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Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte

Internet: http://www.bundesarchiv.de/erinnerungsstaette/aktuelles/00174/index.html

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60 Jahre Grundgesetz - Tagung der Gustav Heinemann-Initiative

Am 12. und 13. Juni tagte die Gustav-Heinemann-Initiative nach 32 Jahren zum letzten Mal vor der anstehenden Verschmelzung mit der Humanistischen Union.

Koep-Kerstin und Dr. Deisenroth vor der Büste des Namensgebers der GHI in der Erinnerungsstätte

Koep-Kerstin und Dr. Deisenroth vor der Büste des Namensgebers der GHI in der Erinnerungsstätte

Quelle:
R. Wollenschneider

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"60 Jahre Grundgesetz" standen im Mittelpunkt der letzten Jahrestagung der Gustav Heinemann-Initiative in der Bundesarchiv-Erinnerungsstätte. Neben zahlreichen Zuhörern war auch die älteste Tochter Heinemanns mit ihrem Mann nach Rastatt gekommen, um einem attraktiven Programm zu folgen.

Dr. Henning Pahl wies eingangs auf den Gründungauftrag der Bundesarchiv-Erinnerungsstätte hin und betonte die Historizität des Ort, an dem die Tagung abgehalten wurde. In Rastatt sei 1849 unter dem Motto "Wir sind das Volk" gekämpft worden. Das Bundesarchiv nehme den 20. Jahrestag des Mauerfalls zum Anlass, um einen Ausstellungsteil über die DDR-Freiheitsgeschichte in der Erinnerungsstätte zu verankern.

Werner Koep-Kerstin, der Sprecher der GHI, konnte zum Auftaktreferat den Richter am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, Dr. Detlef Deisenroth, gewinnen. Deisenroth ging auf das Friedensgebot des Grundgesetzes mit Anspruch und Wirklichkeit nach 60 Jahren ein. "Seit 1956 haben wir keine pazifistische Verfassung mehr", betonte er. Ein weitere prominenter Redner war Bundesminister a.D. Dr. Erhard Eppler, der zum Staat und der Verfassungswirklichkeit im 20. und 21. Jahrhundert sprach. Dr. Detlef Hensche, der langjährige Vorsitzende der IG Medien, befasste sich mit der Wahrung sozialer Grundrechte.

Mit dem Zusammenschluss von GHI und Humanistischer Union signalisieren beide Organisationen öffentlich, dass sie stärker als bisher für Bürger- und Menschenrechte sowie zivile Konfliktbewältigung und Frieden eintreten wollen. Sie arbeiten bereits seit Jahren erfolgreich zusammen, beispielsweise beim "Grundrechtereport" und dem "Graubuch Innere Sicherheit".  Nach der Verschmelzung will man den Geist Gustav W. Heinemanns in Rastatt auch optisch weiterleben und sprach sich für eine jährliche Forumstagung aus.


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Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte

Herrenstrasse 18 (Schloss)
76437 Rastatt

Tel. 07222/77139-0
Fax 07222/77139-7
E-Mail: erinnerung@barch.bund.de

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Der thematische Bogen spannt sich von den Freiheitsbewegungen der Frühen Neuzeit bis in das 20. Jahrhundert. Inhaltlicher Schwerpunkt sind der Vormärz und die Revolution von 1848/49.


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