3.3 (k1967k): Sonstige 1966 erwähnte Personen

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 20. 1967US-Präsident Johnson empfängt Bundeskanzler Kiesinger zum GesprächBundesaußenminister Brandt und der rumänische Außenminister Manescu vereinbaren die Aufnahme diplomatischer BeziehungenDemonstrationen in Berlin anlässlich des SchahbesuchsCarlo Schmid warnt angesichts der Studentenunruhen vor einem "Staatsverfall"

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Sonstige 1966 erwähnte Personen

Hermann Josef Abs (1901-1994)

Nach Beendigung der Banklehre Tätigkeit in verschiedenen Bankhäusern in Bonn und Köln, ab 1923 in den Niederlanden, Großbritannien, USA und Südamerika, 1929-1934 Prokurist im Bankhaus Delbrück, Schickler & Co. in Berlin, seit 1935 als Teilhaber, 1937 Aufsichtsratsmitglied der IG-Farben-Industrie, seit 1938 Vorstandsmitglied und Direktor der Auslandsabteilung der Deutschen Bank, 1948 Mitglied, 1951 stellvertretender Vorsitzender und 1959-1973 Vorsitzender des Verwaltungsrates der Kreditanstalt für Wiederaufbau, 1951-1953 Leiter der deutschen Delegation bei der Londoner Schuldenkonferenz, seit 1952 im Verwaltungsrat der Deutschen Bundesbahn, 1955 Leiter der Delegation bei den Besprechungen über das deutsche Vermögen in den USA, 1957-1967 Vorstandssprecher und 1967-1976 Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank.

Alexander Abusch (1902-1982)

1916-1919 Ausbildung zum Kaufmännischen Angestellten, 1918 Mitglied der Freien Sozialistischen Jugend, seit 1919 Mitglied der KPD, 1918 Teilnahme an den revolutionären Kämpfen in Bayern, 1923 in Thüringen, 1924-1925 Mitglied der KPD-Bezirksleitung Thüringen, 1933 Mitglied der KPD-Bezirksleitung Ruhrgebiet, 1919-1921 Mitarbeiter der „Nordbayrischen Volkszeitung", 1921-1923 Redakteur, 1923 Chefredakteur der „Bayrischen Arbeiter-Zeitung", 1923 Mitarbeiter der „Neuen Zeitung", Jena, 1923 Herausgeber der Wochenzeitung „Die Revolution", Erfurt, 1925 Mitarbeiter des KPD-Pressedienstes, Berlin, 1926-1927 und 1930-1932 Redakteur der Zeitung „Die Rote Fahne", Berlin, 1928-1930 und 1932-1933 Chefredakteur der Zeitung „Ruhr-Echo", Essen, 1933 Emigration nach Paris, dort 1933-1934 Chefredakteur der Zeitschriften „Der Gegenangriff", „Unsere Zeit", 1935-1939 „Die Rote Fahne", 1939 Hauptmitarbeiter der „Deutschen Volkszeitung" und Mitglied der KPD-Leitung Paris, 1939-1940 Internierung, Flucht und Anschluss an die Résistance, 1940-1941 Mitglied der KPD-Leitung Toulouse, 1941 Emigration nach Mexiko, dort 1942-1946 Chefredakteur der Zeitschrift „Freies Deutschland", Mitbegründer und Ausschussmitglied der Bewegung Freies Deutschland, 1943 Mitglied des Exekutivkomitees des Lateinamerikanischen Komitees der Freien Deutschen, ab 1944 Vorstandsmitglied im Heinrich-Heine-Club und Hauptmitarbeiter der „Demokratischen Post", 1946 Rückkehr nach Deutschland, 1946-1951 Bundessekretär und 1949 Vizepräsident des Kulturbundes, 1948-1950 Mitglied des Parteivorstandes der SED und des Deutschen Volksrates, 1948 Leiter der Delegation für den Weltfriedenskongress in Breslau, 1948 Mitglied der Deutschen Wirtschaftskommission, 1949-1950 Mitglied des Weltfriedensrates, Mitglied der Provisorischen Volkskammer, dort Vorsitzender der Kulturbund-Fraktion, 1950-1951 aller Funktionen enthoben, 1951-1956 Tätigkeit als Inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit, 1951 Mitglied des Präsidialrates des Kulturbundes, 1952 im Vorstand des Deutschen Schriftsteller-Verbandes und der Deutschen Akademie der Künste sowie des PEN-Zentrums Deutschland, 1953 Mitarbeiter der Abteilung Kultur des Zentralkomitees der SED, 1954-1956 Erster Stellvertretender Minister für Kultur, 1956-1958 Staatssekretär im Ministerium für Kultur, ab 1957 Mitglied des Zentralkomitees der SED, ab 1958 Abgeordneter der Volkskammer, 1958-1961 Minister für Kultur, 1961-1971 Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrats der DDR, ab 1963 Leiter der staatlichen Kommission zur Gestaltung eines einheitlichen sozialistischen Bildungssystems beim Ministerrat, ab 1972 Vizepräsident, ab 1977 Ehrenpräsident des Kulturbundes.

Konrad Adenauer (1876-1967)

1901 Eintritt in die Zentrumspartei, 1917-1933 Oberbürgermeister von Köln, 1921-1933 Mitglied und Präsident des Preußischen Staatsrates, bis 1933 Mitglied des Reichsvorstandes der Zentrumspartei, 1933 Entlassung aus allen Ämtern, 1945 erneut Oberbürgermeister von Köln, 1946-1948 Mitglied des Zonenbeirates für die britische Besatzungszone, 1946-1950 MdL Nordrhein-Westfalen (CDU), dort 1946-1949 Fraktionsvorsitzender, 1946-1950 Vorsitzender des Zonenverbandes der CDU in der britischen Zone, 1948-1949 Präsident des Parlamentarischen Rates, 1949-1967 MdB, 1949-1963 Bundeskanzler, 1951-1955 zugleich Bundesminister des Auswärtigen, 1950-1966 Bundesvorsitzender der CDU.

Dr. Max Adenauer (1910-2004)

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften, 1938-1948 Tätigkeit bei der Klöckner-Humboldt-Deutz AG, zuletzt als Prokurist, 1939-1945 Kriegsdienst, 1948-1953 Beigeordneter, 1953-1965 Oberstadtdirektor der Stadt Köln, 1965-1977 Mitglied des Vorstandes der Rheinisch-Westfälischen Boden-Credit-Bank, Köln, 1969-1975 Mitglied des Rates der Stadt Köln, ab 1962 Mitglied des Verwaltungsrates der Deutschen Bundesbahn, 1979-2001 Mitglied des Beirates der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus.

Dr. Rüdiger Altmann (1922-2000)

Nach dem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften, der Politik und Soziologie zunächst Tätigkeit an der Universität Marburg, 1958-1960 alleiniger Geschäftsführer und Leiter der Bildungsstätte „Schloss Eichholz", heute: Bildungszentrum Schloss Eichholz der Konrad-Adenauer-Stiftung, 1963-1978 Stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelstages, daneben Tätigkeit als Publizist.

Dr. Georg Anders (1895-1972)

1933-1934 Preußisches Justizministerium, 1934-1945 Reichsjustizministerium, 1949 Personalamt der Verwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1949-1962 BMI, dort 1949-1952 Leiter des Referats II 5 (Bundesbeamtengesetz, Gesetz auf Grund Art. 131 GG, Versorgungsrecht, seit 1950 nur: Versorgungsrecht), 1952-1953 Leiter der Unterabteilung I A (Verfassung und Staatsrecht), 1953-1957 Leiter der Abteilung II (Beamtenrecht), 1957-1962 Staatssekretär (1957-1960 Staatssekretär II, 1960-1962 Staatssekretär I).

Dr. Dr. Corrado Kardinal Bafile (1903-2005)

Nach dem Studium der Chemie, der Rechtswissenschaften und einer Tätigkeit als Anwalt 1932-1936 Studium der Theologie in Rom, 1936 Priesterweihe und Fortsetzung des Studiums an der Päpstlichen Diplomatenakademie, ab 1939 im Staatssekretariat, 1960 Ernennung zum Titularerzbischof und Apostolischen Nuntius in Deutschland, 1975 Rückkehr nach Rom, 1976 Erhebung zum Kardinal, 1976-1980 Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse.

Julius Balkow (1909-1973)

1926-1931 Lehre und Tätigkeit als Maschinenschlosser, daneben im Abendstudium Weiterbildung, Mitglied der Sozialistischen Arbeiterjugend, 1931 Mitglied der SPD, später der Sozialistischen Arbeiterpartei, 1931-1933 Ingenieur für allgemeinen Maschinenbau in der Industrie, 1933-1944 Tätigkeit als Ingenieur bei der Firma Siemens und illegale politische Arbeit für die Gruppe um Anton Saefkow, 1944-1945 Inhaftierung im Zuchthaus Brandenburg, 1945 Bezirksbürgermeister von Berlin, 1946-1947 1. Sekretär der SED-Kreisleitung Teltow, 1947-1949 Studium der Gesellschaftswissenschaften, 1950-1951 Mitglied der SED-Kreisleitung Berlin-Mitte, ab 1951 im Ministerium für Außenhandel und Innerdeutschen Handel, dort zeitweise Leiter der Hauptabteilung Handelspolitik mit den sozialistischen Ländern, 1956-1961 stellvertretender, 1961-1965 Minister für Außenhandel und Innerdeutschen Handel, 1965-1967 stellvertretender Vorsitzender des Ministerrats, 1963-1973 Mitglied des ZK der SED und Abgeordneter der Volkskammer, 1971-1973 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten.

Heinz Behrendt (geb. 1913)

1939-1945 Kriegsdienst, 1946 Eintritt in die SED und Tätigkeit als Textilien-Kalkulationsprüfer bei der Landesregierung Brandenburg, 1951 Leiter der Hauptabteilung Industrie im Ministerium für Wirtschaft und Arbeit bzw. Arbeit und Berufsausbildung des Landes Brandenburg, 1952-1953 stellvertretender Vorsitzender des Rats des Bezirks Cottbus, 1953-1958 Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer der DDR, 1958-1978 Ministerium für Außenhandel (bis 1967: Ministerium für Außenhandel und Innerdeutschen Handel, bis 1976: Ministerium für Außenwirtschaft) der DDR, dort 1958-1965 Leiter der Hauptabteilung und Bevollmächtigter für den Innerdeutschen Handel, Verhandlungspartner der Treuhandstelle für Interzonenhandel, 1965-1978 Stellvertreter des Ministers und zuständig für den Handel mit der Bundesrepublik Deutschland.

David Ben Gurion (1886-1973)

Mitbegründer und 1921-1934 Generalsekretär der jüdischen Gewerkschaft Histadrut in Palästina, 1930-1965 Vorsitzender der Arbeiterpartei Mapai, 1935-1948 Vorsitzender der Jewish Agency for Palestine, 1948-1953 und 1955-1963 israelischer Ministerpräsident, zugleich mehrfach Verteidigungsminister.

Theodor Blank (1905-1972)

1930-1933 Sekretär im Zentralverband Christlicher Fabrik- und Transportarbeiter, 1939-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945 Mitbegründer der CDU Westfalen und des Deutschen Gewerkschaftsbundes, 1945 Stadtverordneter in Dortmund, 1945-1950 Mitglied des Vorstandes der IG Bergbau, 1946-1947 MdL Nordrhein-Westfalen, 1947-1949 Mitglied des Wirtschaftsrates des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1949-1972 MdB, dort 1965-1969 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1950-1955 Beauftragter des Bundeskanzlers für die mit der Vermehrung der alliierten Truppen zusammenhängenden Fragen, 1951 Leiter der deutschen Delegation beim Interimsausschuss für die Organisation der EVG, 1955-1956 Bundesminister für Verteidigung, 1957-1965 Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung.

Victor Hubert Joseph Bodson (1902-1984)

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften Tätigkeit als Rechtsanwalt, 1930 Eintritt in die Luxemburger Sozialistische Arbeiterpartei, 1934-1940 Mitglied des Rates der Stadt Luxemburg, seit 1934 Mitglied des Abgeordnetenhauses, 1937-1940, 1948-1951, 1959-1961 dessen Vizepräsident, 1964-1967 Präsident, ab 1967 Ehrenpräsident, 1961-1964 Staatsrat, ab 1964 Ehrenstaatsrat, 1940-1947, 1951-1959 Minister für Justiz, öffentliche Arbeiten und Verkehr, 1967-1970 EG-Kommissar für Verkehrspolitik.

Robert Borchardt (1912-1985)

1931-1932 Studium der Chemie und der Botanik, 1932-1934 Berufssoldat, 1935-1938 Militärberater bei der chinesischen Zentralregierung, 1939-1940 selbstständiger Transportunternehmer in Spanien, 1941-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1947-1949 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1949-1954 Außenpolitischer Redakteur der Süddeutschen Zeitung, München, 1954-1969 AA, dort 1955-1963 Pressereferent an der Botschaft Washington, 1963-1969 Zentrale, dort Leiter des dem Minister bzw. den Staatssekretären direkt unterstellten Referats L 3 (Informationsreferat Ausland), 1970-1973 im Geschäftsbereich des Bundeskanzleramtes (Bundesnachrichtendienst).

George Alfred Brown (1914-1985)

1945-1951 parlamentarischer Sekretär in mehreren Ministerien, 1951 Minister für öffentliche Bauten, 1951-1953 und 1960-1964 Vertreter Großbritanniens beim Europarat, 1964-1966 Wirtschafts- sowie stellvertretender Premierminister, 1966-1968 Außenminister, ab 1968 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1945-1970 Labour-Abgeordneter des britischen Unterhauses, 1955-1964 Sprecher der Labour Party für Landwirtschafts- und Verteidigungsfragen sowie innenpolitische Angelegenheiten, 1960-1970 stellvertretender Vorsitzender der Labour Party, 1976 Parteiaustritt, 1981-1985 Präsident der Social Democratic Alliance, seit 1970 George-Brown, Baron of Jevington.

Dr. Franz Burda (1903-1986)

Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre und Promotion Ausbildung zum Buchdruckermeister, Übernahme und Erweiterung der elterlichen Druckerei, seit 1927 Tätigkeit als Verleger, Begründer verschiedener auflagestarker Zeitschriften, u. a. (1949) „Burda-Moden", (1954) „BUNTE".

Attilio Cattani

Italienischer Diplomat, Botschafter, 1961-1962 zunächst Mitglied, dann Vorsitzender der Fouchet-Kommission, anschließend Generalsekretär im Außenministerium.

Dr. Emilio Colombo (geb. 1920)

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften Tätigkeit in der Italienischen Katholischen Jugendvereinigung, 1945 deren Vizepräsident, 1946 Mitglied der Verfassungsgebenden Versammlung, 1948-1992 Mitglied der Abgeordnetenkammer, 1948-1951 Staatssekretär im Ministerium für öffentliche Arbeiten, 1955-1958 Landwirtschaftsminister, 1958-1959 Außenhandelsminister, 1959-1963 Industrie- und Handelsminister, 1963-1970 und 1974-1977 Schatzminister, 1980-1982 und 1992-1993 Außenminister, 1970-1972 Ministerpräsident, anschließend italienischer Vertreter bei den Vereinten Nationen, New York, 1977-1980 und 1989-1992 MdEP, 1977-1980 dessen Präsident.

Dr. Albert Coppé (1911-1999)

Professor für Nationalökonomie an der Universität Löwen, 1946-1952 Abgeordneter des belgischen Repräsentantenhauses (Christlich-Soziale Partei), 1950 belgischer Minister für öffentliche Arbeiten, 1950-1951 Wirtschaftsminister, 1952 Minister für Wiederaufbau, 1952-1967 Mitglied und Vizepräsident (1952) der Hohen Behörde der EGKS, 1967-1972 Mitglied der Europäischen Kommission.

Michel Debré (1912-1996)

Seit 1934 im französischen Staatsdienst (Conseiller d'Etat), 1940-1944 Mitglied der Résistance, 1945 vom provisorischen Kabinett de Gaulle mit der Vorbereitung einer Verwaltungsreform beauftragt, 1947 Generalsekretär für deutsche und österreichische Angelegenheiten, seit 1947 Mitglied gaullistischer Parteiformationen, 1948-1962 Senator für das Département Indre-et-Loire, 1958-1959 Justizminister, 1959-1962 Ministerpräsident, 1966-1968 Wirtschafts- und Finanzminister, 1968-1969 Außenminister, 1969-1973 Verteidigungsminister, 1966-1989 Bürgermeister von Amboise, seit 1979 MdEP.

Suleiman Demirel (geb. 1924)

Nach dem Studienabschluss 1949-1951 und 1954-1955 Tätigkeit als Ingenieur für Wasserbau in den USA, 1951-1953 Tätigkeit in der türkischen Industrie, 1955 als Eisenhower-Stipendiat erneut in den USA, 1955-1960 Direktor der staatlichen Wasserbauverwaltung, 1960-1964 Dozent an der Middle East Technical University, Ankara, 1961-1965 Tätigkeit in der Privatindustrie, 1961 Eintritt in die Gerechtigkeitspartei, 1964-1981 deren Vorsitzender, 1965 stellvertretender Ministerpräsident, 1965-1971, 1975-1977, 1977-1978, 1979-1980 Ministerpräsident, 1980 durch einen Militärputsch seines Amtes enthoben, arretiert und bis 1987 mit dem Verbot der politischen Betätigung belegt, nach der Wiederzulassung 1987-1993 Vorsitzender der neu gegründeten Partei des rechten Weges, 1991-1993 erneut Ministerpräsident, 1993-2000 Staatspräsident der Türkei.

D. Dr. Otto Dibelius (1880-1967)

1907-1925 Pfarrer in Crossen, Danzig, Lauenburg und Berlin, seit 1921 Mitglied des Evangelischen Oberkirchenrates, 1925-1933 Generalsuperintendent der Kurmark, 1933 Beurlaubung, seit 1934 Mitarbeit im Bruderrat der Bekennenden Kirche, wiederholte Inhaftierung, 1945-1966 Bischof von Berlin-Brandenburg, 1949-1961 Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, 1954-1961 einer der Präsidenten des Ökumenischen Rats.

Dr. Julius Kardinal Döpfner (1913-1976)

1948-1957 Bischof von Würzburg, 1957-1961 Bischof von Berlin, seit 1958 Kardinal, 1961-1976 Erzbischof von München und Freising, seit 1961 Vorsitzender der Bayerischen, seit 1965 auch der Fuldaer Bischofskonferenz.

Fritz Erler (1913-1967)

Seit 1931 Mitglied der SPD, 1932-1938 Stadtverwaltung Berlin, nach Ausscheiden aus politischen Gründen kaufmännischer Leiter eines chemischen Unternehmens in Berlin, 1938 Verhaftung und 1939 Verurteilung zu zehn Jahren Zuchthaus, 1945 Flucht, 1945-1946 Landrat in Biberach, 1946-1947 MdL Württemberg-Hohenzollern und Tätigkeit in der dortigen Staatskanzlei, 1947-1949 Landrat in Tuttlingen, 1949-1967 MdB, dort u. a. 1952-1957 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses zur Mitberatung des EVG-Vertrages und der damit zusammenhängenden Abmachungen bzw. (ab 1953) des Ausschusses für Fragen der europäischen Sicherheit bzw. (ab 1956) des Ausschusses für Verteidigung, 1953-1957 Vorsitzender des Fraktionsarbeitskreises für Sicherheitsfragen, 1957-1964 stellvertretender, 1964-1967 Fraktionsvorsitzender, 1953-1957 Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarats und der Versammlung der WEU.

Dr. Hans Filbinger (1913-2007)

1933-1940 Studium der Volkswirtschaftslehre, der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1940-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946 Tätigkeit als Rechtsanwalt in Freiburg i. Br., 1951 Eintritt in die CDU, ab 1953 Stadtrat in Freiburg, 1958-1960 Ehrenamtlicher Staatsrat in Baden-Württemberg, 1960-1980 MdL (CDU) Baden-Württemberg, 1960-1964 Minister für Inneres und für Angelegenheiten der Vertriebenen, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigten des Landes Baden-Württemberg, 1964-1966 stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister, 1966-1978 Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, 1973-1974 Präsident des Bundesrates, 1971-1979 Vorsitzender des Landesverbandes Baden-Württemberg der CDU, 1973-1979 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU, 1970-1974 Generalbevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im deutsch-französischen Freundschaftsvertrag.

Charles de Gaulle (1890-1970)

Seit 1911 Berufsoffizier in der französischen Armee, 1914-1918 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1918-1931 verschiedene Kommandierungen, u. a. 1924 im Stab der Rheinarmee in Mainz, 1927 Bataillonskommandeur in Trier, 1932-1936 Generalsekretär des Nationalen Verteidigungsrates, 1937-1939 erneute Truppenverwendung, zuletzt 1939 Kommandeur einer Panzerdivision, 1940-1943 Gründer des Londoner Komitees „Freies Frankreich", Chef der „Freien Französischen Streitkräfte" und Chef des „Nationalen Verteidigungskomitees", 1943 Präsident des „Nationalen Befreiungskomitees", ab 1944 der „Provisorischen Regierung der französischen Republik", 1944-1946 und 1958 französischer Ministerpräsident, 1959-1969 Präsident der Republik.

D. Dr. Eugen Gerstenmaier (1906-1986)

Ab 1936 im Kirchlichen Außenamt der Evangelischen Kirche (1939 Konsistorialrat, später Oberkonsistorialrat), Mitglied der Bekennenden Kirche, 1939-1944 kriegsdienstverpflichtet im Auswärtigen Amt und Oberkommando der Wehrmacht, 1944 als Mitglied der Widerstandsgruppe des „Kreisauer Kreises" Verhaftung und Verurteilung durch den Volksgerichtshof zu sieben Jahren Zuchthaus, 1945-1951 Leiter des Hilfswerks der EKD, seit 1948 Mitglied der Synode der EKD, 1949-1969 MdB (CDU), dort 1953-1954 Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten, 1954-1969 Präsident des Deutschen Bundestages, 1956-1969 stellvertretender Vorsitzender der CDU.

Alfons Goppel (1905-1991)

1932-1934 Rechtsanwalt in Regensburg, 1934-1938 Staatsanwalt in Kaiserslautern, 1939-1945 Kriegsdienst, 1947 Landrat des Landkreises Aschaffenburg, 1952 Erster Bürgermeister von Aschaffenburg, 1954-1978 MdL (CSU), 1957-1958 Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium der Justiz, 1958-1962 Bayerischer Staatsminister des Innern, 1962-1978 Bayerischer Ministerpräsident, 1957-1991 Mitglied des CSU-Landesvorstands, 1979-1984 MdEP.

Hans von der Groeben (1907-2005)

1933-1942 Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft, 1942-1945 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1945-1952 Oberpräsidium Hannover, Abteilung Finanzen, bzw. Niedersächsisches Ministerium der Finanzen, 1952-1958 BMWi, dort 1952-1958 Leiter der Unterabteilung III D (Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl), seit 1956 Vorsitzender des Ausschusses Gemeinsamer Markt der Brüsseler Regierungs-Konferenz, 1958-1970 Mitglied der Kommission der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) bzw. (ab 1967) der Europäischen Gemeinschaften in Brüssel.

Max Güde (1902-1984)

1929-1932 Staatsanwalt in Mosbach (Baden), 1932-1933 Amtsgerichtsrat in Bruchsal, 1933-1943 in Wolfach, 1943-1945 Kriegsdienst, 1945-1950 Oberstaatsanwalt in Konstanz, 1950-1955 Bundesanwalt, 1955-1956 Senatspräsident, 1956-1961 Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof, 1961-1969 MdB (CDU), dort 1963-1969 Vorsitzender des Sonderausschusses Strafrecht bzw. ab 1965 für die Strafrechtsreform.

Wilhelm Haferkamp (1923-1995)

1942-1945 Kriegsdienst, 1946-1949 Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, seit 1950 Referent für Sozialversicherung und Arbeitsschutz beim DGB-Landesbezirk NRW, 1957-1962 Vorsitzender des DGB-Landesverbandes NRW, 1962-1967 Leiter der Abteilung Wirtschaftspolitik im DGB-Bundesvorstand, 1964-1967 Mitglied des Wirtschafts- und Sozialausschusses der EWG, 1967 EG-Kommissar für Energiepolitik, 1970-1984 Vizepräsident der EG-Kommission mit den Ressourcen 1970-1976 „Binnenmarkt und Rechtsangleichung", „Statistisches Amt" sowie dem Wirtschafts- und Finanzressort, ab 1977 „Außenbeziehungen", 1985-1995 hanseatischer Interessenvertreter im Hanse-Office bei der EG, Brüssel, 1958-1966, 1967 MdL NRW (SPD), dort 1962-1963 Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses.

Prof. Dr. Walter Hallstein (1901-1982)

1929 Privatdozent, 1930-1941 Professor für Privat- und Gesellschaftsrecht, 1946 Lehrstuhl für Internationales Privatrecht, Völkerrecht, Rechtsvergleichung und Gesellschaftsrecht an der Universität Frankfurt am Main, 1950 Leiter der deutschen Verhandlungsdelegation für den Schuman-Plan, 1950-1951 Staatssekretär im Bundeskanzleramt, 1951-1958 im AA, 1958-1967 Präsident der Kommission der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft in Brüssel, 1968 Präsident des Rates der Europäischen Bewegung, 1969-1972 MdB (CDU).

Mohammed Abdel Khalek Hassouna (1898-1992)

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften 1921 Tätigkeit als Rechtsanwalt, 1922-1925 Studium der Wirtschafts- und politischen Wissenschaften in Cambridge, 1926-1939 im ägyptischen Auswärtigen Dienst mit Stationen 1926 in Berlin, 1928 in Prag und Brüssel, 1930 in Rom, 1932-1939 in der Zentrale in Kairo, dort zunächst Leiter des Ministerbüros, dann Direktor der politischen Abteilung, 1939-1942 Unterstaatssekretär im Sozialministerium, 1942-1948 Gouverneur von Alexandrien, 1948-1949 Staatssekretär im Außenministerium, 1949-1952 Sozialminister, 1952 zunächst Erziehungsminister, dann kurzzeitig Außenminister, 1952-1972 Generalsekretär der Liga der Arabischen Staaten.

Dr. Fritz Hellwig (geb. 1912)

1933-1939 in der Geschäftsführung der IHK Saarbrücken, 1939-1940 in der Geschäftsführung der Bezirksgruppe Nordwest und 1940-1943 Geschäftsführer der Bezirksgruppe Südwest der Wirtschaftsgruppe Eisenschaffende Industrie, 1943-1947 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, seit 1947 in den wirtschaftspolitischen Ausschüssen der CDU, stellvertretendes Mitglied des Bundesvorstandes der CDU, Mitbegründer und Vorstandsmitglied des Deutschen Saarbundes, 1951-1959 Geschäftsführender Direktor des Deutschen Industrieinstituts in Köln, 1953-1959 MdB, dort 1956-1959 Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaftspolitik bzw. des Wirtschaftsausschusses, 1959 MdEP, 1959-1967 Mitglied der Hohen Behörde der EGKS in Luxemburg, ab 1967-1970 Vizepräsident der Europäischen Gemeinschaften in Brüssel, 1970-1973 Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Verbandes Deutscher Reeder in Hamburg.

Volkmar Hopf (1906-1997)

Seit 1930 im Justizdienst, ab 1936 Landrat in Franzburg-Barth (Pommern), 1939 Oberlandrat in Zlin (Protektorat Böhmen und Mähren), 1940-1945 Kriegsdienst, danach Verbandssyndikus in Wiesbaden, 1951-1955 BMI, dort Leiter des Referats Z 4 bzw. (ab 1953) Z 7 (Haushaltsangelegenheiten), 1955-1964 BMVtg, dort Leiter der Abteilung II, später H (Finanzen und Haushalt), 1959-1964 Staatssekretär, 1964-1971 Präsident des Bundesrechnungshofs und (ab 1965) Bundesbeauftragter für Wirtschaftlichkeit in der Verwaltung.

Hubert Horatio Humphrey (1911-1978)

Nach dem Studium der Pharmazie 1933-1937 Tätigkeit als selbstständiger Apotheker, 1937-1939 Studium der politischen Wissenschaften, 1939-1940 Dozent für politische Wissenschaften an der Universität von Louisiana, 1943-1944 Gastprofessor am Macalester College in St. Paul, 1944-1945 Nachrichtenkommentator im Rundfunk, 1945-1949 Bürgermeister von Minneapolis, 1949-1964 Senator des Staates Minnesota, dort seit 1959 Vorsitzender des Unterausschusses für Abrüstung, 1956-1958 Mitglied der amerikanischen UN-Delegation, 1960 Präsidentschaftskandidat der demokratischen Partei, 1965-1969 Vizepräsident der Vereinigten Staaten, 1968 erneut Präsidentschaftskandidat, 1969-1970 Professor am Macalester College und der Universität von Minnesota, 1971-1978 erneut Senator des Bundesstaates Minnesota.

Anton Jaumann (1927-1994)

1948-1952 Studium der Theologie, Rechts- und Staatswissenschaften, 1951-1953 Landesvorsitzender des RCDS in Bayern, 1957-1966 Tätigkeit als selbstständiger Rechtsanwalt in München, 1958-1963 zugleich Geschäftsführer des Landesverbandes des Bayerischen Groß- und Außenhandels, 1958-1990 MdL (CSU) Bayern, 1963-1967 Generalsekretär der CSU, 1966-1970 Staatssekretär im Staatsministerium der Finanzen, 1970-1988 Staatsminister für Wirtschaft und Verkehr, 1971-1988 Vorsitzender der Wirtschaftsministerkonferenz der Länder und des Wirtschaftsausschusses im Bundesrat, 1977-1987 Vorsitzender des CSU-Bezirksverbandes Schwaben.

Lyndon B. Johnson (1908-1973)

1937-1949 Abgeordneter für die Demokratische Partei im US-Repräsentantenhaus, 1949-1961 Senator für Texas, 1961-1963 Vizepräsident, 1963-1969 nach der Ermordung Kennedys 36. Präsident der USA.

Georg Kahn-Ackermann (1918-2008)

1938 Tätigkeit als freier Wirtschaftsjournalist, 1939-1945 Kriegsdienst, 1945 Leiter eines Münchner Pressedienstes, 1946 Eintritt in die SPD, seit 1946 erneut Tätigkeit als freier Journalist, Reporter und Redakteur, 1950-1951 vorübergehende Tätigkeit in der Filmindustrie, 1953-1957, 1962-1969 und 1970-1974 MdB, seit 1960 Mitglied der Versammlung der Westeuropäischen Union (WEU), dort zeitweise Vizepräsident und 1972-1973 Vorsitzender des Politischen Ausschusses, seit 1963 Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarates, dort bis 1970 Leiter von deren Kommission für Kultur und Erziehung, 1972-1974 Sprecher der Deutschen Delegation, 1973-1974 Vizepräsident und 1974-1979 Generalsekretär des Europarates, 1968-1970 Präsident des Kuratoriums der Deutschen Stiftung für Entwicklungsländer, 1968-1988 stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Welthungerhilfe.

Dr. Arnulf Klett (1905-1974)

1930-1944 Rechtsanwalt in Stuttgart, 1933 zweimonatige Haft im Konzentrationslager Heuberg, 1944 notdienstverpflichtet bei der Feststellungsbehörde für Kriegsschäden der Stadtverwaltung Stuttgart, 1945-1974 Oberbürgermeister von Stuttgart (parteilos), 1963-1965 Präsident des Deutschen Städtetages.

Alexej N. Kossygin (1904-1980)

1927 Eintritt in die KPdSU, 1936 nach der Ausbildung zum Textilingenieur Direktor einer Spinnerei in Leningrad, seit 1938 Bürgermeister von Leningrad, seit 1939 Mitglied des ZK der KPdSU, 1940-1946 Stellvertretender Vorsitzender im Rat der Volkskommissare, 1943-1946 Ministerpräsident der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik, 1946-1960 Stellvertretender Ministerpräsident der Sowjetunion, 1948 sowjetischer Finanzminister, 1948-1953 Minister für Leichtindustrie, 1948-1952 und seit 1960 Mitglied des Politbüros des ZK der KPdSU, 1959-1960 Leiter der Planungskommission, 1960-1964 Erster Stellvertretender Ministerpräsident, 1964-1980 Ministerpräsident.

Jens Otto Krag (1914-1978)

Nach dem Studium der Politikwissenschaften Tätigkeiten in der Privatwirtschaft und im Versorgungsministerium, ab 1945 Leiter des Gewerberats der Dänischen Arbeiterbewegung, 1947-1973 Abgeordneter des dänischen Parlaments (Folketing), 1947-1950 Minister für Handel, Industrie und Seefahrt, 1950-1952 Wirtschafts-Attaché an der dänischen Botschaft in Washington D.C., 1953-1957 Minister für Wirtschaft und Arbeit, 1957-1958 Außenhandelsminister, 1958-1962 und 1966-1967 Außenminister, 1966-1967 Präsident des Nordatlantikrats, 1962-1968 und 1971-1972 Ministerpräsident, 1962-1972 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Dänemarks, 1966 Träger des Internationalen Karlspreises der Stadt Aachen.

Erwin Kramer (1902-1979)

1932 Emigration in die UdSSR, 1937-1939 Teilnehmer am spanischen Bürgerkrieg, 1939 Internierung in Spanien, später Rückkehr in die UdSSR, 1945 Rückkehr nach Berlin, dort Vizepräsident der Reichsbahndirektion Berlin, 1949-1950 stellvertretender Generaldirektor, 1950-1954 Generaldirektor der Deutschen Reichsbahn, 1953 stellvertretender Minister für Eisenbahnwesen, 1954-1970 Minister für Verkehrswesen, 1954-1970 Mitglied des ZK der SED, 1958-1979 Mitglied der Volkskammer.

Dr. Hans Kroll (1898-1967)

1920-1945 Auswärtiger Dienst mit Stationen u. a. in Lissabon (1921-1922), Madrid (1922-1923), Moskau (1923), Odessa (1923-1925) und Chicago (1925-1929), in der Zentrale (1929-1936) sowie in Ankara (1936-1943) und Barcelona (1943-1945), dort Generalkonsul I. Klasse, 1947-1948 außenpolitischer Berater der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, 1950-1953 BMWi, dort ständiger Delegierter der Bundesregierung für die Pariser Osthandels-Ausschüsse, 1951-1953 in der Abteilung V (Außenwirtschaft) Leiter der Gruppe West-Ost-Handel einschließlich Interzonenhandel, 1953-1955 Botschafter in Belgrad, 1955-1958 in Tokio und 1958-1962 in Moskau.

Heinz Kühn (1912-1992)

1928 Mitglied der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands, 1930 Beitritt zur SPD, 1933 Vorsitzender der Sozialistischen Studentenschaft in Köln, 1933-1945 Emigration, ab 1945 Ressortleiter der „Rheinischen Zeitung", später deren Chefredakteur, 1948-1954 und 1962-1980 MdL Nordrhein-Westfalen, dort 1962-1967 Vorsitzender der SPD-Fraktion, 1953-1963 MdB, dort 1953-1961 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Fragen der Presse, des Rundfunks und des Films bzw. (ab 1957) des Ausschusses für Kulturpolitik und Publizistik, 1957-1962 Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarats und der Versammlung der WEU, dort jeweils SPD-Fraktionsvorsitzender, 1962-1973 Landesvorsitzender der SPD in Nordrhein-Westfalen, 1966-1978 Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, 1979-1984 MdEP.

Prof. Dr. Richard Löwenthal (1908-1991)

1926-1931 Studium der Nationalökonomie und Soziologie, 1935 Emigration nach England, dort Tätigkeit als Publizist, ab 1942 Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters, 1948-1954 deren Deutschland-Korrespondent, 1954-1958 außenpolitischer Leitartikler des „Observer", 1959-1960 an der Harvard Universität (USA), 1961-1974 Professor für Politikwissenschaften, Geschichte und Theorie der Auswärtigen Politik an der Freien Universität Berlin.

Sicco Leendert Mansholt (1908-1995)

Seit 1936 Mitglied der Sociaal-Democratische Arbeiderspartij in Nederland (SDAP) bzw. seit 1946 der Partij van der Arbeid (PvdA), 1945-1958 niederländischer Minister für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung, 1958-1967 Vizepräsident der EWG-Kommission, 1967-1972 der Kommission der EG, 1968 Verfasser des „Memorandums zur Reform der Landwirtschaft in der EWG" (Mansholt-Plan), 1972 Interims-Präsident der Kommission der EG.

Dr. George C. McGhee (1912-2005)

Geologe, seit 1946 im US-Außenministerium, dort 1946-1948 Sonderbeauftragter für Wirtschaftsfragen, 1949-1951 Abteilungsleiter für Nah-Ost, Afrika und Südasien, 1951-1953 US-Botschafter in der Türkei, 1953-1958 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1958-1961 Berater des Nationalen Sicherheitsrates der USA, seit 1961 erneut im US-Außenministerium, dort 1961 Vorsitzender des Planungsrates, 1961-1963 Unterstaatssekretär für politische Angelegenheiten, 1963-1968 Botschafter in Bonn, 1968-1969 erneut im US-Außenministerium, anschließend wieder Tätigkeit in der Privatwirtschaft.

Hans Lutz Merkle (1913-2000)

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaft ab 1935 bei der Textilfirma Gminder, Reutlingen, dort 1949-1958 Vorstandsmitglied, seit 1958 bei der Robert Bosch AG, Stuttgart, dort zunächst Mitglied, 1963-1984 Vorsitzender der Geschäftsführung, 1984-1988 Vorsitzender, seitdem Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates, 1960-1988 Mitglied des Aufsichtsrates der Deutschen Bank, dort 1968-1978 stellvertretender Vorsitzender, 1984-1985 Vorsitzender.

Alex Möller (1903-1985)

1919-1923 Tätigkeit als Bahnangestellter und nebenberuflicher Redakteur des „Dortmunder Tageblatts", 1922 Eintritt in die SPD, 1928 Mitglied des Preußischen Landtags, nach 1933 Tätigkeit als Versicherungsvertreter, ab 1936 für die Karlsruher Lebensversicherungs AG, dort 1943 Prokurist und Abteilungsleiter und 1944 stellvertretendes Vorstandsmitglied, 1945-1969 Vorsitzender des Vorstands, 1946-1969 MdL Württemberg-Baden bzw. ab 1952 Baden-Württemberg (SPD), 1950-1961 Fraktionsvorsitzender, 1961-1976 MdB, dort 1964-1969 und 1972-1976 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1962-1966 Landesvorsitzender der SPD in Baden-Württemberg, 1969-1971 Bundesminister der Finanzen, 1973-1979 Vorsitzender der Kontrollkommission der SPD.

Dr. Aldo Moro (1916-1978)

Ab 1948 Professor für Strafrecht in Bari, 1964 für Strafprozessrecht in Rom, 1946 Eintritt in die Democrazia Cristiana, 1946 Mitglied der Verfassunggebenden Versammlung, ab 1946 Mitglied der Abgeordnetenkammer, 1955-1957 Justizminister, 1957-1959 Erziehungsminister, 1959-1963 Parteisekretär der Democrazia Cristiana, 1963-1968 und 1974-1976 Ministerpräsident, 1969-1972 und 1973-1974 Außenminister, 1976-1978 Präsident der Democrazia Cristiana, 1978 Entführung durch die „Roten Brigaden" und Ermordung.

Friedrich Ludwig Müller (geb. 1927)

1950-1957 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften, der Soziologie und der Neueren Geschichte, 1958-1962 zunächst Volontär, später Redakteur bei der Frankfurter Neuen Presse, 1962-1963 BMVt, dort Leiter der Pressestelle, 1963-1970 Tätigkeit als Journalist für die Redaktion der Zeitschrift „Stern", Hamburg, und Chefkorrespondent der „Bild-Zeitung" in Bonn, 1970-2008 Inhaber einer Werbeagentur für Non-Profit-Organisationen, 1974-1980 Generalsekretär und Vorstandssprecher der Deutschen Krebshilfe, 1986-1995 Geschäftsführer, später Hauptgeschäftsführer der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, 1991-2010 Chefredakteur des Magazins „Monumente" der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, seit 2010 zusammen mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz Herausgeber des Magazins „Monumente".

Dr. Ernst Müller-Hermann (1915-1994)

1940-1945 Kriegsdienst, 1946 Mitbegründer der CDU in Bremen, bis 1948 deren Landesgeschäftsführer, 1946-1952 Mitglied der Bremischen Bürgerschaft, dort seit 1949 Fraktionsvorsitzender, 1952-1980 MdB, dort ab 1954 Sprecher der Fraktion der CDU/CSU in Verkehrsfragen, 1957-1965 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr, Post- und Fernmeldewesen, 1965-1969 des Verkehrsausschusses, 1967-1969 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1969-1976 Vorsitzender des Arbeitskreises der Fraktion für Wirtschaft und Ernährung, 1958-1965 und 1977-1984 MdEP, 1968-1974 Landesvorsitzender der CDU in Bremen, 1971-1984 Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes und Sprecher des Kraftfahrzeughandwerks.

Mainhardt Graf von Nayhauß-Cormons (geb. 1926)

1947-1948 Volontär bei den „Nachrichten für Außenhandel", 1948-1955 Presseabteilung des Schwedischen Generalkonsulats in Berlin, 1951-1952 gleichzeitig Redakteur beim RIAS, 1956-1958 Bonner Korrespondent des „Spiegel", 1958-1960 des „Stern" und 1963-1966 der „Quick", 1967-1972 Redakteur bei „Jasmin", 1972-1976 Chefredakteur z. b. V. und Bonner Repräsentant des Verlags Gruner & Jahr, 1974-1978 Bonner Repräsentant der „Wirtschaftswoche", 1975-1981 Kolumnist der „Welt" und der „Welt am Sonntag", seit 1981 der „Bild"-Zeitung.

Alois Niederalt (1911-2004)

1939-1940 Landratsamt Wolfratshausen, 1940-1942 Leiter der Landratsaußenstelle Bad Reichenhall und staatlicher Badekommissar, 1942-1945 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1947-1949 Landratsämter Laufen (Obb.) und Traunstein, 1949-1953 Bayerische Staatskanzlei, Dienststelle des Bevollmächtigten Bayerns beim Bund in Bonn, dort zuletzt Vertreter des Bevollmächtigten, 1953-1969 MdB (CSU), dort 1961-1962 stellvertretender Vorsitzender der CSU-Landesgruppe, 1962-1966 Bundesminister für Angelegenheiten des Bundesrates und der Länder.

Julius Kambarage Nyerere (1922-1999)

1945-1949 Lehrer an einer Missionsschule in der britischen ostafrikanischen Kolonie Tanganjika, 1949-1952 Studium der Geschichte und der Wirtschaftswissenschaften in Edinburgh, nach der Rückkehr nach Afrika erneut Tätigkeit als Lehrer, 1952 Eintritt in die Tanganjika African Association, ab 1953 deren Präsident, 1954-1990 nach Umwandlung der Partei zur Tanganjika African National Union deren Vorsitzender bzw. ab 1977 Vorsitzender der mit Sansibars Afro-Shirazi Party fusionierten neuen Partei Chama Cha Mapinduzi, 1960 Chefminister unter britischer Oberhoheit, 1961 nach der Unabhängigkeit Premierminister der unabhängigen Monarchie Tanganjika im Britischen Commonwealth, 1962-1985 Präsident der Republik bzw. ab 1964 (nach der Vereinigung mit Sansibar) der Vereinigten Republik Tansania.

Edward Ochab (1906-1989)

1929 Eintritt in die Kommunistische Partei Polens, bis 1939 aus politischen Gründen für insgesamt sechs Jahre inhaftiert, 1939-1944 Aufenthalt in der UdSSR, 1943 Mitgründer des „Verbandes der Polnischen Patrioten", 1944 Rückkehr nach Polen als Stellvertretender Kommandeur der I. Polnischen Armee, Teilnahme an der Befreiung Warschaus, ab 1946 Erster Sekretär der Polnischen Arbeiterpartei bzw. der Vereinigten Polnischen Arbeiterpartei in Kattowitz, 1954-1968 Mitglied des Politbüros, 1950-1956 und 1959-1964 Sekretär des ZK des Politbüros, 1956 Erster Sekretär der Vereinigten Polnischen Arbeiterpartei, 1957-1959 Landwirtschaftsminister, 1961-1964 Stellvertretender, 1964-1968 Vorsitzender des Staatsrates.

Dr. Heinz Maria Oeftering (1903-2004)

1929 Regierung von Mittelfranken, 1930-1943 Reichsfinanzverwaltung, zuletzt Reichsfinanzministerium, 1945-1947 Präsident der Rechnungskammer Rheinhessen-Pfalz, 1947-1949 Präsident des Rechnungshofes Rheinland-Pfalz, 1949-1957 BMF, dort Leiter der Abteilung II (Allgemeine Finanzpolitik und öffentliche Finanzwirtschaft) und Ständiger Vertreter des Staatssekretärs, 1957 Präsident des Bundesrechnungshofes, 1957-1972 Erster Präsident und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bundesbahn, 1972-1975 Präsident des Verwaltungsrates der Deutschen Bundesbahn.

Erich Ollenhauer (1901-1963)

1928-1933 Vorsitzender des Verbandes der Arbeiterjugend Deutschlands, 1933 Emigration, 1933-1945 Mitglied des (emigrierten) Parteivorstandes der SPD, 1946-1952 stellvertretender Vorsitzender der SPD, 1949-1963 MdB, dort 1949-1952 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1952-1963 Fraktionsvorsitzender, 1952-1963 Vorsitzender der SPD.

Alfred Pollak (1913-1968)

1936-1938 kaufmännische Lehre bei der Preußischen Bergwerks- und Hütten-AG, Hindenburg, 1938-1940 Studium der Volkswirtschaftslehre und Finanzwissenschaft, 1940-1944 bei der Preisüberwachungsstelle des Regierungspräsidenten Breslau, 1944-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946-1964 beim Zentralamt für Wirtschaft, Verwaltungsamt für Wirtschaft, Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebiets bzw. BMWi, dort 1949-1959 in der Abteilung IV (Gewerbliche Wirtschaft), Unterabteilung IV A (Eisen- und Metallwirtschaft), Hilfsreferent im Referat IV A 3, ab 1952: IV A 2 (Maschinen-, Fahrzeug- und Stahlbau), 1960-1961 Leiter dieses Referats, 1961-1962 Leiter des dem AL IV unmittelbar unterstellten Referats IV 3 (Luftschutz, Instandsetzungsorganisation), 1962-1964 Leiter des Referats IV A 5 (Ziehereien und Kaltwalzwerke, Stahlverformung, Eisen-, Blech- und Metallverarbeitende Industrie und verwandte Industriezweige), 1964 in der neu gegliederten Unterabteilung IV B (Chemie, Investitionsgüterwirtschaft, fachliche Fragen der zwischenstaatlichen wirtschaftlichen Zusammenarbeit) Leiter des Referats IV B 5 (Ziehereien und Kaltwalzwerke, Stahlverformung, Eisen-, Blech- und Metallwaren), 1964-1965 mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Leiters beauftragt, 1965-1968 Leiter der Treuhandstelle für den Interzonenhandel (TSI), im unmittelbaren Dienstverhältnis zum BMWi als übertariflicher Angestellter.

Dr. Walther Rathenau (1867-1922)

1886-1890 Studium der Physik, Chemie, Philosophie und des Maschinenbaus, 1892-1899 Direktor der Elektro-Chemischen Werke, Bitterfeld, ab 1899 Vorstandsmitglied der AEG, 1902-1907 bei der Berliner Handelsgesellschaft, der Hausbank der AEG, seit 1904 im Aufsichtsrat der AEG, ab 1912 dessen Vorsitzender, ab 1915 Präsident der AEG, 1914-1915 Leiter der Kriegsrohstoff-Abteilung des preußischen Kriegsministeriums, 1921 Wiederaufbauminister im ersten Kabinett Wirth, 1922 Vertreter der Reichsregierung bei der Konferenz von Cannes, 1922 Außenminister im zweiten Kabinett Wirth, 1922 Ermordung.

Edmund Rehwinkel (1899-1977)

Landwirt, 1939-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945 Kreislandwirt, dann Landrat des Kreises Celle, 1947-1971 Präsident des Verbandes des niedersächsischen Landvolkes, 1949-1964 Präsident der Landwirtschaftskammer Hannover, 1954-1959 Mitglied des geschäftsführenden Präsidiums des Deutschen Bauernverbandes, 1959-1969 dessen Präsident, 1958-1961 Mitglied des Wirtschafts- und Sozialausschusses der EWG, 1969-1971 Präsident des Verbandes der Deutschen Milchwirtschaft.

Jean Rey (1902-1983)

1939-1940 und 1946-1958 Abgeordneter der wallonischen Liberalen, 1949-1950 belgischer Minister für Wiederaufbau, 1954-1958 Wirtschaftsminister, 1949-1953 Mitglied der beratenden Versammlung des Europarates, ab 1958 Mitglied der Kommission der Europäischen Gemeinschaften, Brüssel, 1967-1970 deren Präsident, 1974-1978 Leiter des Internationalen Rates der Europa-Bewegung, 1979-1980 MdEP.

Eugene Victor Rostow (1913-2002)

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften 1937-1938 Tätigkeit als Rechtsanwalt, seit 1938 Dozent, seit 1944 Professor an der Yale-Universität, 1955-1965 dort Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, 1942-1944 und 1961-1966 Berater im Department of State, 1949-1950 Mitglied der UNO-Wirtschaftskommission für Europa, 1966-1969 Unterstaatssekretär im Department of State, 1970-1971 Gastprofessor in Oxford, 1973-1976 Präsident der Atlantischen Gesellschaft, 1981-1983 Direktor der amerikanischen Abrüstungs- und Rüstungskontrollbehörde.

Dean Rusk (1909-1994)

1934-1940 Professor für Staatswissenschaften am Mills College in Oakland, Kalifornien, 1940-1946 Kriegsdienst, zuletzt stellvertretender Chef der Operationsabteilung im Generalstab des US-Verteidigungsministeriums, 1946-1952 Leiter der Fernost-Abteilung im US-Außenministerium (Department of State), 1952-1960 Präsident der Rockefeller-Foundation, 1961-1969 Außenminister (Secretary of State) der USA.

Dr.-Ing. Dieter Sattler (1906-1968)

Seit 1932 Tätigkeit als Architekt in München, 1940-1945 Kriegsdienst, 1945-1947 Tätigkeit beim Central Art Collecting Point der US-Militärregierung, 1947-1951 Staatssekretär für die schönen Künste im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, 1950-1952 Präsident des Deutschen Bühnenvereins, 1951-1952 Vorsitzender des Rundfunkrates des Bayerischen Rundfunks, 1952-1959 Kulturreferent bei der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Rom, 1959-1965 Leiter der Kulturabteilung des AA, 1966-1968 Botschafter beim Heiligen Stuhl.

Mario Scelba (1901-1991)

1919 Mitgründer des Partito Populare Italiano (der Katholischen Volkspartei) sowie der gegen Ende des Zweiten Weltkrieges illegal ins Leben gerufenen Democrazia Cristiana (DC), 1945 italienischer Post- und Telegraphenminister, 1947-1955 und 1960-1962 Innenminister, 1954-1955 Ministerpräsident, seit 1958 MdEP, 1969-1971 dessen Präsident.

Prof. Dr. Ernst Schellenberg (1907-1984)

1945 Direktor der neu gegründeten Versicherungsanstalt Berlin, dann bis 1958 der Krankenversicherungsanstalt (KVA) und der AOK Berlin, 1946-1948 zugleich Direktor des Instituts für Sozialpolitik und Versicherungswesen an der Humboldt-Universität Berlin, 1952-1976 MdB (SPD), 1957-1976 Vorsitzender des Bundestags-Ausschusses für Sozialpolitik, Initiator des Gesetzesentwurfs der SPD zur Neuordnung der Rentenversicherung 1956.

Helmut Schmidt (geb. 1918)

1937-1945 nach Reichsarbeitsdienst Wehrdienst bzw. Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945-1949 Studium der Volkswirtschaftslehre und der Staatswissenschaften, 1946 Eintritt in die SPD, 1949-1953 beim Senat der Freien und Hansestadt Hamburg, dort bei der Behörde für Wirtschaft und Verkehr zunächst Referent, dann Leiter der wirtschaftspolitischen Abteilung, zuletzt ab 1952 Dezernent für Verkehr, 1953-1962 MdB, 1958-1961 MdEP, 1961-1965 Senator der Behörde für Inneres der Freien und Hansestadt Hamburg, 1965-1987 erneut MdB, dort 1965-1967 stellvertretender und 1967-1969 Fraktionsvorsitzender, 1968-1984 stellvertretender Parteivorsitzender, 1969-1972 Bundesminister der Verteidigung, 1972 Bundesminister für Wirtschaft und Finanzen, 1972-1974 Bundesminister der Finanzen, 1974-1982 Bundeskanzler, seit 1983 Mitherausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit".

Dr. Otto Schmidt (Wuppertal) (1902-1984)

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaft ab 1928 zunächst Syndikus, dann Leiter, ab 1940 Mitinhaber des väterlichen Verlages Dr. Otto Schmidt KG, Köln, daneben Tätigkeit als Journalist und bis 1946 als Rechtsanwalt, 1944-1945 Kriegsdienst, 1945 Mitbegründer der CDU im Rheinland und stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes Nordrhein, 1948-1949 Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal, 1950-1953 Minister für Wiederaufbau und 1953-1954 Minister für Arbeit, Soziales und Wiederaufbau des Landes Nordrhein-Westfalen, 1954-1958 MdL Nordrhein-Westfalen, 1957-1972 MdB, dort 1961-1972 Vorsitzender des Finanzausschusses und 1969-1972 des Wahlmännerausschusses gemäß § 6 Absatz 2 des Gesetzes über das Bundesverfassungsgericht, außerdem 1957-1969 Vorsitzender der Interparlamentarischen Arbeitsgemeinschaft.

Erwin Schoettle (1899-1976)

Bis 1933 Mitglied des Landesvorstandes der SPD in Württemberg, 1933 MdL Württemberg, 1933-1946 Emigration in der Schweiz (bis 1939) und Großbritannien, 1946-1962 Landesvorsitzender der SPD in Württemberg-Baden bzw. ab 1952 in Baden-Württemberg, 1946-1947 MdL Württemberg-Baden, 1947-1949 Mitglied des Wirtschaftsrats des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, 1949-1972 MdB, dort 1949-1969 Vorsitzender des Haushaltsausschusses, 1969-1972 des Ausschusses für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung, 1951-1957 und 1964-1965 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1961-1969 Vizepräsident des Deutschen Bundestags.

Alfred E. Schulz (geb. 1906)

Nach Banklehre und Studium 1939-1945 bei der Henschel Flugmotorenbau GmbH, Kassel, 1948-1952 bei der Firma Henschel & Sohn, Kassel, 1953-1966 (Ruhestand) Vorstandsmitglied der Firma Deutsche Maschinenfabrik AG, Duisburg, Mitglied des Hauptvorstandes des Vereins deutscher Maschinenbau-Anstalten e. V., Frankfurt, Vorsitzender des Außenhandelsausschusses im Bundesverband der Deutschen Industrie e. V., Vorstandsmitglied der Messe- und Ausstellungs-GmbH-Hannover.

Dr.-Ing. Hans-Christoph Seebohm (1903-1967)

1931-1950 Tätigkeit in verschiedenen leitenden Funktionen im Bergbau und in der Industrie, 1946-1951 MdL Niedersachsen, 1946-1948 Niedersächsischer Minister für Aufbau und Arbeit bzw. (ab 1947) für Arbeit, Aufbau und Gesundheitswesen, 1947-1963 Präsident der Industrie- und Handelskammer Braunschweig, 1948-1949 Mitglied des Parlamentarischen Rates (DP), 1949-1967 MdB (DP, 1957 DP/FVP, 1957 DP, 1960 fraktionslos, 1960 CDU), 1949-1966 Bundesminister für Verkehr, 1959-1967 Sprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft, 1964-1967 Vorsitzender des CDU-Landesverbandes Hannover, 1967 Bundesschatzmeister der CDU.

Werner Steinjan (geb. 1919)

1939-1940 Kaufmännischer Angestellter der AEG-Hauptverwaltung, Berlin, 1940-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946-1950 Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Rostock, 1951-1952 Abschluss des Studiums an der Universität Hamburg, 1952-1956 Referent für Wirtschafts- und Sozialpolitik an der Evangelischen Akademie Loccum, 1956-1959 Sozialreferent der Evangelischen Kirche im Rheinland, 1960-1984 BMWi, dort 1960-1965 in der Zentralabteilung Hilfsreferent im Referat Z A 3 (Fragen des Arbeitsrechts und der Sozialpolitik), 1965-1967 Leiter der Referate Z A 3 / II Gw (Fragen des Arbeitsrechts und der Sozialpolitik / Verbindung zu den Gewerkschaften), ab 1967 in der Abteilung I (Wirtschaftspolitik), Unterabteilung I C (Regionale und sektorale Strukturpolitik), des Referats I C 5 (Sozial- und Arbeitsmarktpolitik - Verbindung zu den Gewerkschaften), 1979-1982 Leiter der neu eingerichteten Gruppe I S (Sozial- und Gesellschaftspolitik, Arbeitsmarktpolitik), 1982-1984 in der Abteilung Z (Zentralabteilung) Leiter der neu strukturierten Unterabteilung Z D (Sozial- und Arbeitsmarktpolitik; Sicherheitsangelegenheiten; elektronische Datenverarbeitung).

Willi Stoph (1914-1999)

1928-1934 Ausbildung und Tätigkeit als Maurer, 1935-1937 Wehrdienst, 1939-1940 Tätigkeit als Bautechniker, 1940-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1928-1931 Mitglied des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands, 1931 Eintritt in die KPD, 1931-1934 Mitarbeiter des KPD-Nachrichtendienstes, 1945-1946 Leiter der KPD-Berlin-Baumschulenweg, 1945-1947 Leiter der Abteilung Baustoffindustrie und Bauwirtschaft des KPD- bzw. SED-Vorstandes, 1947-1948 Leiter der Hauptabteilung Grundstoffindustrie der Deutschen Zentralverwaltung der Industrie, 1948-1950 Leiter der Abteilung Wirtschaftspolitik beim Parteivorstand der SED, 1950-1989 Mitglied, 1950-1953 Sekretär des ZK der SED, 1953-1989 Mitglied des Politbüros, 1950-1989 Abgeordneter der Volkskammer, 1950-1952 Vorsitzender ihres Wirtschaftsausschusses, 1952-1955 Minister des Innern, 1954-1962 stellvertretender Vorsitzender des Ministerrats, 1956-1960 Minister für Nationale Verteidigung, 1962-1964 Erster stellvertretender, 1964-1973 Vorsitzender des Ministerrats, 1964-1973, 1976-1989 stellvertretender, 1973-1976 Vorsitzender des Staatsrats, 1976-1989 erneut Vorsitzender des Ministerrats, 1989 vom ZK der SED aus der Partei ausgeschlossen.

Dr. Josef Streit (1911-1987)

1925-1933 Ausbildung und Tätigkeit als Buchdrucker, 1933-1935 Wehrdienst in der tschechischen Armee, 1936-1938 erneute Tätigkeit im erlernten Beruf, 1938 Inhaftierung, 1939-1945 in den Konzentrationslagern Dachau, Gusen und Mauthausen, 1925-1938 beim Kommunistischen Jugendverband, 1936-1938 Vorsitzender der Kreisleitung Reichenberg, 1945 Angestellter im Gemeindeamt Bedrichow, 1945-1946 Instrukteur der KPD-Kreisleitung Schönberg, 1946-1947 an der Richterschule Schwerin, 1947-1949 Richter am Amtsgericht Schönberg, 1949 Lehrgang an der Deutschen Verwaltungsakademie „Walter Ulbricht", 1949-1951 Hauptreferent im Ministerium für Justiz, 1951-1953 Staatsanwalt bei der Obersten Staatsanwaltschaft bzw. beim Generalstaatsanwalt, 1953-1954 Instrukteur des Sektors Justiz der Abteilung Staatliche Verwaltung des ZK der SED, 1954-1961 Sektorenleiter der Abteilung Staats- und Rechtsfragen des ZK der SED, 1957 Fernstudium an der Deutschen Akademie für Staats- und Rechtswissenschaften, Potsdam, 1961-1986 General-Staatsanwalt der DDR, 1963-1987 Mitglied des ZK der SED.

Heinrich Tenhumberg (1915-1979)

1934-1939 Studium der Theologie, 1939 Priesterweihe in Münster, 1940-1942 Kaplan in Marl-Brassert, 1942-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945-1947 Vikar in Freckenhorst, 1947-1954 Domvikar und Referent für Landseelsorge im Generalvikariat, 1952 Übernahme der Funktion eines Geistlichen Beirates des Diözesankomitees der Katholiken, 1954 Ernennung zum Domkapitular, 1958 zum Titularbischof von Tuburnica und Weihbischof in Münster, ab 1965 Vorsitzender des Generalpräsidiums des Internationalen Schönstattwerks, ab 1966 Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe, Bonn, 1967 Begründer und Präsident des Katholischen Arbeitskreises für Entwicklung und Frieden, zusätzlich Pressereferent der Deutschen Bischofskonferenz, 1969-1979 Bischof von Münster, 1970-1979 Jugendreferent der Deutschen Bischofskonferenz, ab 1971 zusätzlich Vorsitzender der Pastoralkommission.

Adolf von Thadden (1921-1996)

1939-1945 Arbeitsdienst und Kriegsdienst, 1949-1953 MdB (bis 1951 DRP, dann fraktionslos), 1955-1959 und 1967-1970 MdL Niedersachsen (DRP, 1967 NPD), 1961-1965 Vorsitzender der DRP, 1967-1971 der NPD.

Prof. Dr.-Ing. Karl Gustav Friedrich Thalau (1898-1984)

1916-1918 Kriegsdienst, 1919-1923 Studium des Bauingenieurwesens, 1923 Tätigkeit als Flugzeugstatiker bei der Firma Dornier-Metallbauten, Friedrichshafen, 1924 wissenschaftlicher Assistent an der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt, dort 1925-1934 Leiter der statischen Abteilung, daneben ab 1932 a. o. Professor für Flugzeugstatik an der Technischen Hochschule Berlin, 1934 Geschäftsführer der Metallwarenfabrik Graßmann, Berlin, ab 1935 stellvertretender Betriebsführer und Geschäftsführer der Fieseler Werke, Kassel, 1940-1945 a. o. beamteter Professor für Flugzeugbau und Flugzeugstatik an der Technischen Hochschule Berlin, 1945-1946 Internierung, 1948 Übersiedlung nach Argentinien, dort 1948-1955 Tätigkeit für das Luftfahrtministerium und wissenschaftlicher Berater eines Luftfahrtinstituts, 1955 Rückkehr nach Deutschland, 1955-1957 Mitglied des Vorstandes der Messerschmitt AG, 1957 Wechsel zur Ernst Heinkel Flugzeugbau GmbH, dort technischer Geschäftsführer und Leiter der Entwicklung, 1963-1966 Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e. V. und der Association internationale des constructeurs de matériel, seit 1966 Ehrenpräsident.

Friedrich Thielen (1916-1993)

1936-1942 Eigentümer eines Sägewerkes, 1942 Übernahme der väterlichen Ziegelei, ab 1943 Inhaber des Bremer Platten- und Schnellbauwerks Friedrich Thielen, später Bremer Betonwerk Friedrich Thielen, 1943-1945 Kriegsdienst, 1946 Eintritt in die CDU, 1947-1967 Mitglied der Bremer Bürgerschaft, 1959 Wechsel zur DP, zuletzt deren Landesvorsitzender, 1964-1967 Mitgründer und Bundesvorsitzender der NPD, 1967 Austritt aus der NPD, Reaktivierung des Bremer Landesverbandes der DP, später Gesellschafter und Aufsichtsratsmitglied der Bremer Bau-Union Wohnungstreubaugesellschaft, Nordbremer Wohnungsbaugesellschaft und Liegenschaftsverwaltung Ansgaritor GmbH, Bremen.

Jean-Louis Tixier-Vignancour (1907-1989)

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften Tätigkeit als Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Strafverteidigung in politischen Prozessen, 1936-1940 und 1956-1958 Abgeordneter des Departements Basses-Pyrénées (heute: Pyrénées-Atlantiques), 1940-1941 unter Vichy Sekretär für Information, 1965 Kandidat der Rechten bei den Präsidentschaftswahlen.

Dr. Rudolf Toyka (1905-1981)

1934-1935 Rechtsreferent beim Reichsbund für Leibesübungen, Berlin, 1935-1936 und 1937-1940 Reichsfinanzverwaltung, 1936-1937 Reichsministerium des Innern, 1940-1945 Treuhandstelle Posen, 1948-1950 Zentralamt für Vermögensverwaltung, Bad Nenndorf, 1950-1951 Stahltreuhändervereinigung, Düsseldorf, 1951-1952 Deutsche Edelstahlwerke, Krefeld, 1952-1970 BMI, dort 1952-1954 in der Unterabteilung ZB (Ziviler Bevölkerungsschutz) Hilfsreferent im Referat ZB 2 (Bundessachleistungsgesetz, Landbeschaffung), 1954-1956 Leiter des Referats VI A 3 (Staatsschutz I und Bundeskriminalamt, ab 1955 dazu Bundesamt für Verfassungsschutz), 1956-1964 Leiter der Unterabteilung VI A (Staatsschutz), 1964-1967 Leiter der Unterabteilung I B (Staatsangehörigkeit, Verwaltung, Verwaltungsgerichtsbarkeit und - bis 1965 - Kommunalwesen), ab 1966 zusätzlich Leiter der Arbeitsgruppe Rationalisierung und Modernisierung in Verwaltung und Regierung, ab 1967-1968 Leiter des Planungsstabes, 1968-1970 Leiter der Abteilung R (Raumordnung, Kommunalwesen).

Dr. Heinrich Troeger (1901-1975)

1926-1933 Erster Bürgermeister und 1945-1946 Oberbürgermeister der Stadt Jena, 1947 Hessisches Finanzministerium, 1947-1948 Generalsekretär des Exekutivrates, 1948-1949 des Länderrates des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, 1950 Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, dort Leiter der Abteilung II (u. a. Bankenaufsicht sowie Geld- und Kapitalverkehr) und Stellvertreter des Ministers, 1951-1956 Hessischer Minister der Finanzen, 1954-1958 MdL Hessen (SPD), 1956-1957 Präsident der Landeszentralbank Hessen, 1958-1969 Vizepräsident der Deutschen Bundesbank.

Moïse Kapenda Tschombé (1919-1969)

1951-1953 Mitglied des Provinzialrates von Katanga, 1959 Mitbegründer und Vorsitzender der CONAKAT-Partei (Confédération des Associations du Katanga), 1960 nach der Unabhängigkeit des Kongo von Belgien Unabhängigkeitserklärung für Katanga und Präsident, 1963 Exil in Spanien, 1964 Rückkehr in den Kongo und Einsetzung als Ministerpräsident, 1965 erneut Exil in Spanien, 1967 Entführung aus Spanien nach Algerien, dort im Hausarrest verstorben.

Dr. Hellmuth Wagner (geb. 1917)

1935-1938 kaufmännische Lehre in der Textilindustrie, 1938-1945 Wehr- und Kriegsdienst, 1945-1948 Studium der Rechtswissenschaften, 1948-1951 juristischer Vorbereitungsdienst, seit 1952 beim Bundesverband der Deutschen Industrie e. V., dort ab 1963 Hauptgeschäftsführer, ab 1968 geschäftsführendes, ab 1975 beratendes Präsidialmitglied.

Dr. Hans Weiß (1919-2008)

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften 1950-1952 Tätigkeit als Staatsanwalt, 1952-1984 Oberbürgermeister der Stadt Bad Kissingen, 1954-1966 Präsident des Bezirkstages von Unterfranken, 1961-1963 stellvertretender Vorsitzender der CSU, 1966-1970 MdL (CSU) Bayern, 1972-1984 Erster Vorsitzender des Bayerischen Gemeindetages, anschließend dessen Ehrenvorsitzender, 1972-1993 Mitglied des Bayerischen Senats, 1982-1993 dessen Präsident.

Dr. Ludger Westrick (1894-1990)

1921-1933 Tätigkeit in der Holzindustrie, nach Gründung der Vereinigten Stahlwerke AG Prokurist bei der Stahlunion-Export GmbH, seit 1933 bei der Vereinigten Aluminium-Werke AG, seit 1939 deren Vorstandsvorsitzender, seit 1945 gleichzeitig Vorstandsmitglied bei der VIAG (Vereinigte Industrie-Unternehmen AG), seit 1947 deren Zentraltreuhänder, 1948-1951 Finanzdirektor der Deutschen Kohlenbergbauleitung, 1951-1963 Staatssekretär im BMWi, 1963-1964 Staatssekretär des Bundeskanzleramtes, 1964-1966 Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes.

Harold Wilson (1916-1995)

1938-1940 Dozent für Wirtschaftswissenschaften in Oxford, 1940-1945 Tätigkeit in verschiedenen Ministerien, 1945-1983 Labour-Abgeordneter im britischen Unterhaus, 1947-1951 Handelsminister, 1952-1976 Mitglied des Parteivorstandes der Labour Party und 1963-1976 deren Vorsitzender, 1955-1956 Präsident der Fabian Society, 1964-1970 und 1974-1976 britischer Premierminister, seit 1976 Sir James Harold Baron Wilson of Rievaulx.

Otto Winzer (1902-1975)

1916-1922 Ausbildung zum und Tätigkeit als Schriftsetzer, 1918 Mitglied eines Arbeiterrates, 1919 Eintritt in die Freie Sozialistische Jugend und KPD, 1922 Leiter einer Ortsgruppe der Kommunistischen Jugend Deutschlands bzw. des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschland, dort 1923 Mitglied der Bezirksleitung Berlin-Brandenburg, 1924 und erneut 1925 Leiter der Wiener Filiale des Verlags der Kommunistischen Jugendinternationalen, 1924-1925 Leiter des Roten Jungsturms, 1925-1927 Mitglied der KPÖ, 1927 Rückkehr nach Berlin, dort Leiter des Verlags der Kommunistischen Jugendinternationalen, 1928 Mitarbeit im Exekutivkomitee der Kommunistischen Jugendinternationalen in Moskau, 1928-1930 Mitglied der KPdSU, 1930 Rückkehr nach Berlin, dort Mitarbeiter im Westeuropäischen Büro des Exekutivkomitees der Kommunistischen Jugendinternationalen, 1930-1933 Leiter des Verlags der Kommunistischen Jugendinternationalen und Politischer Leiter der Revolutionären Gewerkschaftsopposition Grafik, 1933-1934 Politischer Leiter der Revolutionären Gewerkschaftsopposition Berlin-Brandenburg, 1934 Emigration nach Frankreich, dort verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift „Freie Jugend", 1935 Mitarbeiter der Verlagsabteilung des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationalen, 1937 Übersetzer und Redakteur im Verlag für fremdsprachige Literatur, 1941 erneut Mitarbeiter der Kommunistischen Internationalen, Auswerter deutscher Soldatenbriefe und Redakteur am Deutschen Volkssender Moskau, 1943 Mitglied des Nationalkomitees „Freies Deutschland", 1944-1945 Seminarleiter an der Parteischule der KPD, Moskau, 1945 Rückkehr nach Deutschland, 1945-1946 Stadtrat für Volksbildung im Magistrat von Berlin, 1947 gleichberechtigter Leiter der Hauptabteilung Kultur und Erziehung des Zentralsekretariats der SED, ab 1947 Mitglied des Parteivorstands bzw. des Zentralkomitees der SED, dort Leiter der Abteilung Presse, Rundfunk und Information, 1949 zunächst stellvertretender Chefredakteur der Zeitung „Neues Deutschland", dann persönlicher Mitarbeiter Wilhelm Piecks, 1949-1956 Staatssekretär und Chef der Privatkanzlei des Präsidenten der DDR, ab 1950 Abgeordneter der Volkskammer, 1956-1959 stellvertretender Außenminister, 1959-1965 Staatssekretär und Erster stellvertretender Außenminister, 1965-1975 Minister für Auswärtige Angelegenheiten, 1975 Ruhestand, aber weiterhin Mitglied der Außenpolitischen Kommission beim Parteivorstand der SED.

Prälat Wilhelm Wissing (1916-1996)

1946 Priesterweihe in Münster, anschließend Kaplan in Coesfeld, 1949 Diözesanseelsorger der Mannesjugend im Bistum Münster, 1953 Bundeskurat der katholischen Landjugend, 1958-1966 Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe, Bonn, 1970-1985 Präsident des Päpstlichen Werkes der Glaubensverbreitung, Aachen, 1985-1990 Leiter des „Opus vocationis" zur Förderung von Priestern und Ordensleuten in der Dritten Welt.

Semjon Konstantinowitsch Zarapkin (1906-1984)

Nach dem Studium der Orientalistik 1937-1947 im Außenministerium in Moskau, dort zuletzt Leiter der Amerika-Abteilung, 1945 Ernennung zum Mitglied des Kollegiums des Volkskommissariates (Ministerium) für Auswärtige Angelegenheiten, 1945 Mitglied der sowjetischen Delegation bei der Konferenz von Potsdam, 1947-1949 Geschäftsträger an der Botschaft in Washington, 1949-1954 stellvertretender Gesandter im UN-Sicherheitsrat, 1954-1964 Leiter der Abteilung „Internationale Organisation" im Außenministerium, 1961-1966 Leiter der sowjetischen Delegation bei der Genfer Abrüstungskonferenz, 1964-1966 Berater des sowjetischen Außenministers, 1966-1971 Botschafter in Bonn.

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