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"Der General der Eisenbahntruppen auf Dienstreise an der Ostfront"

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Unterkunft

Quelle: BArch RH 66/1553

Unterkunft des Stationspersonals, Dezember 1942

Weitere Dokumente der Galerie

  • Otto Will, BArch Pers 6/11925
  • Vorschrift für das Umspuren, BArch RH 66/59
  • Wiederherstellung von zerstörten Gleisanlagen, BArch RH 66/475
  • Weibliche Hilfskräfte,  BArch RH 66/1555
  • Umgespurte Strecken, BArch RH 66/713
  • Russische Draisine,  BArch RH 66/1556
  • Zerstörte Hub- und Behelfsbrücke, BArch RH 66/1555
  • Zerstörte Brücke, BArch RH 66/1555
  • Russische Schienenaufreißvorrichtung, BArch RH 66/475
  • Zerstörter russischer Munitionszug, BArch RH 66/475
  • Feldbahn-Diesellokomotive, BArch RH 66/115
  • Feldbahnzug, BArch RH 66/1553
  • Erfahrungsbericht, BArch RH 66/51
  • Stationsgebäude, BArch RH 66/1553
  • Lokschuppen, BArch RH 66/1553
  • Wasserturm, BArch RH 66/1553
  • Mondscheinbrücke, BArch RH 66/1553
  • Lowat-Brücke, BArch RH 66/1553
  • Stationsgebäude, BArch RH 66/1553
  • Sonderzug, BArch RH 66/1553
  • Wolchow-Sumpfgelände, BArch RH 66/1553
  • Sonderzug , BArch RH 66/1553

Hintergrundinformationen

Otto Will auf Dienstreise an der Ostfront

Nach Beginn des Unternehmens "Barbarossa" reiste der General der Eisenbahntruppen Otto Will mehrmals an die Ostfront. Er informierte sich über den aktuellen Stand des Ausbaus, Neubaus und Wiederaufbaus des Eisenbahnnetzes in Russland durch die Eisenbahnpioniere. Im Dezember 1942 unternahm er eine Dienstreise in den Raum Nowgorod (Heeresgruppe Nord). Der Großteil der hier gezeigten Fotos ist einer Bildmappe entnommen, die nach dieser Dienstreise angelegt worden ist.

Die Eisenbahnen waren insbesondere für die Kriegsführung im Osten von entscheidender Bedeutung. Sie waren das wichtigste Verkehrs-, Nachschub- und Transportmittel. Die Binnenwasserwege erwiesen sich als oft nicht schiffbar und der Transport auf ihnen als zu langsam. Die Straßen in Rußland waren meist nicht ausgebaut, die Nutzung wetterabhängig und die Kraftfahrzeuge störanfällig.

Jede Heeresgruppe der Wehrmacht bekam vor Beginn des Unternehmens "Barbarossa" eine russische Hauptstrecke für den Vormarsch zugeteilt. Bei Beginn der Offensive hielten diese sich jedoch kaum an die Bahnlinien, so dass die Rote Armee umfangreiche Zerstörungen an den Anlagen vornehmen sowie Lokomotiven und Waggons mitführen konnte. Das hatte zur Folge, dass die Wehrmacht grundsätzlich die breiteren russischen Gleisanlagen auf den deutschen Standard umspuren musste und eine Nutzung der russischen Gleisanlagen nur eingeschränkt möglich war. Innerhalb von drei Monaten bis 8. Oktober 1941 sind 16148 km des russischen Schienennetzes umgespurt worden. Neben diesem wichtigsten betrieblichen Problem schränkten weitere russische Gegebenheiten den Transport mit der Eisenbahn ein. So mussten neue Versorgungs- und Wartungsanlagen für die Lokomotiven gebaut werden und Kohle eingeführt werden, da die russische Kohle aufgrund der Schlackung für deutsche Lokomotiven nicht geeignet war.

Der General der Eisenbahntruppen (Befehlshaber der Eisenbahneinheiten) war, im Gegensatz zu den übrigen Waffengeneralen, direkt dem Chef des Transportwesens unterstellt. Dessen Stab war entscheidend mit der Operationsführung befasst, wohingegen dem General der Eisenbahntruppen alle für Bau und Betrieb von Vollbahnen, Feldbahnen und Seilbahnen aufgestellten Heerestruppen unterstellt waren. Diese Eisenbahnpioniere unterstanden vor Ort den Kommandeuren der Eisenbahn-Pioniere (Grukodeis = Gruppenkommandeure der Eisenbahntruppen bei Heeresgruppen und Kodeis = Kommandeure bei den Eisenbahntruppen bei Armeen, Militärbefehlshabern usw.).

Sven Uwe Schulz