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„Was treiben die Deutschen in Afrika?!“ - Webbroschüre zur Fotoausstellung jetzt online

Seit wann wird in Kamerun nach Öl gebohrt? Wie kommt ein Wahllokal auf einen Bananendampfer? Und was hat es mit sächsischen Ananas auf sich?

Die Fotoausstellung „Was treiben die Deutschen in Afrika?!“ wird in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Kamerun parallel in Deutschland und Kamerun gezeigt und steht jetzt zusätzlich als Webbroschüre zur Verfügung.


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"Was treiben die Deutschen in Afrika?!"(pdf, ~4.21MB)
Deutschland und Kamerun in Fotos aus dem Bundesarchiv (1880 bis heute) - Webbroschüre zur Fotoausstellung
Hochzeitspaar in Duala; vor 1916

Hochzeitspaar in Duala; vor 1916

Quelle: BArch, Bild 146-2006-0136; Foto: o. Ang.

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Von 1884 bis 1916 war Kamerun eine deutsche Kolonie. Das Ende der deutschen Kolonialherrschaft bedeutete jedoch nicht das Ende der wechselseitigen Beziehungen. Auch in der Zwischenkriegszeit siedelten Deutsche in Kamerun. Die DDR und die Bundesrepublik Deutschland verfolgten unterschiedliche politische Ziele gegenüber Kamerun.

Fotos aus dem Bundesarchiv ermöglichen teils überraschende Einblicke in friedliche und konfliktbeladene Begegnungen von deutschen Kaufleuten, Missionaren, Kolonialbeamten, Pflanzern und Politikern mit kamerunischen Bauern, Händlern, Arbeitern, Sultanen und Staatsoberhäuptern. Angesichts zunehmender Zuwanderung aus Afrika erlaubt die Ausstellung einen differenzierteren Blick auf ein Land Zentralafrikas und seine historischen Bezüge zu Deutschland.


Der Titel der Ausstellung ist angelehnt an das Anti-Koloniallied „Was treiben wir Deutschen in Afrika?“ von 1898. Es karikiert mit sarkastischen Worten die oft zitierte „Kulturmission“ der europäischen Kolonialmächte in Afrika. Noch heute kann der Text zum Nachdenken über deutsches Engagement in Afrika und den Umgang miteinander anregen.

„Wir haben gar „schneidige“ Missionär, juchhei!
Den Branntwein, den Krupp und das Mausergewehr, die drei!
So tragen „Kultur“ wir nach Afrika.
Geladen! Gebt Feuer! Halleluja! (...)
O glückliches Afrika!“

Die Fotoausstellung ist – ergänzt um schriftliche Quellen – noch bis zum 21. April 2017 im Bundesarchiv, Potsdamer Str. 1, 56075 Koblenz, zu sehen (montags bis freitags von 8-19 Uhr und samstags von 8-13 Uhr; Eintritt frei).

Weitere Stationen der Ausstellung:

Bundesarchiv, Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte, Rastatt: 11. Mai 2017 – 3. Sept. 2017

Bundesarchiv-Lastenausgleichsarchiv, Bayreuth: Okt. 2017 – Jan. 2018

Landesarchiv Schleswig: 19. April – Sept. 2018 (mit regionalem Fenster: "Afrikanische Kolonialgeschichte in Schleswig-Holstein")


Link

Wilhelm Solf, Staatssekretär des Reichskolonialamts, und Karl Ebermaier, Gouverneur von Kamerun, sowie Vertreter der Haussa-Bevölkerung von Jaunde, 1913

Wilhelm Solf, Staatssekretär des Reichskolonialamts, und Karl Ebermaier, Gouverneur von Kamerun, sowie Vertreter der Haussa-Bevölkerung von Jaunde, 1913

Quelle: BArch, Bild 105-K0002; Foto: Walther

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Kameruner Studenten in der Lehr- und Versuchsstation Oberholz (DDR) bei der Kultivierung von Ananas im Gewächshaus, 1970

Kameruner Studenten in der Lehr- und Versuchsstation Oberholz (DDR) bei der Kultivierung von Ananas im Gewächshaus, 1970

Quelle: BArch, Bild 183-J0528-0030-001; Foto: Waltraud Raphael verehel. Grubitzsch

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