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Max Skladanowsky - Glasmaler, Tüftler oder Filmpionier

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Erlaubnisschein zur Vorführung von Nebelbildern für Carl Theodor Skladanowsky, 1887

Quelle: BArch N 1435/4

Max Richard Skladanowsky wurde am 30. April 1863 in Berlin als viertes Kind von Carl Theodor und Luise Auguste Ernestine Skladanowsky geboren. Nach der Schule begann er 1877 seine Ausbildung zum Fotografen und Glasmaler im photographischen Atelier Werner in der Alten Schönhauser Straße 24 und beim Glasmaler und Lithographen Dehn in der Schönhauser Allee 48 in Berlin. Es folgte 1879 die erste Anstellung in der Abteilung für Nebelbilder und Nebelbildapparate in der Theaterapparatefabrik von Willy Hagedorn in Berlin.

Im 1879 gegründeten Familienunternehmen mit Vater Carl und seinem jüngeren Bruder Emil war der Tüftler Max für die Technik zuständig. Er stellte mechanisch bewegte Nebelbilder her, die er zusammen mit seinem Vater in Berlin und auf Tourneen durch Deutschland und Europa vorstellte. Die erste Nebelbildvorführung fand am 18. November 1879 im großen Saal der Berliner Flora, dem späteren Apollo-Theater in der Friedrichstraße 218, statt.

Exponat:
Erlaubnisschein für Carl Theodor Skladanowsky zur Vorführung von Nebelbildern in der Zeit vom 19. bis 21. Oktober 1887 in Frankfurt am Main.
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Weitere Dokumente der Galerie

  • Max Skladanowsky, BArch, N 1435-Bild-276-017
  • Anzeige des Programms des ersten Frankfurter Orpheum vom 1. bis 16. Februar 1893, BArch N 1435/85
  • Patenturkunde Nr. 88599 vom 1. November 1895., BArch N 1435/192
  • Ankündigung des ersten Auftritts Max Skladanowskys im Berliner Wintergarten, 1895, BArch N 1435/108
  • Filmstreifen aus dem ersten Film der Brüder Max und Emil Skladanowsky, dem "Wintergarten-Programm" , BArch, Bild 183-C31914
  • Zensurkarte vom 2. Dezember 1929 , BArch N 1435/116
  • Werbezettel für einen Sterescop-Apparat , BArch N 1435/172
  • Nachruf im Berliner Lokal-Anzeiger vom 1. Dezember 1939, BArch N 1435/264
  • Bioscop II, 1896 , BArch N 1435 Bild-275-001
  • Das Programm vom 1. November 1895 , BArch N 1435/191
  • Kontaktabzüge und Szenenfotos zum italienischen Bauerntanz , BArch, N 1435 Bild-092-024
  • Klavierpartitur zum Wintergarten-Programm , BArch N 1435/100
  • Reihenaufnahmen für Abblätterbücher, 1896 , BArch N 1435 Bild-092-005
  • Nachweis über die Gebührenzahlung für die Gebrauchsmuster-Anmeldung , BArch N 1435/197
  • Nebelbild gerahmt, zwischen 1879 und 1897, BArch N 1435 Bild-15-4-001B
  • Nebelbild ungerahmt, zwischen 1879 und 1897 , BArch N 1435 Bild-15-4-048
  • Nebelbilder, BArch N 1435/10
  • Der Nachlass Max Skladanowsky, BArch N 1435/179
  • Max, seine 2. Ehefrau Else und Tochter Gertrud Skladanowsky, etwa 1896 , BArch N 1435 Bild-278-008

Hintergrundinformationen

Max Skladanowsky - Glasmaler, Tüftler oder Filmpionier

Max Skladanowsky gilt, nicht ganz unumstritten, als deutscher Erfinder des Films. Ihm gelang mit seinem "Wintergartenprogramm" am 1. November 1895 im Berliner Varieté Wintergarten vor zahlendem Publikum die erste öffentliche Filmvorführung in Europa.

Am 30. November 2009 jährt sich sein Todestag zum 70. Mal. Mit dieser Galerie möchte das Bundesarchiv an den Wegbereiter des deutschen Films erinnern und seinen schriftlichen und fotografischen Nachlass sowie das neue Online-Findbuch zum Bestand vorstellen.
Manuela Lange und Aileen Tomzek

Foto: Max Skladanowsky und der am 1. November 1895 zum ersten Male öffentlich in Gebrauch genommene Original-Film-Projektor "Bioscop", 1936