Potsdam im Film - Orte und Bauwerke
Potsdam - Garnisonkirche um 1827
Filmaufnahmen aus dem alten Potsdam beginnend ab 1927 vom 13. März 2010 bis 27. März 2010
Die voraussichtlich im März beginnenden Arbeiten am Rohbau des neuen Landtages, ein weiterer Schritt in der Sanierungs-kampagne der historischen Mitte Potsdams, geben den Anlass, erneut nach historischen "Vorbildern" zu schauen. Aus den Beständen des Bundesarchiv-Filmarchivs Berlin hat das Filmmuseum Potsdam mit Hilfe des Filmhistorikers Hans-Gunter Voigt ein Programm mit Stadtaufnahmen erstellt, das wieder mit einigen filmischen Raritäten aufwartet.
Der älteste Film des Programms ist Land- und Wassersportplatz Luftschiffhafen Potsdam. Weihefeier am 15. Mai 1927. Er zeigt das Grundstück des ehemaligen Zeppelin-Hafens und die Feierlichkeiten zur Eröffnung des umfunktionierten Geländes.
Das Fragment Potsdam von 1931 vermittelt einen Eindruck vom Verkehrstreiben der Zeit. Zu sehen ist unter anderem die Betriebsamkeit auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs, Straßenverkehr auf dem Wilhelmplatz (heute: Platz der Einheit), eine Garnisons-Parade im Lustgarten und der Bootsverkehr auf Potsdamer Seen.
Stadtaufnahmen und Zeitgeschichte verbinden sich in Potsdam (R: Kurt Waschneck, 1934), der mit dem selten eingesetzten Ufacolor-Verfahren frühe Farbaufnahmen präsentiert. Der Film wird zum ersten Mal in restaurierter Originalversion aufgeführt.
Die Kleine Weltreise durch Berlin (R: Hans Barkhausen, 1936) erstreckt sich auch auf das benachbarte Potsdam, führt zu "charakteristischen Bauwerken des Auslandes" wie das Holländische Viertel und die Russische Kolonie Alexandrowka.
Der Hilferuf "Das Potsdamer Stadtschloss in Gefahr" wandte sich 1959 gegen den endgültigen Abriss des Barockschlosses und antizipierte das bis heute andauernde Ringen um die Wiedergewinnung der historischen Stadtmitte. Die Aufnahmen der Ruinen sind passendes Anschauungsmaterial zu den derzeit anlaufenden Bauarbeiten zur Rekonstruktion der historischen Stadtschlossfassade.
Beim Potsdamer Rundblick Folge 1 handelt es sich um Amateuraufnahmen aus den Frühlingsmonaten 1962, in denen auch die DEFA-Größen Erwin Geschonneck und Günther Simon einen kleinen "Auftritt" haben.
Den Abschluss macht der zu Lehrzwecken vom VE Autobahnbaukombinat, Teilbetrieb Bohr- und Sprengtechnik, veröffentlichte Film Sprengung einer Kirchenruine (R: Joachim Lubnau), als eindrucksvolles Dokument über die Hof- und Garnisonkirche zu Potsdam – vor, während und nach ihrer Sprengung im Jahre 1968.
Potsdam im Film - Orte und Bauwerke
- Land- und Wassersportplatz Luftschiffhafen Potsdam. Weihefeier am 15. Mai 1927 R: Anton Hager, D 1927, 12‘
- Potsdam (Fragment aus „Die Provinz Brandenburg“), R: Karl Friedrich Schneider, D 1931, 7‘
- Potsdam R: Kurt Waschneck, D 1934, 10’
- Kleine Weltreise durch Berlin R: Hans Barkhausen, D 1936, 15‘
- Das Potsdamer Stadtschloss in Gefahr R: unbekannt, 1959, 14’
- Potsdamer Rundblick Folge 1 Kreisarbeitsgemeinschaft Amateurfilm Potsdam, DDR 1962, 15‘
- Sprengung einer Kirchenruine R: Joachim Lubnau, VE Autobahnbaukombinat, Teilbetrieb Bohr- und Sprengtechnik, Berlin, DDR 1968, 40‘ (Gesamtlänge ca. 110’)
Einführung: Hans-Gunter Voigt, Filmhistoriker (nur am 13. März 2010)
An der Welte-Kinoorgel: Helmut Schulte
13. März 2010, 14. März 2010, 20. März 2010 und 27. März 2010, jeweils 10.30 Uhr
Kontakt
Filmmuseum Potsdam
Breite Straße 1a
Marstall
14467 Potsdam
Kartenreservierung: 0331/27181-12
