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Der Krieg gegen die Herero 1904

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Telegramm von Trothas vom 10. März 1905 über die Gesamtzahl der gefangenen Herero und der im Lager Gestorbenen

Quelle: BArch R 1001/2117

Nach dem Bekanntwerden der Proklamation von Trothas vom 2. Oktober 1904 im Deutschen Reich sah die Reichsleitung sich gezwungen, ihre Politik gegenüber den Herero zu ändern. Am 12. Dezember 1904 mußte von Trotha den "Schießbefehl" ausdrücklich widerrufen. Die überlebenden Herero wurden nun in Konzentrationslagern interniert, in denen viele Herero umkamen.

Weitere Dokumente der Galerie

  • Im Felde, BArch, Bild 183-R18799 / Fotograf: unbekannt
  • Der Feldzug gegen die Hereros, BArch, Bibliothek
  • Der Herero-Krieg als Lehrstück, BArch, Bibliothek
  • Die Gegner im Felde, BArch, Bibliothek

Hintergrundinformationen

Der Aufstand der Herero im Jahre 1904 war nicht die erste Auseinandersetzung, die das Deutsche Reich mit den Bewohnern seiner kolonialen Schutzgebiete in Afrika und im westlichen Pazifik zu führen hatte. Von den anderen kolonialen Kriegen des Deutschen Reiches unterscheidet sich die Niederschlagung des Herero-Aufstands jedoch durch die unerbittliche Härte des militärischen Vorgehens, das eine völlige Vernichtung des Stammes der Herero wissentlich in Kauf nahm.

Von den ca. 80 000 Herero überlebten nur wenig mehr als 15 000 den Völkermord während des Krieges und in den Konzentrationslagern. Nach ihrer Entlassung aus der Gefangenschaft wurden die Herero einem totalitären Regime unterworfen, das dem Einzelnen die persönliche Freiheit und dem Stamm der Herero seine traditionelle Lebensweise nahm.