
Schüler bei der Arbeit in der Ausstellung
Quelle:
R. Wollenschneider
Von 2003 bis 2005 wurde die Museumsdidaktik der Erinnerungsstätte von Grund auf überarbeitet. Im Auftrag des Bundesarchivs und mit Unterstützung verschiedener Stiftungen wurde ein zeitgemäßes museumspädagogisches Konzept zur Revolution von 1848/49 entwickelt. Auch für die im November 2009 eröffnete Dauerausstellung zu den Freiheitsbewegungen in der DDR wurden entsprechende didaktische Angebote erarbeitet.
Mithin liegen für folgende Ausstellungsbereiche Schülerarbeitsmaterialien vor:
Das pädagogische Konzept stellt die Erinnerungsstätte verstärkt auch in den Dienst des Unterrichts. Es richtet sich an Schulen ebenso wie an studentische Lerngruppen und Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Die Angebote für Schulklassen aller Schularten sind auf die jeweiligen Bildungsstandards abgestimmt. Altersgerechte Methoden ermöglichen Schülerinnen und Schülern unter dem Motto "Geschichte lebendig gestalten" ein selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten. Dabei erfahren sie Geschichte nicht nur chronologisch und in Daten, sondern lernen Strukturen und Zusammenhänge kennen, nehmen unterschiedliche Perspektiven ein und werden für die Bedeutung geschichtlicher Ereignisse auch für die Gegenwart sensibilisiert.
Schüler bei der Präsentation ihrer Arbeitsergebnisse in der Ausstellung
Quelle:
R. Wollenschneider
Bei der Neukonzeption des museumspädagogischen Profils waren drei didaktische Prinzipien maßgeblich.
Erarbeitet und erläutert wurde das Bildungsangebot von Markus Bultmann, Studienrat am Grimmelshausen Gymnasium Offenburg, Ingo Brömel, Oberstudienrat am Ludwig-Wilhelm-Gymnasium Rastatt, Dr. Stefan Schipperges, Studiendirektor am Schiller-Gymnasium Offenburg und Björn Schumacher, Oberstudienrat am Ludwig-Wilhelm-Gymnasium Rastatt.
Neben thematischen Führungen, Geschichtspuzzles und Lerngängen stehen verschiedene schüleraktivierende Arbeitsformen, beispielsweise Rollenspiele, zur Verfügung.
Die vielfältigen Arbeitsformen sind so flexibel angelegt, dass sie auf Schulklassen aller Schularten individuell abgestimmt werden können. Sie orientieren sich dabei an den jeweiligen Bildungsstandards. Der zeitliche Umfang verändert sich entsprechend. Der Programmablauf wird jeweils individuell vereinbart. Die Lerngruppen und ihre Begleiter werden bei ihrer Arbeit in der Ausstellung museumspädagogisch betreut. Eine Voranmeldung ist erforderlich.
Im Erdgeschoss wird in neun Stationen an Errungenschaften und Niederlagen der Freiheitsbewegungen im 19. Jahrhundert erinnert.
Das Thema Opposition und Widerstand in der DDR gliedert sich in fünf Kapitel. Der Rundgang beginnt im Erdgeschoss und wird im Obergeschoss fortgesetzt.
Die Eröffnung der Erinnerungsstätte am 26. Juni 1974 war eine der letzten Amtshandlungen von Bundespräsident Gustav W. Heinemann.