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Masterplan für das Bundesarchiv in Berlin

Prof. Dr. Hartmut Weber würdigt die Wettbewerbsergebnisse zum Masterplan.

Prof. Dr. Hartmut Weber würdigt die Wettbewerbsergebnisse zum Masterplan.

Quelle: Bundesarchiv, Foto: B. Fischer

Berlin, den 09. Dezember 2009

Am 8.Dezember 2009 wurde in den Räumen des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) in Berlin eine Ausstellung eröffnet, die die besten Wettbewerbsarbeiten zum künftigen Ausbau der Liegenschaft des Bundesarchivs in Berlin-Lichterfelde präsentiert. Als "Anreger und Nutznießer des Masterplanes" dankte der Präsident des Bundesarchivs Prof. Dr. Hartmut Weber dem BBR - und insbesondere dem zuständigen Projektmanager Klaus Fudickar - für die zeitnahe Auslobung des Wettbewerbs sowie der Stadtplanerin Frau Juliane Schonauer als Vorsitzende des Preisgerichts.

Das Bundesarchiv brauche gerade für seinen Berliner Standort ein langfristiges Entwicklungskonzept, sagte Weber. Das Erfordernis resultiere aus dem permanenten Zuwachs an Archivgut: Zum einen kommen pro Jahr 4 - 6 Kilometer Schriftgut aus den Bundesbehörden hinzu und zum anderen sei in den nächsten Jahren und Jahrzehnten - in Abhängigkeit von den politischen Entscheidungen - mit der Übernahme weiterer größerer Archive zu rechnen, beispielsweise mit dem Archivgut der Wehrmachtsauskunftsstelle (WASt) und des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit der DDR (BStU). Die Wettbewerber waren daher aufgefordert, ein Standortentwicklungskonzept zu erarbeiten, das von einem Raumbedarf für 500 Kilometer Akten und 800 Mitarbeiter sowie 250 Stellplätzen für Autos ausgeht, aber zugleich das parkähnliche Gelände erhält und die erforderlichen Sicherheitsbedürfnisse befriedigt.

Nach einem vorgeschalteten Bewerberverfahren hatte ein Auswahlgremium sechs Arbeitsgemeinschaften aus Landschaftsarchitekten, Architekten und Stadtplanern für die Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe ausgewählt. Ihre Aufgabe war es, einen Masterplan zu erstellen, der die maximal verträglichen Baumassen für die Liegenschaft "in einer starken freiraumplanerischen Struktur positioniert, um zukünftige Planungen im Sinne des Gesamtkonzeptes lenken und gleichzeitig flexibel auf die sich verändernden Rahmenbedingungen reagieren zu können". Den 1. Preis vergab die Jury an das Team der Schweger Associated Architects GmbH Hamburg mit der Hager Landschaftsarchitektur AG Zürich. Die beiden 3. Preise erhielten je ein Team von Architekten und Landschaftsgestaltern aus Berlin und aus Leipzig.


Die Preisträger des Siegerentwurfs werden der Öffentlichkeit vorgestellt (v.l.n.r.): Jens-Peter Frahm, Markus Schlosser, Klaus Fudickar, Prof. Dr. Hartmut Weber und Guido Hager.

Die Preisträger des Siegerentwurfs werden der Öffentlichkeit vorgestellt (v.l.n.r.): Jens-Peter Frahm, Markus Schlosser, Klaus Fudickar, Prof. Dr. Hartmut Weber und Guido Hager.

Quelle: Bundesarchiv, Foto: B. Fischer