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Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte

Internet: http://www.bundesarchiv.de/erinnerungsstaette/aktuelles/02831/index.html

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Jahresausflug des Fördervereins nach Frankfurt am Main

Der Förderverein der Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte unternahm seinen diesjährigen Jahresausflug am 29. Oktober 2011 nach Frankfurt am Main.

Teilnehmer des Ausflugs vor der Paulskirche

Teilnehmer des Ausflugs vor der Paulskirche

Quelle:
A. Schinke

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Die Paulskirche als Tagungsstätte des deutschen Vorparlaments und der deutschen Nationalversammlung von 1848/49 stand im Mittelpunkt des vormittäglichen Stadtrundgangs. Herr Schadendorf von KulTours folgte bei herbstgoldenem Wetter mit den Teilnehmern den Spuren der freiheitlichen Bewegungen des 19. Jahrhunderts zwischen Römerberg, Hauptwache und dem Palais Thurn und Taxis, von 1816- 1866 Sitz des Bundestages des Deutschen Bundes.

Gunter Kaufmann, der als Vorsitzender des Vereins auch Gerlinde Hämmerle, die ehemalige Regierungspräsidentin von Karlsruhe, auf der Fahrt begrüßen konnte, stellte fest, dass die Stadt Frankfurt einer der wichtigsten Orte der "Straße der Demokratie" sei. 

Nach dem Mittagessen in der Weinstube im Römer hatten die Teilnehmer im Kreuzgang des nahegelegenen Karmeliterklosters u. a. Gelegenheit, einen Blick auf die zwischen 1514 und 1521 entstandenen vorbarocken Wandmalereien mit der Heilsgeschichte des schwäbischen Malers Jörg Ratgeb (1480-1526) zu werfen.

Für einen Hauch von revolutionärer Stimmung in der Stadt sorgte am Ausflugstag die "Occupy-Frankfurt"-Bewegung mit einer Demo in der Innenstadt und dem Zeltcamp vor der Europäischen Zentralbank. 


Christof Müller-Wirth und Gunter Kaufmann am Ehrengrab von J. G. A. Wirth auf dem Frankfurter Hauptfriedhof

Christof Müller-Wirth und Gunter Kaufmann am Ehrengrab von J. G. A. Wirth auf dem Frankfurter Hauptfriedhof

Quelle:
A. Schinke

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Den Abschluss des Ausflugs bildete am späten Nachmittag der Besuch des Ehrengrabes von Johann Georg August Wirth (1798-1848) auf dem Frankfurter Hauptfriedhof. Als Publizist, Verleger und Jurist kämpfte Wirth leidenschaftlich für eine freie Presse, soziale Gerechtigkeit und die Einheit Deutschlands. Gemeinsam mit Philipp Jacob Siebenpfeiffer (1789-1845) ist er als Initiator und einer der Hauptredner des Hambacher Festes von 1832 im kollektiven Gedächtnis geblieben. Wirth war Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung, aber bereits am 26. Juli 1848 gestorben. Die Grabrede hielt der Abgeordnete der Linken, Robert Blum, der drei Monate später, am 9. November 1848, in Wien standrechtlich erschossen wurde.


Ehrengrab  J. G. A. Wirth

Ehrengrab J. G. A. Wirth

Quelle:
A. Schinke

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Der Nachfahre Dr. Christof Müller-Wirth, Gründungsmitglied und langjähriger ehrenamtlicher Geschäftsführer des Fördervereins, erinnerte daran, dass das Ehrengrab aus Kostengründen vor einigen Jahren abgeräumt werden sollte. Gunter Kaufmann legte im Namen des Vereins ein Blumengebinde nieder.

Es war eine bewegende Begegnung mit demokratischer Geschichte in Deutschland.


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Kontakt

Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte

Herrenstrasse 18 (Schloss)
76437 Rastatt

Tel. 07222/77139-0
Fax 07222/77139-7
E-Mail: erinnerung@bundesarchiv.de

Dauerausstellung

Im Erdgeschoss wird in neun Stationen an Errungenschaften und Niederlagen der Freiheitsbewegungen im 19. Jahrhundert erinnert.

Das Thema Opposition und Widerstand in der DDR gliedert sich in fünf Kapitel. Der Rundgang beginnt im Erdgeschoss und wird im Obergeschoss fortgesetzt.


Pädagogische Angebote

Für Gruppen werden thematische Führungen durch beide Ausstellungsbereiche angeboten.

Dieses Angebot können Schulklassen ebenfalls nutzen. Zusätzlich gibt es ein Geschichtspuzzle, ein Kreuzworträtsel und andere Arbeitsmaterialien.