2.11.4 (k1956k): C. Problem der in der Sowjetunion noch zurückgehaltenen Deutschen

Zum Text. Zur Fußnote (erste von 3). Zu den Funktionen. Zum Navigationsmenü. Zum Navigationsbaum

 

Bandbilder:

Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

Extras:

 

Text

Tagesordnungspunkt als RTF Download

[C. Problem der in der Sowjetunion noch zurückgehaltenen Deutschen] 23

23

Bei den Verhandlungen des Bundeskanzlers in Moskau im Sept. 1955 hatten die sowjetischen Vertreter zugesagt, daß nicht nur die deutschen Kriegsgefangenen, sondern auch die deutschen Zivilpersonen nach Deutschland zurückkehren könnten. Es war vereinbart worden, daß die Bundesregierung der sowjetischen Regierung Listen mit Namen der in der UdSSR zurückgehaltenen deutschen Staatsbürger übermitteln sollte (Adenauer in der Sondersitzung am 15. Sept. 1955 TOP A, Kabinettsprotokolle, Bd. 8, S. 511-522, vgl. auch Adenauer, Erinnerungen, Bd. 2, S. 545). - Siehe auch 100. Sitzung am 14. Okt. 1955 TOP D (Kabinettsprotokolle, Bd. 8, S. 578). - Siehe dazu die 1954 vom Suchdienst des DRK für die UNO vorgelegte Denkschrift „Die deutschen Deportierten in der UdSSR" in B 150/245. - Das BMVt hatte auf der Grundlage des Materials, das der Suchdienst des DRK zusammengestellt hatte, Listen erarbeitet und dem AA zugeleitet (Unterlagen in AA B 10 Bd. 2029-2041, sporadische Unterlagen in B 150/7016, 7080 und 7084).

Der Bundeskanzler berichtet sodann über eine Vorsprache einer Delegation des Heimkehrerverbandes 24. Das Anliegen des Verbandes sei, daß man die Listen der in der Sowjetunion befindlichen deutschen Zivilpersonen möglichst bald übergebe, auch wenn es zunächst nur Teillisten seien. Der Bundesminister für Vertriebene bemerkt, daß insgesamt bisher 24 000 Namen bekannt seien, aber sicher doppelt oder dreifach so viele Namen in Betracht kämen. Die erste Liste mit 2000 bis 3000 Namen solle vom Auswärtigen Amt möglichst sofort übergeben werden 25. Das Kabinett ist hiermit einverstanden.

24

Unterlagen, mit Ausnahme des Berichts in der Zeitschrift Der Heimkehrer vom 25. Febr. 1956, nicht ermittelt.

25

Die Liste wurde dem stellvertretenden sowjetischen Außenminister Semjonow von Botschafter Haas am 21. März 1956 übergeben (Vermerk vom 14. April 1956 in B 150/7084). - Fortgang 144. Sitzung am 20. Juli 1956 TOP 7.

Extras (Fußzeile):