2.35.13 (k1968k): G. Lage nach der Invasion der CSSR

Zum Text. Zur Fußnote (erste von 4). Zu den Funktionen. Zum Navigationsmenü. Zum Navigationsbaum

 

Bandbilder:

Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 21. 1968Erste Tagung des FinanzplanungsratsKabinettsaussprache zu den StudentendemonstrationenSitzung des Kabinetts in BerlinTod von Entwicklungshelfern aus der Bundesrepublik in Südvietnam

Extras:

 

Text

Tagesordnungspunkt als RTF Download

[G.] Lage nach der Invasion der CSSR

Der Bundeskanzler erörtert die Reaktionen nach der Invasion der CSSR. 23 Früher habe man der neuen Ostpolitik der Bundesregierung vorgeworfen, daß sie zu nachgiebig sei; heute sage man, man hätte voraussehen müssen, daß Moskau durch diese Politik gereizt werde. Die Bundesregierung müsse eine maßvolle, klare und ruhige Sprache in dieser Sache sprechen. Die freiheitlichen Kräfte im Ostblock würden sich auf die Dauer nicht niederhalten lassen.

23

Siehe 136. Sitzung am 2. Sept. 1968 TOP B.

Der Bundeskanzler betont, daß er sorgfältig jeden Kontakt mit tschechoslowakischen Stellen vermieden habe. Er habe Bundesbankpräsident Blessing, allerdings vergeblich, nahegelegt, nicht nach Prag zu reisen. 24

24

Blessing hatte während seines Besuchs vom 11. bis 13. Juli 1968 dem Präsidenten der tschechoslowakischen Staatsbank Otakar Pohl die direkte Aufnahme von Finanzkrediten bei einem Bankenkonsortium unter Einbeziehung europäischer Banken empfohlen und von einem Ersuchen an die Bundesregierung um öffentliche Anleihen abgeraten. Unterlagen in AA B 2, Bd. 179.

Bundesminister Schröder bittet Bundesminister Brandt, daß über die Unterhaltungen der Abgeordneten Birrenbach und Schmidt in den Vereinigten Staaten ein Informationspapier an die Kabinettsmitglieder verteilt wird. 25

25

Zu Birrenbachs und Schmidts Berichten über die Gespräche in den USA vgl. 139. Sitzung am 25. Sept. 1968 TOP A.

Bundesminister Brandt erörtert die vom Osten u. a. verbreitete Version, daß die Invasion der CSSR wegen der Gefahr eines deutschen wirtschaftlichen Imperialismus über dieses Land notwendig gewesen sei. In Moskau hoffe man, mit dieser Version auch im Westen Eindruck zu machen.

Bundesminister Schröder bittet das Bundesministerium für Wirtschaft und das Auswärtige Amt um eine zusammenfassende Darstellung dieser Wirtschaftsfragen, insbesondere über die Handelsverflechtung im Ostblock und der Oststaaten mit uns. Staatssekretär Schöllhorn und Bundesminister Brandt sagen einen solchen Vermerk zu. 26

26

Fortgang 139. Sitzung am 25. Sept. 1968 TOP B.

Extras (Fußzeile):