3.3 (k1966k): Sonstige 1966 erwähnte Personen

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 19. 1966Mende besichtigt die Berliner MauerMünchen wird Austragungsort für die Olympischen Spiele 1972Die Autobahnbrücke über die Saale wird für den Verkehr freigegebenCDU/CSU und SPD nehmen Koalitionsverhandlungen auf

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Sonstige 1966 erwähnte Personen

Pjotr Andrejewitsch Abrassimow (1912-2009)

1961-März 1986 Mitglied des ZK der KPdSU, 1962-1971 Botschafter in Ost-Berlin, 1971-1973 in Paris, 1972-1973 zusätzlich in Madagaskar, 1973-1975 Leiter der Abteilung „Sozialistisches Ausland" des ZK der KPdSU, 1975-1983 erneut Botschafter in Ost-Berlin, 1983-1985 Vorsitzender des Staatskomitees für Auslandstouristik, 1985-1986 Botschafter in Tokio.

Konrad Adenauer (1876-1967)

1901 Eintritt in die Zentrumspartei, 1917-1933 Oberbürgermeister von Köln, 1921-1933 Mitglied und Präsident des Preußischen Staatsrates, bis 1933 Mitglied des Reichsvorstandes der Zentrumspartei, 1933 Entlassung aus allen Ämtern, 1945 erneut Oberbürgermeister von Köln, 1946-1948 Mitglied des Zonenbeirates für die britische Besatzungszone, 1946-1950 MdL Nordrhein-Westfalen (CDU), dort 1946-1949 Fraktionsvorsitzender, 1946-1950 Vorsitzender des Zonenverbandes der CDU in der britischen Zone, 1948-1949 Präsident des Parlamentarischen Rates, 1949-1967 MdB, 1949-1963 Bundeskanzler, 1951-1955 zugleich Bundesminister des Auswärtigen, 1950-1966 Bundesvorsitzender der CDU.

Hans Wolfgang Bading (1901-1981)

1922-1926 Studium der Landwirtschaft, 1926-1928 Preußische Hauptlandwirtschaftskammer, 1929-1930 Reichsforschungsstelle für das landwirtschaftliche Marktwesen, 1930-1933 Forschungsstelle für Wirtschaftspolitik, 1934-1939 Reichsstelle für Garten- und Weinbauerzeugnisse, 1939-1945 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1941-1942 Kriegsdienst, 1942-1944 abgeordnet zum Reichskommissariat Ostland, 1944-1945 Regierungspräsidium Lüneburg, 1945-1952 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1947-1951 Zentralamt für Ernährung und Landwirtschaft in der Britischen Zone bzw. der Verwaltung für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, seit 1929 Mitglied der SPD, 1957-1969 MdB (SPD), 1961-1969 Mitglied des Beirates der Bundesregierung für handelspolitische Vereinbarungen, 1964-1970 MdEP, 1947 Gründungsmitglied der Agrarsozialen Gesellschaft e.V. und deren langjähriges Kuratoriumsmitglied, 1970-1976 Vertreter des DGB im Wirtschaftsausschuss für Außenhandelsfragen beim BML.

Dr. Edmund Banaschewski (1907-1992)

Studium der Soziologie, Geschichte, Psychologie, Zeitungswissenschaften und Volkswirtschaft, Tätigkeit in verschiedenen Verlagen, 1929 Gründung eines eigenen Werk-Verlags, München, 1955-1970 Vorsitzender des Verbandes Bayerischer Zeitschriftenverleger, 1970-1971 Präsident des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger.

Dr. Hans Bausch (1921-1991)

1940-1945 Kriegsdienst, 1945-1948 Studium der Geschichte, Politikwissenschaften, Philosophie und Kunstgeschichte, 1948-1950 Ressortleiter bei der „Schwäbischen Post", 1950-1956 Ressortleiter beim Südwestfunkstudio Tübingen, 1956-1958 MdL Baden-Württemberg (CDU), 1958-1990 Intendant des Süddeutschen Rundfunks, 1961, 1962, 1980, 1982 Vorsitzender der ARD, 1960-1973 Vorsitzender des Kuratoriums der Deutschen Journalistenschule München, 1967-1985 Leiter der ARD-Delegation des Koordinierungsausschusses ARD/ZDF, 1967-1989 Vorsitzender der ARD/ZDF-Kommission für Fragen der Programm- und Medienforschung (Medienkommission).

Johannes R. Becher (1891-1958)

1918 nach Studienabbruch freier Schriftsteller, Mitarbeiter der Zeitschriften "Aktion" und "Die neue Kunst", 1917 Mitglied der USPD, 1918 des Spartakusbundes, 1919 der KPD, 1928 Mitbegründer und Erster Sekretär des "Bundes proletarisch-revolutionärer Schriftsteller", gleichzeitig Herausgeber von dessen Zeitschrift "Die Linkskurve", 1932 Feuilleton-Redakteur des Zentralorgans der KPD "Die Rote Fahne", 1933 Emigration über Prag nach Paris, 1935 nach Moskau, dort bis 1945 Chefredakteur der Exilzeitschrift "Internationale Literatur - Deutsche Blätter", 1937 Vorsitzender der deutschen Sektion des sowjetischen Schriftstellerverbandes, 1943 Mitbegründer des Nationalkomitees "Freies Deutschland", 1945 Rückkehr nach Deutschland, Mitbegründer und bis zu seinem Tode 1958 Präsident des "Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands", 1946 Mitglied des Parteivorstandes bzw. ab 1950 des Zentralkomitees (ZK) der SED, Mitbegründer des Aufbau-Verlages und der Zeitschrift "Sinn und Form", 1949 Textautor der DDR-Nationalhymne, ab 1950 Abgeordneter der Volkskammer der DDR und Gründungsmitglied der Deutschen Akademie der Künste, 1953-1956 deren Präsident, 1954-1958 Minister für Kultur der DDR.

Prof. Hellmut Becker (1913-1993)

1945-1963 Tätigkeit als Rechtsanwalt (mit Schwerpunkt der Beratung kultureller Organisationen), 1961 Mitgründer, 1963 Gründungsdirektor und bis 1981 (Emeritierung) Direktor des Instituts für Bildungsforschung in der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin, bzw. ab 1971 des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, 1966-1975 Mitglied der Bildungskommission des Deutschen Bildungsrates, gleichzeitig u. a. langjähriges Mitglied des Beirates für kulturpolitische Fragen des AA, der Deutschen UNESCO-Kommission und des Kuratoriums des Deutsch-französischen Jugendwerks sowie Präsident des Deutschen Volkshochschulverbandes.

David Ben Gurion (1886-1973)

Mitbegründer und 1921-1934 Generalsekretär der jüdischen Gewerkschaft Histadrut in Palästina, 1930-1965 Vorsitzender der Arbeiterpartei Mapai, 1935-1948 Vorsitzender der Jewish Agency for Palestine, 1948-1953 und 1955-1963 israelischer Ministerpräsident, zugleich mehrfach Verteidigungsminister.

Asher Ben Natan (geb. 1921)

1938 Emigration von Österreich nach Palästina, 1945-1947 nach Rückkehr nach Österreich dort Leiter der Organisation "Bricha" (Hilfe für überlebende europäische Juden bei der Ausreise bzw. der illegalen Einreise nach Palästina), 1947 Rückkehr nach Israel und Tätigkeit in einem Kibbuz, persönlicher Referent David Ben Gurions, 1948-1951 israelisches Außenministerium, 1951-1953 Studium in der Schweiz, 1953-1956 Direktor der Incode-Fleischexportgesellschaft in Eritrea (Afrika), 1956-1959 Beauftragter des israelischen Verteidigungsministeriums in Europa und Leiter der Einkaufskommission für militärischen Bedarf in Paris, 1959-1965 Generaldirektor des Verteidigungsministeriums, 1965-1969 israelischer Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland, 1970-1975 Botschafter in Frankreich, 1975-1977 politischer Berater des israelischen Verteidigungsministers, seit 1992 Botschafter für besondere Aufgaben.

Ernst Benda (1925-2009)

1943-1946 Reichsarbeitsdienst, Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946-1951 Studium der Rechtswissenschaften sowie der Journalistik und Politischen Wissenschaften, 1951-1955 Juristischer Vorbereitungsdienst, 1955-1971 Tätigkeit als Rechtsanwalt, 1946 Eintritt in die CDU, 1952-1954 Vorsitzender der Jungen Union in Berlin, 1955-1957 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, 1957-1971 MdB (CDU), 1967-1968 Parlamentarischer Staatssekretär beim BMI, 1968-1969 Bundesminister des Innern, 1969-1971 Mitglied des Vorstandes der CDU/CSU Fraktion, 1971-1983 Präsident des Bundesverfassungsgerichts, seit 1978 Honorarprofessor an der Universität Trier, 1984-1993 Professor für Öffentliches Recht mit Schwerpunkt Verfassungsrecht an der Universität Freiburg i. Br., 1967-1970 Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, 1995 Präsident des 26. Deutschen Evangelischen Kirchentages.

Otto Fürst von Bismarck (-Schönhausen) (1815-1898)

1832-1838 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1839-1847 Tätigkeit auf den familieneigenen Gütern, 1847-1848 konservatives Mitglied des preußischen Vereinigten Landtags, seit 1849 der Zweiten Kammer des preußischen Landtags und 1850 des Erfurter Unionsparlaments, 1851-1859 preußischer Gesandter am Bundestag des Deutschen Bundes in Frankfurt am Main, 1859-1862 Gesandter in Petersburg, 1862 in Paris, 1862-1890 preußischer Ministerpräsident, zugleich preußischer Minister der auswärtigen Angelegenheiten, 1867-1871 zugleich Kanzler des Norddeutschen Bundes (Bundeskanzler), 1871-1890 zugleich Reichskanzler.

Karl Theodor Bleek (1898-1969)

1927-1931 Preußisches Innenministerium, 1932-1933 Landrat im Kreis Arnswalde/Neumark, 1933 Bezirksregierung in Stade, 1934-1937 in Arnsberg und 1937-1939 in Breslau, 1939-1945 Stadtkämmerer von Breslau, 1946-1951 Oberbürgermeister von Marburg, 1946-1951 MdL Hessen (LDP bzw. FDP), dort 1947-1951 Fraktionsvorsitzender, 1951-1957 Staatssekretär im BMI (Staatssekretär II), 1957-1961 Chef des Bundespräsidialamtes.

Erik Bernhard Blumenfeld (1915-1997)

Studium Berg- und Hüttenwesen, 1939-1941 Kriegsdienst, Entlassung aus der Wehrmacht aufgrund seiner jüdischen Herkunft, 1942 Inhaftierung wegen „Wehrkraftzersetzung" in den Konzentrationslagern Auschwitz und Buchenwald, nach Kriegsende Übernahme und Wiederaufbau der Familienbetriebe, 1946-1954 Vizepräsident der Handelskammer Hamburg, 1946-1955 und 1966-1970 Mitglied der Hamburger Bürgerschaft (CDU), dort 1949 Fraktionsvorsitzender der CDU, 1953 des Hamburg-Blocks (CDU, FDP, DP, BHE), 1958-1968 Vorsitzender des Landesverbands Hamburg der CDU, 1961-1980 MdB, 1967-1970 Vorsitzender des Politischen Ausschusses der Versammlung der WEU und 1970-1973 der Beratenden Versammlung des Europarates, 1973-1989 MdEP, 1977-1991 Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.

Peter Wilhelm Brand (1900-1978)

1930-1952 Prokurist und Geschäftsführer einer Präzisionswerkzeugfabrik, 1946-1949 Stadtverordneter in Remscheid (CDU), 1953-1969 MdB, dort 1960-1964 Vorsitzender des Arbeitskreises Wirtschaft und Ernährung der CDU/CSU-Fraktion, 1961-1969 stellvertretender Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses bzw. (ab 1965) des Ausschusses für Wirtschaft und Mittelstandsfragen.

Georg Brauchle (1915-1968)

1945-1960 Lehrer, ab 1959 Rektor einer Volksschule, ab 1954 Mitglied des Rates (CSU) der Landeshauptstadt München, 1960-1968 Zweiter Bürgermeister der Stadt München.

Dr. Manlio Giovanni Brosio (1897-1980)

1915-1918 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1918-1920 Studium der Rechtswissenschaften, 1920-1942 Rechtsanwalt in Turin, 1943-1944 Mitglied des Komitees der Nationalen Befreiung, 1944 Generalsekretär der Partito Liberale Italiano (PLI), 1944-1945 Minister ohne Geschäftsbereich, 1945-1946 zunächst Vizepräsident im Ministerrat, dann Verteidigungsminister, 1946-1951 Botschafter in Moskau, 1952-1954 in London, 1954-1961 in Washington, 1961-1964 in Paris, 1964-1971 Generalsekretär der NATO.

George Alfred Brown (1914-1985)

1945-1951 parlamentarischer Sekretär in mehreren Ministerien, 1951 Minister für öffentliche Bauten, 1951-1953 und 1960-1964 Vertreter Großbritanniens beim Europarat, 1964-1966 Wirtschafts- sowie stellvertretender Premierminister, 1966-1968 Außenminister, ab 1968 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1945-1970 Labour-Abgeordneter des britischen Unterhauses, 1955-1964 Sprecher der Labour Party für Landwirtschafts- und Verteidigungsfragen sowie innenpolitische Angelegenheiten, 1960-1970 Stellvertretender Vorsitzender der Labour Party, 1976 Parteiaustritt, 1981-1985 Präsident der Social Democratic Alliance, seit 1970 George-Brown, Baron of Jevington.

James Callaghan (1912-2005)

1929-1936 Beamter der britischen Finanzverwaltung, 1936-1947 stellvertretender Sekretär des Bundes der Steuerbeamten (Inland Revenue Staff Federation), 1939-1945 Kriegsdienst, 1947-1950 parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium, 1949-1950 und 1954 Vertreter Großbritanniens im Europarat, 1950-1951 Finanzsekretär bei der Admiralität, 1964-1967 Schatzkanzler, 1967-1970 Innenminister, 1974-1976 Außenminister, April 1976-1979 Premierminister, 1931 Eintritt in die Labour Party, 1945-1987 Abgeordneter des britischen Unterhauses, 1957-1980 Mitglied im Parteivorstand, seit 1987 Lord Callaghan of Cardiff und Mitglied des Oberhauses.

Lord Aluin Arthur Gwynne Jones Chalfont (geb. 1919)

1939-1960 Berufssoldat, 1961-1964 Korrespondent der London Times für Verteidigungsfragen, 1964-1967 und 1969-1970 Staatsminister im Foreign Office mit der Zuständigkeit für Abrüstungsfragen, 1967-1969 Beauftragter Großbritanniens bei der Verhandlungen über den EWG-Beitritt, 1969 zugleich ständiger Vertreter bei der WEU, seit 1970 Tätigkeit in der Privatwirtschaft und als Kolumnist britischer Wochenzeitungen, sowie als Autor.

Lovis (Franz Heinrich Louis) Corinth (1858-1925)

ab 1876 Studium der Malerei, 1883 freiwilliger einjähriger Militärdienst, 1892 Gründungsmitglied der Münchener Sezession, 1901 Wechsel nach Berlin und Gründung einer Malschule für Frauen, Mitgliedschaft in der Berliner Sezession und 1915 deren Präsident, 1917 Professor der Berliner Akademie der Künste.

Prof. Dr. Theodor Dams (geb. 1922)

1959-1965 Abteilungsleiter bei der EWG-Kommission in Brüssel, 1965-1990 Direktor des Instituts für Entwicklungspolitik der Universität Freiburg im Breisgau, 1966-1975 Mitglied der Bildungskommission des Deutschen Bildungsrates, langjähriges Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates des BML und des BMZ.

Willi Daume (1913-1996)

Unternehmer in Dortmund, 1949-1955 Präsident des Deutschen Handball-Bundes, 1950-1970 Präsident des Deutschen Sportbundes (DSB), seit 1956 Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), 1972-1976 dessen Vizepräsident, 1961-1992 Präsident des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland (NOK), 1966-1972 Präsident des Organisationskomitees für die Olympischen Spiele in München 1972, 1979-1988 Präsident der Deutschen Olympischen Gesellschaft e. V., 1988-1991 Vorsitzender der Stiftung Deutsche Sporthilfe.

Hans Egidi (1890-1970)

1921-1933 Landrat des Kreises Ostprignitz, 1934-1938 Regierungspräsident in Schneidemühl und Erfurt, 1939-1945 Rechnungshof des Deutschen Reiches, 1945-1946 Provinzialverwaltung Mark Brandenburg, 1948-1949 Vizepräsident des Niedersächsischen Rechnungshofes, 1949-1955 BMI, dort 1949-1951 Leiter der Abteilung I (Verfassung, Verwaltung und öffentliche Sicherheit), 1952-1955 der Abteilung VI (Öffentliche Sicherheit) und Stellvertreter des Staatssekretärs, 1955-1958 Präsident des Bundesverwaltungsgerichts.

Dr. Horst Paul August Ehmke (geb. 1927)

1946-1951 Studium der Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaftslehre, der Politikwissenschaft und der Geschichte, 1952-1956 Mitarbeiter bei der SPD-Bundestagsfraktion, 1956-1960 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Research Associate der Law School der University of California, Berkeley, Kalifornien, 1960 Privatdozent an der Universität Bonn, 1961-1967 Professor für Öffentliches Recht an der Universität Freiburg i. Br., 1967-1969 Staatssekretär im BMJ, 1947 Eintritt in die SPD, 1969-1994 MdB (SPD), 1969 Bundesminister der Justiz, 1969-1972 Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes, 1972-1974 Bundesminister für Forschung und Technologie und für das Post- und Fernmeldewesen, 1973-1991 Mitglied des SPD-Parteivorstandes, 1977-1991 stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Dr. Otmar Emminger (1911-1986)

1935-1936 Leiter der „Weltwirtschaftlichen Abteilung" am Institut für Konjunkturforschung in Berlin, 1939-1945 Kriegsdienst, 1947-1949 Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, zuletzt dort Leiter des Ministerbüros, 1949-1950 Leiter der Wirtschaftsabteilung der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik bei der OEEC in Paris, 1950-1957 Bank deutscher Länder, dort 1951-1953 Leiter der Hauptabteilung Volkswirtschaft und Statistik, 1953-1969 Mitglied des Direktoriums der Bank deutscher Länder bzw. ab 1957 des Direktoriums und des Zentralbankrats der Deutschen Bundesbank sowie jeweils Dezernent für Internationale Organisationen und Abkommen, 1969-1976 deutscher Vertreter im Wirtschaftspolitischen Ausschuss der OECD, 1970-1977 Vizepräsident, 1977-1979 Präsident der Deutschen Bundesbank.

Levi Eshkol (1895-1969)

1914 Auswanderung aus Russland nach Palästina, dort Tätigkeit in der Landwirtschaft und im Siedlungswesen, 1918-1920 Mitglied der Jüdischen Legion, 1921 Gründungsmitglied des Gewerkschaftsbundes Histadrut, anschließend Emissär der Histadrut in verschiedenen europäischen Ländern, in den Dreißigerjahren Tätigkeit beim Palästina-Büro in Berlin für die Überführung deutsch-jüdischen Eigentums nach Palästina, seit 1942 leitende Stellung in der Jewish Agency, 1948 nach der Gründung des Staates Israel zunächst Abteilungsleiter im israelischen Innenministerium, 1951-1952 israelischer Landwirtschaftsminister, 1952-1963 Finanzminister, 1963-1969 Ministerpräsident, 1963-1967 zusätzlich Verteidigungsminister.

Dr. Franz Etzel (1902-1970)

1930-1952 Rechtsanwalt und Notar in Duisburg, 1939-1945 Kriegsdienst, 1947-1949 Vorsitzender des Wirtschaftspolitischen Ausschusses der CDU in der britischen Zone, 1949-1953 und 1957-1965 MdB (CDU), dort 1949-1952 Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaftspolitik, 1952-1957 Vizepräsident der Hohen Behörde der EGKS, 1957-1961 Bundesminister der Finanzen.

Charles de Gaulle (1890-1970)

Seit 1911 Berufsoffizier in der französischen Armee, 1914-1918 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1918-1931 verschiedene Kommandierungen, u. a. 1924 im Stab der Rheinarmee in Mainz, 1927 Bataillonskommandeur in Trier, 1932-1936 Generalsekretär des Nationalen Verteidigungsrates, 1937-1939 erneute Truppenverwendung, zuletzt 1939 Kommandeur einer Panzerdivision, 1940-1943 Gründer des Londoner Komitees „Freies Frankreich", Chef der „Freien Französischen Streitkräfte" und Chef des „Nationalen Verteidigungskomitees", 1943 Präsident des „Nationalen Befreiungskomitees", ab 1944 der „Provisorischen Regierung der französischen Republik", 1944-1946 und 1958 französischer Ministerpräsident, 1959-1969 Präsident der Republik.

Prof. Dr. Herbert Giersch (1921)

1939-1942 Studium der Volkswirtschaftslehre, Diplom Volkswirt, 1939-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, anschließend wissenschaftlicher Assistent an der Universität Münster, 1948-1949 British Council Fellow an der London School of Economics, 1950-1951 und 1953-1954 bei der OEEC, 1951-1953 Privatdozent an der Universität Münster, 1954-1955 Professor an der Technischen Hochschule Braunschweig, 1955-1969 Professor und Direktor des Instituts für vergleichende Nationalökonomie und Statistik an der Universität des Saarlandes, Saarbrücken, 1962-1963 und 1977-1978 Gastprofessor an der Yale University, USA, 1969-1989 Professor an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Präsident des Instituts für Weltwirtschaft, Kiel, 1989 Emeritierung, seit 1960 Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat beim BMWi, 1963-1971 Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat beim BMZ, 1964-1970 Gründungsmitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, 1970-1973 Mitglied im Deutschen Forum für Entwicklungspolitik, 1970-1982 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft deutscher wirtschaftswissenschaftlicher Forschungsinstitute e.V., 1970-1982 Mitglied im Council und im Executive Comittee der International Economic Association, 1974-1978 Präsident des Comité Directeur der Association d'Institutes Européens de Conjoncture Economique, 1986-1988 Präsident der Mont Pelerin Society, 1998 Gründung der Herbert-Giersch-Stiftung.

Dr. Nahum Goldmann (1895-1982)

Seit 1918 Tätigkeit in der zionistischen Bewegung, Mitbegründer und Mitherausgeber der „Encyclopaedia Judaica", 1926-1933 Leiter der Zionistischen Vereinigung in Deutschland, 1933 Emigration, 1935-1940 Vertreter der Jewish Agency beim Völkerbund in Genf, seit 1940 als amerikanischer Staatsbürger zusammen mit David Ben Gurion erfolgreicher Einsatz für die Gründung des Staates Israel, 1949-1978 Präsident des Jüdischen Weltkongresses, seit 1951 gleichzeitig der Conference on Jewish Material Claims against Germany, 1952 maßgebliche Beteiligung an der Aushandlung des Wiedergutmachungsabkommens der Bundesrepublik mit Israel, 1956-1968 Präsident der Zionistischen Weltorganisation.

Alfons Goppel (1905-1991)

1932-1934 Rechtsanwalt in Regensburg, 1934-1938 Staatsanwalt in Kaiserslautern, 1939-1945 Kriegsdienst, 1947 Landrat des Landkreises Aschaffenburg, 1952 Erster Bürgermeister von Aschaffenburg, 1954-1978 MdL (CSU), 1957-1958 Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium der Justiz, 1958-1962 Bayerischer Staatsminister des Innern, 1962-1978 Bayerischer Ministerpräsident, 1957-1991 Mitglied des CSU-Landesvorstands, 1979-1984 MdEP.

Hans von der Groeben (1907-2005)

1933-1942 Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft, 1942-1945 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1945-1952 Oberpräsidium Hannover, Abteilung Finanzen, bzw. Niedersächsisches Ministerium der Finanzen, 1952-1958 BMWi, dort Leiter der Unterabteilung III D (Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl), seit 1956 Vorsitzender des Ausschusses Gemeinsamer Markt der Brüsseler Regierungs-Konferenz, 1958-1970 Mitglied der Kommission der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft bzw. (ab 1967) der Europäischen Gemeinschaften in Brüssel.

Andrej A. Gromyko (1909-1989)

1936-1939 Professor am Moskauer Wirtschaftsinstitut, seit 1939 im diplomatischen Dienst der UdSSR, 1943-1946 Botschafter in den USA und Gesandter in Kuba, 1946-1948 ständiger sowjetischer Vertreter im Sicherheitsrat der UNO, 1949-1952 und 1953-1957 Erster Stellvertretender Außenminister, 1952-1953 Botschafter in Großbritannien, 1956 Mitglied des ZK der KPdSU, 1957-1985 sowjetischer Außenminister, 1973-1988 Mitglied des Politbüros der KPdSU, 1983-1985 auch Erster Stellvertretender Ministerpräsident, 1985-1988 Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjets (Staatspräsident).

Prof. Dr. Walter Hallstein (1901-1982)

1929 Privatdozent, 1930-1941 Professor für Privat- und Gesellschaftsrecht, 1946 Lehrstuhl für Internationales Privatrecht, Völkerrecht, Rechtsvergleichung und Gesellschaftsrecht an der Universität Frankfurt am Main, 1950 Leiter der deutschen Verhandlungsdelegation für den Schuman-Plan, 1950-1951 Staatssekretär im Bundeskanzleramt, 1951-1958 im AA, 1958-1967 Präsident der Kommission der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft in Brüssel, 1968 Präsident des Rates der Europäischen Bewegung, 1969-1972 MdB (CDU).

Dr. Fritz Hellwig (geb. 1912)

1933-1939 in der Geschäftsführung der IHK Saarbrücken, 1939-1940 in der Geschäftsführung der Bezirksgruppe Nordwest und 1940-1943 Geschäftsführer der Bezirksgruppe Südwest der Wirtschaftsgruppe Eisenschaffende Industrie, 1943-1947 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, seit 1947 in den wirtschaftspolitischen Ausschüssen der CDU, stellvertretendes Mitglied des Bundesvorstandes der CDU, Mitbegründer und Vorstandsmitglied des Deutschen Saarbundes, 1951-1959 Geschäftsführender Direktor des Deutschen Industrieinstituts in Köln, 1953-1959 MdB, dort 1956-1959 Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaftspolitik bzw. des Wirtschaftsausschusses, 1959 MdEP, 1959-1967 Mitglied der Hohen Behörde der EGKS in Luxemburg, 1967-1970 Vizepräsident der Europäischen Gemeinschaften in Brüssel, 1970-1973 Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Verbandes Deutscher Reeder in Hamburg.

Dr. Hans Henckel (1906-1967)

1931-1935 Justizdienst u. a. beim Landgericht Hannover und beim Obersten Disziplinarhof (Kammergericht) Berlin, 1935-1945 beim Reichskommissar/Reichsaufsichtsamt für Kreditwesen, 1939-1942 abgeordnet zur Haupttreuhandstelle Ost in Berlin, 1942-1948 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1949-1950 Bankenaufsicht im Hessischen Finanzministerium, 1950-1966 BMWi, dort 1950-1952 in der Abteilung I (Wirtschaftspolitik) Leiter des Referats I C 2 (Bankenreferat), 1952-1958 Leiter des Referats VI 2 bzw. (ab 1955) VI A 2 (Notenbankwesen, ab 1954: Währungs- und Notenbankwesen), Verfasser des Entwurfs zum Bundesbankgesetz von 1957, 1956 (November)-1958 gleichzeitig Leiter der Unterabteilung VI B (Finanzierungen und Versicherungen), 1958-1965 Leiter der Abteilung VI (Geld und Kredit), 1966-1967 Mitglied des Direktoriums der Deutschen Bundesbank.

Joachim Herrmann (1928-1992)

1944-1945 Kriegsdienst, 1946-1949 zunächst beim Arbeitsamt Berlin-Mitte, dann Volontär und später Redakteur bei der „Berliner Zeitung" und dem „Start", 1949-1960 stellvertretender, 1960-1962 Chefredakteur der „Jungen Welt", 1962-1965 Chefredakteur der „Berliner Zeitung", 1966-1971 Staatssekretär für Westdeutsche Fragen, 1971-1978 Chefredakteur des „Neuen Deutschlands", 1948 Eintritt in die SED, 1952-1961 Mitglied des Zentralrates der FDJ, 1958 Mitglied der Jugendkommission des Politbüros des Zentralkomitees der SED, 1958-1960 und 1963-1989 Mitglied, ab 1980 Leiter der Agitations-Kommission des Politbüros, 1960-1972 Mitglied der Westkommission des Politbüros, 1960-1962 stellvertretender Abteilungsleiter des ZK der SED, 1967 ZK-Kandidat, 1971-1989 Mitglied des ZK der SED, 1973-1978 Politbüro-Kandidat und bis 1989 Mitglied des Politbüros, 1976-1989 Sekretär des Zentralkomitees der SED, 1989 Parteiausschluss.

Dr. Ludwig Heßdörfer (1894-1988)

Seit 1923 in der Finanzverwaltung, 1945-1946 Gutachtertätigkeit beim Österreichischen Bundesfinanzministerium, 1946-1947 Tätigkeit bei einer Treuhandgesellschaft in München, 1947 Oberfinanzdirektion München, 1948-1952 Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, 1952-1953 Oberfinanzpräsident in Nürnberg, 1953-1955 BMF, dort Leiter der Abteilung I (Personal, Organisation, Allgemeine Verwaltung, Recht des öffentlichen Dienstes), 1955-1962 Präsident des Bundesfinanzhofes, 1965 Beauftragter der Bundesregierung für die Weltverkehrsausstellung in München.

Adolf Hitler (1889-1945)

Führer der NSDAP, 1933-1945 Reichskanzler, seit 1934 Führer und Reichskanzler.

Dr. Friedrich Holzapfel (1900-1969)

1945-1946 Oberbürgermeister und Oberstadtdirektor von Herford, 1947-1949 Mitglied im Wirtschaftsrat des Vereinigten Wirtschaftsgebiets (CDU), 1949-1953 MdB, 1949-1950 stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, 1950-1952 stellvertretender Vorsitzender der CDU, 1951 Leiter der deutschen Mission, 1952 Gesandter und 1957-1958 Botschafter in Bern.

Dr. Ludwig Huber (1928-2003)

1948-1951 Studium der Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaftslehre, 1953-1955 juristischer Sachbearbeiter in der Bayerischen Staatskanzlei, München, 1955-1958 juristischer Vorbereitungsdienst, 1958-1962 Staatsanwalt, 1946-1959 Vorsitzender des Bezirksverbandes Oberbayern der Jungen Union, 1958-1977 MdL (CSU) Bayern, 1964-1970 Bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus, 1972-1977 Bayerischer Staatsminister der Finanzen, 1974-1977 Stellvertretender Bayerischer Ministerpräsident, 1963-1970 zweiter stellvertretender Landesvorsitzender der CSU, 1962-1972 Vorsitzender der CSU-Landtagsfraktion. 1977-1988 Präsident der Bayerischen Landesbank, München.

Eugen Huthmacher (1907-1967)

1937 Geschäftsführer beim Reichsverband der Kolonialwaren- und Feinkosthändler in Berlin und 1937-1942 Geschäftsführer der Bezirksfachgruppe Saar-Pfalz in Saarbrücken, 1943-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, seit 1947 in der Wirtschaftsabteilung der Verwaltungskommission des Saarlandes bzw. Leiter der Abteilung Wirtschaft im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft, dort seit 1951 ständiger Vertreter des Wirtschaftsministers, 1955 (Oktober)-1956 (Januar) im Übergangskabinett Welsch Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft sowie für öffentliche Arbeit und Wiederaufbau, 1956-1960 im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft Leiter der Abteilung W (Wirtschaft) und ständiger Vertreter des Ministers, 1960-1967 erneut Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft des Saarlandes, 1960-1961 und 1965-1967 MdL Saarland (CDU), 1961-1962 MdB.

Gerhard Jahn (1927-1998)

1945-1946 Verwaltungsangestellter, nach Abitur und Studium der Rechts- und Staatswissenschaften ab 1957 Tätigkeit als Rechtsanwalt und ab 1966 als Notar, 1949 Eintritt in die SPD, 1950-1954 Sekretär des SPD-Unterbezirks Marburg-Frankenberg, 1957-1990 MdB (SPD), dort 1961-1963, 1965-1967 und 1974-1990 Parlamentarischer Fraktionsgeschäftsführer, 1967-1969 Parlamentarischer Staatssekretär im AA, 1969-1974 Bundesminister der Justiz, 1974-1975 Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung, 1978-1990 Mitglied der Parlamentarischen Kontrollkommission, 1975-1977 und 1979-1982 als Vertreter der Bundesrepublik Deutschland Mitglied der Menschenrechtskommission der UNO, 1979-1995 Präsident des Deutschen Mieterbundes.

Lyndon B. Johnson (1908-1973)

1937-1949 Abgeordneter für die Demokratische Partei im US-Repräsentantenhaus, 1949-1961 Senator für Texas, 1961-1963 Vizepräsident, nach der Ermordung von Präsident John F. Kennedy 1963 (22. Nov.)-1969 36. Präsident der USA.

John F. Kennedy (1917-1963)

1941-1945 Marineoffizier, 1947-1953 Abgeordneter der Demokratischen Partei im Repräsentantenhaus, 1953-1961 Senator für den Staat Massachusetts, 1961-1963 35. Präsident der USA, am 22. Nov. 1963 in Dallas (Texas) ermordet.

Heinz Kluncker (1925-2005)

1939-1942 kaufmännische Lehre und Tätigkeit in einer Textilgroßhandlung, 1942-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946 kurzzeitig im Polizeidienst, 1946 Eintritt in die SPD und die Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV), 1946-1949 Parteisekretär der SPD Wuppertal, 1949-1951 Studium an der Akademie für Gemeinwirtschaft, Hamburg, 1952-1961 Volontär und Sachbearbeiter in der Hauptverwaltung der ÖTV, Stuttgart, 1958 Bundesarbeitersekretär der Gewerkschaft, 1961-1964 Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstandes, 1964-1982 Vorsitzender der ÖTV, 1971-1973 Vizepräsident, 1973-1982 Präsident der Internationale der öffentlichen Dienste, 1985 Ehrenpräsident, 1985 Berufung in die Programmkommission der SPD, 1990-1995 Vorsitz des Seniorenrates der SPD.

Dr. Michael Kohl (1929-1981)

1948 Eintritt in die SED, 1948-1952 Studium der Rechtswissenschaften, 1951-1961 Assistent an der Universität Jena, 1961-1965 im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, dort 1961-1963 Leiter der Abteilung Rechts- und Vertragswesen, 1963-1965 Leiter der Grundsatzabteilung, 1965-1968 Staatssekretär beim Minister-Rat für West-Berlin-Fragen, dort ab 1965 Verhandlungsführer der DDR bei den Passierscheingesprächen mit dem Senat von West-Berlin, 1968-1973 Staatssekretär für westdeutsche Fragen beim Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, seit 1970 Verhandlungsführer in den Verhandlungen zum Transitabkommen, zum Verkehrs- und zum Grundlagenvertrag, 1973 bevollmächtigter Botschafter, 1974-1978 Leiter der Ständigen Vertretung der DDR in der Bundesrepublik, 1978-1981 Stellvertretender Minister für Auswärtige Angelegenheiten, ab 1958 Mitglied des Präsidiums der Deutschen Liga für die Vereinten Nationen, ab 1971 Mitglied der Außenpolitischen Kommission beim Politbüro der SED und der Westkommission beim Politbüro des ZK der SED, 1971-1976 Kandidat der Zentralen Revisionskommission beim ZK der SED, 1976-1981 ZK-Kandidat.

Paul Köhler (1906-2001)

1925-1948 Berufssoldat, Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1948-1949 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1949-1951 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, 1952-1954 Bundesstelle für den Warenverkehr der gewerblichen Wirtschaft, 1954-1955 Abordnung zum BMWi, dort 1954 Mitglied der deutschen Rüstungsdelegation beim Interimsausschuss der EVG, 1955 Bundesamt für gewerbliche Wirtschaft, 1955-1958 abgeordnet zum Rüstungskontrollamt der WEU, 1958 Eintritt in die Bundeswehr als Oberst, 1958-1962 BMVtg im Führungsstab des Heeres (Fü H), 1961-1962 Divisionskommandeur der 5. Panzerdivision Diez, Lahn, 1962-1966 stellvertretender Leiter der Abteilung P (militärisches Personal) im BMVtg, 1966-1967 Deutscher Beauftragter beim Oberbefehlshaber der Französischen Streitkräfte in Deutschland.

Horst Korber (1927-1981)

1945 Kriegsdienst, 1945 Eintritt in die SPD, nach Studium der Rechtswissenschaften 1954-1955 Richter am Landgericht Berlin, 1955-1967 Senatskanzlei Berlin, dort als Senatsrat ab 1963 Leiter der Allgemeinen und Politischen Abteilung, 1967 Senatsdirektor für Justiz, 1967-1971 Senator für Familie, Jugend und Sport, 1971-1975 für Justiz, 1975-1977 für Arbeit und Soziales, 1977-1979 für Bundesangelegenheiten, 1971-1979 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, 1980-1981 MdB, ab 1973 Mitglied des Nationalen Olympischen Komitees, zusätzlich ab 1977 Präsident des Landessportbundes Berlin.

Alexej N. Kossygin (1904-1980)

1927 Eintritt in die KPdSU, 1936 nach der Ausbildung zum Textilingenieur Direktor einer Spinnerei in Leningrad, seit 1938 Bürgermeister von Leningrad, seit 1939 Mitglied des ZK der KPdSU, 1940-1946 Stellvertretender Vorsitzender im Rat der Volkskommissare, 1943-1946 Ministerpräsident der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik, 1946-1960 Stellvertretender Ministerpräsident der Sowjetunion, 1948 sowjetischer Finanzminister, 1948-1953 Minister für Leichtindustrie, 1948-1952 und seit 1960 Mitglied des Politbüros des ZK der KPdSU, 1959-1960 Leiter der Planungskommission, 1960-1964 Erster Stellvertretender Ministerpräsident, 1964-1980 Ministerpräsident.

Conrado José Kraémer (Kurt Kraemer) (geb. 1902)

während des Zweiten Weltkriegs Leiter eines wehrwirtschaftlichen Betriebes in Prag, später Finanzberater, seit 1957 Generalbevollmächtigter der Firma Hispano-Suiza, mit Sitz in Genf.

Jens Otto Krag (1914-1978)

Nach dem Studium der Politikwissenschaften Tätigkeiten in der Privatwirtschaft und im Versorgungsministerium, ab 1945 Leiter des Gewerberats der Dänischen Arbeiterbewegung, 1947-1973 Abgeordneter des dänischen Parlaments (Folketing), 1947-1950 Minister für Handel, Industrie und Seefahrt, 1950-1952 Wirtschafts-Attaché an der dänischen Botschaft in Washington D.C., 1953-1957 Minister für Wirtschaft und Arbeit, 1957-1958 Außenhandelsminister, 1958-1962 und 1966-1967 Außenminister, 1966-1967 Präsident des Nordatlantikrats, Außenminister, 1962-1968 und 1971-1972 Ministerpräsident, 1962-1972 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Dänemarks, 1966 Träger des Internationalen Karlspreises der Stadt Aachen.

Alfred Krause (geb. 1922)

Seit 1937 bei der Deutschen Reichs- bzw. später Deutschen Bundesbahn, 1941-1945 Kriegsdienst, anschließend Tätigkeiten auf Bezirksebene der Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands (GdED), 1951 Beisitzer im Bundesvorstand des Deutschen Beamtenbundes, 1955 stellvertretender und 1959-1987 Vorsitzender des Deutschen Beamtenbundes.

Dr. Heinz Küppenbender (1901-1989)

Ab 1924 Maschinenbaukonstrukteur, 1926-1927 Assistent an der TH Aachen, 1927-1929 Mitarbeiter der Firma Zeiss, Jena, 1929-1941 Chefkonstrukteur bei Zeiss Ikon, ab 1935 Vorstandsmitglied, ab 1941 Mitglied der Geschäftsleitung der Fima Carl Zeiss, Jena, 1947-1972 Technischer Leiter der Optischen Werke Oberkochen GmbH, 1966-1970 Mitglied der Bildungskommission des Bildungsrates.

Dr. Walter Laforet (geb. 1921)

1940-1945 Studium der Medizin, 1945-1950 Assistent an der medizinischen Universitätsklinik Würzburg, 1950-1951 Staatliches Gesundheitsamt Würzburg, 1951 Stipendiat am Staatlichen Gesundheitsamt Gemünden/Main, 1951-1961 BMI, dort 1951-1961 in der Abteilung IV (Gesundheitswesen), Hilfsreferent im Referat IV 2 (Hygiene und Seuchenbekämpfung), ab 1957 in der Unterabteilung IV A (Gesundheits- und Arzneimittelwesen) Hilfsreferent im Referat IV A 2 (Hygiene und Seuchenbekämpfung), 1961-1969 im BMGes, dort 1961-1963 in der Abteilung I (Humanmedizin, Arznei- und Apothekenwesen; Lebensmittelwesen und Veterinärmedizin), Unterabteilung I A (Humanmedizin, Arzneimittel- und Apothekenwesen) Hilfsreferent im Referat I A 3 (Hygiene und Seuchenbekämpfung), 1963-1969 in der Abteilung II (Lebensmittelwesen und Veterinärmedizin), dort 1963-1968 in der Unterabteilung II B Leiter des Referats II B 8 (Ernährungsphysiologie und -hygiene, Gesundheitlicher Verbraucherschutz), ab 1968 in der Unterabteilung II A (Veterinärmedizin), Leiter des Referats II A 7 (Ernährungsphysiologie und -hygiene, Gesundheitlicher Verbraucherschutz), 1969-1986 BMJFG, dort 1969-1974 in der Abteilung L (Lebensmittelwesen und Veterinärmedizin), Leiter des Referates L I 7 (u. a. Verbraucherpolitik, Verbraucheraufklärung), 1974-1981 in der Abteilung 4 (Verbraucherschutz und Veterinärmedizin), Gruppe 43 (Verbraucherschutz), Leiter des Referates 434 (Gesundheitliche Ernährungsberatung und -aufklärung), 1981-1986 in der Unterabteilung 42 (Veterinärmedizin) Leiter des Referates 428 (Ernährungsaufklärung).

Dr. Irmgard Landgrebe-Wolff (geb. 8. Mai 1903)

Leiterin des Beratungsdienstes der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. und Mitglied des Verbraucherausschusses beim BML, 1958-1966 Mitglied des Wirtschafts- und Sozialausschusses der EWG.

Dr. Otto Lenz (1903-1957)

1928-1938 Preußisches Justizministerium bzw. (ab 1934) Reichsjustizministerium, 1938 Niederlassung als Rechtsanwalt, Oktober 1944 Verhaftung im Zusammenhang mit dem 20. Juli 1944, Januar 1945 Verurteilung zu vier Jahren Zuchthaus vor dem Volksgerichtshof, 1945 Mitbegründer der CDU in Berlin, 1951-1953 Staatssekretär des Bundeskanzleramtes, 1953-1957 MdB.

Dr. Josef Löns (1910-1974)

1937-1945 Leiter der Rechtsabteilung der Kölner Lebensversicherung AG, 1945-1946 Stadtverwaltung Köln; 1946-1948 Zonenausschuß der CDU für die Britische Besatzungszone, Generalsekretär und Referent des Vorsitzenden Konrad Adenauer für den Zonenbeirat der britischen Besatzungszone und Landtag in Nordrhein-Westfalen; 1947-1950 Rechtsanwalt; 1948-1952 Beigeordneter in der Stadtverwaltung Köln; 1953-1958 AA, dort Ministerialdirektor und Leiter der Personal- und Verwaltungsabteilung (Zentralabteilung), 1958-1963 Botschafter in Den Haag, 1963-1970 in Wien und 1970-1973 in Bern.

Heinrich Lübke (1894-1972)

1923-1933 Geschäftsführer des Reichsverbands landwirtschaftlicher Klein- (seit 1925) und Mittelbetriebe, 1927-1933 Geschäftsführer (Direktor) der Deutschen Bauernschaft, 1929-1933 Vorstandsmitglied der Wirtschafts- und Treuhandstelle der Deutschen Bauernschaft und 1930-1934 der Siedlungsgesellschaft Bauernland, 1932-1933 MdL Preußen (Zentrum), 1934-1935 Untersuchungshaft, 1937-1939 Leitender Mitarbeiter der Niedersächsischen Wohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft in Berlin, 1939-1945 Vermessungsingenieur und Bauleiter, 1944 stellvertretender Leiter der „Baugruppe Schlempp" (Projekte u. a. in der Heeresversuchsanstalt Peenemünde), 1945-1946 „Baubüro Lübke", 1946 Mitglied des Beratenden Westfälischen Provinzialrats in Münster (CDU), 1946-1954 MdL Nordrhein-Westfalen, 1947-1952 Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Landes Nordrhein-Westfalen, 1949-1950 und 1953-1959 MdB, dort 1949-1950 Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, 1953-1959 Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, 1959-1969 Bundespräsident.

Werner Lucht (1910-1997)

1934-1948 Reichsbank, 1939-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1948-1959 Landeszentralbank Niedersachsen, 1959-1966 Mitglied des Vorstandes der Landeszentralbank in Baden-Württemberg, 1966-1978 Mitglied des Direktoriums und des Zentralbankrates der Deutschen Bundesbank.

Prof. Dr. Ludwig von Manger-Koenig (1919-1983)

1937-1939 Arbeits- und Wehrdienst, 1940-1947 Studium der Humanmedizin, unterbrochen durch Kriegsdienst, zusätzlich 1946-1949 Studium der Rechtswissenschaften, 1948-1950 Universitätsfrauenklinik Marburg, 1950 Kreisgesundheitsamt Marburg, 1950-1955 Hessisches Ministerium des Innern, dort zunächst Referent für die Allgemeine Organisation des Gesundheits- und Krankenhauswesens, 1955-1964 Leiter der Abteilung Öffentliches Gesundheitswesen, ab 1959 infolge Ressortumbildung: Ministerium für Arbeit, Volkswohlfahrt und Gesundheitswesen, dort Leiter der Abteilung VI (Öffentliches Gesundheitswesen), zugleich Leiter des Referats VI a (Grundsatzfragen und Innere Angelegenheiten), 1964-1966 Professor für Sozialhygiene und öffentliches Gesundheitswesen an der Freien Universität Berlin, 1967-1973 Staatssekretär im BMGes, seit 1973 Vertreter der Bundesregierung als Mitglied des Exekutivrates bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und bis 1983 medizinischer Sonderberater des BMJFG.

Robert Margulies (1908-1974)

Nach kaufmännischer Lehre seit 1926 Tätigkeit im Getreidehandel, 1929-1933 Mitglied des Bundes Deutscher Jungdemokraten und des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, ab 1933 Teilhaber an einer Getreide-Großhandlung, 1937 aus politischen Gründen aus der Firmenleitung ausgeschieden, anschließend Handelsvertreter, ab 1939 Kriegsdienst, 1944 als politisch unzuverlässig aus dem Heer entlassen und bei der Organisation Todt zwangsverpflichtet, seit 1945 erneut Tätigkeit im südwestdeutschen Getreidegroßhandel, Angestellter des Getreidewirtschaftsverbandes Nordbaden, Geschäftsführer des Württemberg-Badischen Importrings, 1949-1954 Präsident des Gesamtverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels, 1946-1949 MdL Württemberg-Baden (DVP/FDP), 1961 Bezirksvorsitzender der nordbadischen FDP, 1949-1964 MdB, dort 1961-1962 Vorsitzender des Ausschusses für Entwicklungshilfe, 1958-1964 MdEP, dort stellvertretender Fraktionsvorsitzender, seit 1962 Vorsitzender des Ausschusses für die Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern, 1964-1967 deutsches Mitglied der Kommission der Europäischen Atomgemeinschaft EURATOM, danach erneut Tätigkeit als Handelskaufmann.

William James Mazzocco (1914-2004)

Langjähriger Wirtschaftsberater der amerikanischen Regierung, u. a. 1966-1971 Sonderbeauftragter des amerikanischen Präsidenten Johnson für die Zivilhilfe in Vietnam.

Dr. John J. McCloy (1895-1989)

1941-1945 Unterstaatssekretär im amerikanischen Kriegsministerium, 1945-1947 Leiter der Civil Affairs Division der Vereinigten Generalstäbe, 1946-1947 Mitglied des Atomenergie-Komitees, 1947-1949 Präsident der Weltbank, 1949-1952 Militärgouverneur der amerikanischen Besatzungszone und Hoher Kommissar der USA für Deutschland, 1953-1961 Tätigkeit in der Wirtschaft, u. a. Vorsitzender des Verwaltungsrats der Chase National bzw. (seit 1955) der Chase Manhattan Bank, 1953-1965 Vorsitzender des Aufsichtsrats der Ford-Foundation, 1961-1962 Sonderberater Präsident Kennedys für Abrüstungsfragen, 1962-1974 Vorsitzender des Beraterkomitees der amerikanischen Präsidenten für Abrüstungsfragen, 1962-1963 Mitglied des Koordinationskomitees während der Kuba-Krise, 1963-1968 Sonderbeauftragter des amerikanischen Präsidenten für die Dreier-Gespräche über die französischen Truppen in der Bundesrepublik und für die Dreier-Verhandlungen über Truppenstationierung.

Dr. George C. McGhee (1912-2005)

Geologe, seit 1946 im US-Außenministerium, dort 1946-1948 Sonderbeauftragter für Wirtschaftsfragen, 1949-1951 Abteilungsleiter für Nah-Ost, Afrika und Südasien, 1951-1953 US-Botschafter in der Türkei, 1953-1958 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1958-1961 Berater des Nationalen Sicherheitsrates der USA, seit 1961 erneut im US-Außenministerium, dort 1961 Vorsitzender des Planungsrates, 1961-1963 Unterstaatssekretär für politische Angelegenheiten, 1963 (Mai)-1968 (Mai) Botschafter in Bonn, 1968-1969 erneut im US-Außenministerium, anschließend wieder Tätigkeit in der Privatwirtschaft.

Robert S. McNamara (1916-2009)

Nach Abschluss des Studiums der Rechtswissenschaft 1937-1940 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1940 Dozent an der Harvard Universität, 1943-1945 Kriegsdienst, 1946-1960 bei der Ford Motor Company, dort zuletzt Präsident, 1961-1968 US-Verteidigungsminister, 1968-1981 Präsident der Weltbank.

Werner Josef Karl Mertes (1919-1985)

Diplom-Volkswirt, 1940-1945 Kriegsdienst, 1946-1949 Studium der Rechts-, Staats- und Wirtschaftswissenschaften, 1949-1971 zunächst Redakteur, später Leiter des Wirtschaftsfunks des Süddeutschen Rundfunks, 1971-1975 Geschäftsführer der bundeseigenen Fernleitungs-Betriebsgesellschaft mbH, 1953 Eintritt in die FDP, 1961-1976 MdB (FDP), 1964-1976 parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion.

Prof. Dr. Fritz Walter Meyer (1907-1980)

Diplom-Volkswirt, 1937-1938 Assistent an der Universität Freiburg, 1938-1946 Forschungsgruppenleiter am Institut für Weltwirtschaft (IfW) der Universität Kiel, 1943-1946 Dozent an der Universität Kiel, 1946-1948 Lehrstuhlvertretung an der Universität Bonn, 1948-1973 Professor an der Universität Bonn, 1950-1980 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates beim BMWi, 1964-1966 Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

Dr. Franz Meyers (1908-2002)

Rechtsanwalt, 1940-1945 Kriegsdienst, 1948 Beitritt zur CDU, 1950-1970 MdL Nordrhein-Westfalen (CDU), 1952 Oberbürgermeister von Mönchengladbach, 1952-1956 Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen, 1957-1958 MdB (CDU), 1958-1966 Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, zugleich 1958-1959 Minister für Bundesangelegenheiten und 1966 Justizminister sowie Innenminister.

Karl Moersch (geb. 1926)

1944-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1947 Volontär beim „Schwabenecho", 1948-1954 Redakteur bei der „Rheinpfalz", 1954-1961 Redakteur beim „Deutschen Forschungsdienst" und bei „Die Gegenwart", 1947 Mitbegründer der DVP, 1961-1964 Leiter der FDP-Presseabteilung, 1964-1976 MdB (FDP), 1971-1974 Landesvorsitzender der FDP/DVP Baden-Württemberg 1982 Austritt aus der FDP, 1970-1974 Parlamentarischer Staatssekretär im AA, 1974-1976 Staatsminister im AA, seit 1977 Tätigkeit als freier Journalist und Autor.

Josef Moll (1908-1989)

1926-1935 bei der württembergischen Landespolizei, 1935-1946 Berufssoldat, Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1946-1957 bei der „Organisation Gehlen" bzw. ab 1956 beim Bundesnachrichtendienst, 1957-1968 erneut Berufssoldat, 1957-1958 Bundesnachrichtendienst, dort Gruppenleiter, 1959-1960 Brigadekommandeur, 1960-1961 beim Truppenamt in Köln, 1961-1963 BMVtg, dort in der Abteilung Personal (P) Leiter der Unterabteilung IV (Offiziere, Heer), 1963-1964 Kommandeur der 10. Panzergrenadierdivision Sigmaringen, 1965-1966 BMVtg, dort im Führungsstab des Heeres (Fü H), 1966-1968 Inspekteur des Heeres.

Dr. Ernst Müller-Hermann (1915-1994)

1940-1945 Kriegsdienst, 1946 Mitbegründer der CDU in Bremen, bis 1948 deren Landesgeschäftsführer, 1946-1952 Mitglied der Bremischen Bürgerschaft, dort seit 1949 Fraktionsvorsitzender, 1952-1980 MdB, dort ab 1954 Sprecher der Fraktion der CDU/CSU in Verkehrsfragen, 1957-1965 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr, Post- und Fernmeldewesen, 1965-1969 des Verkehrsausschusses, 1967-1969 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1969-1976 Vorsitzender des Arbeitskreises der Fraktion für Wirtschaft und Ernährung, 1958-1965 und 1977-1984 MdEP, 1968-1974 Landesvorsitzender der CDU in Bremen, 1971-1984 Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes und Sprecher des Kraftfahrzeughandwerks.

Prof. Dr. Ludwig Neundörfer (1901-1975)

1922-1925 Assistent an der Universität Gießen, 1925-1927 Schriftleiter einer Zeitschrift, 1927-1929 Technische Lehranstalten der Stadt Offenbach/Main, dort Dozent für Kunstgeschichte und zugleich Leiter der neu aufgebauten Volkshochschule, 1929-1932 Hessisches Kultusministerium, dort Hilfsreferent im Referat für Volksbildung, 1933 Entlassung, 1933-1937 Stadtverwaltung Heidelberg, dort Dezernent für Stadtplanung, 1937-1938 Bezirksplaner für Nordbaden und 1939-1940 zusätzlich stellvertretender Landesplaner für Baden beim Reichsstatthalter Baden, 1940-1943 Leiter der Arbeitsstelle Bestandsplan, 1943 Gründer der Stiftung zur Erforschung des deutschen Volksaufbaus bzw. des Soziographischen Instituts an der Universität Frankfurt, dort 1943-1967 Direktor, 1961-1967 Professor an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt, Main, ab 1954 Mitglied des Beirates für die Neuordnung der sozialen Leistungen beim BMA, 1954 Mitverfasser der Denkschrift „Neuordnung der sozialen Leistungen".

Dr. Willi Nickels (geb. 1916)

1937-1940 Studium der Pharmazie, 1940-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1942-1945 Studium der Lebensmittelchemie, 1945-1949 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1949-1954 Praktikant, dann Assistent beim Städtischen Chemischen Untersuchungsamt Hannover, 1954-1961 BMI, dort 1954-1957 in der Abteilung IV (Gesundheitswesen) Hilfsreferent im Referat IV 9 (Spezielle Lebensmittelhygiene und -chemie), 1957-1961 in der Abteilung IV (Gesundheitswesen) Hilfsreferent im Referat IV B 9, ab 1960: IV B 3 (Spezielle Lebensmittelhygiene und -chemie), 1961-1969 im BMGes, dort 1961-1963 in der Abteilung I (Humanmedizin, Arznei- und Apothekenwesen; Lebensmittelwesen und Veterinärmedizin) Hilfsreferent im Referat I B 3 (Spezielle Lebensmittelhygiene und -chemie), 1963-1969 in der Abteilung II (Lebensmittelwesen und Veterinärmedizin), dort 1963-1965 Hilfsreferent im Referat II B 6 (Spezielle Lebensmittelhygiene und -chemie), 1965-1969 Leiter des Referats II B 7 (Hygiene und Chemie der Getränke und Bedarfsgegenstände), 1969-1981 BMJFG, dort 1969-1974 in der Abteilung L (Lebensmittelwesen und Veterinärmedizin), Unterabteilung L II (Lebensmittelwesen und Lebensmittelrecht) Leiter des Referates L II 7, ab Juli 1972: L II 8 (Hygiene und Chemie der Getränke, kosmetischen Mittel und sonstigen Bedarfsgegenstände), 1974-1981 in der Abteilung IV (Lebensmittelwesen, Veterinärmedizin und Verbraucherschutz), Gruppe 41, ab 1978: Unterabteilung 41 (Lebensmittelwesen) Leiter des Referates 416 (Hygiene und Chemie der Getränke, kosmetischen Mittel und sonstigen Bedarfsgegenstände).

Werner Panitzki (1911-2000)

1930-1935 Preußische Landespolizei, 1935-1945 Berufsoffizier in der Luftwaffe, 1945-1947 Kriegsgefangenschaft, 1948-1952 Organisation Gehlen, 1952-1955 Dienststelle Blank, 1955-1966 Bundeswehr, dort Leiter der Planungsgruppe Luftwaffe, 1957 Chef des Führungsstabes, 1960-1961 Kommandeur der Luftwaffenschule in Fürstenfeldbruck, anschließend Kommandierender General der Luftwaffengruppe Nord, 1962-1966 Inspekteur der Luftwaffe, am 22. Aug. 1966 mit sofortiger Wirkung beurlaubt.

Prof. Dr. Hans Peters (1896-1966)

1925 Privatdozent für Rechtswissenschaft an der Universität Breslau, 1926-1928 Preußisches Ministerium des Innern, seit 1928 außerordentlicher Professor an der Universität Berlin, 1928-1932 Preußisches Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, 1933 Mitglied des Preußischen Landtags (Zentrumspartei), 1940-1966 Präsident der Görres-Gesellschaft zur Pflege der Wissenschaft, 1946-1948 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung Berlin, 1946 ordentlicher Professor des öffentlichen Rechts an der Universität Berlin, seit 1949 an der Universität Köln, 1952-1961 Mitglied des Rats der Stadt Köln.

Dr. Albert Pfitzer (1912-2000)

Nach dem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften 1935-1938 juristischer Vorbereitungsdienst, 1939 Regierungsassessor beim Luftgaukommando Wiesbaden, 1939-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945-1951 im Verwaltungsdienst des Landes Württemberg-Hohenzollern, zuletzt 1950-1951 Bevollmächtigter des Landes Württemberg-Hohenzollern in Bonn, 1951-1978 Direktor des Bundesrates.

Edgar Pisani (geb. 1918)

1946-1947 Präfekt des französischen Departements Haute-Loire und 1947-1954 des Departements Haute-Marne, 1954-1961 Senator für Haute-Marne, 1961-1966 französischer Landwirtschaftsminister, (8. Jan.) 1966-1967 Minister für Ausrüstung und Bauwesen, 1967-1974 Regionalpolitiker im Departement Marne-et-Loire, 1974-1981 erneut Senator für Haute-Marne, 1981-1984 EG-Kommissar in Brüssel, 1984-1985 Bevollmächtigter der Regierung für das Gebiet Neukaledonien, 1985 Minister für Neukaledonien.

Dr. Werner Plappert (1902-1974)

1931 Teilhaber der Heidenheimer Zigarrenfabrik Gebrüder Schaefer, 1945-1946 Oberbürgermeister von Heidenheim an der Brenz, 1946-1952 Präsident der Industrie- und Handelskammer Heidenheim, nach Kontakten zu internationalen Waffenhändlern und einem Schweizer Rüstungsfabrikanten in den 1950er und 1960er Jahren Verwicklung in die HS-30 Affäre, nach Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung und der Zwangsversteigerung seines Hauses am Bodensee ab Februar 1970 vermisst, März 1974 Bergung der Leiche.

Dr. Friedrich-Karl von Plehwe (1912-1998)

1931-1945 Berufssoldat und Kriegsdienst, 1945-1949 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften, 1950-1951 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1951-1977 Auswärtiges Amt, dort 1951-1952 in der Abteilung 2 (Politische Abteilung, Allgemein), 1952-1955 Deutscher Vertreter im Generalsekretariat der EVG-Konferenz in Paris, 1955-1957 Generalsekretär der Truppenvertragskonferenz in Bonn, 1957-1962 bei der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik bei der NATO, 1962-1967 in der Abteilung I (Poltische Abteilung) Leiter des Referates I A 5 (Großbritannien, Gemeinsame Fragen des Commonwealth, Australien, Neuseeland, Irland), 1967-1977 beurlaubt zur WEU, London, dort 1967-1974 stellvertretender Generalsekretär und 1974-1977 Generalsekretär im Rang eines Botschafters.

Adam Rapacki (1909-1970)

Seit 1945 Mitglied der Polnischen Sozialistischen Partei, unterstützte 1948 deren Vereinigung mit der KP zur Vereinigten Polnischen Arbeiterpartei, 1947-1950 Minister für Schiffbau, 1950-1956 für Hochschulwesen, 1948-1968 Mitglied des ZK, 1948-1954 und 1956-1968 Mitglied des Politbüros, 1956-1968 Außenminister.

Sir Frank Kenyon Roberts (1907-1998)

Nach dem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften 1930 Eintritt in den diplomatischen Dienst, 1932-1935 an der Botschaft in Paris, dort dritter Sekretär, 1935-1937 in Kairo, dort zweiter Sekretär, 1937-1945 im Außenministerium, dort 1941 Erster Sekretär und 1941-1945 Leiter der Zentralabteilung, ab 1943 Geschäftsträger der tschechischen Exilregierung in London, 1945-1947 Gesandter in Moskau, 1947-1949 Privatsekretär des Außenministers, 1949-1951 Stellvertreter des Hochkommissars in Indien, 1951-1954 Unterstaatssekretär im Außenministerium, 1954-1957 Botschafter in Belgrad, 1957-1960 ständiger Vertreter Großbritanniens beim Nordatlantikrat, Paris, 1960-1962 Botschafter in Moskau, 1963-1968 in Bonn.

Dr. Franz Josef Röder (1909-1979)

1937-1945 Auslandsschuldienst, 1946-1947 Leiter des Sprachendienstes und Chefdolmetscher in der Generaldirektion der Südwestdeutschen Eisenbahnen in Speyer, seit 1948 im höheren Schuldienst im Saargebiet, 1955-1979 MdL Saarland (CDU), 1957 MdB, 1957-1965 Minister für Kultus, Unterricht und Volksbildung des Saarlandes, 1959-1979 Ministerpräsident des Saarlandes, 1959-1973 gleichzeitig Landesvorsitzender der CDU.

Dr.-Ing. Dieter Sattler (1906-1968)

Seit 1932 Tätigkeit als Architekt in München, 1940-1945 Kriegsdienst, 1945-1947 Tätigkeit beim Central Art Collecting Point der US-Militärregierung, 1947-1951 Staatssekretär für die schönen Künste im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, 1950-1952 Präsident des Deutschen Bühnenvereins, 1951-1952 Vorsitzender des Rundfunkrates des Bayerischen Rundfunks, 1952-1959 Kulturreferent bei der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Rom, 1959-1965 Leiter der Kulturabteilung des AA, 1966-1968 Botschafter beim Heiligen Stuhl.

Dr. Hjalmar Schacht (1877-1970)

1908-1922 in führenden Positionen im Bankwesen, 1922 Reichswährungskommissar, 1923-1930 und 1933-1938 Reichsbankpräsident, 1934-1937 auch Reichswirtschaftsminister, 1938-1944 Minister ohne Geschäftsbereich, 1944 verhaftet, 1946 im Internationalen Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher freigesprochen.

Dr. Otto Schmidt (Wuppertal) (1902-1984)

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaft ab 1928 zunächst Syndikus, dann Leiter, ab 1940 Mitinhaber des väterlichen Verlages Dr. Otto Schmidt KG, Köln, daneben Tätigkeit als Journalist und bis 1946 als Rechtsanwalt, 1944-1945 Kriegsdienst, 1945 Mitbegründer der CDU im Rheinland und stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes Nordrhein, 1948-1949 Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal, 1950-1953 Minister für Wiederaufbau und 1953-1954 Minister für Arbeit, Soziales und Wiederaufbau des Landes Nordrhein-Westfalen, 1954-1958 MdL Nordrhein-Westfalen, 1957-1972 MdB, dort 1961-1972 Vorsitzender des Finanzausschusses und 1969-1972 des Wahlmännerausschusses gemäß § 6 Absatz 2 des Gesetzes über das Bundesverfassungsgericht, außerdem 1957-1969 Vorsitzender der Interparlamentarischen Arbeitsgemeinschaft.

Dr. Karl Schnell (1916-2008)

1935-1947 Berufssoldat, Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1948-1951 Studium der Betriebswirtschaftslehre, anschließend Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1956-1977 erneut Berufssoldat, 1956-1959 BMVtg, dort 1956 Hilfsreferent im Referat V C 2 (Organisation der Versorgung), 1957-1959 Leiter des Referates V C 5 (Materialübernahmeorganisation), 1959-1962 Deutsche Botschaft, Rom, dort Heeresattaché, 1962-1964 2. Panzergrenadierdivision Marburg, 1964-1967 BMVtg, dort im Führungsstab des Heeres (Fü H) Leiter der Unterabteilung V (Logistik), 1967-1968 Bundeswehramt, 1968 BMVtg, dort mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Stellvertretenden Inspekteurs des Heeres beauftragt, 1968-1970 Kommandeur der 6. Panzergrenadierdivision Neumünster, 1970-1973 NATO-Hauptquartier, Deutscher Anteil (DtA) SHAPE in Casteau, Stellvertretender Chef des Stabes, 1973-1975 BMVtg, Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr, 1975-1977 Allied Forces Central Europe in Brunssum, dort Oberbefehlshaber der Verbündeten Streitkräfte Europa Mitte (CINCENT), 1977-1980 Staatssekretär im BMVtg.

Dr. Wolfgang Schumacher (geb. 1919)

1938-1945 Arbeitsdienst und Kriegsdienst, 1939-1943 Studium der Medizin, 1945-1956 Privatpraxis, 1956-1965 im Sanitätsdienst bei der Bundeswehr (Heer), 1964-1969 im BMGes, dort 1964-1965 Hilfsreferent im Referat I A 3 (Hygiene und Seuchenbekämpfung), 1965-1969 dessen Leiter, 1969-1981 BMJFG, dort 1969-1970 in der Abteilung H (Humanmedizin, Arzneimittel- und Apothekenwesen), Unterabteilung H I (Ärztliche und pharmazeutische Angelegenheiten) Leiter des Referates H I 3 (Hygiene und Seuchenbekämpfung), 1970-1973 in der Unterabteilung H II (Gesundheitsschutz, Gesundheitshilfe), Leiter des Referats H II 2 und stellvertretender Unterabteilungsleiter, ab 1971: H II 1 (Allgemeine Hygiene und Seuchenbekämpfung, Umwelthygiene), 1973 in der Abteilung H (Humanmedizin, Arzneimittel- und Apothekenwesen) stellvertretender Leiter der Gruppe H 3 und Referent für Allgemeine Hygiene und Seuchenbekämpfung, 1973-1974 in der Abteilung 3 (Humanmedizin, Arzneimittel- und Apothekenwesen), Gruppe 33, Leiter des Referates 332 (Seuchenhygiene), 1974 und 1975 kommissarischer Leiter der Gruppe 33, 1976-1978 in der Abteilung 3 (Humanmedizin, Arzneimittel- und Apothekenwesen), Gruppe 33, ab 1977: Gruppe 34 Leiter des Referats 332.1, ab 1977: 346 (u. a. Seuchenhygiene und internationale Zusammenarbeit), 1978-1981 in der Abteilung 3 (Gesundheitswesen), Unterabteilung 34 (Gesundheitshilfe, Gesundheitsschutz) Leiter des Referats 346 (Seuchenhygiene) stellvertretender Leiter des Referats 345 (Allgemeine Hygiene) sowie stellvertretender Leiter der Unterabteilung 34.

Harry Seidel (geb. 1938)

Lehre als Elektromonteur, nach ersten Erfolgen im Radsport, April 1961 aus politischen Gründen Austritt aus dem Radsportverband der DDR und Flucht nach West-Berlin, in der Folge Beteiligung an mehreren Fluchthilfeaktionen (Tunnelbau), Tätigkeit als Zeitungsfahrer, im November 1962 während einer Fluchthelferaktion Verhaftung durch DDR-Grenzposten, im Dezember 1962 Verurteilung durch das Oberste Gericht der DDR wegen Verstoßes gegen das Gesetz zum Schutz des Friedens zu lebenslanger Haft, 13. September 1966 Austausch, anschließend bis zum Ruhestand Tätigkeit in der Senatsverwaltung Berlins und erneute Erfolge im nationalen Radsport.

Paul Seiler (geb. 1911)

Langjähriger Verbandsvorsteher des Deutschen Handels- und Industrieangestelltenverbandes Hamburg sowie Bundesvorsitzender des Christlichen Gewerkschaftsbundes Deutschlands (CGB), ab 1966 Mitglied im Wirtschafts- und Sozialausschuss der EWG.

Dr. Max Silberstein (1897-1966)

Seit 1919 im badischen Justizdienst, zuletzt Landgerichtsrat in Mannheim, 1933 Entlassung, 1938 Inhaftierung im Konzentrationslager Buchenwald, danach Flucht nach Frankreich, 1946 Rückkehr nach Deutschland, 1949-1954 Präsident des Landgerichts Mannheim, 1955-1962 Präsident des Oberlandesgerichts Karlsruhe.

Andrej A. Smirnow (1905-1982)

Seit 1936 im sowjetischen diplomatischen Dienst, 1937-1941 Botschaftsrat in Berlin, 1941-1943 Botschafter in Teheran, als Experte für Fragen der Deutschland- und Osteuropapolitik u. a. Mitglied der sowjetischen Delegationen auf den alliierten Konferenzen von Teheran 1943, London 1947 und Paris 1949, 1949-1956 leitende Posten im sowjetischen Außenministerium, 1956 Botschafter in Wien, 1956-1966 in Bonn, 1966-1969 in Ankara, 1969-1973 einer der stellvertretenden Außenminister.

Herbert Snigola (1909-1972)

Selbstständiger Schlossermeister, seit 1946 Leiter der Fachgruppe Kunst- und Bauschlosser der Berliner Schlosser-Innung, seit 1952 Vorstandsmitglied der Handwerks- und Gewerbekammer zu Berlin und Obermeister der Schlosser- und Maschinenbauer-Innung Berlin, 1954-1972 Präsident der Handwerkskammer Berlin, seit 1956 Vorstandsmitglied des Deutschen Handwerkskammertages in Bonn, seit 1966 Hauptinnungsmeister des Deutschen Schlosser- und Maschinenhandwerks, 1966-1970 Mitglied der Bildungskommission des Deutschen Bildungsrates.

Friedrich Wilhelm Ludolf Gerhard Augustin von Steuben (1730-1794)

Seit 1747 im preußischen Militärdienst, 1758 Generaladjutant, 1762 Stabskapitän und Flügeladjutant Friedrichs des Großen, 1763 Verabschiedung, 1764-1775 Hofmarschall des Fürsten von Hohenzollern-Hechingen, 1775 Eintritt als Oberst in das badische Heer, anlässlich eines Aufenthaltes in Frankreich Kontakt zu Benjamin Franklin und Silas Deane, auf deren Vermittlung 1777 Eintritt in die amerikanische Kontinentalarmee, dort ab 1778 Generalinspekteur im Rang eines Generalmajors und zeitweise Generalstabschef George Washingtons, 1784 Rückzug in das Privatleben.

Prof. Dr. Wolfgang Stützel (1925-1987)

1945-1950 Studium der Wirtschaftswissenschaften, 1950-1953 Assistent am wirtschaftswissenschaftlichen Seminar der Universität Tübingen, 1953-1956 Stellvertretender Leiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung der Berliner Bank AG, 1957 Dozent an der Universität Tübingen, 1957-1958 Abteilungsleiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung der Deutschen Bundesbank, 1958-1987 Professor an der Universität Saarbrücken, 1966-1968 Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

George Morgan Thomson (1921-2008)

1940-1945 Kriegsdienst, 1946-1948 stellvertretender, 1948-1953 Herausgeber des „Forward", 1952-1972 Labour-Abgeordneter des britischen Unterhauses, 1954-1956 britischer Vertreter in der beratenden Versammlung des Europarates, 1955-1956 in der Versammlung der WEU, 1957 Delegierter bei der Parlamentarierkonferenz der Commonwealth-Länder, 1959-1963 im Labour-Schattenkabinett Minister für Commonwealth- und Kolonialangelegenheiten, 1960-1964 Vorsitzender des Commonwealth Education Council, 1964-1967 Staatsminister im Außenministerium mit Zuständigkeit für Europäische Integration und NATO, 1966-1967 Kanzler für das Herzogtum Lancaster, 1967-1968 im Außenministerium Staatssekretär für Angelegenheiten des Commonwealth, 1968-1969 Minister ohne Geschäftsbereich, 1969-1970 erneut Kanzler des Herzogtums Lancaster, stellvertretender Außenminister mit der Zuständigkeit für europäische Angelegenheiten und Angelegenheiten des Gemeinsamen Marktes, 1970-1972 Verteidigungspolitischer Sprecher der Opposition, 1973-1976 britisches Mitglied der EG-Kommission, seit 1977 Baron Thomson of Monifieth.

Heinz Trettner (1907-2006)

1925-1945 Berufssoldat, 1936-1937 Angehöriger der „Legion Condor" im spanischen Bürgerkrieg, zuletzt 1944-1945 als Generalleutnant Kommandeur der 4. Fallschirmjäger-Division, 1945-1948 Kriegsgefangenschaft, 1948 Tätigkeit beim Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln, 1948-1951 in der Privatwirtschaft, 1951-1955 Referent in der Hauptgeschäftsstelle des Verbandes Deutscher Soldaten in Bonn, 1953-1956 Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, 1956-1966 Bundeswehr, dort 1956-1959 beim Deutschen Anteil SHAPE in Paris, Leiter der Abteilung IV (Logistik), 1959-1960 beim Stab des III. Korps in Koblenz, 1960 beim Truppenamt in Köln und beim Materialamt der Bundeswehr in Sankt Augustin, 1960-1963 Kommandierender General des I. Korps in Münster, 1964-1966 Generalinspekteur der Bundeswehr, 1966 (24. Aug.) Versetzung in den einstweiligen Ruhestand.

Gottfried Reinhold Treviranus (1891-1971)

1906-1918 Berufssoldat und Kriegsdienst, 1919 Studium der Landwirtschaft, 1921 Direktor der Landwirtschaftskammer Lippe, 1924-1932 MdR (DNVP bzw. ab 1930 KVP), 1930 Reichsminister für die besetzten Gebiete bzw. Reichsminister ohne Geschäftsbereich und Reichskommissar für die Durchführung des Osthilfeprogramms, 1931-1932 Reichsminister für Verkehr, 1934 Emigration in die USA, dort zunächst Tätigkeit in der Landwirtschaft, ab 1945 Tätigkeit als Sachverständiger amerikanischer Unternehmen für Warenkredite an deutsche Unternehmen, 1949 Rückkehr nach Deutschland, 1954 Gründung einer Film-Produktionsfirma.

Stewart Lee Udall (geb. 1920)

1942-1945 Kriegsdienst, 1948-1954 Tätigkeit als Rechtsanwalt, 1955-1961 Abgeordneter des US-Repräsentantenhauses, 1960-1969 amerikanischer Innenminister, 1969-1970 Gastprofessor an der Yale University, 1969-1973 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1972 Berater des demokratischen Präsidentschaftskandidaten George McGovern, 1983-1984 Gastprofessor an der University of Denver.

Walter Ulbricht (1893-1973)

Seit 1912 Mitglied der SPD, seit 1920 der KPD, 1926-1929 MdL in Sachsen, 1927 Mitglied des Zentralkomitees der KPD, 1928-1933 MdR, 1933-1945 Emigration (Frankreich, Tschechoslowakei, Sowjetunion), dort in führenden Positionen in der Exil-KPD und der Komintern, 1946-1950 Mitglied des Zentralsekretariats des Parteivorstandes der SED, Stellvertretender Vorsitzender der SED und Leiter der Abteilung Wirtschaft, Verwaltung und Kommunalpolitik, ab 1949 Mitglied der Volkskammer der DDR, 1949-1973 Mitglied des Politbüros des Parteivorstandes bzw. des Zentralkomitees der SED, 1949-1960 Stellvertretender Ministerpräsident bzw. (ab 1955) Erster Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates der DDR, 1950-1971 Generalsekretär bzw. (ab 1953) Erster Sekretär des Zentralkomitees der SED, ab Mai 1971 Vorsitzender der SED, 1960-1973 Vorsitzender des Staatsrates der DDR, 1960-1971 Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates.

Dr. Hans-Jochen Vogel (geb. 1926)

1943-1945 Kriegsdienst, 1946-1951 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1950 Eintritt in die SPD, 1951-1954 Bayerisches Staatsministerium der Justiz, dann Amtsgericht Traunstein, 1955-1958 Bayerische Staatskanzlei, dort Leiter des Arbeitskreises für die Sammlung des Bayerischen Landesrechts, 1958-1960 Tätigkeit als hauptberuflicher Stadtrat der Landeshauptstadt München und Leiter des Rechtsreferats, 1960-1972 Oberbürgermeister von München, seit 1970 im Bundesvorstand der SPD, 1971-1977 Landesvorsitzender der SPD in Bayern, 1972-1981 MdB, 1972-1974 Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau, 1974-1981 Bundesminister der Justiz, 1981 (Januar-Juni) Regierender Bürgermeister von Berlin und 1981-1983 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, dort Vorsitzender der SPD-Fraktion, 1983 Kanzlerkandidat der SPD, 1983-1994 erneut MdB, dort 1983-1991 Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, 1984-1987 stellvertretender und 1987-1991 Vorsitzender der SPD, 1992-1994 Obmann der SPD in der Gemeinsamen Verfassungskommission von Bundestag und Bundesrat.

Wieland Adolf Gottfried Wagner (1917-1966)

1938-1943 Studium der Malerei, ab 1940 zusätzlich der Musik, 1942-1945 Oberspielleiter des Landestheaters Altenburg, ab 1951 zusammen mit seinem Bruder Wolfgang Leiter der Bayreuther Festspiele.

Dr. Gebhardt von Walther (1902-1982)

1929-1945 im Auswärtigen Dienst mit Stationen in Beirut (1932-1934), Memel (1934-1936), Moskau (1936-1941), Tripolis (1941-1943) und Ankara (1943-1944), 1944-1946 Internierung in der Türkei und in Deutschland, 1946-1951 kaufmännische Tätigkeit, 1951-1956 nach Wiedereintritt in den Auswärtigen Dienst Tätigkeit an der diplomatischen Vertretung in Paris, zuletzt als Gesandter, 1956-1958 Botschafter in Mexiko, 1958-1959 in Brasilien, 1959-1962 bei der NATO, 1962-1966 in Ankara und 1966-1968 in Moskau, danach geschäftsführender stellvertretender Präsident der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik.

Herbert Westerich (1904-1991)

1921-1923 kaufmännische Lehre, verschiedene Tätigkeiten in der Privatwirtschaft, ab 1929 Teil- bzw. Inhaber der Firma Schacht & Westerich, Hamburg, 1966-1981 Mitglied des Postverwaltungsrates, 1969-1975 Präses der Handelskammer Hamburg, 1971-1976 Vizepräsident des Deutschen Industrie- und Handelstages, Bonn.

Dr. Hans Wilhelmi (1899-1970)

Seit 1924 Rechtsanwalt und Notar in Frankfurt am Main, 1934 Mitbegründer der Bekennenden Kirche in Hessen und Nassau, 1939-1945 Kriegsdienst, 1945 Mitbegründer der CDU, 1946-1970 Präses der Synode der Evangelischen Landeskirche in Hessen und Nassau, 1957-1969 MdB, dort 1964-1969 Vorsitzender des Rechtsausschusses, 1960-1961 Bundesminister für wirtschaftlichen Besitz des Bundes.

Harold Wilson (1916-1995)

1938-1940 Dozent für Wirtschaftswissenschaften in Oxford, 1940-1945 Tätigkeit in verschiedenen Ministerien, 1945-1983 Labour-Abgeordneter im britischen Unterhaus, 1947-1951 Handelsminister, 1952-1976 Mitglied des Parteivorstandes der Labour Party und 1963-1976 deren Vorsitzender, 1955-1956 Präsident der Fabian Society, 1964-1970 und 1974-1976 britischer Premierminister, seit 1976 Sir James Harold Baron Wilson of Rievaulx.

Rudolf von Wistinghausen (1905-1981)

1921-1928 Studium der Landwirtschaft, 1928-1929 Tätigkeit bei einer Versicherung, 1929-1931 Geschäftsführer der Gesellschaft zur Förderung des Herder-Instituts in Riga, 1931-1933 Studium der Landwirtschaft und Volkswirtschaft in den USA, 1933-1939 beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) Berlin, 1939-1945 Auswärtiges Amt, 1939-1940 zunächst bei der Deutschen Gesandtschaft in Den Haag, dann Vizekonsul beim Deutschen Generalkonsulat in Amsterdam, 1940-1945 Referatsleiter in der Kulturpolitischen Abteilung, 1945-1946 Dolmetscher bei den amerikanischen Streitkräften Ludwigsburg, 1946-1948 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1948-1949 Referent beim Deutschen Bauernverband, 1949-1956 BMM (ab Oktober 1953: BMZ), dort Angehöriger der Deutschen Vertretung beim Europäischen Wirtschaftsrat (OEEC), Paris, 1956-1960 BMA, dort in der Abteilung II (Arbeitskräfte), Unterabteilung II b (Arbeitsvermittlung, Berufsberatung, -ausbildung und -förderung) Leiter des (bis 1959 aufgeteilten) Referats II b 4, ab 1959: II b 4 b (Deutsche Arbeitskräfte im Ausland und ausländische Arbeitskräfte im Inland), 1960-1970 Auswärtiges Amt, dort 1961-Oktober 1966 an der Botschaft Moskau, November 1966-1970 Leiter der Botschaft Lomé (Togo), 1973-1980 Vorsitzender der Deutsch-Baltischen Landsmannschaft im Bundesgebiet, bzw. der Deutsch-Baltischen Gesellschaft e.V.

Semjon Konstantinowitsch Zarapkin (1906-1984)

Nach dem Studium der Orientalistik 1937-1947 im Außenministerium in Moskau, dort zuletzt Leiter der Amerika-Abteilung, 1945 Ernennung zum Mitglied des Kollegiums des Volkskommissariates (Ministerium) für Auswärtige Angelegenheiten, 1945 Mitglied der sowjetischen Delegation bei der Konferenz von Potsdam, 1947-1949 Geschäftsträger an der Botschaft in Washington, 1949-1954 stellvertretender Gesandter im UN-Sicherheitsrat, 1954-1964 Leiter der Abteilung „Internationale Organisation" im Außenministerium, 1961-1966 Leiter der sowjetischen Delegation bei der Genfer Abrüstungskonferenz, 1964-1966 Berater des sowjetischen Außenministers, Mai 1966-Januar 1971 Botschafter in Bonn.

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