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Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989

Sonderprogramm und Schlosskino "Bornholmer Straße"

Kalender 10.11.2019

Uhrzeit 09:30 – 19:00

Standort Rastatt

Loch in der Berliner Mauer, 5. 1. 1990

Die DDR ist Anfang November 1989 ein Staat im Ausnahmezustand. Angesichts von Massendemonstrationen und immer lauteren Forderungen nach Reformen und Reisefreiheit verkündet SED-Politbüromitglied Günter Schabowski am Abend des 9. November auf einer Pressekonferenz, dass Privatreisen in die Bundesrepublik künftig ohne besondere Voraussetzungen möglich seien. Binnen weniger Stunden strömen tausende Berliner zu den Grenzübergängen, wo die schwerbewaffneten Wachtruppen noch gar keine Kenntnis von der verfrüht bekanntgegebenen Neuregelung haben. Doch schließlich geben sie dem Ansturm nach und öffnen die Schlagbäume. Nach 28 Jahren fällt die Berliner Mauer.

Aus diesem Anlass bietet die Bundesarchiv-Erinnerungsstätte am 10. November ein besonderes Programm: Von 9.30 bis 17.00 Uhr warten im Filmsaal historische Nachrichtensendungen des DDR-Fernsehens auf Sie, die verdeutlichen, wie die Menschen in Ostdeutschland die Umbruchsphase erlebten und was sie beschäftigte. Weitere spannende Details zu diesen dramatischen Monaten finden sie in der Bundesarchiv-Sonderausstellung "Wege zur deutschen Einheit" im Obergeschoss der Erinnerungsstätte.

Rund um das Mauersegment im Erdgeschoss erfahren Sie anhand von Dokumenten und Bildern aus dem Bundesarchiv, wie die SED-Führung 1961 ihre politische Entscheidung Realität werden ließ, das letzte Schlupfloch zwischen Ost und West zu schließen, und noch im Sommer 1989 den weiteren Ausbau der Grenzanlagen plante.
Hier starten außerdem um 11.00, 14.00 und um 16.00 Uhr Führungen durch die Dauerausstellung.

Um 17.00 Uhr wird der 2014 entstandene Spielfilm "Bornholmer Straße" aufgeführt. Mal ernst, mal satirisch zeigt er den Fall der Mauer aus der Sicht der von den Ereignissen völlig überforderten Grenzsoldaten am Grenzübergang Bornholmer Straße.