Das Bundesarchiv

Direkt zur Navigation Direkt zur Unternavigation Direkt zum Artikel

Navigation

Unternavigation

Die deutschen Heeresgruppen Teil 2, Zweiter Weltkrieg

Neues Fenster: Großansicht des Bildes

Unterkunft des Heeresgruppenkommandos 2 in Frankfurt am Main, September 1939

Quelle: BArch Bild 146-2007-0008

Heeresgruppe C / Nord / Kurland

Mit Mobilmachung am 26. August 1939 wurde aus dem bisherigen Heeresgruppenkommando 2 in Frankfurt am Main das Oberkommando der neuformierten "Heeresgruppe C" gebildet, als Führungsinstanz für die deutschen Truppen an der Westfront. Nach Verlegung der Heeresgruppen Nord und Süd (als A und B) im Oktober 1939 ebenfalls in den Westen wurde die Heeresgruppe C auf den Südteil der Westfront beschränkt (Oberrhein, Pfalz) und ab Beginn des West-Feldzuges am 10. Mai 1940 erfolgte ihr Einsatz als südlicher Flügel der deutschen Truppen, mit Durchbruch durch die Maginotlinie.

Am 25. Oktober 1940 erfolgte die Rückverlegung nach Deutschland, ab dem 20. April 1941 unter der Tarnbezeichnung "Abschnittstab Ostpreußen" weiter nach Ostpreußen. Hieraus entstand am 20. Juni 1941 das Oberkommando der neuformierten "Heeresgruppe Nord".

Die Heeresgruppe Nord wurde im Rußland-Feldzug ab dem 22. Juni 1941 in Nordrußland eingesetzt, mit Belagerung Leningrads ab September 1941. Im Laufe des Jahres 1944 erfolgte der Rückzug der Heeresgruppe nach Kurland und dort am 25. Januar 1945 die Umbenennung in "Heeresgruppe Kurland", die bis zur Kapitulation bestehen blieb.
… [weiterlesen]

Weitere Dokumente der Galerie

  • Wilhelm Ritter von Leeb, BArch Bild 146-1969-048B-01A
  • Wilhelm Ritter von Leeb an der Front, September1941, BArch Bild 183-B12786
  • Georg von Küchler, BArch RH 7/706
  • Georg Lindemann
 , BArch RH 7/708
  • Carl Hilpert, BArch RH 7/699
  • Heeresgruppe Süd, Sommer 1942, Schlachtfeld am Don, BArch Bild 169-0178
  • Gerd von Rundstedt, BArch RH 7/721
  • Parade in Warschau am 2.10.1939, BArch Bild 183-1987-0102-505
  • Walter von Reichenau, BArch Bild 183-B05284
  • Besprechung im Hauptquartier der Heeresgruppe Süd im Juni 1942, BArch Bild 183-B24543
  • Heeresgruppe Mitte, Rußland-Mitte, Jan./Febr. 1944, BArch Bild 101I-690-0201-33
  • Fedor von Bock, BArch Bild 146-1977-120-11
  • Generalfeldmarschall v. Bock auf dem Weg zu einer Lagebesprechung, BArch Bild 183-B12867
  • Günther von Kluge, BArch Bild 146-1973-139-14
  • Hans Reinhardt, BArch MSg 109/2109
  • Dr. Lothar Rendulic, BArch RH 7/717
  • Walter Weiß, BArch MSg 109/2922
  • Einheiten der Heeresgruppe D auf dem Marsch, Sommer 1943, Italien, BArch Bild 101I-685-087-12A
  • Soldaten der Heeresgruppe D, Sommer 1943, Italien, BArch Bild 101I-685-091-05A
  • Erwin von Witzleben, BArch Bild 146-1978-043-13
  • Bei der Heeresgruppe Südukraine, Mai/Juni 1944, BArch Bild 101I-712-0498-34
  • Wilhelm List, BArch RH 7/707
  • Ewald von Kleist, BArch RH 7/704
  • Lagebesprechung bei der Heeresgruppe Südukraine, 11.4.1944, BArch Bild 183-2007-0313-500
  • Johannes Frießner, BArch RH 7/694
  • Otto Wöhler, BArch RH 7/743
  • Einheit der Heeresgruppe Nordukraine im September/Oktober 1943, BArch Bild 101I-705-0272-19
  • Erich von Manstein, BArch Bild 183-H01758
  • Josef Harpe,  BArch RH 7/697
  • Ferdinand Schörner, BArch RH 7/730
  • Alexander Löhr, BArch Bild 146-1969-041-30
  • Rommel im Befehlswagen, Afrika, Juni 1942, BArch Bild 101I-443-1572-37
  • Erwin Rommel, BArch Bild 183-R95989
  • Jürgen von Arnim, BArch Bild 101I-787-0502-34A
  • Kroatien, Dezember 1943, Quelle: BArch Bild 183-S73908
  • Maximilian von Weichs, BArch Bild 101I-056-1643-29A
  • Albert Kesselring, BArch Bild 101I-316-1151-10
  • Heinrich-Gottfried von Vietinghoff, gen. Scheel, BArch RH 7/738
  • Rommel am Atlantikwall, Juni 1944, BArch Bild 101I-719-0223-30
  • Walter Model, BArch MSg 109/1770
  • Heeresgruppe G, Südfrankreich, Juni 1944, BArch Bild 183-J27018
  • Johannes Blaskowitz, BArch Bild 146-2004-004-05
  • Hermann Balck, BArch Bild 101I-732-0118-03
  • Friedrich Schulz, BArch RH 7/731
  • Kurt Student, BArch Pers 6/58
  • Ernst Busch,  BArch RH 7/689
  • Paul Hausser, BArch Bild 146-1973-122-16
  • Lagebesprechung im Hauptquartier der Heeresgruppe Weichsel, März 1945, BArch Bild 146-1971-033-33
  • Gotthard Heinrici, BArch RH 7/698

Hintergrundinformationen

Die deutschen HeeresgruppenTeil 2, Zweiter Weltkrieg

Die Darstellung folgt im wesentlichen Georg Tessin, Deutsche Verbände und Truppen 1918-1939, bearb. auf Grund der Unterlagen des Bundesarchiv-Militärarchivs, Osnabrück 1974 und Ders., Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945, bearb. auf Grund der Unterlagen des Bundesarchiv-Militärarchivs, 20 Bände, Osnabrück 1967ff. Die biographischen Angaben folgen zunächst den Personalakten. Wo diese Lücken aufwiesen, wurden die Angaben aus Tessin herangezogen oder sonstige Quellen genutzt. Dennoch sind Unstimmigkeiten gegenüber tatsächlichen Verwendungsdaten möglich.

In der Vorläufigen Reichswehr vom 1. Oktober 1919 bestanden über den Divisionen vier "Reichswehr-Gruppenkommandos": das Reichswehr-Gruppenkommando 1 in Berlin, das Reichswehr-Gruppenkommando 2 in Kassel, das Reichswehr-Gruppenkommando 3 in Kolberg und das Reichswehr-Gruppenkommando 4 in München.Mit der organisatorischen Neuformierung vom 23. März 1921 blieben nur noch zwei "Gruppenkommandos" übrig: das Gruppenkommando 1 in Berlin und das Gruppenkommando 2 in Kassel. Dabei blieb es für die gesamte restliche Zeit der Weimarer Republik und auch noch die Anfangszeit des Dritten Reiches. Erst im April 1935 wurde ein zusätzliches Gruppenkommando 3 in Dresden geschaffen. In der Zwischenzeit war am 1. Juni 1935 die Umbenennung von Reichswehr in Wehrmacht und Reichsheer in Heer erfolgt. Am 1. April 1937 entstand schließlich noch das Gruppenkommando 4 in Leipzig.In der Folge wurden zwischen die Gruppenkommandos und die Divisionen als weitere Kommandoebene Armeekorps eingefügt.

Im Februar 1938 erfolgte die Umbenennung der Gruppenkommandos in "Heeresgruppenkommandos". Es bestanden jetzt:

Neu gegründet wurden:

Im April 1938 wurde darüberhinaus unter Generaloberst Wilhelm Ritter von Leeb ein Arbeitsstab eingerichtet ("Arbeitsstab v. Leeb"), aus dem im Hinblick auf mögliche militärische Auseinandersetzungen Anfang Oktober 1938 das "Heeresgruppenkommando z.b.V." entstand. Nach erfolgter kampfloser Besetzung des Sudetenlandes wurde dieses Heeresgruppenkommando wieder aufgelöst.

Ab der Mobilmachung vom 26. August 1939 erfolgte rein formal die Verwendung der Bezeichnung "Oberkommando der Heeresgruppe ....". Nur aus zwei der bestehenden Heeresgruppenkommandos wurden jedoch tatsächlich Oberkommandos von Heeresgruppen gebildet (aus 1 und 2). Aus den anderen entstanden Armeeoberkommandos.

Im Laufe des Krieges wurden insgesamt fünfzehn Heeresgruppen gebildet, die zum Teil mehrfach umbenannt wurden. Dabei wurden einige Bezeichnungen zu verschiedenen Zeiten von verschiedenen Heeresgruppen getragen. Die Bezeichnungen "Heeresgruppe Süd- oder "Heeresgruppe Mitte" beziehen sich je nach Zeitpunkt auf völlig verschiedene Heeresgruppen.
Die Bezeichnungen der Heeresgruppen waren entweder Buchstaben oder geographischer Art und damit unabhängig vom jeweiligen Oberbefehlshaber. Insbesondere geographische Bezeichnungen mußten dadurch jedoch mitunter den Veränderungen des Frontverlaufs angepaßt werden.
Häufig waren Heeresgruppenkommandos auch mit den Befugnissen von Oberbefehlshabern auf bestimmten Kriegsschauplätzen verbunden.

Es bestanden in der Reihenfolge ihrer Einrichtung ab Kriegsbeginn:

Die Heeresgruppen und ihre Oberbefehlshaber am:

1.9.1939
 Heeresgruppe Süd                 Generaloberst v. Rundstedt
Heeresgruppe Nord                 Generaloberst v. Bock
Heeresgruppe C                      Generaloberst Ritter v. Leeb

10.5.1940
Heeresgruppe A                      Generaloberst v. Rundstedt
Heeresgruppe B                      Generaloberst v. Bock
Heeresgruppe C                      Generaloberst Ritter v. Leeb

22.6.1941
Heeresgruppe Süd                   Generalfeldmarschall v. Rundstedt
Heeresgruppe Mitte                 Generalfeldmarschall v. Bock
Heeresgruppe Nord                  Generalfeldmarschall Ritter v.Leeb
Heeresgruppe D / Ob West      Generalfeldmarschall v. Witzleben

13.5.1943
Heeresgruppe B                       Generalfeldmarschall Freiherr v. Weichs
Heeresgruppe Mitte                  Generalfeldmarschall v. Kluge
Heeresgruppe Nord                  Generalfeldmarschall v. Küchler
Heeresgruppe D / Ob West      Generalfeldmarschall v. Rundstedt
Heeresgruppe A                        Generalfeldmarschall v. Kleist
Heeresgruppe Süd                    Generalfeldmarschall v. Manstein
Heeresgruppe E / Ob Südost    Generaloberst Löhr
Heeresgruppe Afrika                 Generaloberst v. Arnim 

8.5.1945
Heeresgruppe Kurland              Generaloberst Hilpert
Heeresgruppe Ostmark             Generaloberst Dr. Rendulic
Heeresgruppe Mitte                   Generalfeldmarschall Schörner
Heeresgruppe E / Ob Südost     Generaloberst Löhr
Heeresgruppe Weichsel             Generaloberst Student

Die Beschreibungen im folgenden haben jeweils den Weg des einzelnen Heeresgruppenkommandos als Kommandobehörde für mehrere Armeen und direkt unterstellte Heerestruppen im Blick. Nicht in jedem Fall folgte bei Verlegungen der vorgesetzten Kommandobehörde auch der gesamte unterstellte Bereich. Gleichwohl wird hier der Einfachheit halber von "Verlegung der Heeresgruppe ..." gesprochen. Detaillierte Informationen über die Wege der unterstellten Armeen finden sich bei Tessin, Verbände und Truppen, s.o..


Thomas Menzel