Das Bundesarchiv

Direkt zur Navigation Direkt zur Unternavigation Direkt zum Artikel

Navigation

Spezielle Quellen zur DDR-Geschichte erschlossen

Statistiken, topographische Karten und Lebensläufe geben Einblicke in die gesellschaftlichen Zustände und ermöglichen aufschlussreiche Vergleiche.

Quelle: BArch DE 2/4496 (33)

Neues Fenster: Großansicht des Bildes

In der Abteilung DDR wurden drei ganz unterschiedliche Quellengruppen nutzbar gemacht, die sich jeweils durch Gleichartigkeit auszeichnen und dadurch u.a. zu Vergleichen innerhalb jeder Gruppe einladen.

Unterlagen zur Organisation und Arbeitsweise der Staatlichen Zentralverwaltung für Statistik, die als Teil 1 des Bestandes DE 2 katalogisiert wurden, weisen für die 1970er und 1980er Jahre verwaltungsinterne Aufbereitungen statistischer Erhebungen nach, deren Detailliertheit und Thematik über die veröffentlichten Statistiken hinausgeht. Hier lassen sich z.B. konkretere Angaben über das Einkommen und die Versorgung von Bevölkerungsgruppen, über die Produktivität in Industrie und Landwirtschaft oder über den Außenhandel finden.


Quelle: BArch KART 1004/5486, Bl. 78

Neues Fenster: Großansicht des Bildes

Verzeichnet wurden auch Sammlungen topographischer Karten, in denen lokale landschaftliche und bauliche Gegebenheiten im Idealfall im Abstand von fünf Jahren mit verbindlichen Zeichen dargestellt wurden. Die Kartenblätter ermöglichen es, örtliche und regionale Veränderungen auf dem Gebiet der DDR und angrenzender Regionen während der Jahre 1954 bis 1989 nachzuvollziehen und zeitlich einzugrenzen. Besonders die auf der Grundlage von Luftbildern angefertigten und bis 1990 weitgehend geheim gehaltenen fast 14.000 Kartenblätter, die den Bestand KART 1002 bilden, zeichnen sich durch hohe Genauigkeit aus. Angaben zu diesen, wie auch zu den nahezu 45.000 Blättern, die der Bestand KART 1003 umfasst, können jetzt mit der Rechercheanwendung invenio durchsucht und bestellt werden.

Von Ärzten und Zahnärzten, die in den Jahren 1975 bis 1990 von der Akademie für Ärztliche Fortbildung den Doktortitel verliehen bekommen haben, liegen im Bestand DQ 103 in ca. 4.000 Verfahrensakten handgeschriebene Lebensläufe vor. Während die Angaben zum persönlichen Lebensbereich noch Schutzfristen unterliegen, kann die Nutzung der Überlieferung für abstrahierende wissenschaftliche Forschungen unter Umständen schon zugelassen werden.