3.1.1 (k1966k): Der Bundeskanzler und die Bundesminister

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 19. 1966Mende besichtigt die Berliner MauerMünchen wird Austragungsort für die Olympischen Spiele 1972Die Autobahnbrücke über die Saale wird für den Verkehr freigegebenCDU/CSU und SPD nehmen Koalitionsverhandlungen auf

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Text

Der Bundeskanzler und die Bundesminister

Der Bundeskanzler

Dr. Ludwig Erhard (1897-1977)

1928-1942 wissenschaftlicher Assistent und Mitglied der geschäftsführenden Leitung des Instituts für Wirtschaftsbeobachtung der deutschen Fertigware, Nürnberg, 1942-1945 Leiter des Instituts für Industrieforschung, 1945-1946 Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, 1947 Honorarprofessor der Universität München, 1947-1948 Vorsitzender der Sonderstelle Geld und Kredit bei der Verwaltung für Finanzen des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1948-1949 Direktor der Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1949-1977 MdB (CDU), 1949-1963 Bundesminister für Wirtschaft, 1957-1963 zugleich Stellvertreter des Bundeskanzlers, 1963-1966 Bundeskanzler, 1966-1967 Bundesvorsitzender der CDU.

Seit 1. Dez. 1966:

Kurt Georg Kiesinger (1904-1988)

Ab 1935 Rechtsanwalt beim Kammergericht Berlin, 1940-1945 Rundfunkpolitische Abteilung des AA, dort 1943 stellvertretender Abteilungsleiter, 1945-1946 amerikanisches Internierungslager Ludwigsburg, ab 1948 Rechtsanwalt in Tübingen, 1948-1951 Geschäftsführer des CDU-Landesverbands Württemberg-Hohenzollern, 1949-1959 und 1969-1980 MdB, dort 1954-1959 Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten, 1956-1958 MdEP (CDU), 1958-1966 Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, 1960-1966 MdL Baden-Württemberg, 1963-1966 Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit, 1966-1969 Bundeskanzler, 1967-1971 Bundesvorsitzender der CDU.

Der Stellvertreter des Bundeskanzlers

Dr. Erich Mende (1916-1998)

1936-1945 Berufssoldat, 1945 Mitbegründer der FDP, 1950-1953 Dozent für Öffentliches Recht und Politische Wissenschaften an der Universität Köln, 1949-1980 MdB (FDP, 1970 CDU), dort 1949-1953 parlamentarischer Geschäftsführer, 1953-1957 stellvertretender und 1957-1963 Fraktionsvorsitzender, 1960-1968 Bundesvorsitzender der FDP, 1963-1966 Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen und Stellvertreter des Bundeskanzlers, 1967-1970 Deutschland-Manager der amerikanischen Investmentfirma IOS, 1970-1980 Tätigkeit als Wirtschaftsjurist für Bonn-Finanz/Deutscher Herold.

Seit 28. Okt. 1966 (mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt):

Dr.-Ing. Hans-Christoph Seebohm siehe Der Bundesminister für Verkehr

Seit 1. Dez. 1966:

Willy Brandt siehe Der Bundesminister des Auswärtigen

Der Bundesminister des Auswärtigen

Dr. Gerhard Schröder (1910-1989)

1933-1934 wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bonn, 1934-1936 Referent am Kaiser-Wilhelm-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, Berlin, 1936-1939 Anwaltsassessor, 1939-1945 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1945 Mitbegründer der CDU, 1945-1947 Persönlicher Referent des Oberpräsidenten der Nordrhein-Provinz, dann Referent im Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, 1947-1953 Rechtsanwalt und Abteilungsleiter der North German Iron and Steel Control bzw. (seit 1949) Stahltreuhändervereinigung, 1949-1980 MdB (CDU), dort 1952-1953 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1953-1961 Bundesminister des Innern, 1955-1978 Vorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises von CDU und CSU, 1961-1966 Bundesminister des Auswärtigen, 1966-1969 Bundesminister der Verteidigung, 1967-1973 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU, 1969-1980 Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages.

Seit 1. Dez. 1966:

Willy Brandt (1913-1992)

Mitglied der sozialistischen Jugendbewegung, 1931 Übertritt von der SPD zur SAP, 1933 Flucht über Dänemark nach Norwegen, 1940 nach Schweden, 1945 Korrespondent für skandinavische Zeitungen in Deutschland, 1947 Presseattaché an der norwegischen Vertretung (Militärmission) beim Alliierten Kontrollrat in Berlin, 1948 Vertretung des SPD-Vorstandes in Berlin und bei den alliierten Kontrollbehörden, Wiedereinbürgerung, 1949-1957, 1961 und 1969-1992 MdB (SPD), 1950-1969 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, 1955-1956 dessen Präsident, 1957-1966 Regierender Bürgermeister von Berlin, 1964-1987 Vorsitzender der SPD, 1966-1969 Bundesminister des Auswärtigen, 1969-1974 Bundeskanzler, 1976-1992 Vorsitzender der Sozialistischen Internationale.

Der Bundesminister des Innern

Paul Lücke (1914-1976)

Nach Schlosserlehre und Tätigkeit in der katholischen Jugendbewegung 1935-1945 Wehr- und Kriegsdienst, 1945 Mitbegründer der CDU im Oberbergischen Kreis, 1947-1949 Amtsdirektor von Engelskirchen, 1949-1972 MdB, dort 1950-1957 Vorsitzender des Ausschusses für Wiederaufbau und Wohnungswesen, 1954-1965 Präsident des Deutschen Gemeindetages, 1957-1965 Bundesminister für Wohnungsbau bzw. (seit 1961) für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung, 1965-1968 Bundesminister des Innern, 1969-1976 Leiter der Deutschen Wohnungsgesellschaft in Köln.

Der Bundesminister der Justiz

Dr. Richard Jaeger (1913-1998)

1933-1939 Tätigkeit in der katholischen Jugend- und Studentenbewegung, 1939-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1947-1948 Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus, 1948-1949 Oberbürgermeister von Eichstätt, 1949-1980 MdB (CSU), dort 1952-1953 Vorsitzender des Ausschusses zum Schutz der Verfassung, 1953-1965 Vorsitzender des Ausschusses für Fragen der europäischen Sicherheit bzw. ab 1956 des Ausschusses für Verteidigung, 1953-1965 und 1967-1976 Vizepräsident des Deutschen Bundestages, 1965-1966 Bundesminister der Justiz, 1957-1990 Präsident der Deutschen Atlantischen Gesellschaft, 1984-1990 Leiter der deutschen Delegation bei der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen in Genf.

Seit 1. Dez. 1966:

Dr. Dr. Gustav W. Heinemann (1899-1976)

Seit 1926 Anwaltstätigkeit, 1928-1949 zugleich Justitiar bzw. (seit 1936) Vorstandsmitglied der Rheinischen Stahlwerke AG in Essen, 1945-1967 Mitglied des Rates der EKD, 1946-1949 Oberbürgermeister von Essen, 1946-1950 MdL Nordrhein-Westfalen (CDU), 1947-1948 Justizminister des Landes Nordrhein-Westfalen, 1949-1950 Bundesminister des Innern, 1949-1955 Präses der Synode der EKD, 1951 Gründer der Notgemeinschaft für den Frieden Europas, 1952 Austritt aus der CDU und Gründung der Gesamtdeutschen Volkspartei (GVP), 1957 nach deren Auflösung Anschluss an die SPD, 1957-1969 MdB, dort 1965 Vorsitzender des Sonderausschusses Parteiengesetz, 1966-1969 Bundesminister der Justiz, 1969-1974 Bundespräsident.

Der Bundesminister der Finanzen

Dr. Rolf Dahlgrün (1908-1969)

Seit 1936 Leiter der Rechtsabteilung der Phoenix-Gummiwerke AG, Hamburg, 1939-1945 Kriegsdienst als Heimatflakkanonier auf dem Gelände der Phoenix-Werke, seit 1949 Mitglied der FDP, 1953-1957 Mitglied der Hamburger Bürgerschaft, dort Vorsitzender des Haushaltsausschusses, 1957-1969 MdB (FDP), dort 1961-1963 Leiter des Wirtschaftsausschusses, 1962-1966 Bundesminister der Finanzen.

Seit 28. Okt. 1966 (mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt):

Kurt Schmücker siehe Der Bundesminister für Wirtschaft

Seit 1. Dez. 1966:

Franz Josef Strauß (1915-1988)

1939-1945 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1946-1949 Landrat in Schongau, 1948-1953 Generalsekretär der CSU, 1948-1949 Mitglied des Wirtschaftsrates des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1949-1978 MdB, dort 1949-1953 geschäftsführender Vorsitzender der CSU-Landesgruppe und stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, 1953-1957 und 1963-1966 Vorsitzender der CSU-Landesgruppe, 1952-1961 stellvertretender Vorsitzender der CSU, 1953-1955 Bundesminister für besondere Aufgaben, 1955-1956 Bundesminister für Atomfragen, 1956-1962 Bundesminister für bzw. (ab 1961) der Verteidigung, 1961-1988 Vorsitzender der CSU, 1966-1969 Bundesminister der Finanzen, 1978-1988 MdL Bayern und Bayerischer Ministerpräsident.

Der Bundesminister für Wirtschaft

Kurt Schmücker (1919-1996)

1938-1940 Tätigkeit als Buchdrucker bei den „Oldenburgischen Nachrichten", 1940-1946 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, Übernahme der elterlichen Druckerei, 1949-1972 MdB (CDU), dort 1959-1961 Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses, 1956-1966 Vorsitzender der CDU-Mittelstandsvereinigung, 1963-1966 Bundesminister für Wirtschaft, 1966 (8. Nov.-1. Dez.) zugleich Bundesminister der Finanzen, 1966-1969 Bundesschatzminister, 1968-1971 Bundesschatzmeister der CDU, 1972-1986 Bürgermeister von Löningen (Oldenburg).

Seit 1. Dez. 1966:

Prof. Dr. Karl Schiller (1911-1994)

Nach dem Studium der Volkswirtschaft und Soziologie in Kiel, Frankfurt am Main, Berlin und Heidelberg 1934-1935 Assistent an der Universität Heidelberg, ab 1935 beim Institut für Weltwirtschaft, Kiel, dort ab 1936 Leiter der Forschungsgruppe Marktordnung und Außenwirtschaft, 1941-1945 Kriegsdienst und 1944 Berufung an die Universität Rostock, 1945-1946 Leiter der Hamburger Außenstelle des Instituts für Weltwirtschaft, seit 1946 Mitglied der SPD, 1946 Gastprofessor an der Universität Kiel, seit 1947 Professor für Volkswirtschaftslehre und Direktor des Instituts für Außenhandel und Überseewirtschaft an der Universität Hamburg, dort 1956-1958 Rektor, seit 1947 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats bei der Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebietes bzw. ab 1949 beim BMWi, 1948-1953 Senator für Wirtschaft und Verkehr der Freien und Hansestadt Hamburg, 1949-1957 Mitglied der Hamburger Bürgerschaft, 1961-1965 Senator für Wirtschaft in Berlin, 1962-1972 Mitglied des Parteivorstands und ab 1966 Mitglied des Präsidiums der SPD, 1965-1972 MdB, dort stellvertretender Vorsitzender und wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion, 1966-1971 Bundesminister für Wirtschaft, 1971-1972 Bundesminister für Wirtschaft und Finanzen, 1972 Austritt aus der SPD, 1973-1979 Präsident des Verwaltungsrates der privaten Entwicklungsgesellschaft für Mittel- und Südafrika EDESA (Economic Development Corporation for Equatorial and Southern Africa), 1980 erneut Eintritt in die SPD.

Der Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Hermann Höcherl (1912-1989)

1940-1945 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1948-1949 Rechtsanwalt in Regensburg, 1949 Eintritt in die CSU, 1950-1951 Staatsanwalt in Deggendorf, 1951-1953 Amtsgerichtsrat in Regensburg, 1953-1976 MdB, dort 1957-1961 Vorsitzender der Landesgruppe der CSU und stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1961-1965 Bundesminister des Innern, 1965-1969 Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, 1969-1972 stellvertretender Vorsitzender der Landesgruppe der CSU und erneut stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Vorsitzender des Vermittlungsausschusses.

Der Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung

Hans Katzer (1919-1996)

1929 Mitglied des Katholischen Jugendbundes Neudeutschland, 1939-1945 Kriegsdienst, 1945 Mitbegründer der CDU, 1945-1949 Arbeitsamt Köln, 1950-1957 Stadtrat in Köln, 1950-1977 Hauptgeschäftsführer bzw. (ab 1963) Vorsitzender der Sozialausschüsse der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), 1957-1980 MdB (CDU), dort 1961-1965 Vorsitzender des Ausschusses für wirtschaftlichen Besitz des Bundes, 1965-1969 Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, 1969-1980 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1969-1980 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU.

Der Bundesminister der Verteidigung

Kai-Uwe von Hassel (1913-1997)

1951-1955 und 1964-1975 stellvertretender, 1955-1964 Landesvorsitzender der CDU in Schleswig-Holstein, 1950-1965 MdL Schleswig-Holstein, 1954-1963 Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, 1953-1954 und 1965-1980 MdB, 1956-1969 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU, 1963-1966 Bundesminister der Verteidigung, 1966-1969 Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, 1969-1972 Präsident und 1972-1976 Vizepräsident des Deutschen Bundestages, 1977-1980 Präsident der Parlamentarischen Vertretung der WEU, 1979-1984 MdEP.

Seit 1. Dez. 1966:

Dr. Gerhard Schröder siehe Der Bundesminister des Auswärtigen

Der Bundesminister für Verkehr

Dr.-Ing. Hans-Christoph Seebohm (1903-1967)

1931-1950 Tätigkeit in verschiedenen leitenden Funktionen im Bergbau und in der Industrie, 1946-1951 MdL Niedersachsen, 1946-1948 Niedersächsischer Minister für Aufbau und Arbeit bzw. (ab 1947) für Arbeit, Aufbau und Gesundheitswesen, 1947-1963 Präsident der Industrie- und Handelskammer Braunschweig, 1948-1949 Mitglied des Parlamentarischen Rates (DP), 1949-1967 MdB (DP, 1957 DP/FVP, 1957 DP, 1960 fraktionslos, 1960 CDU), 1949-1966 Bundesminister für Verkehr, 1959-1967 Sprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft, 1964-1967 Vorsitzender des CDU-Landesverbandes Hannover, 1967 Bundesschatzmeister der CDU.

Seit 1. Dez. 1966:

Georg Leber (geb.1920)

Nach kaufmännischer Ausbildung 1939-1945 Kriegsdienst, anschließend Ausbildung zum Maurer, 1947 Eintritt in die SPD und den DGB, 1949-1952 Sekretär der Baugewerkschaft Limburg (Lahn), 1952-1955 Redakteur der Gewerkschaftszeitung „Der Grundstein", seit 1953 Mitglied der Hauptvorstände der Industriegewerkschaft Bau-Steine-Erden und des DGB, 1955-1957 Zweiter und 1957-1966 Erster Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bau-Steine-Erden, 1953-1966 Mitglied des Geschäftsführenden Vorstandes des Internationalen Bundes der Bau- und Holzarbeiter, 1957-1983 MdB, 1958-1959 MdEP, 1961-1986 Mitglied des Vorstandes der SPD, 1966-1972 Bundesminister für Verkehr bzw. 1969-1972 Bundesminister für Verkehr und für das Post- und Fernmeldewesen, 1972-1978 Bundesminister der Verteidigung, 1979-1983 Vizepräsident des Deutschen Bundestages.

Der Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen

Richard Stücklen (1916-2002)

Elektroingenieur, 1940-1943 Kriegsdienst, 1949-1990 MdB (CSU), dort 1953-1957 geschäftsführender und 1966-1976 Vorsitzender der Landesgruppe der CSU sowie 1953-1957 und 1967-1976 stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, 1953-1957 Vorsitzender des Ausschusses für Sonderfragen des Mittelstandes, 1957-1966 Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen, 1976-1979 Vizepräsident, 1979-1983 Präsident, 1983-1990 erneut Vizepräsident des Deutschen Bundestages.

Seit 1. Dez. 1966:

Dr. Werner Dollinger

1943-1945 Kriegsdienst, nach Kriegsende Mitbegründer der CSU, seit 1946 Leitung einer Ziegelei, 1946-1964 Stadtrat in Neustadt/Aisch (CSU), 1953-1990 MdB, 1957-1961 und 1969-1976 stellvertretender, 1961-1962 Vorsitzender der CSU-Landesgruppe, 1961-1962 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1980-1982 Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, 1956-1958 Mitglied der Gemeinsamen Versammlung der EGKS, seit 1957 Mitglied des geschäftsführenden Landesvorstandes bzw. Präsidiums der CSU, 1964-1987 stellvertretender Vorsitzender der CSU, 1962-1966 Bundesschatzminister, 1966 (November-Dezember) auch Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, 1966-1969 Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen, 1971-1991 Mitglied der Synode der EKD, 1975-1993 Vorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises der CSU und stellvertretender Bundesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises von CDU und CSU, 1982-1987 Bundesminister für Verkehr.

Der Bundesminister für Wohnungswesen und Städtebau

Dr. Ewald Bucher (1914-1991)

1941-1945 Kriegsdienst und amerikanische Kriegsgefangenschaft, 1945 Rechtsanwalt, aufgrund Entnazifizierungsverfahrens 18 Monate Berufsverbot, 1951 Geschäftsführer des Landesverbandes der württembergischen Gewerbe- und Handelsvereine, 1953-1969 MdB (FDP), dort 1956-1961 Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion, 1957-1962 stellvertretender Vorsitzender des Rechtsausschusses, 1962-1965 Bundesminister der Justiz, 1964 Kandidat für die Wahl zum Bundespräsidenten, 1965-1966 Bundesminister für Wohnungswesen und Städtebau, 1971-1987 Vorsitzender des Deutschen Verbandes für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung, 1972 Austritt aus der FDP, 1983 Eintritt in die CDU.

Seit 28. Okt. 1966 (mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt):

Dr. Bruno Heck siehe Der Bundesminister für Familie und Jugend

Seit 1. Dez. 1966:

Dr. Lauritz Lauritzen (1910-1980)

1929 Mitglied der SPD, 1937-1945 Reichsstelle für Chemie, 1945 Magistrat der Stadt Berlin, Landratsamt Rendsburg, Leiter der Präsidialkanzlei beim Oberpräsidenten der Provinz Schleswig-Holstein, 1946-1950 Landesdirektor im Ministerium des Innern des Landes Schleswig-Holstein, 1951-1954 Niedersächsisches Innenministerium, 1954-1963 Oberbürgermeister der Stadt Kassel, 1963-1966 Hessischer Minister der Justiz und für Bundesangelegenheiten (Bevollmächtigter des Landes Hessen beim Bund), 1966-1967 MdL Hessen, 1966-1972 Bundesminister für Wohnungswesen und Städtebau bzw. (seit 1969) für Städtebau und Wohnungswesen, 1969-1980 MdB, 1972 (Juli-Dez.) zusätzlich Bundesminister für Verkehr und für das Post- und Fernmeldewesen, 1972-1974 Bundesminister für Verkehr

Der Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte

Dr. Johann Baptist Gradl (1904-1988)

1926-1930 Redaktionstätigkeit bei der Zentrums-Zeitung „Germania" in Berlin, 1931-1945 Mitglied der Geschäftsführung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes bzw. (ab 1938) der Reichsgruppe Banken, 1945 Mitbegründer der CDU in Berlin, seit 1947 Verleger der Zeitung „Der Tag", 1954 Gründungsmitglied des Kuratoriums „Unteilbares Deutschland", 1957-1980 MdB, dort 1957-1965 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für gesamtdeutsche und Berliner Fragen, 1969-1972 Vorsitzender des Ausschusses für innerdeutsche Beziehungen, 1958-1975 Vorsitzender des Forschungsbeirats für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands, 1965-1966 Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, 1970-1987 Vorsitzender der Exil-CDU, 1973-1987 Vorsitzender des Geschäftsführenden Präsidiums des Kuratoriums „Unteilbares Deutschland".

Seit 1. Dez. 1966:

Kai-Uwe von Hassel siehe Der Bundesminister der Verteidigung

Der Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen

Dr. Erich Mende siehe Der Stellvertreter des Bundeskanzlers

Seit 28. Okt. 1966 (mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt):

Dr. Johann Baptist Gradl siehe Der Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte

Seit. 1. Dez. 1966:

Herbert Wehner (1906-1990)

1927-1942 Mitglied der KPD, 1930-1931 MdL Sachsen, 1933-1935 illegale Tätigkeit für die KPD in Deutschland, ab 1935 Emigration und Mitglied des Zentralkomitees der Exil-KPD und der Komintern, 1937-1941 Aufenthalt in Moskau, 1941 im Auftrag der Komintern in Schweden, 1942-1944 dort Inhaftierung und Verurteilung zu einer einjährigen Haftstrafe, Ausschluss aus der KPD, 1944-1946 Tätigkeit als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter in Schweden, 1946 Rückkehr nach Deutschland, Mitglied des Landesvorstandes der SPD in Hamburg, 1949-1983 MdB, dort 1949-1966 Vorsitzender des Ausschusses für gesamtdeutsche und Berliner Fragen, 1966-1969 Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, 1958-1973 stellvertretender Parteivorsitzender, 1969-1983 Fraktionsvorsitzender.

Der Bundesminister für Angelegenheiten des Bundesrates und der Länder

Alois Niederalt (1911-2004)

1939-1940 Landratsamt Wolfratshausen, 1940-1942 Leiter der Landratsaußenstelle Bad Reichenhall und staatlicher Badekommissar, 1942-1945 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1947-1949 Landratsämter Laufen (Oberbayern) und Traunstein, 1949-1953 Bayerische Staatskanzlei, Dienststelle des Bevollmächtigten Bayerns beim Bund in Bonn, dort zuletzt Vertreter des Bevollmächtigten, 1953-1969 MdB (CSU), dort 1961-1962 stellvertretender Vorsitzender der CSU-Landesgruppe, 1962-1966 Bundesminister für Angelegenheiten des Bundesrates und der Länder.

Seit 1. Dez. 1966:

Prof. Dr. Carlo Schmid (1896-1979)

1924-1925 Rechtsanwalt in Reutlingen, 1925 Eintritt in den württembergischen Justizdienst am Amtsgericht Tübingen, 1927-1928 beurlaubt zum Kaiser-Wilhelm-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Berlin, ab 1929 Lehrtätigkeit als Völkerrechtler an der Universität Tübingen, seit 1931 Landgerichtsrat in Tübingen, 1940-1945 Kriegsverwaltungsrat bei der Oberfeldkommandantur in Lille, 1945-1946 Vorsitzender des Staatssekretariats und Landesdirektor für Justiz sowie für Kultus, Erziehung und Kunst in Württemberg-Hohenzollern, dort 1946-1947 Präsident des Staatssekretariats und Staatssekretär für Justiz, 1947-1950 stellvertretender Staatspräsident und Justizminister, 1947-1972 Mitglied des SPD-Vorstandes, 1948-1949 Mitglied des Parlamentarischen Rats, dort Fraktionsvorsitzender der SPD und Vorsitzender des Hauptausschusses, 1949-1972 MdB, dort 1949-1953 Vorsitzender des Ausschusses für Besatzungsstatut und auswärtige Angelegenheiten, 1949-1966 und 1969-1972 Vizepräsident des Deutschen Bundestages, 1953-1967 Professor für Politische Wissenschaften an der Universität Frankfurt am Main, 1963-1966 Präsident der Versammlung der WEU, 1966-1969 Bundesminister für Angelegenheiten des Bundesrates und der Länder.

Der Bundesminister für Familie und Jugend

Dr. Bruno Heck (1917-1989)

1938-1945 Wehr- bzw. Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1950-1952 Kultusministerium des Landes Württemberg-Hohenzollern, 1952-1958 Bundesgeschäftsführer der CDU, 1957-1976 MdB, dort 1957-1961 Vorsitzender des Ausschusses für Kulturpolitik und Publizistik, 1962-1968 Bundesminister für Familien- und Jugendfragen bzw. seit Herbst 1963: für Familie und Jugend, 1967-1971 Generalsekretär der CDU, 1961 Verwaltungsratsvorsitzender der Deutschen Welle, 1968-1989 Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Der Bundesminister für wissenschaftliche Forschung

Dr. Gerhard Stoltenberg (1928-2001)

1954-1957 MdL Schleswig-Holstein (CDU), 1955-1961 Bundesvorsitzender der Jungen Union Deutschlands, 1957-1971 und 1983-1998 MdB (CDU), 1965-1969 Bundesminister für wissenschaftliche Forschung, 1969-1971 Leiter der Stabsabteilung Wirtschaftspolitik bei der Friedrich Krupp GmbH, Essen, 1971-1982 Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, 1971-1989 Landesvorsitzender der CDU in Schleswig-Holstein, 1982-1989 Bundesminister der Finanzen, 1989-1992 Bundesminister der Verteidigung, 1992-1995 Koordinator für die deutsch-französische Zusammenarbeit.

Der Bundesschatzminister

Dr. Werner Dollinger siehe Der Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen

Seit 1. Dez. 1966:

Kurt Schmücker siehe Der Bundesminister für Wirtschaft

Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit

Walter Scheel (geb. 1919)

1939-1945 Kriegsdienst, 1945-1953 Tätigkeit bei den Stahlwerken Solingen, zuletzt als Prokurist und Geschäftsführer, 1950-1953 MdL Nordrhein-Westfalen (FDP), 1953-1961 selbstständiger Wirtschaftsberater bzw. seit 1958 Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts „Intermarket" und der Finanzfirma „Interfinanz", 1953-1974 MdB, 1956-1961 MdEP, 1961-1966 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, 1967-1969 Vizepräsident des Deutschen Bundestages, 1968-1974 Bundesvorsitzender der FDP, 1969-1974 Bundesminister des Auswärtigen und Stellvertreter des Bundeskanzlers, 1974-1979 Bundespräsident.

Seit 28. Okt. 1966 (mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt):

Dr. Werner Dollinger siehe Der Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen

Seit. 1. Dez. 1966:

Hans-Jürgen Wischnewski (1922-2005)

1941-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, anschließend Tätigkeit in der Metallindustrie und Mitglied der IG Metall, 1953-1959 hauptberuflicher Gewerkschaftssekretär bei der IG Metall, 1946 Eintritt in die SPD, 1957-1990 MdB (SPD), 1961-1965 MdEP, 1966-1968 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, 1974-1976 und 1982 Parlamentarischer Staatssekretär, bzw. ab 1974 Staatsminister im AA, 1976-1979 und 1982 Staatsminister im Bundeskanzleramt und Bevollmächtigter der Bundesregierung in Berlin, 1959-1961 Bundesvorsitzender der Jungsozialisten, 1968-1972 Bundesgeschäftsführer der SPD, 1970-1985 Mitglied des Parteivorstandes, 1984-1985 Bundesschatzmeister, 1964-1966 und 1970-1971 Präsident des Kuratoriums der deutschen Stiftung für Entwicklungshilfe, 1986-1996 Vorsitzender des Mittelost-Ausschusses der Sozialistischen Internationalen, 1964-1966 Präsident der Deutsch-Algerischen Gesellschaft, 1970-1971 Mitglied des Präsidiums der Deutsch-Tunesischen Gesellschaft, 1966-2002 Mitglied der Deutsch-Arabischen Gesellschaft und zeitweise deren Präsident, wiederholte Vermittlertätigkeit bei diplomatischen Sondermissionen u.a. im Oktober 1977 bei der Entführung der Lufthansa-Maschine "Landshut" nach Mogadischu (Somalia).

Der Bundesminister für Gesundheitswesen

Dr. Elisabeth Schwarzhaupt (1901-1986)

Nach Lehrerinnenexamen (1920) und Studium der Rechtswissenschaften 1930-1932 Beratertätigkeit an der städtischen Rechtsschutzstelle für Frauen in Frankfurt am Main, 1932-1933 beauftragte Richterin an Gerichten in Frankfurt am Main und Dortmund, 1934-1936 juristische Mitarbeiterin beim Reichsbund der Kapital- und Kleinrentner in Berlin, seit 1936 juristische Tätigkeit in zentralen Dienststellen der Evangelischen Kirche, insbesondere 1936-1947 bei der Kanzlei der Deutschen Evangelischen Kirche in Berlin bzw. (ab 1945) Frankfurt am Main und 1948-1953 im Kirchlichen Außenamt der EKD in Frankfurt am Main, zuletzt als Oberkirchenrätin und Geschäftsführerin der Evangelischen Frauenarbeit, 1953-1969 MdB (CDU), dort 1957-1961 stellvertretende Fraktionsvorsitzende, 1961-1966 Bundesministerin für Gesundheitswesen, 1970-1972 Präsidentin des Deutschen Frauenrates.

Seit 1. Dez. 1966:

Käte Strobel (1907-1996)

1923-1938 kaufmännische Angestellte bei der Landesorganisation und den Genossenschaften des bayerischen Obst- und Gartenbaus, seit 1920 Mitglied der Sozialistischen Jugend Deutschlands - Die Falken, 1932-1933 Mitglied des Vorstandes der Reichsarbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde Deutschlands und bis 1933 Landesvorsitzende in Bayern, 1925 Eintritt in die SPD, 1945-1947 erneut kaufmännische Tätigkeit, daneben Mitarbeit beim Aufbau der Frauenarbeit der SPD Frankens, ab 1947 deren Vorsitzende, 1958-1971 Mitglied des Parteivorstandes, 1966-1970 des Präsidiums der SPD, 1949-1972 MdB (SPD), 1. Dezember 1966-1969 Bundesministerin für Gesundheitswesen, 1969-1972 Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit, 1958-1967 MdEP, 1962-1964 dessen Vizepräsidentin, 1964-1967 Vorsitzende der Sozialistischen Fraktion im Europaparlament, 1972-1978 Mitglied des Stadtrates von Nürnberg, 1981-1989 Vorsitzende des SPD-Seniorenrates.

Der Bundesminister für die Angelegenheiten des Bundesverteidigungsrates (bis 1. Dez. 1966)

Dr. Heinrich Krone (1895-1989)

1923-1933 stellvertretender Generalsekretär der Deutschen Zentrumspartei und Vorsitzender des Reichsverbandes der Windthorstbunde, 1925-1933 MdR, 1934-1945 Mitbegründer und Geschäftsführer des Caritas-Notwerkes, 1945 Mitbegründer der CDU in Berlin und 1947-1951 Mitglied des Landesvorstandes der Berliner CDU, 1949-1969 MdB (CDU), dort 1951-1955 Geschäftsführer und 1955-1961 Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, 1958-1964 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU, 1961-1964 Bundesminister für besondere Aufgaben, 1964-1966 Bundesminister - Der Vorsitzende des Bundesverteidigungsrates bzw. (ab 1965) Bundesminister für die Angelegenheiten des Bundesverteidigungsrates.

Der Bundesminister für besondere Aufgaben, Der Chef des Bundeskanzleramtes

Dr. Ludger Westrick (1894-1990)

1921-1933 Tätigkeit in der Holzindustrie, nach Gründung der Vereinigten Stahlwerke AG Prokurist bei der Stahlunion-Export GmbH, seit 1933 bei der Vereinigten Aluminium-Werke AG, seit 1939 deren Vorstandsvorsitzender, seit Juni 1945 gleichzeitig Vorstandsmitglied bei der VIAG (Vereinigte Industrie-Unternehmen AG), seit 1947 deren Zentraltreuhänder, 1948-1951 Finanzdirektor der Deutschen Kohlenbergbauleitung, 1951-1963 Staatssekretär im BMWi, 1963-1964 Staatssekretär des Bundeskanzleramtes, 1964-1966 Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes.

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