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"Auch das noch!" - "Die Sünderin" im Bundesarchiv

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Werbung der Herzog-Film, 1951.

Quelle: BArch B 102/444923

Weitere Dokumente der Galerie

  • Pressemitteilung der Produktionsgesellschaft Junge Film Union, 12. August 1950, BArch B 102/642
  • Vertrag der Junge Film Union mit Hauptdarstellerin Hildegard Knef, 26. Juli 1950 , BArch B 102/6642
  • Antrag der Junge Film Union auf Devisengenehmigung durch das Bundesministerium für Wirtschaft, August 1950 , BArch B 102/6642
  • Stellungnahme des Interministeriellen Bürgschaftsausschusses, 17. Oktober 1950, BArch B 102/44923
  • Stellungnahme des Interministeriellen Bürgschaftsausschusses, 17. Oktober 1950, BArch B 102/44923
  • Stellungnahme des Beirats des Bürgschaftsausschusses, Oktober 1950, BArch B 102/44923
  • Stellungnahme des Beirats des Bürgschaftsausschusses, Oktober 1950, BArch B 102/44934
  • Schreiben des Ministerialrats Keim an das Mitglied des Deutschen Bundestags Vogel, 17. Januar 1951, BArch B 106/36588
  • Schreiben des Ministerialrats Keim an das Mitglied des Deutschen Bundestags Vogel, 17. Januar 1951, BArch B 106/36588
  • Verfügung des Koblenzer Polizeidirektors, 9. Februar 1951, BArch B 102/36588
  • Schreiben der Evangelischen Gemeinde Koblenz an Bundeskanzler Adenauer, 12. Februar 1951, BArch B 136/5899
  • Schreiben der Evangelischen Gemeinde Koblenz an Bundeskanzler Adenauer, 12. Februar 1951, BArch B 136/5899
  • Hirtenbrief des Kölner Erzbischofs Joseph Frings, 28. März 1951, BArch B 106/36588
  • Interner Bericht des Bundesministeriums des Innern an Bundesminister Lehr, 24. Januar 1951, BArch B 106/36588
  • Interner Bericht des Bundesministeriums des Innern an Bundesminister Lehr, 24. Januar 1951, BArch B 106/36588
  • Schreiben des katholischen Vertreters in der FSK, Koch, an das Mitglied des Deutschen Bundestags Muckermann, 7. Februar 1951, BArch B 106/36588
  • Schreiben des katholischen Vertreters in der FSK, Koch, an das Mitglied des Deutschen Bundestags Muckermann, 7. Februar 1951, BArch B 106/36588
  • Schreiben der Jungen Film Union an das Bundesministerium für Wirtschaft, 11. Oktober 1951, BArch B 102/44923
  • Schreiben der Jungen Film Union an das Bundesministerium für Wirtschaft, 11. Oktober 1951, BArch B 102/44923
  • Schreiben des Bundesministeriums für Wirtschaft an das Bundesministerium des Innern, Juli 1951, BArch B 106/36588
  • Bericht des Bundesministeriums des Innern an Bundesminster Lehr, 31. Januar 1955, BArch B 106/36588
  • „Sünderin“-Verfahren des Bundesverwaltungsgerichts, Einband, BArch B 139/110

Hintergrundinformationen

„Auch das noch!“
„Die Sünderin“ im Bundesarchiv. Zum 90. Geburtstag von Hildegard Knef
(28.12.1925 - 1.2.2002)

Der Skandal um den Spielfilm „Die Sünderin“ war im Jahr 1951 der erste Skandal der jungen Bundesrepublik, der über Monate die öffentliche Diskussion um Kunst, Moral und die Rolle der Kirchen in der Gesellschaft dominierte. Nicht eine optische Sensation von wenigen Sekunden, sondern die Themen des Films – Inzest, Promiskuität, Prostitution, Wilde Ehe, Sterbehilfe und Selbstmord – brachen mit den Tabus der sich formierenden Adenauergesellschaft und provozierten ebenso Protest wie Zustimmung.
Trotz regionaler Aufführungsverbote sahen innerhalb weniger Monate 7 Millionen Zuschauer den Film.

Für Hildegard Knef wurde „Die Sünderin“ zum Schicksalsfilm, begründete schauspielerischen Durchbruch ebenso wie öffentlichen Bekanntheitsgrad und lebenslanges Vorurteil.

Maßgeblichen Einfluß auf den öffentlichen Protest hatte das Bekanntwerden einer staatlichen Ausfallbürgschaft, mit der auch der Film „Die Sünderin“ gegen finanzielle Verluste abgesichert worden war.
Bürgschaftsaktion, öffentliche Resonanz und der Versuch, den Skandal politisch zu bewältigen, machen „Die Sünderin“ zum Film mit der breitesten Aktenüberlieferung im Bundesarchiv. Einige exemplarische Dokumente zeigt diese Galerie.

Dr. Elke-Ursel Hammer, 14.12.2015