2.58.11 (k1956k): E. Metallarbeiterstreik in Schleswig-Holstein

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[E.] Metallarbeiterstreik in Schleswig-Holstein

Das Kabinett erörtert eingehend die sich aus dem Metallarbeiterstreik in Schleswig-Holstein ergebenden Fragen 30. Der Bundesminister der Finanzen sichert zu, daß die dem Bund gehörenden Kieler Howaldt-Werke eine feste Haltung zeigen würden. Auf Wunsch des Bundesministers für Arbeit erklärt sich Staatssekretär Bleek bereit, das Innenministerium in Kiel um polizeilichen Schutz für die arbeitswilligen Arbeiter der Howaldt-Werke zu bitten 31.

30

Die IG Metall hatte den Rahmentarifvertrag für die Metallindustrie in Schleswig-Holstein zum 31. Dez. 1955 gekündigt. In dem von der Gewerkschaft den Arbeitgeberverbänden im April 1956 übergebenen Entwurf eines neuen Rahmentarifvertrags war eine Verkürzung der Arbeitszeit, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall für sechs Wochen auch für Arbeiter, ein Urlaubsgeld und die Verlängerung des Urlaubs gefordert worden. Nach dem Scheitern der Verhandlungen der Tarifpartner hatten in der Urabstimmung am 11. und 12. Okt. 1956 77,5% der Abstimmungsberechtigten für einen Streik votiert, der am 24. Okt. 1956 begonnen hatte (Geschäftsbericht IG Metall, S. 92-95, Der Arbeitgeber 1956, S. 703 f.). Am 13. Febr. 1957 nahmen die abstimmungsberechtigten Mitglieder der IG Metall die in einem zweiten Schlichtungsverfahren unter dem Vorsitz des ehemaligen Arbeitsministers von Nordrhein-Westfalen, Johann Ernst, erarbeiteten Ergebnisse an, die eine nach Betriebszugehörigkeit gestaffelte Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Verlängerungen des Urlaubs beinhalteten. Die Frage der Arbeitszeitverkürzung war angesichts des Bremer Abkommens zwischen den Tarifpartnern vom 13. Juni 1956 (Unterlagen in B 136/742) nicht mehr in die Verhandlungen einbezogen worden (Geschäftsbericht IG Metall, S. 93-95).

31

Nicht ermittelt.

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