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Wege zur deutschen Einheit. Vertragsgemeinschaft, Staatenbund oder Beitritt?

Vor fast genau 30 Jahren, am 9. November 1989, erzwangen die Menschen in der DDR den Fall der Berliner Mauer – Anlass für die Bundesarchiv-Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte, sich der dramatischsten Phase der deutschen Nachkriegsgeschichte zu widmen.

Kalender 23.10.2019 – 31.03.2020

Standort Rastatt

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Besetzung der Zentrale des DDR-Staatssicherheitsdienstes in der Berliner Normannenstraße, 16.1.1990

Am 9. November 1989 erklimmen Menschen aus dem Westen und dem Osten Berlins das Symbol der Teilung ihrer Stadt und der deutschen Nation. Nach diesem Tag ist nichts mehr, wie es war. Die radikal veränderte politische Situation wirft viele komplexe Fragen auf, für deren Beantwortung Zeit benötigt wird, die allerdings immer knapper wird angesichts der stetig zunehmenden Beschleunigung der Entwicklung. Die verantwortlichen Politiker in Ost und West müssen sich der Herausforderung stellen, zwei ganz unterschiedliche Staats- und Gesellschaftsordnungen einander anzunähern. Dafür gibt es kein Modell und keine Handlungsanweisung. Die Ausstellung des Bundesarchivs gibt exemplarisch Einblick in Motive und Entscheidungen der politischen Akteure und dokumentiert die wichtigsten Etappen des Vereinigungsprozesses anhand von historischen Fotografien und Dokumenten. Anhand der vom Bundesarchiv für die Öffentlichkeit aufbewahrten Akten können wir heute nachvollziehen, wie schnell sich die Einschätzungen der politischen Akteure unter dem Druck der Ereignisse änderten. Außenminister Hans-Dietrich Genscher hofft auf eine Entwicklung ohne Sprünge, Bundeskanzler Helmut Kohl beschreibt die Situation gegenüber dem amerikanischen Außenminister James Baker als eine Art Slalomfahrt. Eine weitere Destabilisierung der DDR, deren politisches System mit nie erwarteter Geschwindigkeit zerfällt, soll verhindert werden. Bei aller Ungewissheit nach dem Fall der Mauer ist eines sicher: Die Öffnung der Grenze, das Ende der Ummauerung, ist unumkehrbar. Doch dass am Ende dieser Entwicklung, nicht einmal zwölf Monate nach dem Fall der Berliner Mauer, die deutsche Einheit steht, damit rechnet am Anfang keiner der Beteiligten.

Die Ausstellung ist vom 23. Oktober 2019 bis zum März 2020 in der Bundesarchiv-Erinnerungsstätte zu den regulären Öffnungszeiten der Erinnerungsstätt zu besichtigen. Der Eintritt ist frei!