2.20.8 (k1967k): B. Abberufen des Botschafters aus dem Kongo

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 20. 1967US-Präsident Johnson empfängt Bundeskanzler Kiesinger zum GesprächBundesaußenminister Brandt und der rumänische Außenminister Manescu vereinbaren die Aufnahme diplomatischer BeziehungenDemonstrationen in Berlin anlässlich des SchahbesuchsCarlo Schmid warnt angesichts der Studentenunruhen vor einem "Staatsverfall"

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[B.] Abberufen des Botschafters aus dem Kongo

Der Bundeskanzler unterrichtet das Kabinett, daß der Botschafter abberufen wurde, weil Tschombé Gelegenheit gegeben wurde, sich in der deutschen Botschaft in Madrid in das Kondolenzbuch zum Tode Konrad Adenauers einzutragen. 20

Das Kabinett unterbricht die Sitzung von 13.10 - 13.50 Uhr zu einer Mittagspause.

Fußnoten

20

Der in spanischem Exil lebende ehemalige kongolesische Ministerpräsident Moïse Kapenda Tschombé, der im März 1967 in seiner Heimat wegen Hochverrats in Abwesenheit zum Tode verurteilt worden war, hatte sich in das in der Madrider Botschaft der Bundesrepublik ausliegende Kondolenzbuch für den am 19. April 1967 verstorbenen früheren Bundeskanzler eingetragen. Daraufhin war der kongolesische Botschafter in Bonn Jacques Massangu am 17. Mai 1967 in sein Heimatland zurückberufen worden. In der Verbalnote des AA vom 18. Mai 1967 an die kongolesische Botschaft in Bonn wurde festgestellt, dass die deutsche Botschaft in Madrid keine Kontakte zu Tschombé unterhalte und dessen Eintragung in das öffentlich zugängliche Kondolenzbuch nicht habe verhindern können. Nachdem Lübke in einem Schreiben vom 16. Juni 1967 dem Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo Joseph-Désiré Mobutu sein Bedauern über die Beeinträchtigung der Beziehungen beider Staaten zum Ausdruck gebracht hatte, nahm Massangu am 30. Aug. 1967 seine Amtsgeschäfte in Bonn wieder auf. Vgl. die Verbalnote des AA, das Schreiben Lübkes und weitere Unterlagen in B 122/5342 sowie den Vermerk des Chefs des Protokolls im AA vom 31. Aug. 1967 in B 122/22376.

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