2.53.3 (k1967k): B. Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur Volksrepublik Süd-Jemen

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 20. 1967US-Präsident Johnson empfängt Bundeskanzler Kiesinger zum GesprächBundesaußenminister Brandt und der rumänische Außenminister Manescu vereinbaren die Aufnahme diplomatischer BeziehungenDemonstrationen in Berlin anlässlich des SchahbesuchsCarlo Schmid warnt angesichts der Studentenunruhen vor einem "Staatsverfall"

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[B.] Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur Volksrepublik Süd-Jemen

Das Kabinett nimmt zustimmend Kenntnis von der Kabinettvorlage des Bundesministers des Auswärtigen und des Schreibens des Chefs des Bundeskanzleramtes vom 15.12.1967 - I/1 - 14004 - 1133/67 II geh. 4

Auf Vorschlag von Bundesminister Wischnewski beschließt das Kabinett, alle arabischen Staaten über die Aufnahme der Beziehungen mit der Volksrepublik Süd-Jemen zu unterrichten. 5

Fußnoten

4

Letzter Halbsatz so in der Textvorlage gemäß Kanzleiberichtigung vom 11. Jan. 1968 hinzugefügt (B 136/36154). - Vorlage des AA vom 14. Dez. 1967 in AA B 130, Bd. 2569, und B 136/50455, Schreiben des Chefs des Bundeskanzleramts vom 15. Dez. 1967 in B 136/4645, vgl. dazu das Glückwunschtelegramm des Bundespräsidenten vom 30. Nov. 1967 in AA B 36, Bd. 306, und AA B 130, Bd. 2557, sowie das Schreiben der Botschaft in Aden an das AA vom 4. Dez. 1967 in AAPD 1967, S. 1592-1594, weitere Unterlagen in AA B 36, Bd. 305, und AA B 130, Bd. 2557. - Die seit 1839 unter britischer Kolonialherrschaft befindlichen Sultanate der Südarabischen Föderation (auch Südarabien) hatten am 30. Nov. 1967 durch Verhandlungen zwischen Großbritannien und der Nationalen Befreiungsfront Südarabiens in Genf ihre Unabhängigkeit erreicht. Gleichzeitig war die Demokratische Volksrepublik Jemen (Südjemen) ausgerufen worden. - Der AA hatte in seiner Vorlage darauf verwiesen, dass Südjemen bereits von den meisten arabischen Staaten sowie von Großbritannien, Frankreich, den USA und der Sowjetunion anerkannt worden und zwischenzeitlich Mitglied der Arabischen Liga geworden sei. Der Bundespräsident hatte am 30. Nov. 1967 die Anerkennung durch die Bundesrepublik erklärt. Das Kabinett sollte nun über die Aufnahme diplomatischer Beziehungen und die Umwandlung des Konsulats in Aden in eine Botschaft entscheiden. - Laut Schreiben des Chefs des Bundeskanzleramts vom 15. Dez. 1967 sollte die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Aden mit Konsul I. Klasse Dr. Alfons Böcker besetzt werden.

5

Auf eine Benachrichtigung aller arabischen Regierungen wurde verzichtet, nachdem Regierungssprecher Günter Diehl die Presse vom Kabinettsbeschluss bereits am 18. Dez. 1967 unterrichtet hatte. Vgl. den Vermerk des AA vom 19. Dez. 1967 in AA B 130, Bd. 2569. - Fortgang 172. Sitzung am 2. Juli 1969 TOP C (B 136/36164).

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