2.1.9 (k1956k): B. Kritik von Journalisten an der Bundesregierung

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[B. Kritik von Journalisten an der Bundesregierung]

Der Bundesminister für Verteidigung weist auf einen Artikel des Journalisten Georg Schröder 28 in der „Welt" hin, in dem im Zusammenhang mit Vorwürfen gegen ihn und den Bundesminister für Arbeit den übrigen Bundesministern die Unterstellung gemacht werde, daß sie die von Schröder wiedergegebenen abfälligen Werturteile teilten 29. Dieser Hinweis führt zu einer längeren Erörterung über die Haltung zahlreicher Journalisten gegenüber einzelnen Ministern und der Bundesregierung überhaupt und über die Möglichkeit zur Abwehr derartiger Angriffe. Als Ergebnis dieser Diskussion bleibt festzuhalten, daß Staatssekretär Dr. Globke beauftragt wird, dem Bundeskanzler über diese Fragen Vortrag zu halten. Außerdem beschließt das Kabinett, in der heutigen Pressekonferenz solle eine Erklärung abgegeben werden, daß sich die Bundesregierung gegen die Unterstellungen des Journalisten Georg Schröder verwahrt 30.

28

Georg Schröder (1905-1987). Seit 1928 Tätigkeit als selbständiger politischer Journalist, 1936-1945 Redakteur, später stellv. Chefredakteur des Nachrichtenbüros Transocean bzw. Transocean-Europa; 1948-1950 Chefredakteur der Norddeutschen Zeitung (Hannover), 1950-1953 Leiter des Büros der Tageszeitung Die Welt in Hannover, 1953-1973 Leiter des Bonner Büros dieser Zeitung.

29

Siehe den Artikel „Die Pferde wechseln" in Die Welt vom 2. Jan. 1956.

30

Siehe Pressekonferenz vom 4. Jan. 1956 in B 145 I/57.

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