2.11.3 (k1966k): C. Afrika-Reise des Bundespräsidenten

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[C.] Afrika-Reise des Bundespräsidenten

Der Bundeskanzler bittet um rege Beteiligung der Kabinettsmitglieder beim Empfang des Bundespräsidenten anläßlich seiner Rückkehr aus Afrika 7. Er weist darauf hin, daß die Reise des Bundespräsidenten, insbesondere sein Auftreten in Mali, als großer politischer Erfolg zu werten sei 8. Das Kabinett stimmt dem zu. Nach Hinweis auf die negative Beurteilung der Reise im bayerischen Wahlkampf durch Bundesminister Dr. Dollinger und Erörterung anderer negativer öffentlicher Stimmen wird Staatssekretär v. Hase beauftragt, eine entsprechende Erklärung vor der Bundespressekonferenz abzugeben 9.

Fußnoten

7

Vom 21. Febr. bis 16. März 1966 besuchte Bundespräsident Lübke Kenia und die ehemaligen französischen Kolonien bzw. Mandatsgebiete Madagaskar, Kamerun, Togo, Mali und Marokko (Unterlagen in Nachlass Lübke N 1216/125 bis 127 und B 122/5332).

8

In ihrem gemeinsamen Kommuniqué vom 12. März 1966 erklärten Lübke und der malische Präsident Modibo Keita, dass die Wiedervereinigung beider deutscher Staaten wesentlich zur internationalen Entspannung beitragen würde und eine Lösung der Deutschlandfrage auf der Grundlage des Selbstbestimmungsrechtes der Völker gefunden werden müsse (Kommuniqué in Bulletin Nr. 35 vom 15. März 1966, S. 273, auch in DzD IV 12/1, S. 321 f.). - Dennoch war die Bundesregierung wegen der verstärkten wirtschaftlichen und politischen Aktivitäten Chinas in Mali und der intensiver werdenden Kontakte Malis zur DDR besorgt. Vgl. den Vermerk des Bundespräsidialamtes vom 14. Febr. 1966 in B 122/5332 sowie „Die Welt" vom 11. März 1966, S. 4.

9

Zu von Hases Erklärung vgl. „Frankfurter Allgemeine Zeitung" vom 16. März 1966, S. 3.

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