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Akten zur Rekonstruktion des Bernsteinzimmers durch E.ON Ruhrgas dem Bundesarchiv übergeben

Im Bonner Generalkonsulat der Russischen Föderation wurden dem Bundesarchiv am 30. März 2011 in feierlicher Form die bei der Rekonstruktion des Bernsteinzimmers entstandenen Akten übergeben.

Symbolische Aktenübergabe durch Klaus Schäfer an Prof. Dr. Hartmut Weber am 30.03.2011

Symbolische Aktenübergabe durch Klaus Schäfer an Prof. Dr. Hartmut Weber am 30.03.2011

Quelle: E.ON AG

Das Bernsteinzimmer, ein oft als „achtes Weltwunder“ bezeichneter Saal mit Wandverkleidungen aus Bernsteinelementen, wurde seit dem Jahre 1701 im Auftrag des Preußenkönigs Friedrich I. nach Plänen von Andreas Schlüter geschaffen. Ursprünglich für das Charlottenburger Schloss bestimmt, ist es nach dem Tode des Auftraggebers in ein Kabinett des Berliner Stadtschlosses eingebaut worden. 1716 verschenkte König Friedrich Wilhelm I. das Bernsteinzimmer an Zar Peter den Großen, dessen Tochter Elisabeth es zunächst in das Winterpalais und schließlich in den Katharinenpalast in Zarskoje Selo bei St. Petersburg integrieren ließ. Später wurde es durch die Einfügung von Spiegelpilastern und vergoldeten Schnitzereien leicht vergrößert.

Im Oktober 1941 wurde das Bernsteinzimmer im Auftrag des Einsatzstabes Rosenberg von deutschen Soldaten demontiert und nach Königsberg verbracht. Seit 1945 gilt es als verschollen. Einzelne Ausstattungsstücke, die im Verlaufe des Krieges gestohlen worden waren, tauchten später in Deutschland auf und wurden an Russland zurückgegeben.

 Die Rekonstruktion des Bernsteinzimmers wurde bereits 1976 begonnen, musste aber wegen Finanzierungsschwierigkeiten unterbrochen werden. Erst eine großzügige Spende der damaligen deutschen Ruhrgas AG machte den Abschluss der Arbeiten möglich. Am 31. Mai 2003 wurde das rekonstruierte Bernsteinzimmer durch Bundeskanzler Schröder und Präsident Putin der Öffentlichkeit übergeben.


Übergabe der Akten an das Bundesarchiv

V.l.n.r: Jewgenij Schmagin, Klaus Schäfer, Prof. Dr. Hartmut Weber

V.l.n.r: Jewgenij Schmagin, Klaus Schäfer, Prof. Dr. Hartmut Weber

Quelle: E.ON AG

Im Rahmen einer Feierstunde, an der u.a. Jewgenij Schmagin, russischer Generalkonsul, Klaus Schäfer, Vorstandsvorsitzender der E.ON Ruhrgas, und Professor Dr. Hartmut Weber, Präsident des Bundesarchivs, teilnahmen, wurden am 30. März 2011 die im Zuge der Rekonstruktion entstandenen Unterlagen im Generalkonsulat der Russischen Föderation in Bonn dem Bundesarchiv übergeben. Professor Dr. Weber dankte der E.ON Ruhrgas für die Übergabe dieses außergewöhnlichen Schriftguts, hob die Bedeutung der Unterlagen hervor und bekräftigte, dass das Bundesarchiv den neuen Archivbestand mit Freude auf Dauer sichern und allgemein zugänglich machen wird.