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Der Krieg gegen die Herero 1904

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"... den Rebellen ... eine scharfe Züchtigung angedeihen lassen ...", Bericht der Deutschen Botschaft in London vom 26. Jan. 1904 an den Reichskanzler

Quelle: BArch R 1001/2111

Die britische Presse sah in den Kolonialkriegen "die unvermeidliche Zugabe jedes Kolonialreiches", ein Problem, mit den nun auch das Deutsche Reich konfrontiert sei. Der Daily Graphic etwa unterstützte ein hartes Vorgehen gegen die aufständischen Herero.

Weitere Dokumente der Galerie

  • Im Felde, BArch, Bild 183-R18799 / Fotograf: unbekannt
  • Der Feldzug gegen die Hereros, BArch, Bibliothek
  • Der Herero-Krieg als Lehrstück, BArch, Bibliothek
  • Die Gegner im Felde, BArch, Bibliothek
  • Telegramm von Trothas vom 10. März 1905 über die Gesamtzahl der gefangenen Herero und der im Lager Gestorbenen, BArch R 1001/2117

Hintergrundinformationen

Der Aufstand der Herero im Jahre 1904 war nicht die erste Auseinandersetzung, die das Deutsche Reich mit den Bewohnern seiner kolonialen Schutzgebiete in Afrika und im westlichen Pazifik zu führen hatte. Von den anderen kolonialen Kriegen des Deutschen Reiches unterscheidet sich die Niederschlagung des Herero-Aufstands jedoch durch die unerbittliche Härte des militärischen Vorgehens, das eine völlige Vernichtung des Stammes der Herero wissentlich in Kauf nahm.

Von den ca. 80 000 Herero überlebten nur wenig mehr als 15 000 den Völkermord während des Krieges und in den Konzentrationslagern. Nach ihrer Entlassung aus der Gefangenschaft wurden die Herero einem totalitären Regime unterworfen, das dem Einzelnen die persönliche Freiheit und dem Stamm der Herero seine traditionelle Lebensweise nahm.