3.1.3 (k1968k): Die Staatssekretäre

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 21. 1968Erste Tagung des FinanzplanungsratsKabinettsaussprache zu den StudentendemonstrationenSitzung des Kabinetts in BerlinTod von Entwicklungshelfern aus der Bundesrepublik in Südvietnam

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Die Staatssekretäre

Bundeskanzleramt

Ab 1. Jan. 1968:

Prof. Dr. Karl Carstens (1914-1992)

1945-1949 Rechtsanwalt und 1945-1947 Referent beim Senator für Justiz und Verfassung in Bremen, 1949-1954 Bevollmächtigter des Landes Bremen beim Bund, 1950-1973 Lehrtätigkeit für Staats- und Völkerrecht an der Universität Köln (1960 Ordinarius), 1954-1966 AA, dort 1954-1955 Gesandter und Leiter der ständigen Vertretung der Bundesrepublik beim Europarat, 1955-1958 stellvertretender Leiter der Politischen Abteilung, 1958-1960 Leiter der Abteilung West I (mit Zuständigkeit u. a. auch für die europäische Integration), 1960-1966 Staatssekretär und ab 1961 ständiger Vertreter des Bundesaußenministers, 1966-1967 Staatssekretär beim BMVtg, 1968-1969 Chef des Bundeskanzleramtes, 1969-1972 Leiter des Forschungsinstituts der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, 1972-1979 MdB (CDU), dort 1973-1976 Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, 1976-1979 Präsident des Deutschen Bundestages, 1979-1984 Bundespräsident.

Auswärtiges Amt

Rolf Lahr (1908-1985)

1934-1935 und 1939-1942 Reichswirtschaftsministerium, 1935-1939 Reichsgruppe Industrie, 1949 Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, 1949-1953 BMWi, dort Leiter des Referats V B 4, später: V B 6 und V B 11 (Außenwirtschaft: Frankreich mit Kolonialreich, Saarland, Italien), 1953-1973 AA, dort seit 1956 Delegierter bei den deutsch-französischen Verhandlungen, Leiter der deutschen Delegation für die Saarverhandlungen, 1957-1960 Botschafter z. b. V., u. a. Delegationsleiter 1957 bei den deutsch-sowjetischen Verhandlungen über ein Handels- und Konsularabkommen sowie über die Rückführung der deutschen Staatsangehörigen aus der Sowjetunion und 1958 bei den deutsch-niederländischen Ausgleichsverhandlungen, 1960-1961 Vertreter der Bundesrepublik bei der EWG in Brüssel, 1961-1969 Staatssekretär im AA, 1969-1973 Botschafter in Rom.

Georg Ferdinand Duckwitz (1904-1973)

1927-1933 und 1935-1939 zunächst Direktionssekretär, seit 1938 Prokurist der Hamburg-Amerika-Linie (Hapag) Hamburg, seit 1939 in New York, 1933-1935 Außenhandelsreferent, zuletzt Leiter der Südostabteilung beim Außenpolitischen Amt der NSDAP, 1939-1945 Schifffahrtssachverständiger an der Gesandtschaft Kopenhagen, 1945-1947 Tätigkeiten in der Flüchtlingshilfe und in der Privatwirtschaft, 1948-1950 Vertreter westdeutscher Handelskammern in Kopenhagen, 1950-1965 und 1967-1970 im auswärtigen Dienst, dort 1950-1953 Leiter der Wirtschaftsabteilung des Generalkonsulats bzw. der Botschaft in Kopenhagen, 1953-1955 bei der Handelsvertretung der Bundesrepublik Deutschland in Helsinki, 1955-1958 Botschafter in Kopenhagen, 1958-1961 in der Zentrale in Bonn Leiter der Abteilung 7 (Ostabteilung), 1961-1965 Botschafter in New Delhi, zugleich für das Königreich Nepal, 1965 Versetzung in den Ruhestand auf eigenen Wunsch, 1967 Delegationsleiter bei den Devisenverhandlungen mit den USA und Großbritannien, 1967-1970 Staatssekretär im AA, 1970 Leiter der deutschen Delegation für die deutsch-polnischen Verhandlungen (Warschauer Vertrag).

Bundesministerium des Innern

Bis 19. April 1968:

Dr. Werner Ernst (1910-2002)

1938-1945 Reichsarbeitsministerium, 1945-1953 Ministerium für Wiederaufbau des Landes Nordrhein-Westfalen, dort zuletzt Leiter der Abteilung IV (Verwaltung und Recht), 1953-1959 Richter am Bundesverwaltungsgericht, 1959-1965 Staatssekretär im BMWo, 1965-1968 Staatssekretär im BMI, 1959-1968 Honorarprofessor an der Freien Universität Berlin, seit 1968 an der Universität Münster, 1968-1980 Direktor des Zentralinstituts für Raumplanung, 1970-1972 Vorsitzender der Kommission für die Neugliederung des Bundesgebietes.

Karl Gumbel (1909-1984)

1946 Oberregierungspräsidium Pfalz in Neustadt, 1947-1949 Ministerium des Innern des Landes Rheinland-Pfalz, 1949-1955 Bundeskanzleramt, dort zuletzt 1953-1955 Leiter der u. a. für Inneren Dienst, Personal sowie Angelegenheiten des BMI, BMJ, BMG, BMBR, BMFa, BMAt, AA und der Dienststelle Blank bzw. des BMVtg zuständigen Unterabteilung A, 1955-1966 BMVtg, dort Leiter der Abteilung III bzw. ab 1958 P (Personal), 1959-1964 Stellvertreter des Staatssekretärs und 1964-1966 Staatssekretär, 1967-1969 Staatssekretär im BMI.

Bundesministerium der Justiz

Prof. Dr. Horst Ehmke (geb. 1927)

1946-1951 Studium der Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaftslehre, der Politikwissenschaft und der Geschichte, 1947 Eintritt in die SPD, 1952-1956 Mitarbeiter bei der SPD-Bundestagsfraktion, 1956-1960 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Research Associate der Law School der University of California, Berkeley, 1960 Privatdozent an der Universität Bonn, 1961-1967 Professor für Öffentliches Recht an der Universität Freiburg im Breisgau, 1967-1969 Staatssekretär im BMJ, 1969-1994 MdB, 1969 Bundesminister der Justiz, 1969-1972 Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes, 1972-1974 Bundesminister für Forschung und Technologie und für das Post- und Fernmeldewesen, 1973-1991 Mitglied des SPD-Parteivorstandes, 1977-1991 stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion.

Bundesministerium der Finanzen

Walter Grund (1907-1986)

1934-1935 Richter in Neiße und Breslau, 1935-1941 bei verschiedenen Hamburger Finanzämtern und bei der Oberfinanzdirektion Hamburg, 1942-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945-1951 bei der Leitstelle der Finanzverwaltung für die britische Zone bzw. der Oberfinanzdirektion Hamburg, 1952-1956 Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, 1956-1962 Präsident der Oberfinanzdirektion Hamburg, 1963-1969 Staatssekretär im BMF, 1969-1981 Fachanwalt für Steuerrecht in Bonn.

Prof. Dr. Karl Maria Hettlage (1902-1995)

1932-1933 MdL Preußen (Zentrum), 1934-1938 Stadtkämmerer von Berlin, 1938-1951 Vorstandsmitglied der Commerzbank, während des Zweiten Weltkriegs im Reichsministerium für Bewaffnung und Munition bzw. ab 1942 für Rüstung und Kriegsproduktion, dort Leiter des Generalreferats für Wirtschaft und Finanzen, seit 1949 Honorarprofessor für Finanz- und Steuerrecht an der Universität Bonn, seit 1953 ordentlicher Professor für Öffentliches Recht an der Universität Mainz, 1958-1962 BMF, dort 1958-1959 Leiter der Abteilung II (Bundeshaushalt), 1959-1962 Staatssekretär, 1962-1967 Mitglied der Hohen Behörde der EGKS, 1967-1969 erneut Staatssekretär im BMF.

Bundesministerium für Wirtschaft

Bis 31. Jan. 1968:

Dr. Fritz Neef (1913-1979)

1935-1943 Prüfungsstelle Glasindustrie, dort zunächst Referent, Abteilungsleiter und später Leiter der Vorprüfstelle Glas in Haida sowie Leiter der Vorprüfstelle Glas und Waren verschiedener Art in Prag, 1943-1945 Reichswirtschaftsministerium, dort Referent für Glas und Keramik, gleichzeitig in dieser Eigenschaft dienstverpflichtet im Produktionsamt für Verbrauchsgüter, 1939-1941 und 1943 Kriegsdienst, 1946-1949 Zentralamt für Wirtschaft in der britischen Zone bzw. Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, dort Leiter der Referate Holz, Zellstoff, Papier und Glas und Keramik, 1949-1968 BMWi, dort 1949-1955 Leiter des Referats IV B 4 (Holz, Zellstoff, Papier), 1955-1962 Leiter der Unterabteilung IV B (Chemie), 1962-1963 Leiter der Abteilung III (Bergbau, Energie- und Wasserwirtschaft, Eisen und Stahl, EGKS) und 1963-1968 Staatssekretär, 1968-1969 Staatssekretär im BML, 1969-1976 Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie.

Seit 1. März 1968:

Dr. Klaus von Dohnanyi (geb. 1928)

1951-1953 Studium der Rechtswissenschaften, anschließend Tätigkeit in einer Anwaltskanzlei in New York, 1954-1960 bei der Ford-Werke AG, Köln, dort ab 1956 Leiter der Planungsabteilung, 1960-1968 Geschäftsführender Gesellschafter des Marktforschungsinstituts Infratest, München, 1968-1969 Staatssekretär im BMWi, 1969-1972 Parlamentarischer Staatssekretär im BMBW, 1972-1974 Bundesminister für Bildung und Wissenschaft, 1976-1981 Staatsminister im AA, 1957 Eintritt in die SPD, 1969-1981 MdB, 1979-1981 Landesvorsitzender der SPD in Rheinland-Pfalz, 1981-1988 Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, 1982-1988 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft, anschließend Tätigkeiten als Publizist und in der Industrie.

Dr. Johann Baptist Schöllhorn (geb. 1922)

Dipl.-Volkswirt, 1940-1949 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1949-1952 Studium der Volkswirtschaftslehre, 1952-1955 Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung in München, 1956-1972 BMWi, dort 1956-1962 Hilfsreferent im Referat I A 1 (Grundsatzfragen der Wirtschaftspolitik), ab 1959 zusätzlich auch im Referat E 1 (Allgemeine europäische Wirtschafts-, Währungs- und Konjunkturpolitik; Koordinierung der europäischen Finanz-, Agrar-, Verkehrs- und Sozialpolitik), 1962-1964 Leiter des Referats I A 8 (Konjunkturpolitik), 1964-1966 Leiter der Unterabteilung I A (Grundsatzfragen der Wirtschaftspolitik und der internationalen wirtschaftlichen Zusammenarbeit), 1967-1972 Staatssekretär, 1973-1989 Präsident der Landeszentralbank in Schleswig-Holstein, 1976-1989 Mitglied des Verwaltungsrates der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel.

Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Ab 1. Febr. 1968

Dr. Fritz Neef siehe Bundesministerium für Wirtschaft

Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung

Ludwig Kattenstroth (1906-1971)

1939 Rechtsanwalt, 1940-1941 beim Reichskommissar für die besetzten niederländischen Gebiete und beim Militärbefehlshaber in Frankreich, 1947-1948 Dokumentenabteilung des Internationalen Militärgerichtshofes in Nürnberg, 1949 Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, 1949-1962 BMWi, dort 1949-1954 Leiter der Abteilung II (Wirtschaftsordnung bzw. seit 1953: Wirtschaftsordnung und -förderung), 1954-1956 der Abteilung Z (Zentralabteilung), 1956-1962 der Abteilung III (Bergbau, Energie und Wasserwirtschaft, Eisen und Stahl, Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl), 1962-1963 Bundeskanzleramt, dort Leiter der Abteilung II (Wirtschaft, Finanzen, Soziales), 1963-1965 Staatssekretär im BMSchatz, 1965-1969 Staatssekretär im BMA.

Bundesministerium der Verteidigung

Ab 1. Jan. 1968:

Karl-Günther von Hase (geb. 1917)

1936-1949 Berufssoldat, Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1951-1962 Auswärtiger Dienst mit Stationen in Washington (1952-1953), Ottawa (1953-1956) und in der Zentrale (1956-1962), dort 1956-1958 stellvertretender, 1958-1961 Leiter des Pressereferats, 1961-1962 Leiter der Abteilung West II (zuständig u. a. für die Vereinten Nationen, NATO und Verteidigung, Abrüstung und Sicherheit, Großbritannien, USA, Kanada, Mittel- und Südamerika), 1962-1967 als Staatssekretär Leiter des BPA, 1968-1969 Staatssekretär beim BMVtg, 1970-1977 Botschafter in London, 1977-1982 Intendant des Zweiten Deutschen Fernsehens.

Bundesministerium für Verkehr

Karl Wittrock (1917-2000)

1939-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946-1953 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, anschließend Tätigkeit im öffentlichen Dienst, 1954-1964 und 1974-1978 Tätigkeit als Rechtsanwalt, 1963-1967 Regierungspräsident des Regierungsbezirkes Wiesbaden, 1946 Eintritt in die SPD, 1953 Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Wiesbaden, 1956-1962 Mitglied des Wiesbadener Magistrats, 1953-1963 MdB, 1967-1974 Staatssekretär im BMV, ab 1969 BMV/BMP für den Bereich Verkehr, 1978-1985 Präsident des Bundesrechnungshofes.

Bundesministerium für das Post- und Fernmeldewesen

Dr. Hans Steinmetz (1908-1987)

1934-1938 nach Entlassung aus dem juristischen Vorbereitungsdienst wegen „politischer Unzuverlässigkeit" Tätigkeit als Hilfs- und Telegrafenarbeiter, 1941-1943 Reichspostzentralamt, 1944-1945 Tätigkeit in der Industrie, 1946-1948 Landrat des Kreises Bergstraße in Heppenheim, 1946-1949 und 1954-1956 MdL Hessen (CDU), 1948-1949 Hauptverwaltung für das Post- und Fernmeldewesen des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1949-1951 BMP, dort Leiter der Abteilung III (Personalwesen), ab November 1949 kommissarischer Staatssekretär, 1951-1954 Präsident der Oberpostdirektion Koblenz, 1954-1956 Geschäftsführer der Deutschen Postreklame GmbH, 1956-1969 erneut BMP, dort Staatssekretär für das Postwesen, ab 1960 für die Post- und Fernmeldeverwaltung.

Bis 31. März 1968:

Helmut Bornemann (1902-1991)

Diplom-Ingenieur, 1925-1929 Oberpostdirektion Frankfurt am Main, 1929-1931 Reichspostzentralamt Berlin, 1931-1933 Reichspostministerium, 1933-1935 Reichspostdirektion Düsseldorf, 1935-1936 Reichspostdirektion Speyer, 1936-1938 erneut Reichspostzentralamt Berlin, 1938-1940 Reichspostforschungsanstalt, 1940-1945 erneut Reichspostministerium, 1946-1947 Reichspost-Oberdirektion für die britische Zone in Bad Salzuflen, 1947-1950 Post- und Fernmeldetechnisches Zentralamt des Vereinigten Wirtschaftsgebietes in Frankfurt am Main, 1950-1961 und 1963-1968 BMP, dort 1950-1957 Leiter des Referats II L mit Zuständigkeit vor allem für Internationales Fernmeldewesen, Vertretung im Technischen Ausschuss des Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V. (VDE), allgemeine Fernmeldeangelegenheiten des VDE und der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, 1957-1961 in der Abteilung II (Fernmeldewesen) Leiter der Unterabteilung II a, 1961-1963 Präsident der Oberpostdirektion Dortmund, 1963-1968 Staatssekretär für den Post- und Fernmeldebetrieb (St B) im BMP.

Ab 1./2. April 1968:

Dr.-Ing. Hans Pausch (1908-1991)

1928-1933 Studium der Elektrotechnik, 1933-1935 Baureferendar bei der Reichsbahndirektion Nürnberg, 1935-1939 bei der Reichspostdirektion Frankfurt/Main, 1939 bei der Reichspostdirektion Chemnitz, 1939-1945 Kriegsdienst, 1945-1947 ohne Beschäftigung, 1947-1965 beim Post- und Fernmeldetechnischen Zentralamt bzw. Posttechnischen Zentralamt Darmstadt, Außenstelle München, 1965-1967 Oberpostdirektion Nürnberg, dort Abteilungsleiter bzw. Abteilungspräsident für das Fernmeldewesen, 1967-1968 Präsident der Oberpostdirektion Düsseldorf, 1968-1972 Staatssekretär im BMP, ab 1969 BMV/BMP für den Bereich Post- und Fernmeldewesen.

Bundesministerium für Wohnungswesen und Städtebau

Dr. Johannes Schornstein (1909-1976)

1937-1943 Reichswirtschaftsministerium, 1943-1945 Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion, 1946-1947 Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, 1947-1949 Landesvertretung Nordrhein-Westfalen im Länderrat des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, 1950-1969 BMWo, dort bis 1952 im Sonderreferat „Ausbau Bonn und Bundeszone" Leiter des Referats 1 (u. a. Generalplanung und grundsätzliche Fragen der Wohnraumerfassung und Unterbringung), 1952-1956 Leiter der Abteilung III (Beamtenwohnungsfürsorge, Sonderbauprogramme, Bauwirtschaftliche Koordinierung der öffentlichen und privaten Baumaßnahmen im Bundesgebiet), 1957-1965 der Abteilung I (Wohnungs- und Siedlungswesen, Wohnungswirtschaft), 1965-1969 Staatssekretär.

Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte

Gerd Ludwig Lemmer (geb. 1925)

1945-1954 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1954-1955 Assessor beim Nordrhein-Westfälischen Landkreistag, 1956 Referent beim Landschaftsverband Rheinland, 1956-1961 beim Senator für Bundesangelegenheiten des Landes Berlin, Dienststelle Bonn, dort Leiter des Referats Wirtschaft und öffentliches Auftragswesen, 1961-1962 beim Regierenden Bürgermeister von Berlin, dort in der Senatskanzlei Leiter der Abteilung II (Protokoll- und Auslandsabteilung), 1952 Eintritt in die CDU, 1954-1961 Vorsitzender der CDU-Fraktion im Stadtrat von Remscheid, 1965 stellvertretender Vorsitzender des CDU-Landesverbandes Rheinland, 1958-1975 MdL Nordrhein-Westfalen, 1979-1994 MdEP, 1962-1966 Minister für Bundesangelegenheiten des Landes Nordrhein-Westfalen, zusätzlich 1966 geschäftsführender Minister für Wirtschaft, Mittelstand und Verkehr, zugleich 1961-1963 (ehrenamtlicher) Oberbürgermeister von Remscheid, 1967 in der Konzernleitung der Firma Friedrich Krupp, Essen, 1967-1969 Staatssekretär im BMVt, 1969 Staatssekretär im BMP, jedoch weiterhin zuständig für die Abteilung III des BMVt, anschließend Tätigkeit in der Privatwirtschaft.

Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen

Bis 18. April 1968:

Dr. Carl Krautwig (1904-1981)

1931-1939 Rechtsanwalt in Köln, 1939-1942 Kriegsdienst, 1942-1945 Heeresrichter, 1945-1948 Oberverwaltungsdirektor bei der Stadt Köln, 1948-1949 Verwaltungsrat des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, dort Leiter der Direktorialkanzlei, 1949-1963 BMWi, dort bis 1953 Leiter der Abteilung Z (Verwaltung), 1953-1963 Leiter der Abteilung IV (Gewerbliche Wirtschaft), 1964-1968 Staatssekretär im BMG, daneben 1965-1969 Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland in Berlin.

Ab 19. April 1968:

Dr. Günter Wetzel (geb. 1922)

1941-1945 Kriegsdienst, 1945-1953 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1953-1955 beim Regierungspräsidium Kassel, 1955-1960 Polizeipräsident in Kassel, 1960-1962 zunächst Regierungsvize-, 1962-1966 Regierungspräsident des Regierungsbezirks Darmstadt, 1967-28. Febr. 1968 Staatssekretär im Ministerium des Innern des Landes Hessen, 1968-1971 Staatssekretär im BMG, ab 1969 BMB, 1971-1972 Staatssekretär im BMVtg, 1972 Versetzung in den einstweiligen Ruhestand und Wechsel von der SPD zur CDU, 1978-1983 Staatssekretär im Ministerium der Justiz des Landes Schleswig-Holstein, anschließend Tätigkeit als Rechtsanwalt.

Bundesministerium für Angelegenheiten des Bundesrates und der Länder

Dr. Friedrich Schäfer (1915-1988)

1934-1938 Studium der Rechtswissenschaften, 1938-1943 Wehr- und Kriegsdienst, 1943-1945 juristischer Vorbereitungsdienst und Tätigkeit als Rechtsanwalt, 1946-1953 bei der Verwaltung des Landes Württemberg-Hohenzollern, dort 1946-1948 beim Landratsamt Biberach an der Riß, 1948-1950 Leiter des Staatskommissariats für das Flüchtlingswesen in Württemberg-Hohenzollern, 1951-1953 Leiter der Landespolizeidirektion Württemberg-Hohenzollern, 1953 Leiter der Landespolizeidirektion im Regierungsbezirk Südbaden, 1954-1957 Aufbau und Leitung der Landespolizeischule Freiburg im Breisgau, 1951 Eintritt in die SPD, 1957-1967 und 1969-1980 MdB, 1960-1970 Mitglied des Landesvorstandes Baden-Württemberg, 1968-1970 des Bundesvorstandes der SPD, 1961-1967 parlamentarischer Geschäftsführer der Bundestagsfraktion, 1969-1980 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1967-1969 Staatssekretär im BMBR.

Bundesministerium für Familie und Jugend

Dr. Heinrich Barth (1914-1997)

1949-1954 Rechtsanwalt und (ab 1952) Notar in Bremen, 1952-1954 Vorsitzender des CDU-Landesverbandes Bremen, 1954-1960 Bevollmächtigter des Landes Bremen beim Bund, 1960-1963 Persönlicher Referent des Bundeskanzlers im Bundeskanzleramt, 1963-1969 Staatssekretär im BMFa, 1964-1996 Vorsitzender des CDU-Bundesparteigerichts.

Bundesministerium für wissenschaftliche Forschung

Dr. Hans von Heppe (1907-1982)

1934-1935 bei der Deutschen Reichsbahn, 1936-1945 Reichsverkehrsministerium, dort in der Abteilung für Wasserstraßen (W), 1943-1945 Bevollmächtigter für den Nahverkehr Hamburg, 1946-1951 Schulbehörde bzw. Schul- und Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg, dort Leiter der Hochschulabteilung, 1952-1955 Kultusministerium Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, dort Leiter der Hochschulabteilung, 1956-1966 Freie und Hansestadt Hamburg, dort einer der Senatssyndici, 1966-1971 Staatssekretär im BMwF, ab 1969 BMBW.

Bundesschatzministerium

Bis 1. Juli 1968:

Dr. Wolfram Langer (1916-2002)

1940-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946-1947 Zentralamt für Wirtschaft in der britischen Zone, Minden, 1947-1958 Redakteur beim Handelsblatt, Frankfurt am Main und Bonn, 1958-1966 BMWi, dort 1958-1963 Leiter der Abteilung I (Wirtschaftspolitik), 1963-1966 Staatssekretär, 1966-1968 Staatssekretär im BMSchatz, 1968-1978 Präsident der Deutschen Pfandbriefanstalt (Depfa).

Ab 15. Juli 1968:

Dr. Rudolf Vogel (1906-1991)

1930-1933 Redakteur mehrerer Zentrumszeitungen, 1933-1940 freier Journalist, 1940-1945 Kriegsdienst, 1945-1946 u. a. Arbeitsamtsleiter in Aalen, Ulm und Ludwigsburg, 1947 Deutsches Büro für Friedensfragen, 1948-1949 Mitglied des Wirtschaftsrates des Vereinigten Wirtschaftsgebietes (CDU), 1949-1964 MdB, dort ab 1953 Haushaltsobmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, 1953 Bundesbeauftragter für Filmfragen und Vorsitzender des Abwicklungsausschusses zur Entflechtung des ehemaligen reichseigenen Filmvermögens, 1960-1964 Vorsitzender des Kuratoriums der Deutschen Stiftung für Entwicklungsländer und Vorsitzender der Südosteuropa-Gesellschaft, 1964-1968 Botschafter und Leiter der deutschen Vertretung bei der OECD in Paris, 1968-1969 Staatssekretär im BMSchatz.

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit

Dr. Udo Hein (1914-1971)

Studium der Rechts- und Staatswissenschaften und Erstes Juristisches Staatsexamen in Berlin, 1938-1940 Studium des Internationalen Öffentlichen Rechts, des Völkerrechts und der Politischen Wissenschaften in Paris, gleichzeitig Tätigkeit als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter an der Deutschen Botschaft, Paris, 1940 juristischer Vorbereitungsdienst, 1940-1945 Kriegsdienst, 1946-1948 Fortsetzung des juristischen Vorbereitungsdienstes, seit 1946 bei der Verwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen, dort in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, zunächst persönlicher Referent der Minister für Wiederaufbau Steinhoff, Lübke, Schmidt, zuletzt Leiter der Abteilung II, u. a. Verfassungs- und Verwaltungsgerichtsbarkeit, Grenzlandhilfe, Kassen- und Rechnungswesen, 1947 Eintritt in die SPD, 1965-1966 und 1969-1971 MdB, 1966-1969 Staatssekretär im BMZ, 1970-1971 MdEP.

Bundesministerium für Gesundheitswesen

Prof. Dr. Ludwig von Manger-Koenig (1919-1983)

1937-1939 Arbeits- und Wehrdienst, 1940-1947 Studium der Humanmedizin, unterbrochen durch Kriegsdienst, zusätzlich 1946-1949 Studium der Rechtswissenschaften, 1948-1950 Universitätsfrauenklinik Marburg, 1950 Kreisgesundheitsamt Marburg, 1950-1955 Hessisches Ministerium des Innern, dort zunächst Referent für die Allgemeine Organisation des Gesundheits- und Krankenhauswesens, 1955-1964 Leiter der Abteilung Öffentliches Gesundheitswesen, ab 1959 infolge Ressortumbildung: Ministerium für Arbeit, Volkswohlfahrt und Gesundheitswesen, dort Leiter der Abteilung VI (Öffentliches Gesundheitswesen), zugleich Leiter des Referats VI a (Grundsatzfragen und Innere Angelegenheiten), 1964-1966 Professor für Sozialhygiene und öffentliches Gesundheitswesen an der Freien Universität Berlin, 1967-1973 Staatssekretär im BMGes, seit 1973 Vertreter der Bundesregierung als Mitglied des Exekutivrates bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und bis 1983 medizinischer Sonderberater des BMJFG.

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