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Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte

Internet: http://www.bundesarchiv.de/erinnerungsstaette/aktuelles/02780/index.html

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Das Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin aus der Perspektive Rastatts

Am 16. November 2011 referierte der Historiker und Leiter der Rastatter Galerie Fruchthalle in der Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte über das Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin.

Der Historiker Peter Hank ist Leiter der Städtischen Galerie Fruchthalle in Rastatt.

Der Historiker Peter Hank ist Leiter der Städtischen Galerie Fruchthalle in Rastatt.

Quelle:
Städtische Galerie Fruchthalle Rastatt

Als "Obstschale" und "Salatschüssel" würde mancher Berliner den Entwurf für das Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin bezeichnen, berichtete Peter Hank schmunzelnd. Die Bilder, die der Rastatter Historiker und Galerieleiter während seines Vortrages zeigte, machten die sprichwörtliche Berliner Schnauze für die Zuhörer anschaulich.

Hank zeichnete die Stationen auf dem Weg zur Errichtung eines Freiheits- und Einheitsdenkmals nach: Am 9. November 2007 hatte der Deutsche Bundestag die Errichtung eines nationalen Denkmals, das an die friedliche Revolution 1989 und an die deutsche Einheit 1990 erinnern soll, beschlossen. Die Aufgabenstellung, auch die freiheitlichen Bewegungen und Einheitsbestrebungen der vergangenen Jahrhunderte mit dem Denkmal zu würdigen, erwies sich jedoch als zu schwierig. Zweimal musste der Gestaltungswettbewerb ausgeschrieben werden.

Peter Hank stellte alle drei Siegerentwürfe vor, die das Preisgericht am 3. Oktober 2010 gekürt hatte: mit ausgewähltem Bildmaterial erläuterte er die jeweiligen Konzepte. Das Verhältnis zwischen Freiheit und Einheit sei entscheidend für das Denkmal, meinte Hank. Weder der Entwurf des Karlsruher Künstlers Stephan Balkenhol, noch das Konzept des Münchener Architektenbüros Andreas Meck vermochten in dieser Hinsicht zu überzeugen.

Anders beim Siegerentwurf, der am 13. April 2011 von Kulturstaatsminister Bernd Neumann bekannt gegeben worden war: Johannes Milla (Stuttgart) und Sasha Waltz (Berlin) wollen auf der Schlossfreiheit in der Mitte Berlins eine riesige begehbare Schale mit dem Titel "Bürger in Bewegung" installieren. Sie soll den Bürgermut und die Zivilcourage der DDR-Bürger würdigen, die im Herbst 1989 die Mauer und damit die SED-Diktatur zum Einsturz brachten. Das Streben nach Freiheit und Einheit wird auf der Schale durch die zwei Kernsätze der Friedlichen Revolution "Wir sind das Volk! Wir sind ein Volk" symbolisiert. Der Entwurf nutzt Mittel der Konzeptkunst: Die Besucher dieses Denkmals können die Schale in Bewegung versetzen und werden so aktiv in das Denkmal einbezogen.

Aber der Entwurf bietet weitaus mehr, als ein spielerisches Erinnerungsevent, meinte Peter Hank in seiner weiteren Interpretation. In einer gleichermaßen virtuosen wie kunstvollen Rückbesinnung auf die revolutionären Ereignisse von 1848/49 zeigte er auf, dass die Schale als Wippe Grundlegendes auszudrücken vermag: In ihr wird der Balanceakt zwischen Freiheit und Einheit deutlich. Damit aber ist diese Schale nicht nur ein Ort des Erinnerns, sondern er transportiert zugleich den Auftrag, Freiheit und Einheit in einer ausgewogenen Balance zu halten.


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Kontakt

Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte

Herrenstrasse 18 (Schloss)
76437 Rastatt

Tel. 07222/77139-0
Fax 07222/77139-7
E-Mail: erinnerung@bundesarchiv.de

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Das Thema Opposition und Widerstand in der DDR gliedert sich in fünf Kapitel. Der Rundgang beginnt im Erdgeschoss und wird im Obergeschoss fortgesetzt.


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