 Sekretär, 1953-1964 Erster Sekretär des ZK der KPdSU, 1958-1964 zugleich auch Ministerpräsident der UdSSR, 1964 Absetzung als Parteisekretär und Ministerpräsident, 1966 Ausschluss aus dem ZK.

Lucius D. Clay (1897-1978)

1918-1945 nach Absolvierung der Militärakademie Westpoint Tätigkeit im Armee-Ingenieurkorps, 1945-1947 stellvertretender, 1947-1949 Militärgouverneur der amerikanischen Besatzungszone in Deutschland und Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte in Europa, 1950-1962 Tätigkeiten in der Privatwirtschaft, 1961-1962 persönlicher Sonderbeauftragter von Präsident Kennedy für Berlin-Fragen, 1962 Ernennung zum Ehrenbürger von Berlin.

Hans Clemens (1902-1976)

Zunächst Berufsausübung als Musiker, ab 1933 hauptberuflich Angehöriger des Sicherheitsdienstes (SD) der SS, 1936 Leiter der Hauptaußenstelle Dresden, 1942-1943 Reichssicherheitshauptamt, dort im Amt VI (Auslandsnachrichtendienst) zunächst zusammen mit Heinz Felfe und Erwin Tiebel im Referat B 3 (Schweiz), dann B 1 (Italien), 1943 Kommandierung zum deutschen Polizei-Attaché in Rom und Beteiligung an Exekutionen italienischer Geiseln, 1944-1945 Nachrichtendienst-Leiter bei der Grenzbefehlsstelle Como, 1945-1949 Internierung in Italien, 1950 freiwillige Verpflichtung als Mitarbeiter des sowjetischen Geheimdienstes KGB, 1951-1961 Angestellter in der „Organisation Gehlen" bzw. ab 1956 im Bundesnachrichtendienst, dort zuletzt Einsatz in einem Observationskommando in Köln zur Ausspähung östlicher Agenten, 1961 Verhaftung zusammen mit Felfe und Tiebel, 1963 Verfahren wegen Landesverrats vor dem Bundesgerichtshof und Verurteilung zu zehn Jahren Zuchthaus, 1967 Begnadigung.

Robert Yves Clément (geb. 1922)

Nach Tätigkeiten u. a. im französischen Kolonialdienst 1963-1973 Direktor der Abteilung Paris des Deutsch-Französischen Jugendwerks.

Willi Daume (1913-1996)

Unternehmer in Dortmund, 1949-1955 Präsident des Deutschen Handball-Bundes, 1950-1970 Präsident des Deutschen Sportbundes (DSB), seit 1956 Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), 1972-1976 dessen Vizepräsident, 1961-1992 Präsident des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland (NOK), 1966-1972 Präsident des Organisationskomitees für die Olympischen Spiele in München 1972, 1979-1988 Präsident der Deutschen Olympischen Gesellschaft e.V., 1988-1991 Vorsitzender der Stiftung Deutsche Sporthilfe.

Sir Alexander Frederic Douglas-Home, 1951-1963 (26. Okt.) Earl of Home, ab 1974: Baron Home of the Hirsel (1903-1995)

1931-1945, 1950-1951 und 1963-1974 Mitglied des britischen Unterhauses (Konservative Partei), 1938 als Privatsekretär von Premierminister Neville Chamberlain Teilnahme an der Münchner Konferenz, 1945 Parlamentarischer Staatssekretär im Foreign Office, 1951-1963 Mitglied des Oberhauses, 1956-1960 Minister für Commonwealth-Beziehungen, 1960-1963 Außenminister, 1963-1964 Premierminister, 1963-1965 Vorsitzender der Konservativen Partei, 1970-1974 erneut Außenminister, seit 1974 erneut Mitglied des Oberhauses.

Hermann Dürr (geb. 1925)

1943-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, anschließend Studium der Rechtswissenschaften, 1955 Rechtsanwalt in Calw, 1951 Eintritt in die FDP, 1957-1958 Bundesvorsitzender der Deutschen Jungdemokraten, 1957-1965 MdB, dort 1961-1964 Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion, 1966 Wechsel zur SPD, 1969-1980 erneut MdB.

Dr. Otmar Emminger (1911-1986)

1935-1936 Leiter der „Weltwirtschaftlichen Abteilung" am Institut für Konjunkturforschung, Berlin, 1939-1945 Kriegsdienst, 1947-1949 Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, zuletzt dort Leiter des Ministerbüros, 1949-1950 Leiter der Wirtschaftsabteilung der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik bei der OEEC in Paris, 1950-1957 Bank deutscher Länder, dort 1951-1953 Leiter der Hauptabteilung Volkswirtschaft und Statistik, 1953-1969 Mitglied des Direktoriums der Bank deutscher Länder bzw. ab 1957 des Direktoriums und des Zentralbankrats der Deutschen Bundesbank sowie jeweils Dezernent für Internationale Organisationen und Abkommen, 1969-1976 deutscher Vertreter im Wirtschaftspolitischen Ausschuss der OECD, 1970-1977 Vizepräsident, 1977-1979 Präsident der Deutschen Bundesbank.

Fritz Erler (1913-1967)

Seit 1931 Mitglied der SPD, 1932-1938 Stadtverwaltung Berlin, nach Ausscheiden aus politischen Gründen kaufmännischer Leiter eines chemischen Unternehmens in Berlin, 1938 Verhaftung und 1939 Verurteilung zu zehn Jahren Zuchthaus, 1945 Flucht, 1945-1946 Landrat in Biberach, 1946-1947 MdL Württemberg-Hohenzollern und Tätigkeit in der dortigen Staatskanzlei, 1947-1949 Landrat in Tuttlingen, 1949-1967 MdB, dort u. a. 1952-1957 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses zur Mitberatung des EVG-Vertrages und der damit zusammenhängenden Abmachungen bzw. (ab 1953) des Ausschusses für Fragen der europäischen Sicherheit bzw. (ab 1956) des Ausschusses für Verteidigung, 1953-1957 Vorsitzender des Fraktionsarbeitskreises für Sicherheitsfragen, 1957-1964 stellvertretender, 1964-1967 Fraktionsvorsitzender, 1953-1957 Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarats und der Versammlung der WEU.

Amintore Fanfani (1908-1993)

Seit 1936 Professor für Wirtschaftsgeschichte, zunächst in Mailand, dann in Rom, 1943-1945 im Exil in der Schweiz, ab 1946 Mitglied der Democrazia Cristiana (DC) und 1954-1959 und 1973-1975 deren Parteisekretär, 1946-1948 Abgeordneter der verfassunggebenden Versammlung und 1948-1968 der Kammer, 1947-1951 italienischer Arbeitsminister, 1951-1953 Landwirtschaftsminister, 1953-1954 und 1987-1988 Innenminister, 1954, 1958-1959, 1960-1963 (16. Mai), 1982-1983 und 1987 Ministerpräsident, 1965 und 1966-1968 Außenminister, 1965-1966 Präsident der UNO-Generalversammlung, 1968-1973, 1976-1982 und 1985-1987 Senatspräsident, 1988-1989 Haushaltsminister.

Dr. Henri (Hendrik) Fayat (1908-1997)

1935-1973 Rechtsanwalt in Brüssel, 1940-1944 im Exil, zunächst im unbesetzten Teil Frankreichs, anschließend in Großbritannien, dort 1942-1943 Rechtsberater im Außenamt, ab 1943 Kabinettschef im Innenamt der belgischen Exilregierung, 1946-1971 Mitglied der Abgeordnetenkammer (Sozialistische Partei), 1949-1950 Delegierter in der Beratenden Versammlung des Europarates, 1954-1957 Mitglied der Gemeinsamen Versammlung der Montanunion, 1957-1958 Außenhandelsminister, 1961-1965 stellvertretender Außenminister, 1965-1966 Staatssekretär für Außenhandel, 1968-1973 erneut Außenhandelsminister bzw. seit 1972 Staatssekretär für Außenhandel.

Heinz Felfe (geb. 1918)

1937 Geschäftsstellenleiter bei einem Gaugericht der NSDAP, 1939-1940 Kriegsdienst, 1941 Eintritt in den Sicherheitsdienst (SD) der SS, 1942-1943 Ausbildung zum Kriminalkommissar, seit 1943 Reichssicherheitshauptamt, dort im Amt VI (Auslandsnachrichtendienst) Leiter des Referats B 3 (Schweiz) mit den Mitarbeitern Hans Clemens und Erwin Tiebel, 1944 beim Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD in den Niederlanden, 1945-1946 Kriegsgefangenschaft, 1947-1950 Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes in Münster, 1950-1951 BMG, dort Flüchtlingsbefrager, 1951-1961 bei der „Organisation Gehlen" bzw. seit 1956 beim Bundesnachrichtendienst, dort zuletzt in der Abteilung III f (Gegenspionage) Leiter des Sowjet-Referats, 1951-1961 gleichzeitig Mitarbeiter des sowjetischen Geheimdienstes KGB, 1961 Verhaftung zusammen mit Clemens und Tiebel, 1963 Verfahren wegen Landesverrats vor dem Bundesgerichtshof und Verurteilung zu 14 Jahren Zuchthaus, 1969 Austausch gegen drei in der DDR inhaftierte Bürger der Bundesrepublik.

Dr. Roland Freisler (1893-1945)

Seit 1924 Rechtsanwalt in Kassel, seit 1925 in der NSDAP, 1932 Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses, 1933 MdR, seit 1933 Mitglied der Akademie für Deutsches Recht, 1933-1942 preußisches Justizministerium, bzw. ab 1934 Reichs- und Preußisches Justizministerium, ab 1935 Reichsjustizministerium, dort 1934-1942 Staatssekretär, 1942-1945 Präsident des Volksgerichtshofs.

Charles de Gaulle (1890-1970)

Seit 1911 Berufsoffizier in der französischen Armee, 1914-1918 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1918-1931 verschiedene Kommandierungen, u. a. 1924 im Stab der Rheinarmee in Mainz, 1927 Bataillonskommandeur in Trier, 1932-1936 Generalsekretär des Nationalen Verteidigungsrates, 1937-1939 erneute Truppenverwendung, zuletzt 1939 Kommandeur einer Panzerdivision, 1940-1943 Gründer des Londoner Komitees "Freies Frankreich", Chef der "Freien Französischen Streitkräfte" und Chef des "Nationalen Verteidigungskomitees", 1943 Präsident des "Nationalen Befreiungskomitees", ab 1944 der "Provisorischen Regierung der französischen Republik", 1944-1946 und 1958 französischer Ministerpräsident, 1959-1969 Präsident der Republik.

Dr. Otto-Werner Gehring (geb. 1921)

1941-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, seit 1949 im Justizdienst des Landes (Süd-) Baden, 1952-1954 Richter am Verwaltungsgericht Freiburg im Breisgau, 1954-1955 Regierungspräsidium Südbaden in Freiburg i. Br, 1955-1956 Landratsamt Müllheim (Baden), 1956-1958 BMI, dort Hilfsreferent im Referat J 2 (Jugendorganisationen, Bundesjugendplan), 1958-1963 BMFa, dort 1958 Leiter des Referats J 6 (u. a. zuständig für Allgemeine Fragen der Jugendsozialen Arbeit und der Jugendberufshilfe, Jugendarbeit der Wohlfahrtsverbände, Jugendaufbauwerk und Jugendwohnheime), 1958-1963 Leiter des Referats J 3 (zuständig u.a. für Gesamtplanung und Richtlinien des Bundesjugendplans, Jugendbericht, Kuratorium und Aktionsausschuss für Jugendfragen, Jugendakademien und Jugendsozialarbeit), März 1963 Sonderauftrag zur Vorbereitung des Austausch- und Förderungswerks auf dem Gebiet der Jugendarbeit im Rahmen des deutsch-französischen Vertrages, September-Oktober 1963 Leiter der „Arbeitsgruppe Jugendwerk", 1963 (29. Okt.)-1973 Direktor der Abteilung Bonn des Deutsch-Französischen Jugendwerks, Bad Honnef, 1973-1979 erneut BMFa, dort 1973-1978 Leiter der Gruppe 25 (u. a. zuständig für Allgemeine Fragen der Jugendpolitik, Zusammenarbeit mit Jugend-, Familien- und Wohlfahrtsverbänden, Bundesjugendplan, Internationale Jugendpolitik, Deutsch-Französisches Jugendwerk, Jugendsozialarbeit), 1978-1979 beauftragt mit der Koordinierung der internationalen Angelegenheiten, 1979-1986 Leiter des Referats Jugend, Familie und Gesundheit bei der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei den Europäischen Gemeinschaften, Brüssel.

D. Dr. Eugen Gerstenmaier (1906-1986)

Ab 1936 im Kirchlichen Außenamt der Evangelischen Kirche (1939 Konsistorialrat, später Oberkonsistorialrat), Mitglied der Bekennenden Kirche, 1939-1944 kriegsdienstverpflichtet im Auswärtigen Amt und Oberkommando der Wehrmacht, 1944 als Mitglied der Widerstandsgruppe des „Kreisauer Kreises" Verhaftung und Verurteilung durch den Volksgerichtshof zu sieben Jahren Zuchthaus, 1945-1951 Leiter des Hilfswerks der EKD, seit 1948 Mitglied der Synode der EKD, 1949-1969 MdB (CDU), dort 1953-1954 Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten, 1954-1969 Präsident des Deutschen Bundestages, 1956-1969 Stellvertretender Vorsitzender der CDU.

Dr. Nahum Goldmann (1895-1982)

Seit 1918 Tätigkeit in der zionistischen Bewegung, Mitbegründer und Mitherausgeber der „Encyclopaedia Judaica", 1926-1933 Leiter der Zionistischen Vereinigung in Deutschland, 1933 Emigration, 1935-1940 Vertreter der Jewish Agency beim Völkerbund in Genf, seit 1940 als amerikanischer Staatsbürger zusammen mit Ben Gurion erfolgreicher Einsatz für die Gründung des Staates Israel, 1949-1978 Präsident des Jüdischen Weltkongresses, 1952 maßgebliche Beteiligung an der Aushandlung des Wiedergutmachungsabkommens der Bundesrepublik mit Israel, 1956-1968 Präsident der Zionistischen Weltorganisation.

Prof. Dr. Wilhelm Grewe (1911-2000)

1935-1942 Dozent u. a. an den Universitäten Hamburg (1936-1937) und Königsberg (1936-1937) sowie in Berlin (1937-1938 am Deutschen Institut für außenpolitische Forschung, 1938-1940 an der Hochschule für Politik, 1940-1942 an der Universität), 1942-1955 Professor an den Universitäten Berlin (1942-1945), Göttingen (1945-1947) und Freiburg i. Br. (1947-1955, seit 1949 ordentlicher Professor für öffentliches Recht), 1951-1955 Leiter der deutschen Delegation für die Ablösung des Besatzungsstatuts, 1953-1954 gleichzeitig kommissarischer Leiter der Rechtsabteilung des AA, 1953-1954 Sonderbevollmächtigter der Bundesregierung bei der Konferenz der vier Außenminister in Berlin, 1955 Übernahme in das AA, dort 1955-1958 Leiter der Politischen Abteilung, 1958-1962 Botschafter in Washington, 1962-1971 Leiter der ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der NATO, 1971-1976 Botschafter in Tokio.

Pjotr A. Gritschin (geb. 1912)

1946-1951 zunächst stellvertretender, dann Leiter der sowjetischen Handelsvertretung in Österreich, 1952-1953 im Außenhandelsministerium der UdSSR, 1953-1956 Leiter der Abteilung für sowjetisches Auslandsvermögen, 1956-1960 Direktor von „Autoexport", 1960-1966 Leiter der sowjetischen Handelsvertretung in Köln, danach Direktor von „Traktorexport".

Hans von der Groeben (1907-2005)

1933-1942 Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft, 1942-1945 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1945-1952 Oberpräsidium Hannover, Abteilung Finanzen, bzw. Niedersächsisches Ministerium der Finanzen, 1952-1958 BMWi, dort 1952-1958 Leiter der Unterabteilung III D (Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl), seit 1956 Vorsitzender des Ausschusses Gemeinsamer Markt der Brüsseler Regierungs-Konferenz, 1958-1970 Mitglied der Kommission der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft bzw. (ab 1967) der Europäischen Gemeinschaften in Brüssel.

Konrad Grundmann (geb. 1925)

Nach Kriegsdienst und Verwundung Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1954-1985 MdL Nordrhein-Westfalen (CDU), 1959-1966 Minister für Arbeit und Sozialordnung des Landes Nordrhein-Westfalen, 1963-1969 Vorsitzender des Landesverbandes Rheinland der CDU, 1968-1982 Mitglied des Verwaltungsrates des WDR, ab 1971 Mitglied des Vorstands der Rheinischen Braunkohlewerke AG, Köln.

Heinrich Gutermuth (1898-1977)

1926-1933 Gewerkschaftssekretär im Verein Christlicher Bergarbeiter Deutschlands, 1933-1945 Tätigkeit als Vertreter der Bielefelder Wäschefabrik und Wehrdienst, 1946-1953 Sekretär, 1953-1956 zweiter Vorsitzender und 1956-1964 erster Vorsitzender der IG Bergbau, 1963-1964 Präsident des Internationalen Bergarbeiterverbandes.

Prof. Dr. Walter Hallstein (1901-1982)

1929 Privatdozent, 1930-1941 Professor für Privat- und Gesellschaftsrecht, 1946 Lehrstuhl für Internationales Privatrecht, Völkerrecht, Rechtsvergleichung und Gesellschaftsrecht an der Universität Frankfurt/Main, 1950 Leiter der deutschen Verhandlungsdelegation für den Schuman-Plan, 1950-1951 Staatssekretär im Bundeskanzleramt, 1951-1958 im AA, 1958-1967 Präsident der Kommission der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft in Brüssel, 1968 Präsident des Rates der Europäischen Bewegung, 1969-1972 MdB (CDU).

Sir Edward Heath (1916-2005)

1950-2001 Mitglied des britischen Unterhauses (Konservative Partei), 1959-1960 Arbeitsminister, 1960-1963 Lordsiegelbewahrer, 1961-1963 Unterhändler für Großbritanniens EWG-Beitritt, 1965-1975 Vorsitzender der Konservativen Partei, 1970-1974 Premierminister.

Adolf Heusinger (1897-1982)

1915-1945 Berufsoffizier, 1931-1934 Generalstab des Heeres, 1937-1944 Operationsabteilung des Oberkommandos des Heeres (seit 1940 deren Chef), Juli-September 1944 Gestapo-Haft nach Verwundung beim Attentat auf Hitler am 20. Juli, 1944-1945 ohne Verwendung, 1945-1948 amerikanische Kriegsgefangenschaft, 1948-1950 Schriftsteller und Tätigkeit als Chef Auswertung bei der Organisation Gehlen, seit 1950 militärischer Berater Adenauers, 1950 Erarbeitung der „Himmeroder Denkschrift", 1950-1951 sachverständiger Berater der Bundesregierung für die „Petersberger Gespräche" mit den Westalliierten über einen deutschen Verteidigungsbeitrag, 1951 militärischer Sachverständiger der deutschen Delegationen bei den Beratungen über den Pleven-Plan und die EVG, 1951-1955 Dienststelle Blank, dort seit 1952 Leiter der Militärabteilung, 1955-1961 BMVtg, dort 1955-1957 Vorsitzender des Militärischen Führungsrates, 1957 Leiter der Abteilung Gesamtstreitkräfte, 1957-1961 Generalinspekteur der Bundeswehr, 1961-1964 Vorsitzender des Ständigen Militärausschusses der NATO in Washington.

Prof. Dr. Theodor Heuss (1884-1963)

Ab 1905 Redakteur der Wochenschrift „Die Hilfe" (Hrsg. Friedrich Naumann), 1912-1918 der „Neckar-Zeitung", 1920-1933 Dozent an der Deutschen Hochschule für Politik, 1924-1928 und 1930-1933 MdR (DDP bzw. seit 1930 DStP), 1933-1945 nach Entzug der Dozentur schriftstellerische Tätigkeit, u. a. 1933-1936 Herausgeber der „Hilfe", 1945-1946 Kultminister des Landes Württemberg-Baden, dort Mitbegründer der DVP bzw. der aus ihr hervorgegangenen FDP, 1946-1949 MdL Württemberg-Baden (DVP/FDP), 1948-1949 Vorsitzender der FDP, Mitglied des Parlamentarischen Rates, 1949 (7. bis 15. Sept.) MdB, dort Vorsitzender der FDP-Fraktion, 1949-1959 Bundespräsident.

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Gerhard Jahn (1927-1998)

1945-1946 Verwaltungsangestellter, nach Abitur und Studium der Rechts- und Staatswissenschaften ab 1957 Tätigkeit als Rechtsanwalt und ab 1966 als Notar, 1949 Eintritt in die SPD, 1950-1954 Sekretär des SPD-Unterbezirks Marburg-Frankenberg, 1957-1990 MdB (SPD), dort 1961-1963, 1965-1967 und 1974-1990 Parlamentarischer Fraktionsgeschäftsführer, 1967-1969 Parlamentarischer Staatssekretär im AA, 1969-1974 Bundesminister der Justiz, 1974-1975 Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung, 1978-1990 Mitglied der Parlamentarischen Kontrollkommission, 1975-1977 und 1979-1982 als Vertreter der Bundesrepublik Deutschland Mitglied der Menschenrechtskommission der UNO, 1979-1995 Präsident des Deutschen Mieterbundes.

Lyndon B. Johnson (1908-1973)

1937-1949 Abgeordneter für die Demokratische Partei im US-Repräsentantenhaus, 1949-1961 Senator für Texas, 1961-1963 Vizepräsident, nach der Ermordung von Präsident John F. Kennedy 1963 (22. Nov.)-1969 36. Präsident der USA.

Hans Katzer (1919-1996)

1929 Mitglied des Katholischen Jugendbundes Neudeutschland, 1939-1945 Kriegsdienst, 1945 Mitbegründer der CDU, 1945-1949 Arbeitsamt Köln, 1950-1957 Stadtrat in Köln, 1950-1977 Hauptgeschäftsführer bzw. (ab 1963) Vorsitzender der Sozialausschüsse der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), 1957-1980 MdB (CDU), dort 1961-1965 Vorsitzender des Ausschusses für wirtschaftlichen Besitz des Bundes, 1969-1980 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1965-1969 Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, 1969-1980 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU.

John F. Kennedy (1917-1963)

1941-1945 Marineoffizier, 1947-1953 Abgeordneter der Demokratischen Partei im Repräsentantenhaus, 1953-1961 Senator für Massachusetts, 1961-1963 35. Präsident der USA, am 22. Nov. 1963 ermordet.

Kurt Georg Kiesinger (1904-1988)

Ab 1935 Rechtsanwalt beim Kammergericht Berlin, 1940-1945 Rundfunkpolitische Abteilung des AA, dort 1943 stellvertretender Abteilungsleiter, 1945-1946 amerikanisches Internierungslager Ludwigsburg, ab 1948 Rechtsanwalt in Tübingen, 1948-1951 Geschäftsführer des CDU-Landesverbands Württemberg-Hohenzollern, 1949-1959 und 1969-1980 MdB, dort 1954-1959 Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten, 1958-1966 Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, 1960-1966 MdL Baden-Württemberg, 1966-1969 Bundeskanzler, 1967-1971 Bundesvorsitzender der CDU.

Prof. Dr. Wilhelm Krelle (1916-2004)

Dipl.-Physiker und Dipl.-Volkswirt. 1951-1956 Privat-Dozent an der Universität Heidelberg, 1956-1958 außerordentlicher Professor für theoretische Nationalökonomie und Ökonometrie an der Hochschule St. Gallen, 1958-1982 ordentlicher Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Bonn.

Lyman L. Lemnitzer (1899-1988)

Seit 1920 nach Ausbildung an der amerikanischen Militärakademie Westpoint wechselnde Verwendung in Truppenkommandos und Lehrtätigkeit, dazwischen 1935-1936 Generalstabskurs, 1941 Tätigkeit in der Planungsabteilung des US-Kriegsministeriums, 1942-1945 Verwendung auf dem europäischen Kriegsschauplatz, zuletzt im Stab des alliierten Oberbefehlshabers, 1945-1952 wechselnde Verwendungen im Stabsdienst und in Truppenkommandos, 1952-1955 Kommandierung ins US-Heeresministerium, 1955-1957 Oberkommandierender der Truppen der Vereinten Nationen in Korea und der US-Streitkräfte in Fernost, 1957-1959 stellvertretender und 1959-1960 Chef des Stabes der US-Armee, 1960-1962 Vorsitzender der Vereinigten Stabschefs, 1962-1969 Oberkommandierender der NATO-Streitkräfte in Europa.

Dr. Kurt Leopold (1900-1973)

1923-1937 wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Industrie- und Handelskammer Berlin, 1937 Berufung zum Mitglied der Geschäftsführung der Reichswirtschaftskammer, dort zuletzt Leiter der Abteilung Außenwirtschaft, 1947-1949 stellvertretender Leiter der Berliner Vertretung der Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1949 stellvertretender Leiter des Berliner Büros der Treuhandstelle für den Interzonenhandel, 1953-1965 Leiter der Treuhandstelle für den Interzonenhandel.

Dr. Manfred Luda (geb. 1921)

1939-1941 Studium der Rechtswissenschaften und Volkswirtschaftslehre, 1941-1945 Kriegsdienst, 1950 Tätigkeit als Rechtsanwalt in Lüdenscheid, seit 1952 in Meinerzhagen, 1958 Zulassung als Notar, 1949 Eintritt in die CDU, 1961-1980 MdB (CDU).

Dr. Joseph Luns (1911-2002)

Seit 1938 im niederländischen diplomatischen Dienst mit Stationen in Bern (1940), Lissabon (1941-1943) und London (1944-1949), dort seit 1945 Erster Botschaftssekretär, 1949-1952 stellvertretender Ständiger Vertreter bei der UNO, Mitglied der Katholieke Volkspartij (KVP), 1952-1956 Minister ohne Geschäftsbereich (betraut mit den laufenden Geschäften des niederländischen Außenministeriums zusammen mit Außenminister Johan Willem Beyen), 1956-1971 niederländischer Außenminister, 1971-1984 Generalsekretär der NATO, 1972 Austritt aus der KVP.

Sir Harold Macmillan, Earl of Stockton (1894-1986)

1924-1929 und 1931-1964 Mitglied des britischen Unterhauses (Konservative Partei), 1942 Parlamentarischer Unterstaatssekretär im Kolonialministerium, 1942-1945 Vertreter der britischen Regierung (Minister-Resident) im alliierten Hauptquartier in Nordwestafrika, gleichzeitig 1943-1944 britischer diplomatischer Vertreter beim Französischen Nationalkomitee de Gaulles in Algier, 1945 (Mai bis Juli) Luftfahrtminister, 1951-1954 Minister für Wohnungsbau, 1954-1955 Verteidigungsminister, 1955 Außenminister, 1955-1957 Schatzkanzler, 1957-1963 Premierminister und Vorsitzender der Konservativen Partei.

Malik

Dominikanerpater libanesischer Abstammung, Bruder von Dr. Charles Habib Malik (1906-1987), dem libanesischen Außenminister (1956-1958) und Präsidenten der UNO-Vollversammlung (1958).

Dr. Hans Karl von Mangoldt-Reiboldt (1896-1971)

1926-1945 Tätigkeit im Bankwesen und in der Industrie, 1946-1949 Generaltreuhänder der Bayerischen Motorenwerke, 1948 deutsches Mitglied der alliierten Delegation und 1949-1951 Leiter der deutschen Delegation bei der OEEC in Paris, seit 1950 deutscher Vertreter in der Europäischen Zahlungsunion (EZU), 1952-1958 Präsident des Direktoriums der EZU, 1952-1962 stellvertretender deutscher Gouverneur beim Internationalen Währungsfonds in Washington, 1958-1964 Vizepräsident und Vertreter der Bundesrepublik im Direktorium der Europäischen Investitionsbank in Brüssel.

Sicco Leendert Mansholt (1908-1995)

Seit 1936 Mitglied der Sociaal-Democratische Arbeiderspartij in Nederland (SDAP) bzw. seit 1946 der Partij van der Arbeid (PvdA), 1945-1958 niederländischer Minister für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung, 1958-1967 Vizepräsident der EWG-Kommission, 1967-1972 der Kommission der EG, 1968 Verfasser des „Memorandums zur Reform der Landwirtschaft in der EWG" (Mansholt-Plan), März bis Dezember 1972 Interims-Präsident der Kommission der EG.

Ludwig Martin (geb. 1909)

1939 Reichsanwaltschaft beim Reichsgericht, 1939-1945 Kriegsdienst, 1946 Amtsgerichtsrat in Sonthofen, 1951-1953 Oberstaatsanwalt bei der Bundesanwaltschaft beim Bundesgerichtshof, 1953-1963 Bundesrichter am Bundesgerichtshof, 1963-1974 Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof.

Karl Marx (1897-1966)

1914-1918 Kriegsdienst, 1919-1933 freier Journalist, seit 1919 Mitglied des Landesvorstandes der Deutschen Demokratischen Partei in Baden, leitende Tätigkeit u.a. im jüdischen Jugendbund „Kameraden" und im Reichsverband der deutsch-demokratischen Jugend, 1933 Emigration ins Saargebiet, von dort über Frankreich nach Italien und 1942 nach London, dort Tätigkeit beim Freien Deutschen Kulturbund, seit 1943 in der Freien Deutschen Bewegung, 1946 Rückkehr nach Deutschland, Lizenzträger bzw. später Verleger und Chefredakteur des „Jüdischen Gemeindeblatts für die britische Zone", 1949 umbenannt in „Allgemeine Wochenzeitung der Juden in Deutschland", 1966 in „Allgemeine unabhängige jüdische Wochenzeitung", 1952-1960 Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.

Dr. George C. McGhee (1912-2005)

Geologe, seit 1946 im US-Außenministerium, dort 1946-1948 Sonderbeauftragter für Wirtschaftsfragen, 1949-1951 Abteilungsleiter für Nah-Ost, Afrika und Südasien, 1951-1953 US-Botschafter in der Türkei, 1953-1958 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1958-1961 Berater des Nationalen Sicherheitsrates der USA, seit 1961 erneut im US-Außenministerium, dort 1961 Vorsitzender des Planungsrates, 1961-1963 Unterstaatssekretär für politische Angelegenheiten, 1963 (Mai)-1968 (Mai) Botschafter in Bonn, 1968-1969 erneut im US-Außenministerium, anschließend wieder Tätigkeit in der Privatwirtschaft.

Robert S. McNamara (geb. 1916)

Nach Abschluss des Studiums der Rechtswissenschaft 1937-1940 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1940 Dozent an der Harvard Universität, 1943-1945 Kriegsdienst, 1946-1960 bei der Ford Motor Company, dort zuletzt Präsident, 1961-1968 US-Verteidigungsminister, 1968-1981 Präsident der Weltbank.

Prof. Dr. Hans-Joachim von Merkatz (1905-1982)

1935-1938 Referent am Kaiser-Wilhelm-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Berlin, 1938-1945 Generalsekretär des Ibero-Amerikanischen Instituts, Berlin, 1945 wissenschaftlicher Sachbearbeiter an der Akademie für Raumforschung und Landesplanung, Hannover, 1946-1949 juristischer Berater des Direktoriums der DP sowie der DP-Fraktionen im Niedersächsischen Landtag und im Parlamentarischen Rat, 1949-1969 MdB (DP, 1957 DP/FVP, 1957 DP, 1960 fraktionslos, seit 1960 CDU), dort 1950-1953 stellvertretender, 1953-1955 Vorsitzender der DP-Fraktion, 1949-1952 mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Staatssekretärs im BMBR beauftragt, 1951-1958 Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarates und 1952-1958 der Gemeinsamen Versammlung der EGKS, 1952-1960 Mitglied des Direktoriums bzw. Parteivorstandes der DP, 1955-1962 Bundesminister für Angelegenheiten des Bundesrates bzw. (ab 1957) des Bundesrates und der Länder, zugleich 1956-1957 Bundesminister der Justiz und 1960-1961 Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, 1964-1968 deutscher Vertreter im Exekutivrat der UNESCO, 1967-1979 Präsident der Paneuropa-Union.

Hans Merten (1908-1967)

Nach dem Studium der evangelischen Theologie Tätigkeit als Vikar und Pfarrer, 1939-1945 Kriegsdienst, 1945 Abteilungsleiter im Evangelischen Hilfswerk für Kriegsgefangene, Internierte und Heimkehrer, 1947 Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft für Kriegsgefangenenfragen in Hessen, 1949-1951 BMVt, dort Leiter des Referats I 4 (Kriegsgefangene, Vermisste, Heimkehrer, Suchdienst), 1951-1967 MdB (SPD), dort 1957-1963 (Nov.) stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Verteidigung, 1965-1967 MdEP.

Dr. Ulrich Meyer-Cording (1911-1998)

1939-1945 Reichsjustizministerium, 1939-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946-1947 juristischer Hilfsarbeiter, dann Richter beim Amts- und Landgericht Heilbronn, 1947-1950 Rechtsanwalt in Stuttgart, 1950-1956 BMJ, dort nach Hilfsreferententätigkeit 1952-1953 Leiter des Referats III 5 (Öffentliches Landwirtschaftsrecht), 1953-1956 des Referats III 4 bzw. ab 1954: III 5 (u.a. Organisationsrecht der gewerblichen Wirtschaft, Gewerberecht, Handwerksrecht, Kartell- und Monopolrecht, Energierecht, Bewirtschaftungs- und Preisrecht, wirtschaftsrechtliche Fragen der europäischen wirtschaftlichen Integration), ab 1954 zusätzlich erneut Leiter des für Landwirtschaftsrecht zuständigen Referates (jetzt: III 6), 1956-1958 BMAt, dort Leiter der Gruppe I B (Internationale Zusammenarbeit) und gleichzeitig Leiter des Referats I B 1 (u.a. Grundsatzfragen, ausländisches Atomrecht, internationale Rechtsangleichung und bilaterale Verträge), 1958-1964 BMWi, dort Leiter der Abteilung E (Europäische zwischenstaatliche wirtschaftliche Zusammenarbeit), 1964-1972 Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank in Luxemburg).

Alex Möller (1903-1985)

1919-1923 Tätigkeit als Bahnangestellter und nebenberuflicher Redakteur des „Dortmunder Tageblatts", 1922 Eintritt in die SPD, 1928 Mitglied des Preußischen Landtags, nach 1933 Tätigkeit als Versicherungsvertreter, ab 1936 für die Karlsruher Lebensversicherungs AG, dort 1943 Prokurist und Abteilungsleiter und 1944 stellvertretendes Vorstandsmitglied, 1945-1969 Vorsitzender des Vorstands, 1946-1969 MdL Württemberg-Baden bzw. ab 1952 Baden-Württemberg (SPD), 1950-1961 Fraktionsvorsitzender, 1961-1976 MdB, dort 1964-1969 und 1972-1976 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1962-1966 Landesvorsitzender der SPD in Baden-Württemberg, 1969-1971 Bundesminister der Finanzen, 1973-1979 Vorsitzender der Kontrollkommission der SPD.

Jürgen Neven-du Mont (1921-1979)

1946-1949 Dramaturg und Regisseur am Bayerischen Staatstheater München, 1949-1950 Süddeutsche Zeitung, dort politischer Redakteur, 1951-1953 Chefreporter der Münchner Illustrierten, 1954-1956 Chefredakteur des Ullstein Verlages, 1957-1962 Chefreporter Fernsehen des Hessischen Rundfunks, 1962-1966 des Norddeutschen Rundfunks, 1967-1971 freier Journalist, Regisseur und Autor, 1971-1973 Leiter der ZDF-Hauptredaktion Dokumentarspiele, anschließend ZDF-Sonderkorrespondent.

Dr. Egon Overbeck (1918-1996)

1936-1945 Berufsoffizier, Kriegsdienst und Gefangenschaft, anschließend Studium der Betriebswirtschaftslehre, 1948 Volontär, später kaufmännischer Leiter der technischen Abteilung bei der Metallgesellschaft AG, 1956 stellvertretendes, 1959 ordentliches Vorstandsmitglied der Vereinigte Deutsche Metallwerke AG, 1962-1983 Vorstandsvorsitzender der Mannesmann AG, Düsseldorf, anschließend Wechsel in den Aufsichtsrat, 1969-1973 Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung Eisen- und Stahlindustrie.

Paul VI., zuvor: Giovanni Battista Montini (1897-1978)

1922-1954 im Päpstlichen Staatssekretariat, 1954-1963 Erzbischof von Mailand, seit 1958 Kardinal, 1963 (21. Juni)-1978 Papst.

Attilio Piccioni (1892-1976)

1920-1923 Tätigkeit als Rechtsanwalt und Stadtrat in Turin und Mitbegründer der PPI (Partito Popolare Italiano), 1944 Mitbegründer der DC (Democrazia Cristiana) und 1946-1949 deren Parteisekretär, seit 1948 Abgeordneter in der verfassunggebenden Versammlung und in der Kammer, dort 1953-1958 Fraktionsführer der DC, 1958 Senator und 1958-1963 Fraktionsführer im Senat, 1948-1950, 1951-1953, 1958-1959 und 1960-1963 stellvertretender italienischer Ministerpräsident, 1951 Justizminister, 1954-1955 und 1962-1963 (Dez.) Außenminister, 1963-1968 Minister ohne Portefeuille.

Edgar Pisani (geb. 1918)

1946-1947 Präfekt des französischen Departements Haute-Loire und 1947-1954 des Departements Haute-Marne, 1954-1961 Senator für Haute-Marne, 1961-1966 französischer Landwirtschaftsminister, 1966-1967 Wohnungsbauminister, 1967-1974 Regionalpolitiker im Departement Marne-et-Loire, 1974-1981 erneut Senator für Haute-Marne, 1981-1984 EG-Kommissar in Brüssel, 1984-1985 Bevollmächtigter der Regierung für das Gebiet Neukaledonien, 1985 Minister für Neukaledonien.

Dr. Victor-Emanuel Preusker (1913-1991)

1937-1940 Bankkaufmann, 1940-1945 Kriegsdienst, 1947-1949 Generalsekretär der FDP in Hessen, seit 1949 erneut Tätigkeit im Bankgeschäft, 1949-1961 MdB (FDP, 1956 FVP, 1957 DP/FVP, 1957 DP, 1960 CDU), 1953-1957 Bundesminister für Wohnungsbau, 1958-1960 Vizepräsident des Deutschen Bundestags, 1958-1971 Präsident des Zentralverbandes Deutscher Haus- und Grundeigentümer, Düsseldorf, 1970 erneut Eintritt in die FDP.

Edmund Rehwinkel (1899-1977)

Landwirt, 1939-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945 Kreislandwirt, dann Landrat des Kreises Celle, 1947-1971 Präsident des Verbandes des niedersächsischen Landvolkes, 1949-1964 Präsident der Landwirtschaftskammer Hannover, 1954-1959 Mitglied des geschäftsführenden Präsidiums des Deutschen Bauernverbandes, 1959-1969 dessen Präsident, 1958-1961 Mitglied des Wirtschafts- und Sozialausschusses der EWG, 1969-1971 Präsident des Verbandes der Deutschen Milchwirtschaft.

Dr. Hermann Reinhardt (1898-1972)

1925-1933 Reichsfinanzverwaltung, 1933-1945 Reichswirtschaftsministerium, 1947-1950 Stadtdirektor von Gronau, 1950-1964 BMWi, dort 1950 Leiter der Unterabteilung V A (Außenhandel außerhalb des Marshallplanraumes), 1951-1953 der Unterabteilung V B (Handelspolitik mit dem Ausland), 1953-1964 Leiter der Abteilung V (Außenwirtschaft).

Dean Rusk (1909-1994)

1934-1940 Professor für Staatswissenschaften am Mills College in Oakland, Kalifornien, 1940-1946 Kriegsdienst, zuletzt stellvertretender Chef der Operationsabteilung im Generalstab des US-Verteidigungsministeriums, 1946-1952 Leiter der Fernost-Abteilung im US-Außenministerium (Department of State), 1952-1960 Präsident der Rockefeller-Foundation, 1961-1969 Außenminister (Secretary of State) der USA.

Chairul Saleh (1914-1967)

Nach Studium der Rechtswissenschaften 1940-1942 Präsident der nationalen indonesischen Studentenvereinigung, 1942 während der japanischen Besetzung Indonesiens stellvertretender Vorsitzender der teilweise illegalen Jugendbewegung „New Generation", zeitweise inhaftiert, anschließend in der Führung der „Laskar Rahjab" (irreguläre Truppen), 1950 nach der Unabhängigkeit Indonesiens erneut zeitweise inhaftiert, 1952-1956 Studium in Bern und in Bonn, 1959-1962 indonesischer Minister für Wiederaufbau und Entwicklung, 1963-1966 Minister für die industrielle Entwicklung und zugleich einer der drei Stellvertreter des Präsidenten Achmed Sukarno, 1966 Entlassung und in der folgenden Inhaftierung 1967 verstorben.

Dr.-Ing. Dieter Sattler (1906-1968)

Seit 1932 Tätigkeit als Architekt in München, 1940-1945 Kriegsdienst, 1945-1947 Tätigkeit beim Central Art Collecting Point der US-Militärregierung, 1947-1951 Staatssekretär für die schönen Künste im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, 1950-1952 Präsident des Deutschen Bühnenvereins, 1951-1952 Vorsitzender des Rundfunkrates des Bayerischen Rundfunks, 1952-1959 Kulturreferent bei der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Rom, 1959-1965 Leiter der Kulturabteilung des AA, 1966-1968 Botschafter beim Heiligen Stuhl.

Hans Schmelz (1917-1987)

Redakteur im Bonner Büro des „Spiegel", 1962/1963 während der „Spiegel"-Affäre in Untersuchungshaft, 1969-1982 BMVtg, dort Tätigkeit im Planungsstab (seit 1974 als stellvertretender Leiter) für die Aufgabenbereiche Friedens- und Konfliktforschung (1969-1974) und Allgemeine politische Fragen (1974-1982).

Robert Schuman (1886-1963)

Im Ersten Weltkrieg Reservist im deutschen Heer, seit 1919 nach der Abtrennung Elsaß-Lothringens von Deutschland französischer Staatsbürger, 1919-1940 Mitglied der Deputiertenkammer, 1946-1947 französischer Finanzminister, 1948 Ministerpräsident und 1948-1952 Außenminister, Initiator des nach ihm benannten „Schumanplans" (Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl), 1955 Präsident der Europäischen Bewegung, 1958-1960 erster Präsident des Europäischen Parlaments in Straßburg.

Dr. Felix Elieser Shinnar, früher Schneebalg (1905-1983)

Vor 1933 Geschäftsführer einer Treuhandgesellschaft, 1934 Emigration nach Palästina, 1939-1946 Vorsitzender der Discount Bank Israel, 1948-1949 Wirtschaftsberater der israelischen Gesandtschaft in London, 1949-1951 Leiter der Währungsabteilung im israelischen Außenministerium, 1952 stellvertretender Leiter der israelischen Delegation bei den Wiedergutmachungsverhandlungen, 1953-1966 Leiter der israelischen Vertretung in Köln im Rang eines Botschafters.

Dr. Max Silberstein (1897-1966)

Seit 1919 im badischen Justizdienst, zuletzt Landgerichtsrat in Mannheim, 1933 Entlassung, 1938 Inhaftierung im Konzentrationslager Buchenwald, danach Flucht nach Frankreich, 1946 Rückkehr nach Deutschland, 1949-1954 Präsident des Landgerichts Mannheim, 1955-1962 Präsident des Oberlandesgerichts Karlsruhe.

Dr. Paul-Henri Spaak (1899-1972)

1932-1956 und 1961-1966 Abgeordneter des belgischen Repräsentantenhauses (Belgische Sozialistische Partei), 1935 Minister für Post und Verkehr, 1936-1945 (1940-1945 in der Exilregierung in London), 1946-1949, 1954-1957, 1961-1966 Außenminister, 1938-1939, 1946 und 1947-1949 Ministerpräsident, 1945-1946 und 1961-1966 stellvertretender Ministerpräsident, 1949-1951 Präsident der Beratenden Versammlung des Europarates, 1950-1955 Leiter des Internationalen Rates der Europäischen Bewegung, 1952-1954 Präsident der Gemeinsamen Versammlung der EGKS, 1957-1961 Generalsekretär der NATO.

Dr. Dr. Joachim von Spindler (1899-1987)

1932-1945 Reichswirtschaftsministerium, 1948 Verwaltung für Finanzen des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, 1949-1961 BMF, dort bis 1952 Leiter des Referats V 1 (Geld- und Kreditwesen), 1952-1961 Leiter der Abteilung V (Banken, internationale Finanzierungsfragen, Devisen, öffentliches Versicherungswesen, ab 1954 dazu: Liquidation des Krieges, Rechtsangelegenheiten, ab 1958: Schuldenwesen, allgemeine und internationale Finanzierungsfragen, Liquidation des Krieges), ab 1961 Finanzberater der Regierung Malaysias in Kuala Lumpur.

Axel Springer (1912-1985)

1937-1941 Chef vom Dienst und stellvertretender Chefredakteur der „Altonaer Nachrichten", nach 1945 Zeitungs-, Zeitschriften- und Buchverleger u. a. der „Hör zu" (1946), des „Hamburger Abendblatts" (1948), der „Bild"-Zeitung (1952), der „Welt" und der „Welt am Sonntag" (1953), der „BZ" und „Berliner Morgenpost" (1960) und der „Funk Uhr" (1967).

Detlef Struve (1903-1987)

Landwirt, 1941-1945 Kriegsdienst, 1946-1950 Landrat, seit 1950 Kreispräsident des Kreises Rendsburg, 1947-1969 Erster Vorsitzender des Schleswig-Holsteinischen Bauernverbandes, seit 1948 Mitglied des Präsidiums des Deutschen Bauernverbandes, 1949-1972 MdB (CDU), dort 1957-1972 stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

Erwin Tiebel (geb. 1903)

Seit 1934 Rechtsanwalt in Radeberg, seit 1937 Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes (SD) der SS und Leiter der Außenstelle Radeberg, 1943-1945 Reichssicherheitshauptamt, dort im Amt VI (Auslandsnachrichtendienst) zusammen mit Heinz Felfe und Hans Clemens Tätigkeit im Referat B 3 (Schweiz), nach 1945 zunächst Hilfsarbeiter, dann Büroleiter, seit 1949 Geschäftsführer in einem Bauunternehmen, 1951-1961 zusammen mit den BND-Angehörigen Felfe und Clemens Spionagetätigkeit für den sowjetischen Nachrichtendienst KGB, 1961 Verhaftung, 1963 Verfahren wegen Landesverrats vor dem Bundesgerichtshof und Verurteilung zu drei Jahren Haft, 1964 Entlassung.

Walter Ulbricht (1893-1973)

Seit 1912 Mitglied der SPD, seit 1920 der KPD, 1926-1929 MdL in Sachsen, 1927 Mitglied des Zentralkomitees der KPD, 1928-1933 MdR, 1933-1945 Emigration (Frankreich, Tschechoslowakei, Sowjetunion), dort in führenden Positionen in der Exil-KPD und der Komintern, 1946-1950 Mitglied des Zentralsekretariats des Parteivorstandes der SED, 1946-1950 Stellvertretender Vorsitzender der SED und Leiter der Abteilung Wirtschaft, Verwaltung und Kommunalpolitik, ab 1949 Mitglied der Volkskammer der DDR, 1949-1973 Mitglied des Politbüros des Parteivorstandes bzw. des Zentralkomitees der SED, 1949-1960 Stellvertretender Ministerpräsident bzw. (ab 1955) Erster Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates der DDR, 1950-1971 Generalsekretär bzw. (ab 1953) Erster Sekretär des Zentralkomitees der SED, ab Mai 1971 Vorsitzender der SED, 1960-1973 Vorsitzender des Staatsrates der DDR, 1960-1971 Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates.

Dr. Karl Weber (1898-1985)

Seit 1925 Rechtsanwalt in Koblenz, 1939-1945 Kriegsdienst, nach Kriegsende Mitbegründer der CDU in Rheinland-Pfalz, 1947 Präsident der Rechtsanwaltskammer Koblenz, 1949-1965 MdB, 1965 Bundesminister der Justiz, 1967-1974 Präsident der Bundesrechtsanwaltskammer.

Dr. Olivier Wormser (1913-1985)

Seit 1933 im diplomatischen Dienst Frankreichs, 1933 an der französischen Botschaft in Rom, 1934 im Kabinett des Ministers für überseeische Territorien, 1936 im Kabinett des Unter-Staatssekretärs im Außenministerium, 1938-1939 Dozent an der juristischen Fakultät der Universität Dijon, 1941 Anschluss an die Freien Französischen Streitkräfte und 1943 Mitglied im Nationalen Befreiungskomitee in London, 1945-1948 an der Botschaft in London, 1948-1966 im französischen Außenministerium, dort 1954-1966 Leiter der Wirtschafts- und Finanzabteilung, 1966-1968 Botschafter in Moskau, 1969-1974 Direktor der Banque de France, 1974-1977 Botschafter in Bonn, anschließend Tätigkeit in der Privatwirtschaft.

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