2.41.12 (k1968k): H. Europäische Weltraumkonferenz

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 21. 1968Erste Tagung des FinanzplanungsratsKabinettsaussprache zu den StudentendemonstrationenSitzung des Kabinetts in BerlinTod von Entwicklungshelfern aus der Bundesrepublik in Südvietnam

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[H.] Europäische Weltraumkonferenz

Bundesminister Stoltenberg teilt mit, daß sich der Kabinettausschuß für wissenschaftliche Forschung über seine Vorlage geeinigt habe. Deshalb habe er davon abgesehen, das Kabinett zu befassen.

Das Kabinett nimmt Kenntnis. 28

28

Siehe 89. Sitzung am 26. Juli 1967 TOP 5 (Kabinettsprotokolle 1967, S. 385 f.) und 19. Sitzung des Kabinettsausschusses für wissenschaftliche Forschung, Bildung und Ausbildungsförderung am 25. Okt. 1968 TOP 1 (B 136/36238). - Vorlage des BMwF vom 18. Okt. 1968 in B 136/3710, weitere Unterlagen in B 138/3251, B 196/669, 670, 673 und 16136 sowie AA B 35, Bd. 192, dazu Reinke, Raumfahrtpolitik, S. 131-135. - Ziel der beiden ersten Europäischen Weltraumkonferenzen 1966 in Paris und 1967 in Rom sowie der für den vom 12. bis 14. Nov. 1968 in Bad Godesberg stattfindenden dritten Konferenz war die Erarbeitung einer einheitlichen gemeinsamen Weltraumpolitik in Europa. Der BMwF hatte das Kabinett um Zustimmung zu seinem Verhandlungskonzept gebeten. Thema sei ein Zusammenschluss der Einzelprogramme der für den Bau einer Trägerrakete 1962 gegründeten European Launcher Development Organization (ELDO), der parallel errichteten, für Weltraumforschung zuständigen European Space Research Organization (ESRO) und der 1963 für die Entwicklung von Nachrichtensatteliten gegründeten Conférence Européenne pour Télécommunication par Satellites (CETS). Stoltenberg befürwortete einen Zusammenschluss der Organisationen und hatte deshalb die umgehende Einführung verschiedener Nutzsatellitenprogramme (Eurovisions-, Navigations- und Fernsehversuchssatelliten) vorgeschlagen. Dabei war im Vorfeld bekannt, dass Großbritannien, aber auch Dänemark und Schweden, die finanziell vorwiegend an ESRO-Programmen beteiligt waren, eine Reduzierung des wissenschaftlichen Programms wünschten und Finanzierungsvorbehalte geltend machten. Für die Bundesrepublik seien im Rahmen der mehrjährigen Finanzplanung für die Jahre 1969 bis 1972 auf dem Gebiet jährlich steigende Gesamtausgaben in Höhe von 155 bis 223 Millionen DM anzusetzen. - ELDO, ESRO und CETS wurden erst 1975 in der gemeinsamen Organisation European Space Agency (ESA) zusammengeführt. Zur Zusammenarbeit mit den USA in der Weltraumforschung vgl. 21. Sitzung am 25. März 1970 TOP 10 ( 136/36170). - Fortgang 128. Sitzung am 17. Okt. 1972 TOP 5 (B 136/36188).

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