
Unsere Dauerausstellung zeigt das jahrhundertelange Ringen der Deutschen um Freiheit, Demokratie und Einheit. Den Besucher erwartet eine lebendige Ausstellung mit den Schwerpunkten "Die Revolution von 1848/49" und "Wir sind das Volk! Freiheitsbewegungen in der DDR 1949-1989".
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Im 16. Jahrhundert erheben sich Bauern gegen ihre weltlichen und kirchlichen Herren. Sie fordern religiöse und persönliche Freiheiten.
Die Industrielle Revolution leitet eine radikale gesellschaftliche Umwälzung ein. Bevölkerungswachstum, Missernten und Arbeitslosigkeit führen zu sozialen Konflikten.
Die Gedanken der Französischen Revolution finden auch in Deutsch land Anhänger, die für persönliche Freiheitsrechte, politische Teilhabe und nationale Einheit kämpfen.
Freiheit und nationale Einheit sind die zentralen politischen Forderungen im März 1848. In Berlin kommt es am 18. März zu gewaltsamen Auseinandersetzungen.
In Frankfurt berät das erste frei gewählte gesamtdeutsche Parlament über die Verfassung für einen zukünftigen deutschen Nationalstaat.
Die in der Nationalversammlung be schlossenen "Grund rechte des Deutschen Volkes" werden Vorbild für die Weimarer Reichsverfassung und das Bonner Grundgesetz.
Einige deutsche Fürsten lehnen die Frankfurter Reichsverfassung ab. In Baden kommt es deshalb erneut zu Aufständen, die aber von Truppen des Deutschen Bundes niedergeschlagen werden.
Die Reichsgründung von 1871 erfüllt zwar die nationalen Träume von 1848, doch die Hoffnungen auf Freiheit und Demokratie werden enttäuscht.
Zahlreiche Revolutionäre fliehen vor politischer Verfolgung ins Ausland, vor allem in die Vereinigten Staaten von Amerika.
Massenflucht und Demon strationen führen am 9. November 1989 zum Fall der Berliner Mauer. Am 3. Oktober 1990 tritt die DDR dem Geltungsbereich des Grundgesetzes bei.
Besonders Jugendliche zeigen einen ausgeprägten Freiheitswillen. Sie treten für die Freiheit ein, obwohl sie mit harten Strafen rechnen müssen.
Bereits vor der Staatsgründung regt sich Widerstand. Am 17. Juni 1953 kommt es zu einem landesweiten Volksaufstand. Mit dem Bau der Berliner Mauer 1961 wird der letzte Fluchtweg in den Westen abgeriegelt.
In den 1970er und 1980er Jahren gründen sich oppositionelle Kultur-, Friedens-, Umwelt- und Menschenrechtsgruppen. Die evangelischen Kirchen bieten ihnen ein Forum.
Kontrollen, Schikanen und willkürliche Verhaftungen von Andersdenkenden gehören zum Alltag in der DDR. Der Staatssicherheitsdienst geht ohne Skrupel gegen unangepasste Bürger vor.