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Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte

Internet: http://www.bundesarchiv.de/erinnerungsstaette/aktuelles/01760/index.html

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Ein Bibelwort, das eine Diktatur ins Wanken brachte

Der Förderverein Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte und das Bundesarchiv hatten am 17. Juni den evangelischen Pfarrer und Zeitzeugen Harald Bretschneider aus Dresden zu Gast.

Harald Bretschneider

Harald Bretschneider

Quelle:
Privat

Nach der herzlichen Begrüßung durch den neuen Vorsitzenden des Fördervereins, Gunter Kaufmann (MdL) und dem von der neuen Referentin der Bundesarchiv-Erinnerungsstätte, Dr. Elisabeth Thalhofer, überbrachten Grußwort, skizzierte der ehemalige Oberlandeskirchenrat der Evanglischen Landeskirche Sachsen vor 60 Gästen im Ahnensaal des Rastatter Schlosses seinen langjährigen Kampf für eine freie und gerechte Staatsordnung in der DDR. Bretschneider erinnerte an den Volksaufstand vor 57 Jahren und an die von jungen oder der Kirche nahe stehenden Menschen getragenen Demonstrationen.

Mit dem Symbol "Schwerter zu Pflugscharen" nach einem Bibelzitat des Propheten Micha und der Losung "Frieden schaffen ohne Waffen" setzte Bretschneider auf der ersten Friedensdekade Anfang der 1980er Jahre Zeichen gegen die atomare Aufrüstung. Er berichtete, daß das öffentliche Zeigen des pazifistischen Symbols "Schwerter zu Pflugscharen" mit großen persönlichen Risiken verbunden war. Viele Jugendliche, die das Zeichen auf ihre Parkas genäht hatten, wurden von Schulen oder Universitäten verwiesen und von der Staatssicherheit beobachtet. Dieses Engagement und die Bereitschaft, für das Friedenszeichen Repressionen in Kauf zu nehmen, bildeten nach Auffassung Bretschneiders wichtige Etappen auf dem Weg zu den gewaltfreien Demonstrationen im Revolutionsjahr 1989.  

Mit dem Zeitzeugengespräch beendeten Förderverein und Bundesarchiv eine Reihe, die 2009 begleitend zur neuen Dauerausstellung "Wir sind das Volk! Freiheitsbewegungen in der DDR 1949-1989" von Rainer Eppelmann, Freya Klier und Joachim Gauck eröffnet und in diesem Jahr von Markus Meckel, Ulrike Poppe und Evelyn Zupke fortgesetzt worden war.

 

 

 

 

 

 

 

 


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Anmeldung

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Kontakt

Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte

Herrenstrasse 18 (Schloss)
76437 Rastatt

Tel. 07222/77139-0
Fax 07222/77139-7
E-Mail: erinnerung@bundesarchiv.de

Dauerausstellung

Im Erdgeschoss wird in neun Stationen an Errungenschaften und Niederlagen der Freiheitsbewegungen im 19. Jahrhundert erinnert.

Das Thema Opposition und Widerstand in der DDR gliedert sich in fünf Kapitel. Der Rundgang beginnt im Erdgeschoss und wird im Obergeschoss fortgesetzt.


Pädagogische Angebote

Für Gruppen werden thematische Führungen durch beide Ausstellungsbereiche angeboten.

Dieses Angebot können Schulklassen ebenfalls nutzen. Zusätzlich gibt es ein Geschichtspuzzle, ein Kreuzworträtsel und andere Arbeitsmaterialien.