2.21.3 (k1968k): B. Einrichtung eines Luftpendelverkehrs zwischen Hannover und Berlin

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[B.] Einrichtung eines Luftpendelverkehrs zwischen Hannover und Berlin

Bundesminister Leber weist auf die Überlegungen hin, einen verstärkten Flugverkehr zwischen Hannover und Berlin einzurichten und ihn so zu subventionieren, daß der Preis einer Eisenbahnfahrkarte 2. Klasse für diese Strecke (45 DM) entspricht. Er habe den Eindruck, daß dieser Plan bei den Engländern auf Bereitwilligkeit stößt. Es müßten aber noch weitere Gespräche mit den Alliierten und den drei Fluggesellschaften geführt werden. 7

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Vgl. 42. Sitzung am 7. Sept. 1966 TOP F (Kabinettsprotokolle 1966, S. 373). - Vorlage des BMV vom 15. Juni 1968 in B 136/9574, weitere Unterlagen in B 108/23676 und B 126/63699. - Schütz hatte bei Kiesingers Gespräch mit dem Berliner Senat am 13. Juni 1968 den Vorschlag des BMGes unterstützt, aufgrund der Eingriffe der DDR in den Berlin-Verkehr durch Verbilligung des Flugpreises den Flugverkehr zwischen Berlin und dem Bundesgebiet attraktiver zu machen und neben dem bestehenden Linienverkehr einen halb- oder einstündigen Luftpendelverkehr zwischen Hannover und Berlin einzurichten. Der BMV hatte darauf verwiesen, dass ein solcher Pendelverkehr eine erhebliche Zunahme an Passagieren voraussetze und deshalb eine weitere Verbilligung der Flugpreise vorgeschlagen.

Senator Spangenberg begrüßt den Plan des Bundesverkehrsministeriums. Bundesminister Heck spricht sich dafür aus, auf der kürzest möglichen Strecke, also zwischen Hannover und Berlin, diesen besonders subventionierten Luftverkehr einzurichten, nicht aber auf anderen Strecken. Bundesminister Benda befürwortet ebenfalls dieses Projekt. Er hebt die Bedeutung hervor, die ein solcher Flugverkehr für die psychologische Situation der Berliner Bevölkerung habe.

Staatssekretär Grund weist auf die finanziellen Auswirkungen hin, die sich ergeben würden. Die Einrichtung eines solchen Luftpendelverkehrs werde zu Lasten der Bundesbahn und des Omnibuslinienverkehrs gehen.

Auf Vorschlag des Bundeskanzlers beschließt das Kabinett, daß die Einrichtung eines Luftpendelverkehrs auf der kürzest möglichen Strecke zwischen Hannover und Berlin weiter geprüft werde und daß in die Prüfung auch die finanziellen Auswirkungen einzubeziehen sind. Das Kabinett werde nach Vorlage des Prüfungsergebnisses entscheiden. 8

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Fortgang 130. Sitzung am 3. Juli 1968 TOP B.

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