2.59.16 (vsc1p): 6. Einmaliger Aufkauf von Schmelzkäse.

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6. Einmaliger Aufkauf von Schmelzkäse.

Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft trug vor, daß eine Abordnung aus dem Allgäu dringlich vorstellig geworden sei wegen der seit Jahren schwer leidenden bayerischen Milchwirtschaft. Sie habe um ein sofortiges Eingreifen des Reiches zur Stützung der Milchpreise gebeten28 und habe ferner vorgeschlagen, daß das Reich zur Belebung des Käseabsatzes sofort die Mittel zum Ankauf von Schmelzkäse in der Höhe von 10 000 Zentnern bereitstelle. Dieser Schmelzkäse solle unentgeltlich an die unterstützungsberechtigte Bevölkerung zur Verteilung gelangen. Bei einem Großhandelspreis von 25 RM für den Zentner Schmelzkäse würde sich der hiernach erforderliche Gesamtaufwand auf 250 000 RM belaufen29. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft befürwortete ein Eingehen auf diesen Vorschlag.

28

Vgl. dazu Dok. Nr. 47, insbesondere Anm. 3.

29

Der zitierte Vorschlag war der Rkei und dem REMin. am 13.1.1933 vom Bayerischen Gesandten in Berlin, Sperr, auch schriftlich unterbreitet und zur „dringendsten“ Notmaßnahme neben der Forderung „der möglichsten Beschleunigung einer wirksamen Kontingentierung der ausländischen Käseeinfuhr“ erklärt worden (R 43 II/192, Bl. 74).

Der Reichsminister der Finanzen erklärte sich zur Bereitstellung der erforderlichen Summe grundsätzlich bereit, vorbehaltlich näherer Vereinbarungen über den Aufkauf und die Verteilung der in Frage kommenden Käsemengen30.

30

Ein entsprechendes Antwortschreiben sendet der StSRkei am 25.1.1933 an die Bayerische Gesandtschaft in Berlin (R 43 II/192, Bl. 75).

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