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Herbst ´89: Proteste und Paraden in der DDR

Foto-Wanderausstellung des Bundesarchivs

Kalender 09.11.2019 – 08.02.2020

Standort Koblenz

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Plakat zur Ausstellung Herbst ´89: Proteste und Paraden in der DDR

Seit dem Sommer 1989 sind die Zeichen, dass sich etwas ändern muss, nicht mehr zu übersehen: Massenflucht, Proteste gegen die SED-Diktatur, Demonstrationen für demokratische Grundrechte wie Meinungs-, Presse-, Versammlungs- und Reisefreiheit, die Gründung oppositioneller Gruppen – die Forderungen nach Reformen werden immer lauter, sie werden friedlich und gewaltfrei vorgetragen.
Während Hunderttausende im ganzen Land auf die Straße gehen, plant die Staats- und Parteiführung unbeirrt die Feierlichkeiten für den 40. Jahrestag der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik. Am 7. Oktober 1989 lassen die Spitzen-politiker der DDR und ihre zahlreichen in- und ausländischen Gäste, darunter auch Michail Gorbatschow, eine große Mili-tärparade an sich vorbeiziehen. Die „Errungenschaften des Sozialismus“ sollen nach innen und außen für alle sichtbar zelebriert werden. Bereits am Vorabend haben sich mehr als 100.000 Mitglieder der Freien Deutschen Jugend zu einem Fackelzug durch Ost-Berlin versammelt.

Dem Lob des Sozialismus steht der Ruf nach Reformen gegenüber.

Um die Macht der SED zu erhalten, wird Erich Honecker am 18. Oktober 1989 zum Rücktritt gedrängt. Trotz der Versprechen seines Nachfolger Egon Krenz auf politische wie gesellschaftliche Veränderungen hält die Demonstrationswelle an. Das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in „ihren Staat“ ist längst verloren.
Am Abend des 9. November 1989 verkündet SED-Politbüromitglied Günter Schabowski auf einer improvisierten Pressekonferenz Reiseerleichterungen. Noch in dieser Nacht geben die Grenzposten dem Druck der strömenden Menschen nach und öffnen nach 28 Jahren die Übergänge zwischen Ost und West-Berlin.

Die Fotoausstellung, die als Wanderausstellung konzipiert ist, zeigt Aufnahmen aus den Beständen des Bundesarchiv, Bildarchivs: Bild 183 Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst - Zentralbild sowie B 145 Bild - Presse- und Informationsamt der Bundesregierung.
Im Bildarchiv des Bundesarchivs werden zahlreiche Fotos, Luftbilder und Plakate verwahrt, die die Geschichte des deutschen Staates in seinen politischen, wirtschaftlich-sozialen und kulturellen Bezügen auf zentraler Ebene dokumentieren.

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag von 9.00-18.00 Uhr
Samstag von 9.00-13.00 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Kontakt: Manuela Hambuch, m.hambuch@bundesarchiv.de, Telefon: 0261 505 350