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Oskar Messter - Begründer der deutschen Kino- und Filmindustrie

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Orient Reise Kaiser Wilhelm II.

Quelle: BArch N 1275/93

Als im Sommer 1898 bekannt wurde, dass der deutsche Kaiser im Oktober/November des gleichen Jahres eine Reise durch die "Levanteländer" unternehmen wollte, entschloss sich Oskar Messter, sein Filmrepertoire "durch historische Bilder aus fremden Ländern zu bereichern". Mittels Postkarte erhielt Messter hier aus Alexandria den Bericht seines Mitarbeiters Georg Betz vom 10.11.1898 über dessen Dreharbeiten in Jerusalem. Die Kosten der Filmexpedition, deren Ausbeute sehr gering war, trug Messter nach eigenen Angaben selbst. Die negativen Erfahrungen dieser Reise - die meisten der gemachten Aufnahmen waren offenbar "verblitzt", sollen ihn darüber hinaus zur Konstruktion einer besonderen Expetitionskamera, der sog. Kine-Messter-Kamera inspiriert haben. … [weiterlesen]

Weitere Dokumente der Galerie

  • Oskar Messter (21.11.1866 - 6.12.1943), Bundesarchiv, N 1275 Bild-361-01 / Fotograf: unbekannt
  • Spezialkatalog No. 32, BArch FA A 1166/1
  • Verkauf des ersten deutschen Kinoprojektors, BArch N 1275/191 Bl. 373
  • Lebende Photographien, Bundesarchiv, N 1275 Bild-391-02 / Fotograf: Messter-Film GmbH
  • Seine Majestät der Kaiser - erster deutscher Kinostar, BArch N 1275/41
  • Messter-Woche, BArch N 1275/298
  • Messters Schutzmarke, Bundesarchiv, N 1275 Bild-242 / Fotograf: Messter-Film GmbH
  • Messters-Kriegs-Kino, Bundesarchiv, N 1275 Bild-330 / Fotograf: unbekannt
  • Felix Weingartner, Bundesarchiv, N 1275 Bild-360-01 / Fotograf: Messter-Film GmbH
  • Luftschiffer Messter, Bundesarchiv, N 1275 Bild-301 / Fotograf: unbekannt
  • Vom Biophon zum modernen Tonfilm, Bundesarchiv, N 1275 Bild-372 / Fotograf: unbekannt
  • Tonbilder, Bundesarchiv, N 1275 Bild-184 / Fotograf: unbekannt
  • Kine-Messter-Kamera, Bundesarchiv, N 1275 Bild-137 / Fotograf: unbekannt
  • Meisterdirigentenfilme, Bundesarchiv, N 1275 Bild-190 / Fotograf: unbekannt
  • Henny Porten und Oskar Messter, Bundesarchiv, N 1275 Bild-349 / Fotograf: Horst G. Lehmann
  • Maschinengewehrkamera, Bundesarchiv, N 1275 Bild-204 / Fotograf: unbekannt
  • Otto Reutter, BArch N 1275/93
  • Leutnant Messter, Bundesarchiv, N 1275 Bild-297 / Fotograf: unbekannt
  • Messters Panzer-Kino, Bundesarchiv, N 1275 Bild-123 / Fotograf: unbekannt
  • Farbfilm, Bundesarchiv, N 1275 Bild-186 / Fotograf: unbekannt
  • Als man Anfing zu filmen, BArch FA Zensurkarte B 35882
  • Guido Seeber, Bundesarchiv, N 1275 Bild-289 / Fotograf: unbekannt
  • Auf der Alm da gibt's koa Sünd, Bundesarchiv, N 1275 Bild-391-01 / Fotograf: unbekannt
  • Privatier Messter, Bundesarchiv, N 1275 Bild-035 / Fotograf: unbekannt
  • Carl Froelich, Bundesarchiv, N 1275 Bild-255 / Fotograf: unbekannt
  • Mein Weg mit dem Film, Bundesarchiv, N 1275 Bild-001 / Fotograf: unbekannt
  • Messterphon, Bundesarchiv, N 1275 Bild-185 / Fotograf: unbekannt
  • Messter-Firmen, BArch N 1275/216
  • Reihenbildner - Experimente mit Luftaufnahmen, Bundesarchiv, N 1275 Bild-200 / Fotograf: unbekannt
  • Skladanowsky-Streit, Bundesarchiv, N 1275 Bild-332 / Fotograf: unbekannt

Hintergrundinformationen

Oskar Messter - Begründer der deutschen Kino- und Filmindustrie

Oskar Messter (21.11.1866 - 6.12.1943)

Als zweites Kind der Eheleute Marie und Eduard Messter am 21. November 1866 in Berlin geboren, trat Oskar Messter nach seiner Ausbildung zum Optiker und Mechaniker in die Firma seines Vaters ein. Dieser betrieb eine Werkstatt für optische und medizinische Geräte. Das 1895 aufkommende neue Medium Film -  zu dieser Zeit noch eine, als lebende Photographien bezeichnete Jahrmarkts- und Varieteattraktion -  weckte rasch das Interesse des Technikers. Die zu jener Zeit bekannten Projektoren wurden jedoch, so wie der französiche Apparat von Lumiére, entweder geheimgehalten, oder sie waren auf Grund ihrer Konstruktion von der Überführung in eine serienmäßige Produktion noch weit entfernt, wie beispielsweise der Doppelprojektor des Berliners Max Skladanowsky.

Dieser Tatsache begegnete Messter mit eigenen Entwicklungen. 1896 verkaufte er seinen ersten Kinoprojektor mit Malteserkreuzschaltung. Im gleichen Jahr eröffnete er das erste deutsche Kunstlichtateliers für Filmaufnahmen in der Friedrichstraße in Berlin und übernahm das Theater Unter den Linden 21 als Kino. 1903 führte Messter seine ersten Tonbilder vor. Im Ersten Weltkrieg diente er als Filmreferent. Zu seinen Aufgaben gehörte in dieser Zeit die Zensur von Photographie und Kinematographie.

Unter dem Namen Messter-Woche wurde eine der bekanntesten deutschen Kriegswochenschauen produziert. Während des Krieges entwickelte Messter darüber hinaus automatische Filmkameras für Luftbildaufnahmen. 1918 verkaufte Oskar Messter verschiedene seiner Filmgesellschaften an die Universum Film AG (UFA), in deren Aufsichtsrat er 1925 eintrat.1928 gehörte er zu den Mitbegründern der Tonbildsyndikat AG (Tobis), der er bis 1930 angehörte.

Messter war darüber hinaus  in zahlreichen Gremien und Vereinen tätig, beispielsweise im Deutschen Optikerverband, in der Deutschen Kinotechnischen Gesellschaft und der Spitzenorganisation der deutschen Filmindustrie. Von 1930 - 1936 war er Beisitzer der Filmoberprüfstelle Berlin.  Am 6. Dezember 1943 starb Oskar Messter kurze Zeit nach seinem 77. Geburtstag zurückgezogen in seinem Haus am Tegernsee in Bayern.

Babette Heusterberg