3.1.1 (k1967k): Der Bundeskanzler und die Bundesminister

Zum Text. Zu den Funktionen. Zum Navigationsmenü. Zum Navigationsbaum

 

Bandbilder:

Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 20. 1967US-Präsident Johnson empfängt Bundeskanzler Kiesinger zum GesprächBundesaußenminister Brandt und der rumänische Außenminister Manescu vereinbaren die Aufnahme diplomatischer BeziehungenDemonstrationen in Berlin anlässlich des SchahbesuchsCarlo Schmid warnt angesichts der Studentenunruhen vor einem "Staatsverfall"

Extras:

 

Text

Der Bundeskanzler und die Bundesminister

Der Bundeskanzler

Kurt Georg Kiesinger (1904-1988)

Ab 1935 Rechtsanwalt beim Kammergericht Berlin, 1940-1945 Rundfunkpolitische Abteilung des AA, dort 1943 stellvertretender Abteilungsleiter, 1945-1946 amerikanisches Internierungslager Ludwigsburg, ab 1948 Rechtsanwalt in Tübingen, 1948-1951 Geschäftsführer des CDU-Landesverbands Württemberg-Hohenzollern, 1949-1959 und 1969-1980 MdB, dort 1954-1959 Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten, 1956-1958 MdEP (CDU), 1958-1966 Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, 1960-1966 MdL Baden-Württemberg, 1963-1966 Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit, 1966-1969 Bundeskanzler, 1967-1971 Bundesvorsitzender der CDU.

Der Stellvertreter des Bundeskanzlers und Bundesminister des Auswärtigen

Willy Brandt (1913-1992)

Mitglied der sozialistischen Jugendbewegung, 1931 Übertritt von der SPD zur SAP, 1933 Flucht über Dänemark nach Norwegen, 1940 nach Schweden, 1945 Korrespondent für skandinavische Zeitungen in Deutschland, 1947 Presseattaché an der norwegischen Vertretung (Militärmission) beim Alliierten Kontrollrat in Berlin, 1948 Vertretung des SPD-Vorstandes in Berlin und bei den alliierten Kontrollbehörden, Wiedereinbürgerung, 1949-1957, 1961 und 1969-1992 MdB (SPD), 1950-1969 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, 1955-1956 dessen Präsident, 1957-1966 Regierender Bürgermeister von Berlin, 1964-1987 Vorsitzender der SPD, 1966-1969 Bundesminister des Auswärtigen, 1969-1974 Bundeskanzler, 1976-1992 Vorsitzender der Sozialistischen Internationale.

Der Bundesminister des Innern

Paul Lücke (1914-1976)

Nach Schlosserlehre und Tätigkeit in der katholischen Jugendbewegung 1935-1945 Wehr- und Kriegsdienst, 1945 Mitbegründer der CDU im Oberbergischen Kreis, 1947-1949 Amtsdirektor von Engelskirchen, 1949-1972 MdB, dort 1950-1957 Vorsitzender des Ausschusses für Wiederaufbau und Wohnungswesen, 1954-1965 Präsident des Deutschen Gemeindetages, 1957-1965 Bundesminister für Wohnungsbau bzw. (seit 1961) für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung, 1965-1968 Bundesminister des Innern, 1969-1976 Leiter der Deutschen Wohnungsgesellschaft in Köln.

Der Bundesminister der Justiz

Dr. Dr. Gustav W. Heinemann (1899-1976)

Seit 1926 Anwaltstätigkeit, 1928-1949 zugleich Justitiar bzw. (seit 1936) Vorstandsmitglied der Rheinischen Stahlwerke AG in Essen, 1945-1967 Mitglied des Rates der EKD, 1946-1949 Oberbürgermeister von Essen, 1946-1950 MdL Nordrhein-Westfalen (CDU), 1947-1948 Justizminister des Landes Nordrhein-Westfalen, 1949-1950 Bundesminister des Innern, 1949-1955 Präses der Synode der EKD, 1951 Gründer der Notgemeinschaft für den Frieden Europas, 1952 Austritt aus der CDU und Gründung der Gesamtdeutschen Volkspartei (GVP), 1957 nach deren Auflösung Anschluss an die SPD, 1957-1969 MdB, dort 1965 Vorsitzender des Sonderausschusses Parteiengesetz, 1966-1969 Bundesminister der Justiz, 1969-1974 Bundespräsident.

Der Bundesminister der Finanzen

Franz Josef Strauß (1915-1988)

1939-1945 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1946-1949 Landrat in Schongau, 1948-1953 Generalsekretär der CSU, 1948-1949 Mitglied des Wirtschaftsrates des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1949-1978 MdB, dort 1949-1953 geschäftsführender Vorsitzender der CSU-Landesgruppe und stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, 1953-1957 und 1963-1966 Vorsitzender der CSU-Landesgruppe, 1952-1961 stellvertretender Vorsitzender der CSU, 1953-1955 Bundesminister für besondere Aufgaben, 1955-1956 Bundesminister für Atomfragen, 1956-1962 Bundesminister für bzw. (ab 1961) der Verteidigung, 1961-1988 Vorsitzender der CSU, 1966-1969 Bundesminister der Finanzen, 1978-1988 MdL Bayern und Bayerischer Ministerpräsident.

Der Bundesminister für Wirtschaft

Prof. Dr. Karl Schiller (1911-1994)

Nach dem Studium der Volkswirtschaft und Soziologie in Kiel, Frankfurt am Main, Berlin und Heidelberg 1934-1935 Assistent an der Universität Heidelberg, ab 1935 beim Institut für Weltwirtschaft, Kiel, dort ab 1936 Leiter der Forschungsgruppe Marktordnung und Außenwirtschaft, 1941-1945 Kriegsdienst und 1944 Berufung an die Universität Rostock, 1945-1946 Leiter der Hamburger Außenstelle des Instituts für Weltwirtschaft, seit 1946 Mitglied der SPD, 1946 Gastprofessor an der Universität Kiel, seit 1947 o. Professor für Volkswirtschaftslehre und Direktor des Instituts für Außenhandel und Überseewirtschaft an der Universität Hamburg, dort 1956-1958 Rektor, seit 1947 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats bei der Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebietes bzw. ab 1949 beim BMWi, 1948-1953 Senator für Wirtschaft und Verkehr der Freien und Hansestadt Hamburg, 1949-1957 Mitglied der Hamburger Bürgerschaft, 1961-1965 Senator für Wirtschaft in Berlin, 1962-1972 Mitglied des Parteivorstands und ab 1966 Mitglied des Präsidiums der SPD, 1965-1972 MdB, dort stellvertretender Vorsitzender und wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion, 1966-1971 Bundesminister für Wirtschaft, 1971-1972 Bundesminister für Wirtschaft und Finanzen, 1972 Austritt aus der SPD, 1973-1979 Präsident des Verwaltungsrates der privaten Entwicklungsgesellschaft für Mittel- und Südafrika EDESA (Economic Development Corporation for Equatorial and Southern Africa), 1980 erneut Eintritt in die SPD.

Der Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Hermann Höcherl (1912-1989)

1940-1945 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1948-1949 Rechtsanwalt in Regensburg, 1949 Eintritt in die CSU, 1950-1951 Staatsanwalt in Deggendorf, 1951-1953 Amtsgerichtsrat in Regensburg, 1953-1976 MdB, dort 1957-1961 Vorsitzender der Landesgruppe der CSU und stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1961-1965 Bundesminister des Innern, 1965-1969 Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, 1969-1972 stellvertretender Vorsitzender der Landesgruppe der CSU und erneut stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Vorsitzender des Vermittlungsausschusses.

Der Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung

Hans Katzer (1919-1996)

1929 Mitglied des Katholischen Jugendbundes Neudeutschland, 1939-1945 Kriegsdienst, 1945 Mitbegründer der CDU, 1945-1949 Arbeitsamt Köln, 1950-1957 Stadtrat in Köln, 1950-1977 Hauptgeschäftsführer bzw. (ab 1963) Vorsitzender der Sozialausschüsse der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), 1957-1980 MdB (CDU), dort 1961-1965 Vorsitzender des Ausschusses für wirtschaftlichen Besitz des Bundes, 1965-1969 Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, 1969-1980 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1969-1980 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU.

Der Bundesminister der Verteidigung

Dr. Gerhard Schröder (1910-1989)

1933-1934 wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bonn, 1934-1936 Referent am Kaiser-Wilhelm-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, Berlin, 1936-1939 Anwaltsassessor, 1939-1945 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1945 Mitbegründer der CDU, 1945-1947 Persönlicher Referent des Oberpräsidenten der Nordrhein-Provinz, dann Referent im Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, 1947-1953 Rechtsanwalt und Abteilungsleiter der North German Iron and Steel Control bzw. (seit 1949) Stahltreuhändervereinigung, 1949-1980 MdB (CDU), dort 1952-1953 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1953-1961 Bundesminister des Innern, 1955-1978 Vorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises von CDU und CSU, 1961-1966 Bundesminister des Auswärtigen, 1966-1969 Bundesminister der Verteidigung, 1967-1973 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU, 1969-1980 Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages.

Der Bundesminister für Verkehr

Georg Leber (geb.1920)

Nach kaufmännischer Ausbildung 1939-1945 Kriegsdienst, anschließend Ausbildung zum Maurer, 1947 Eintritt in die SPD und den DGB, 1949-1952 Sekretär der Baugewerkschaft Limburg (Lahn), 1952-1955 Redakteur der Gewerkschaftszeitung „Der Grundstein", seit 1953 Mitglied der Hauptvorstände der Industriegewerkschaft Bau-Steine-Erden und des DGB, 1955-1957 Zweiter und 1957-1966 Erster Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bau-Steine-Erden, 1953-1966 Mitglied des Geschäftsführenden Vorstandes des Internationalen Bundes der Bau- und Holzarbeiter, 1957-1983 MdB, 1958-1959 MdEP, 1961-1986 Mitglied des Vorstandes der SPD, 1966-1972 Bundesminister für Verkehr bzw. 1969-1972 Bundesminister für Verkehr und für das Post- und Fernmeldewesen, 1972-1978 Bundesminister der Verteidigung, 1979-1983 Vizepräsident des Deutschen Bundestages.

Der Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen

Dr. Werner Dollinger (1918-2008)

1943-1945 Kriegsdienst, nach Kriegsende Mitbegründer der CSU, seit 1946 Leitung einer Ziegelei, 1946-1964 Stadtrat in Neustadt/Aisch (CSU), 1953-1990 MdB, 1957-1961 und 1969-1976 stellvertretender, 1961-1962 Vorsitzender der CSU-Landesgruppe, 1961-1962 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1980-1982 Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, 1956-1958 Mitglied der Gemeinsamen Versammlung der EGKS, seit 1957 Mitglied des geschäftsführenden Landesvorstandes bzw. Präsidiums der CSU, 1964-1987 stellvertretender Vorsitzender der CSU, 1962-1966 Bundesschatzminister, 1966 auch Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, 1966-1969 Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen, 1971-1991 Mitglied der Synode der EKD, 1975-1993 Vorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises der CSU und stellvertretender Bundesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises von CDU und CSU, 1982-1987 Bundesminister für Verkehr.

Der Bundesminister für Wohnungswesen und Städtebau

Dr. Lauritz Lauritzen (1910-1980)

1929 Mitglied der SPD, 1937-1945 Reichsstelle für Chemie, 1945 Magistrat der Stadt Berlin, Landratsamt Rendsburg, Leiter der Präsidialkanzlei beim Oberpräsidenten der Provinz Schleswig-Holstein, 1946-1950 Landesdirektor im Ministerium des Innern des Landes Schleswig-Holstein, 1951-1954 Niedersächsisches Innenministerium, 1954-1963 Oberbürgermeister der Stadt Kassel, 1963-1966 Hessischer Minister der Justiz und für Bundesangelegenheiten (Bevollmächtigter des Landes Hessen beim Bund), 1966-1967 MdL Hessen, 1966-1972 Bundesminister für Wohnungswesen und Städtebau bzw. (seit 1969) für Städtebau und Wohnungswesen, 1969-1980 MdB, 1972 zusätzlich Bundesminister für Verkehr und für das Post- und Fernmeldewesen, 1972-1974 Bundesminister für Verkehr.

Der Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte

Kai-Uwe von Hassel (1913-1997)

1951-1955 und 1964-1975 stellvertretender, 1955-1964 Landesvorsitzender der CDU in Schleswig-Holstein, 1950-1965 MdL Schleswig-Holstein, 1954-1963 Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, 1953-1954 und 1965-1980 MdB, 1956-1969 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU, 1963-1966 Bundesminister der Verteidigung, 1966-1969 Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, 1969-1972 Präsident und 1972-1976 Vizepräsident des Deutschen Bundestages, 1977-1980 Präsident der Parlamentarischen Vertretung der WEU, 1979-1984 MdEP.

Der Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen

Herbert Wehner (1906-1990)

1927-1942 Mitglied der KPD, 1930-1931 MdL Sachsen, 1933-1935 illegale Tätigkeit für die KPD in Deutschland, ab 1935 Emigration und Mitglied des Zentralkomitees der Exil-KPD und der Komintern, 1937-1941 Aufenthalt in Moskau, 1941 im Auftrag der Komintern in Schweden, 1942-1944 dort Inhaftierung und Verurteilung zu einer einjährigen Haftstrafe, Ausschluss aus der KPD, 1944-1946 Tätigkeit als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter in Schweden, 1946 Rückkehr nach Deutschland, Mitglied des Landesvorstandes der SPD in Hamburg, 1949-1983 MdB, dort 1949-1966 Vorsitzender des Ausschusses für gesamtdeutsche und Berliner Fragen, 1966-1969 Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, 1958-1973 stellvertretender Parteivorsitzender, 1969-1983 Fraktionsvorsitzender.

Der Bundesminister für Angelegenheiten des Bundesrates und der Länder

Prof. Dr. Carlo Schmid (1896-1979)

1924-1925 Rechtsanwalt in Reutlingen, 1925 Eintritt in den württembergischen Justizdienst am Amtsgericht Tübingen, 1927-1928 beurlaubt zum Kaiser-Wilhelm-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Berlin, ab 1929 Lehrtätigkeit als Völkerrechtler an der Universität Tübingen, seit 1931 Landgerichtsrat in Tübingen, 1940-1945 Kriegsverwaltungsrat bei der Oberfeldkommandantur in Lille, 1945-1946 Vorsitzender des Staatssekretariats und Landesdirektor für Justiz sowie für Kultus, Erziehung und Kunst in Württemberg-Hohenzollern, dort 1946-1947 Präsident des Staatssekretariats und Staatssekretär für Justiz, 1947-1950 stellvertretender Staatspräsident und Justizminister, 1947-1972 Mitglied des SPD-Vorstandes, 1948-1949 Mitglied des Parlamentarischen Rats, dort Fraktionsvorsitzender der SPD und Vorsitzender des Hauptausschusses, 1949-1972 MdB, dort 1949-1953 Vorsitzender des Ausschusses für Besatzungsstatut und auswärtige Angelegenheiten, 1949-1966 und 1969-1972 Vizepräsident des Deutschen Bundestages, 1953-1967 o. Professor für Politische Wissenschaften an der Universität Frankfurt am Main, 1963-1966 Präsident der Versammlung der WEU, 1966-1969 Bundesminister für Angelegenheiten des Bundesrates und der Länder.

Der Bundesminister für Familie und Jugend

Dr. Bruno Heck (1917-1989)

1938-1945 Wehr- bzw. Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1950-1952 Kultministerium des Landes Württemberg-Hohenzollern, 1952-1958 Bundesgeschäftsführer der CDU, 1957-1976 MdB, dort 1957-1961 Vorsitzender des Ausschusses für Kulturpolitik und Publizistik, 1962-1968 Bundesminister für Familien- und Jugendfragen bzw. seit Herbst 1963: für Familie und Jugend, 1966-1971 Generalsekretär der CDU, 1961 Verwaltungsratsvorsitzender der Deutschen Welle, 1968-1989 Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Der Bundesminister für wissenschaftliche Forschung

Dr. Gerhard Stoltenberg (1928-2001)

1954-1957 MdL Schleswig-Holstein (CDU), 1955-1961 Bundesvorsitzender der Jungen Union Deutschlands, 1957-1971 und 1983-1998 MdB (CDU), 1965-1969 Bundesminister für wissenschaftliche Forschung, 1969-1971 Leiter der Stabsabteilung Wirtschaftspolitik bei der Friedrich Krupp GmbH, Essen, 1971-1982 Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, 1971-1989 Landesvorsitzender der CDU in Schleswig-Holstein, 1982-1989 Bundesminister der Finanzen, 1989-1992 Bundesminister der Verteidigung, 1992-1995 Koordinator für die deutsch-französische Zusammenarbeit.

Der Bundesschatzminister

Kurt Schmücker (1919-1996)

1938-1940 Tätigkeit als Buchdrucker bei den „Oldenburgischen Nachrichten", 1940-1946 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, Übernahme der elterlichen Druckerei, 1949-1972 MdB (CDU), dort 1959-1961 Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses, 1956-1966 Vorsitzender der CDU-Mittelstandsvereinigung, 1963-1966 Bundesminister für Wirtschaft, 1966 zugleich Bundesminister der Finanzen, 1966-1969 Bundesschatzminister, 1968-1971 Bundesschatzmeister der CDU, 1972-1986 Bürgermeister von Löningen (Oldenburg).

Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit

Hans-Jürgen Wischnewski (1922-2005)

1941-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, anschließend Tätigkeit in der Metallindustrie und Mitglied der IG Metall, 1953-1959 hauptberuflicher Gewerkschaftssekretär bei der IG Metall, 1946 Eintritt in die SPD, 1957-1990 MdB (SPD), 1961-1965 MdEP, 1966-1968 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, 1974-1976 und 1982 Parlamentarischer Staatssekretär bzw. ab 1974 Staatsminister im AA, 1976-1979 und 1982 Staatsminister im Bundeskanzleramt und Bevollmächtigter der Bundesregierung in Berlin, 1959-1961 Bundesvorsitzender der Jungsozialisten, 1968-1972 Bundesgeschäftsführer der SPD, 1970-1985 Mitglied des Parteivorstandes, 1984-1985 Bundesschatzmeister, 1964-1966 und 1970-1971 Präsident des Kuratoriums der deutschen Stiftung für Entwicklungshilfe, 1986-1996 Vorsitzender des Mittelost-Ausschusses der Sozialistischen Internationalen, 1964-1966 Präsident der Deutsch-Algerischen Gesellschaft, 1970-1971 Mitglied des Präsidiums der Deutsch-Tunesischen Gesellschaft, 1966-2002 Mitglied der Deutsch-Arabischen Gesellschaft und zeitweise deren Präsident, wiederholte Vermittlertätigkeit bei diplomatischen Sondermissionen u. a. 1977 bei der Entführung der Lufthansa-Maschine „Landshut" nach Mogadischu (Somalia).

Der Bundesminister für Gesundheitswesen

Käte Strobel (1907-1996)

1923-1938 kaufmännische Angestellte bei der Landesorganisation und den Genossenschaften des bayerischen Obst- und Gartenbaus, seit 1920 Mitglied der Sozialistischen Jugend Deutschlands - Die Falken, 1932-1933 Mitglied des Vorstandes der Reichsarbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde Deutschlands und bis 1933 Landesvorsitzende in Bayern, 1925 Eintritt in die SPD, 1945-1947 erneut kaufmännische Tätigkeit, daneben Mitarbeit beim Aufbau der Frauenarbeit der SPD Frankens, ab 1947 deren Vorsitzende, 1958-1971 Mitglied des Parteivorstandes, 1966-1970 des Präsidiums der SPD, 1949-1972 MdB (SPD), 1966-1969 Bundesministerin für Gesundheitswesen, 1969-1972 Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit, 1958-1967 MdEP, 1962-1964 dessen Vizepräsidentin, 1964-1967 Vorsitzende der Sozialistischen Fraktion im Europaparlament, 1972-1978 Mitglied des Stadtrates von Nürnberg, 1981-1989 Vorsitzende des SPD-Seniorenrates.

Extras (Fußzeile):