Skipnavigation

Navigation

Demokratie wagen? Baden 1818–1919

Neue Sonderausstellung zur badischen Geschichte in der Bundesarchiv-Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen (Residenzschloss Rastatt)

Kalender 01.09.2020 09:30 Uhr – 01.11.2020 17:00 Uhr

Standort Rastatt

Diesen Termin zum eigenen Kalender hinzufügen iCal Termin

Mitglieder der badischen Regierung und des Landtags vor Schloss Favorite in Rastatt am 14. Oktober 1921. Seit 1919 dürfen auch Frauen wählen und gewählt werden

Die Demokratie gerät zunehmend unter Beschuss. Dieser Eindruck drängt sich in Zeiten von Fake-News und Wahlerfolgen für Populisten zumindest auf. Umso wichtiger ist es, sich zu vergegenwärtigen, dass eine freiheitliche demokratische Grundordnung kein Selbstläufer ist. Das Generallandesarchiv Karlsruhe und das Staatsarchiv Freiburg greifen in der Wanderausstellung "Demokratie wagen? Baden 1818–1919" dafür zwei wichtige Zäsuren der badischen Geschichte auf: 1818 wird im Großherzogtum Baden eine für ihre Zeit wegweisende Verfassung erlassen. Sie wird zur Grundlage des badischen Nationalbewusstseins in dem in der napoleonischen Ära auf ein Mehrfaches seiner früheren Größe angewachsenen Großherzogtums. Fast genau 100 Jahre später bringt die Revolution von 1918 den Untergang der deutschen Monarchien. Baden wird eine Republik, die 1919 eine der demokratischsten Verfassungen ihrer Zeit erhält.

Die Bundesarchiv-Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte präsentiert die Wanderausstellung ab dem 1. September. Anhand einer Vielzahl bislang unbekannter Dokumente und Exponate wird der Weg Badens von der Monarchie zur Republik nachgezeichnet, auf dem sich Baden immer wieder als das oft zitierte liberale "Musterländle" erwies. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Frage nach dem Ausmaß der politischen Mitbestimmung der badischen Bevölkerung und nach der Durchsetzung universeller Menschen- und Bürgerrechte. Die Präsentation bietet verschiedene Perspektiven, die auch einen regionalgeschichtlichen und biografischen Zugang zu dem Thema ermöglichen. Sie übergeht dabei nicht die vielfältigen Widerstände und zahlreichen Gegenspieler der demokratiegeschichtlichen Entwicklung, bis hin zur Zerstörung der Demokratie und der Beseitigung der Menschenrechte während der NS-Zeit.

Die Ausstellung ist vom 1. September bis zum 1. November 2020 in der Bundesarchiv-Erinnerungsstätte bei freiem Eintritt zu besichtigen.

Die erforderlichen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen werden eingehalten.