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"Zwei Völker versöhnen sich". Der deutsch-französische Freundschaftsvertrag von 1963

Einladung zur Eröffnung der Ausstellung und zum Vortrag am 17. Januar 2013 um 18.00 Uhr im Bundesarchiv Koblenz

Begrüßung

Dr. Michael Hollmann, Präsident des Bundesarchivs


Vortrag

Der Elysée-Vertrag und die deutsch-französischen Beziehungen

Prof. Dr. Ulrich Pfeil, Université de Lorraine, Metz


Die Aussöhnung mit dem Nachbarn im Westen war schon nach dem Ersten Weltkrieg ein wichtiges Anliegen Konrad Adenauers. Diesem Ziel dienten nach 1945 viele Begegnungen, vor allem seine Reise nach Frankreich im Juli 1962 und der Gegenbesuch des französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle in der Bundesre­publik zwei Monate später. Anfang 1963 war der Bundeskanzler erneut in Paris zu Gast, um am 22. Januar im Elysée-Palast den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag zu unterzeichnen. An dieses Ereignis und seine Vorgeschichte erinnert die Ausstellung mit zahlreichen Fotografien und Dokumenten. Doch die Entscheidung des Kanzlers traf nicht auf einhellige Zustimmung in Bonn, sondern löste Streit zwischen „Gaullisten“ und „At­lantikern“ aus. Unterlagen aus dem Kanzleramt vermitteln einen Eindruck von diesen Zwistigkeiten und der Suche nach einem Kompromiss.

Ulrich Pfeil studierte Erziehungswissenschaften, Französisch und Geschichte an der Universität Hamburg. Nach dem zweiten Staatsexamen und der Promotion über seine Heimatstadt Heide/Holstein und deren Weg „Vom Kaiserreich ins Dritte Reich“ (1995) unterrichtete er am Gymnasium in Bernau. Von 1996 bis 2002 war er als DAAD-Lektor an der Sorbonne Nouvelle (Paris 3) tätig. Ein Stipendium der DFG ermöglichte seine Habilita­tion über die „anderen“ deutsch-französischen Beziehungen: „Die DDR und Frankreich 1949-1990“ (2004, er­schienen als Band 26 der Zeithistorischen Studien des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam). Von 2002 bis 2009 gehörte Ulrich Pfeil zum Forscherteam des Deutschen Historischen Instituts in Paris. Parallel dazu lehrte er in Nancy und erhielt 2005 einen Ruf an die Universität Jean Monnet in St. Etienne. Seit Septem­ber 2010 ist er Professor für Deutschlandstudien an der Université de Lorraine, Metz.

Bundesarchiv, Potsdamer Straße 1, Koblenz-Karthause, Film- und Vortragssaal