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Schönefeld und die Mauer 1961-1989

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Flugblatt des Kreisausschusses Zossen der "Nationalen Front des demokratischen Deutschlands"

Quelle: BArch DY 30/IV 2/2.023/59, pag. 258

Menschenfalle
Wie auch die innerdeutsche Grenze sollte die Berliner Mauer ungenehmigte Grenzübertritte und Ausreisen wie zum Beispiel den Weggang von Fachkräften verhindern. Nach Schätzungen wurden an der Berliner Mauer insgesamt zwischen 138 und 245 Menschen von DDR-Grenzsoldaten getötet. Die politische Führung der DDR bezeichnete die Mauer propagandistisch als "antifaschistischen Schutzwall" und als "Instrument der Friedenssicherung".

Weitere Dokumente der Galerie

  • Mauerbau in Berlin im August 1961, BArch Bild 173-1321 / Fotograf: Helmut J. Wolf
  • Schematische Darstellung der Grenzübergangsstelle Rudower Chaussee, ca. 1986, BArch DY 30/2507, pag. 31
  • Schematische Darstellung des pionier- und signaltechnischen Ausbaus der Staatsgrenze zu Berlin (West), ca. 1985, BArch DY 30/2507, pag. 4
  • Auszug aus einem Bericht der Hauptabteilung Schutzpolizei innerhalb des Ministeriums des Innern der DDR, 24. Juli 1962, BArch DO 1/87121, pag. 15
  • Übersicht der Grenzübergänge nach Berlin (West), 30. Januar 1990, BArch Bild 183-1990-0130-019 / Fotograf: o. Ang.
  • Schreiben des Ministers für Außenwirtschaft der DDR Horst Sölle an den Vorsitzenden des Ministerrates der DDR Willi Stoph, 8. Mai 1972, BArch DC 20-I/4/2657, pag. 112
  • Auszug aus dem Bericht über die Entwicklung des Transitverkehrs an der Grenzübergangsstelle Rudower Chaussee, 26. März 1970, BArch DM 1/9658
  • Wahrzeichen der Leipziger Messe am Eingang zum Gelände der Technischen Messe während der Frühjahrsmesse 1966, 3. März 1966, BArch Bild 183-E0303-0003-008 / Fotograf: Joachim Spremberg
  • Zustimmung des Ministers für Staatssicherheit Erich Mielke zur Benutzung der Grenzübergangsstelle Schönefeld/ Rudower Chaussee, 30. Dezember 1965, BArch DC 20-I/4/1262, pag. 74

Hintergrundinformationen

Die Berliner Mauer wurde ab dem 13. August 1961 errichtet und war ein Markstein des Kalten Krieges. Sie fiel am 9. November 1989, was sich zu einem Symbol für die Friedliche Revolution entwickelte. Als deren Resultat wurde schließlich am 3. Oktober 1990 die Deutsche Wiedervereinigung möglich.

Die Mauer grenzte den Westteil Berlins sowohl vom Ostteil der Stadt als auch vom Berliner Umland ab. Damit wirkte sich die Berliner Mauer vielfach auch auf die am Stadtrand gelegene Gemeinde Schönefeld aus. Der Flughafen Berlin-Schönefeld, der für die DDR auch aus Gründen der Devisen-Erwirtschaftung große Bedeutung besaß, hatte einen nennenswerten Transitverkehr zu verzeichnen. Ebenfalls der Einnahme von Devisen diente die Entsorgung von Abfall aus Westberlin und anderen Bundesländern innerhalb der DDR, wovon wiederum auch Schönefeld betroffen war.

Karsten Christian