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Integration - Stete Aufgabe der deutschen Politik

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Schreiben des Innenministeriums des Landes Baden-Württemberg an das Bundespräsidialamt vom 3. Oktober 1962 (Vorderseite)

Quelle: BArch B 122/4940 fol. 327

Flüchtlinge/Asylbewerber

Das vorliegende Schreiben hält fest, dass die Anzahl der ungarischen Flüchtlinge, die nach Baden-Württemberg kamen, nach dem Volksaufstand in Ungarn im Jahr 1956 stark angestiegen war. So hatte allein das Land Baden-Württemberg 3550 Flüchtlinge aufgenommen, wobei es sich vorwiegend um junge Menschen handelte.

Weitere Dokumente der Galerie

  • Kleiderausgabe an Flüchtlinge aus Ungarn, BArch Bild 194-1615-13/Lachmann, Hans
  • Schreiben des Innenministeriums des Landes Baden-Württemberg an das Bundespräsidialamt vom 3. Oktober 1962 (Rückseite), BArch B 122/4940 fol. 328
  • Schreiben des Nieders. Ministers für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgesch. an den BM für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgesch. vom 24.01.1957, BArch B 150/3551
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  • Schreiben des Bundesministers für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau an den Bundesminister des Innern vom 19. März 1976 , BArch B 106/76292
  • Schreiben des Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg an den Bundeskanzler vom 27. Mai 1982, BArch B 136/27304
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  • Schreiben des Bundesministers des Innern an den Chef des Bundeskanzleramts vom 27. Dezember 1983 , BArch B 136/32967
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  • Caritasplakat: Bootsflüchtlinge, BArch Plak 007-025-212
  • Der Chef des Bundeskanzleramtes an das Bundesministerium des Auswärtigen vom 19. Juni 1985 , BArch B 136/31404
  • Der Chef des Bundeskanzleramtes an das Bundesministerium des Auswärtigen vom 19. Juni 1985 , BArch B 136/31404
  • Vermerk vom 25. September 1986, BArch B 136/31404
  • Vermerk vom 25. September 1986 , BArch B 136/31404
  • Sprechzettel vom 12. Mai 1964 für die 101. Plenarsitzung der Kultusministerkonferenz (14./15.5.1964) , BArch B 138/38289
  • Gastarbeiterkinder in der Schule, BArch B 145 Bild-F013072-0003/Wegmann, Ludwig
  • Kabinettvorlage des Bundesministers für Arbeit und Sozialordnung vom 16. November 1978 , BArch B 106/81040
  • Caritasplakat: Ausländische Arbeitnehmer, BArch Plak 007-025-039
  • Kabinettvorlage des Bundesministers für Arbeit und Sozialordnung vom 16. November 1978 , BArch B 106/81040
  • Kabinettvorlage des Bundesministers für Arbeit und Sozialordnung vom 16. November 1978 , BArch B 106/81040
  • WDR-Gespräch mit dem Innenminister von Nordrhein-Westfalen am 5. September 1979 , BArch B 106/81040
  • WDR-Gespräch mit dem Innenminister von Nordrhein-Westfalen am 5. September 1979 , BArch B 106/81040
  • WDR-Gespräch mit dem Innenminister von Nordrhein-Westfalen am 5. September 1979 , BArch B 106/81040
  • WDR-Gespräch mit dem Innenminister von Nordrhein-Westfalen am 5. September 1979 , BArch B 106/81040
  • Fortschreibung des Bildungsgesamtplans der Bund-Länder-Kommission aus dem Jahr 1980, BArch B 138/14272
  • Vermerk vom 6. Juni 1980 zur Vorbereitung eines Gespräches des Ministers mit den Präsidenten des Deutschen Städte- und Gemeindebundes am 11. Juni 1980, BArch B 106/81042
  • Vermerk vom 6. Juni 1980 zur Vorbereitung eines Gespräches des Ministers mit den Präsidenten des Deutschen Städte- und Gemeindebundes am 11. Juni 1980, BArch B 106/81042
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  • Schnellbrief des Auswärtigen Amtes an den Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung vom 10. Juni 1981, BArch B 149/59886
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  • Schnellbrief des Innenministers des Landes Nordrhein-Westfalen vom 3. Dezember 1981 , BArch B 106/117674
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  • Schreiben des Sekretariats der Kultusministerkonferenz an den Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft der Landesflüchtlingsverwaltungen vom 18. Juli 1974, BArch B 373/80
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  • Jahresbericht 1979 des Beauftragten der Bundesregierung für die Verteilung im Grenzdurchgangslager , BArch B 106/98778
  • Kleiderausgabe im Durchgangslager Friedland, BArch B 145 Bild-F062909-0019
  • Fortschreibung des Bildungsgesamtplans der Bund-Länder-Kommission aus dem Jahr 1980, BArch B 138/14275
  • Fortschreibung des Bildungsgesamtplans der Bund-Länder-Kommission aus dem Jahr 1980, BArch B 138/14275
  • Fortschreibung des Bildungsgesamtplans der Bund-Länder-Kommission aus dem Jahr 1980, BArch B 138/14275
  • Brief des Bundesministers des Innern an den Präsidenten des Bundes der Vertriebenen vom 21. April 1983 , BArch B 106/97217
  • Brief des Bundesministers des Innern an den Präsidenten des Bundes der Vertriebenen vom 21. April 1983 , BArch B 106/97217
  • Caritasplakat: Spätaussiedler, Plak 007-025-225

Hintergrundinformationen

Integration – ein Thema, das aktueller denn je ist und dennoch für die deutsche Politik nicht neu. Wie die folgenden Dokumente und Bilder zeigen, war die Eingliederung von Menschen aus anderen Ländern eine stete Aufgabe der deutschen Politik. Mit der Integration der Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg war bereits Großes geleistet worden. Aber auch in den folgenden Jahrzehnten stand die bundesdeutsche Politik immer wieder vor der Herausforderung, Menschen der unterschiedlichsten Herkunft in die Gesellschaft zu integrieren.

Im Zuge des in den 1950er Jahren aufkommenden Wirtschaftswunders erreichte mit den sogenannten „Gastarbeitern“ eine Gruppe von Zuwanderern die Bundesrepublik, die aus wirtschaftlichen Erwägungen nach Deutschland kam. Vorwiegend aus dem Süden Europas und der Türkei stammend sollten diese ausländischen Arbeitnehmer fehlende Arbeitskräfte ersetzen. Der von Max Frisch geprägte Satz „Man hat Arbeitskräfte gerufen, und es kamen Menschen.“ macht auch deutlich, dass man sich nicht auf die Integration dieser Menschen vorbereitet hatte und nun vor dem Problem stand, wie man nicht nur mit den Arbeitern, sondern auch ihren Angehörigen, die von ihnen nachgeholt wurden, umgehen sollte. Besonders akut wurde diese Thematik, als man feststellte, dass man gar nicht mehr so viele Arbeiter benötigte, aber durch den Nachzug der Familien immer mehr Menschen ins Land kamen. Und nicht nur ausländische Arbeitnehmer stellten die deutsche Politik vor Herausforderungen auf dem Gebiet der Integration, sondern auch tausende Flüchtlinge, die aufgrund politischer Unruhen und Kriege nach Deutschland kamen. Darunter befanden sich viele Menschen aus Ungarn, die im Zuge des dortigen Volksaufstandes im Jahr 1956 aus ihrem Land geflohen waren. Neben den Flüchtlingen aus dem europäischen Raum erreichten auch Flüchtlinge aus weitentfernten Regionen der Welt die Bundesrepublik. So musste man sich unter anderem infolge des Vietnamkrieges um die Unterbringung und Integration der sogenannten „Boatpeople“ kümmern.

Wie vielschichtig die Probleme der Integration auch im Hinblick auf die verschiedenen Zuwanderergruppen waren, sollen die folgenden Dokumente und Bilder zeigen, wenngleich es sich bei diesem facettenreichen Thema nur um Schlaglichter handeln kann.

Dr. Stephanie Neidel, 9. Juni 2017