2.69.8 (k1956k): 4. Familienpolitische Maßnahmen, BMFa

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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4. Familienpolitische Maßnahmen, BMFa

Der Bundesminister für Familienfragen hält einen Vortrag über familienpolitische Maßnahmen. Er schließt seine Ausführungen mit der Feststellung, daß das bisher Erreichte unzureichend sei und daß man den Familienlastenausgleich weiter verbessern müsse 20.

20

Unterlagen nicht ermittelt. - Seebohm notierte dazu: „Familienpolitik: ethische und materielle Seite. Geburtenüberschuß: an der untersten Stufe der europäischen Völker; dabei Anwachsen des Anteils der Alten über 65 J. Woher kommt die Veränderung der Bevölkerungsstruktur? Soziologische Umstellung: früher Kinder von Nutzen, kosteten praktisch nichts, heute 80% leben von nacktem Leistungslohn; er dividiert sich durch Zahl der essenden Familienmitglieder; je mehr Kinder, desto mehr sozial deklassiert. Gegen Bevölkerungspolitik: Familie ist nicht Funktionär des Staats. Keine Werturteile über unverheiratete Menschen; aber Familienlastenausgleich, da Schaffende von heute Alte von morgen sind, die alle (Sozialversicherung pp) von den Schaffenden von morgen (Kinder von heute) erhalten werden müssen." (Nachlaß Seebohm N 1178/9a).

Der Bundeskanzler erklärt, es sei gut, daß der Bundesminister für Familienfragen die Aufmerksamkeit der Kabinettsmitglieder erneut auf die Wichtigkeit der familienpolitischen Maßnahmen hingewiesen habe. Er bittet den Bundesminister für Familienfragen, den Kabinettsmitgliedern eine kurze Denkschrift zuzuleiten, die unverzüglich im Kabinett diskutiert werden solle 21.

21

Fortgang 164. Sitzung am 19. Dez. 1956 TOP 6.

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