
Barockschloss Rastatt. Im linken Flügel ist die Erinnerungsstätte untergebracht
Quelle:
Michael Mandt, SKA/IMZBw
Ihre Entstehung verdankt die Erinnerungsstätte der Initiative von Bundespräsident Gustav W. Heinemann. Ihm war es ein besonderes Anliegen, "bestimmte Bewegungen in unserer Geschichte, die unsere heutige Demokratie vorbereitet haben, aus der Verdrängung hervorzuholen und mit unserer Gegenwart zu verknüpfen." Als Ort schlug er das Schloss in Rastatt vor.
Die Bundesfestung Rastatt spielte in der Endphase der Revolution von 1848/49 eine zentrale Rolle: Im Ehrenhof des Schlosses begann am 9. Mai 1849 der Aufstand der badischen Soldaten, die sich auf die "Grundrechte des deutschen Volkes" vom Dezember 1848 beriefen und sich zur Verfassung der Paulskirche bekannten. Nach ihrer Kapitulation am 23. Juli 1849 standen sie im Ahnensaal des Schlosses vor einem preußischen Standgericht.
Der thematische Bogen der Dauerausstellung spannt sich von den Freiheitsbewegungen der Frühen Neuzeit bis zur Friedlichen Revolution in der DDR.
Als außerschulischer Lernort leistet die Erinnerungsstätte einen wichtigen Beitrag zur Integration vor allem der nachwachsenden Generation in unsere demokratisch-freiheitliche Gesellschaftsordnung und zur Heranbildung von mündigen Staatsbürgern.
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Im Erdgeschoss wird in neun Stationen an Errungenschaften und Niederlagen der Freiheitsbewegungen im 19. Jahrhundert erinnert.
Das Thema Opposition und Widerstand in der DDR gliedert sich in fünf Kapitel. Der Rundgang beginnt im Erdgeschoss und wird im Obergeschoss fortgesetzt.
Für Gruppen werden thematische Führungen durch beide Ausstellungsbereiche angeboten.
Dieses Angebot können Schulklassen ebenfalls nutzen. Zusätzlich gibt es ein Geschichtspuzzle, ein Kreuzworträtsel und andere Arbeitsmaterialien.