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Tagung zu EAC-CPF im amerikanischen Nationalarchiv in Washington

Am 9. August 2010 diskutierten rund 100 Teilnehmer aus Archiven, Bibliotheken und Kunstinstituten über mögliche Verwendungen der neuen Version von EAC (Encoded Archival Context).

Anne van Camp fasst die Ergebnisse der Tagung zusammen.

Anne van Camp fasst die Ergebnisse der Tagung zusammen.

Quelle: Bundesarchiv

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Unter dem Titel "Moving Forward with Authority" trafen sich am Montag, dem 9. August 2010, gut 100 Teilnehmer aus Archiven, Bibliotheken und Kunstinstituten zur Diskussion über mögliche Verwendungen der neuen Version von EAC (Encoded Archival Context), die im letzten Jahr unter der erweiterten Bezeichnung EAC-CPF (EAC – Corporate Bodies, Persons, and Families) verabschiedet wurde. Mit der neuen Fassung wurde EAC stärker an den ICA-Standard ISAAR-CPF angeglichen, so dass die Datenübertragung zwischen beiden vereinfacht wird.

EAC-CPF wird verwendet, um einerseits Normansetzungsformen sowie weitere Varianten von Namen und deren Nutzungszeiten zu verwalten und um dazu andererseits weitere Informationen, etwa zur Biographie einer Person oder zur Entwicklung einer Provenienzstelle zu erfassen. Diese Informationen können mit Normansetzungsdateien, wie sie in Bibliotheken üblich sind, oder mit EAD-Findbüchern verknüpft werden.

Nach einer Begrüßung durch den neuen Archivist of the United States, David S. Ferriero, wurde die Entwicklung des Standards vorgestellt und Daniel Pitti erläuterte das SNAC-Projekt (Social Networks and Archival Context), das Werkzeuge entwickelt hat, um Daten zu Personen aus Normdateien sowie aus EAD-Findbüchern zu extrahieren und neu zusammenzustellen, so dass die sozialen Beziehungen dieser Personen etwa mit graphischen Netzen dargestellt werden können.

In einem weiteren Beitrag wurde das APEnet-Projekt (Archives Portal Europe) von Angelika Menne-Haritz, der Vizepräsidentin des Bundesarchivs, vorgestellt. Hier wird die Nutzung von EAC-CPF den Archiven dafür angeboten, Bestandsbeschreibungen in den Beständeübersichten der beteiligten Archive mit Informationen zu Herkunftsstellen zu erweitern. Anschließend stellte Anila Angjeli, Bibliothèque Nationale de France und Vorsitzende von AFNOR, die Verwendung von EAC zur Verknüpfung von Informationen aus verschiedenen Datenbanken im Nationalarchiv in Paris vor.

Am Nachmittag wurden zunächst zwei Projekte der Library of Congress und des Getty-Instituts vorgestellt, bevor dann in verschiedenen Arbeitsgruppen Fragen wie die Bildung von Konsortien oder die übergreifende Nutzung diskutiert wurden. Zum Abschluss fasste Anne van Camp, Smithsonian Archives, die Ergebnisse zusammen und hob besonders die Entwicklung neuer Werkzeuge etwa zur Extraktion von Daten aus bestehenden Systemen hervor.

Der Standard EAC-CPF, der ursprünglich im internationalen LEAF-Projekt entwickelt wurde, wird ab sofort von der neu gegründeten Arbeitsgruppe EAC-CPF bei der Society of American Archivists betreut und weiterentwickelt.


Über APEnet (Präsentation)(pdf, ~1.31MB)