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Sitzung des EAD-TSC der Society of American Archivists am 15. August 2010 in Washington

Am 15. August fand die konstituierende Sitzung des EAD Technical Sub Committees statt. Das Bundesarchiv vertritt dort zusammen mit Großbritannien, den Niederlanden und Frankreich die Interessen der europäischen EAD-Nutzer.

Anmeldung der Teilnehmer

Anmeldung der Teilnehmer

Quelle: Bundesarchiv

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Zum Abschluss der Jahrestagung der Society of American Archivists fand am 15. August die konstituierende Sitzung des EAD Technical Sub Committees statt, das die frühere EAD Working Group ablöst. Das Bundesarchiv vertritt dort zusammen mit Großbritannien, den Niederlanden und Frankreich die Interessen der europäischen EAD-Nutzer.

Das Gremium hat beschlossen, bis zur Jahrestagung 2013 eine aktualisierte Version von EAD zu verabschieden. Anfang 2013 soll eine Testphase beginnen, die bis September abgeschlossen wird. Zum Start des Prozesses wird in den nächsten Wochen eine Aufforderung zur Äußerung von Änderungswünschen verschickt. Damit wird eine erste Runde für Rückmeldungen bis zum März 2011 eröffnet. Auf der Jahrestagung 2011 in Chicago werden die Ergebnisse diskutiert und weitere Schritte beschlossen. Ziel ist es festzustellen, welche Elemente eventuell überflüssig sind. Sie sollen für eine Übergangszeit weiter verwendbar bleiben, damit Anwender die Möglichkeit haben, evtl. vorhandene Systeme umzustellen.

Die Modernisierung hat das Ziel, die Nutzung des Standards zu vereinfachen. In Zukunft soll weiterhin der vollständige Standard als XML-Schema mit dem heute bereits verfügbaren Funktionsumfang veröffentlicht werden. Daneben sollen, ähnlich wie für METS, vom EAD-TSC akzeptierte Subsets als Profil-Schema für besondere Funktionen angeboten werden. Dazu gehört ein Profil, das alle Elemente auslässt, die nicht in Datenbanken übertragen werden können. Es würde dann eingesetzt, wenn Daten in Umgebungen erfasst werden, in denen sie zwischen verschiedenen Anwendungen, darunter auch Datenbanken, übertragen werden sollen und in denen auf die beliebige Wiederholbarkeit oder verschachtelte Elemente verzichtet werden kann. Es ist beabsichtigt, ein zweites Profil als Minimalversion für Einsteiger zu definieren. Anhand von Beispielen aus der Praxis verschiedener Länder soll analysiert werden, welchen Umfang diese Minimalversion haben müsste.


Im Buchladen der Society of American Archivists (SAA)

Im Buchladen der Society of American Archivists (SAA)

Quelle: Bundesarchiv

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Bei der Sitzung fanden die Erfahrungen, die im Projekt APEnet wie zuvor bereits im Netzwerk SED-/FDGB-Archiv mit der gemeinsamen Nutzung von EAD-Findbüchern in einem Portal gemacht werden konnten, großes Interesse. So war die dort jeweils praktisch erprobte Definition eines Zielprofils von EAD wichtig für die Differenzierung zwischen dem Standard selbst und funktionsbezogenen Profilen für bestimmte Nutzungen mit einem gestuften Validierungsprozess. Auch die Entwicklung von Werkzeugen für die dezentral kontrollierte Konversion der Ausgangsdaten wurde sehr beachtet.

Zuvor hatte am Mittwoch, dem 11. August 2010 im Rahmen des Kongressprogramms eine Sitzung der EAD-Round-Table stattgefunden, bei der das Projekt APEnet (Archivportal Europa) zusammen mit 6 anderen Projekten zu einer Kurzvorstellung eingeladen war. Die Präsentation konzentrierte sich auf Fragen der Interoperabilität und die in APEnet dazu entwickelten Lösungsansätze.


Ankündigung von Parellelsitzungen

Ankündigung von Parellelsitzungen

Quelle: Bundesarchiv

Die Jahrestagung der SAA mit über 2000 Teilnehmern bot wieder zahlreiche parallele Veranstaltungen und beschäftigte sich mit vielen aktuellen Fachfragen. Darunter waren einige Sitzungen zur Nutzung von EAD für Online-Findbücher und Portale. So wurde in einer Veranstaltung über den Nutzen der Strukturen auf verschiedene Nutzerstudien der letzten Zeit hingewiesen, in denen immer wieder festgestellt wurde, wie sehr die Strukturen von Benutzern begrüßt werden und von ihnen für die Orientierung und zur Unterstützung eines systematischen Arbeitens mit den Erschließungen für unverzichtbar gehalten werden. Es wurde empfohlen, weniger Zeit auf die Erstellung ausgefeilter Suchinterfaces zu verwenden und stattdessen die Anzeige von Suchresultaten und Treffern genauer zu überlegen. Die Teilnehmer waren sich einig, dass Strukturen bei einer "meaningful discovery", also einer sinngeleiteten Entdeckung von Unbekanntem helfen. Außerdem seien sie für eine einfache Pflege der Daten, für den gemeinsamen Zugriff und eventuelle Migrationen unverzichtbar. In einer anderen Sitzung wurde festgestellt, dass zwar viele Nutzer über Google zu den Findbüchern gelangen, diese Besucher dort aber im Schnitt die kürzeste Verweildauer haben.

Das Programm der Jahrestagung ist weiterhin über die Webseite der Society of American Archivists erreichbar. Es wird ständig mit Materialien wie Videos der vier Hauptvorträge und Präsentationen der Sitzungen ergänzt.


Präsentation: APEnet - Interoperability Issues in an Archival Portal Project(pdf, ~347.4KB)