2.35.8 (k1966k): C. Redneraustausch mit der SBZ

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[C.] Redneraustausch mit der SBZ

Der Bundeskanzler verliest den Text eines von dem Zonenstaatsratsvorsitzenden Ulbricht an den Gewerkschaftskongreß der IG-Chemie-Papier-Keramik gerichteten Telegramms, in welchem Ulbricht seine Bereitschaft zur Fortsetzung des Redneraustausches erklärt 18. Der Bundeskanzler hebt hervor, daß es in dem Telegramm heiße: „Daß der Dialog nur auf dem Wege offizieller Verhandlungen zwischen den Organisationen zu einer Annäherung und Verständigung führen könne" 19.

Bundesminister Katzer berichtet über den Gewerkschaftskongreß der IG-Chemie, Bundesminister Dr. Gradl über den Berliner Gewerkschaftskongreß. Übereinstimmend weisen sie darauf hin, daß die Bestrebungen der SBZ dahin gehen, Kontakte auf breiter Basis herzustellen. Bundesminister Dr. Gradl warnt in diesem Zusammenhang vor unzulässigen Verallgemeinerungen mit Bezug auf die Gewerkschaften. Bundesminister Dr. Krone bringt zum Ausdruck, daß die SBZ möglicherweise ein neues Deutschlandgespräch in Gang setzen wolle. Der Bundeskanzler teilt diese Auffassung und erklärt, daß eine Erörterung über Grundsatzfragen der Deutschlandpolitik demnächst im Kabinett vorgesehen werden solle 20.

Fußnoten

18

Siehe 35. Sitzung am 13. Juli 1966 TOP A. - Zum Gewerkschaftskongress der IG Chemie, Papier, Keramik am 4. Sept. 1966 in Dortmund vgl. „Frankfurter Allgemeine Zeitung" vom 8. Sept. 1966, S. 1 und 4, Wortlaut des Telegramms vom 6. Sept. 1966 abgedruckt in DzD IV 12/2, S. 1314 f., vgl. auch die Pressedokumentation in B 136/6626.

19

Der Satz lautete: „Aber der Dialog kann nur auf dem Wege offizieller Verhandlungen zwischen den Organisationen zu einer Annäherung und Verständigung führen."

20

Fortgang 48. Sitzung am 14. Okt. 1966 TOP 2 (Fragen der Außen-, Verteidigungs- und Sicherheitspolitik, Deutschlandpolitik).

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