2.5.25 (k1956k): H. Pressemeldungen über Abhörmöglichkeiten von Telefongesprächen

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[H. Pressemeldungen über Abhörmöglichkeiten von Telefongesprächen]

Im Anschluß hieran spricht der Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen darüber, daß Pressenotizen über die Möglichkeit eines Abhörens der Telefongespräche, die über ein an der Sowjetbotschaft vorbeiführendes Kabel geführt würden, unzutreffend seien. Der Minister gibt hierzu eine nähere technische Begründung 90.

90

Die FAZ hatte berichtet, in Bonn seien Befürchtungen laut geworden, die sowjetische Botschaft könne Telefongespräche abhören, weil das Kabel der Leitungen von Bonn nach Süddeutschland nur wenige Meter von der Botschaft entfernt verlaufe. Ein Mitglied des BMP hatte erklärt, das Kabel sei mit einem Bleimantel und mit Eisendrähten isoliert und könne nicht angezapft werden. Von „Bonner Sicherheitskreisen" war jedoch darauf hingewiesen worden, daß man auch mithören könne, ohne die Leitung anzuzapfen (FAZ vom 24. Jan. 1956). - Der BMP teilte dem Staatssekretär des Bundeskanzleramts am 7. April 1956 unter Hinweis auf ein Schreiben Balkes an Adenauer vom 10. März 1956 mit, daß „bei dem Stande der heutigen Technik eine völlige Abhörsicherheit im Fernsprechverkehr leider nicht gewährleistet werden" könne (B 136/3645).

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